{"id":8073,"date":"2018-11-28T00:00:00","date_gmt":"2018-11-27T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/8073\/greenpeace-schweiz-fordert-neue-landwirtschaftspolitik-faire-tiergerechte-und-oekologische-produktion-top-fuer-alle\/"},"modified":"2019-05-30T08:23:53","modified_gmt":"2019-05-30T06:23:53","slug":"greenpeace-schweiz-fordert-neue-landwirtschaftspolitik-faire-tiergerechte-und-oekologische-produktion-top-fuer-alle","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/8073\/greenpeace-schweiz-fordert-neue-landwirtschaftspolitik-faire-tiergerechte-und-oekologische-produktion-top-fuer-alle\/","title":{"rendered":"Greenpeace Schweiz fordert neue Landwirtschaftspolitik: faire, tiergerechte und \u00f6kologische Produktion \u2013 TOP f\u00fcr alle"},"content":{"rendered":"<p><strong>Greenpeace Schweiz fordert im Rahmen von AP22+ eine Neuausrichtung der Schweizer Landwirtschaftspolitik, eine komplette Umstellung auf eine tiergerechte und \u00f6kologische Produktion (TOP). Ein Gewinn f\u00fcr alle: Standortgerechter Anbau reduziert den Chemikalien-Einsatz massiv. Auf den Ackerfl\u00e4chen werden direkt Lebensmittel f\u00fcr Menschen produziert anstatt Futtermittel f\u00fcr Tiere. Alle Nutztiere k\u00f6nnen auf eine Weide. Mutterk\u00fche und K\u00e4lber werden nicht mehr getrennt. Die B\u00e4uerinnen und Bauern erzielen faire Preise. Die Natur in der Schweiz erh\u00e4lt 400\u2018000 Hektaren Raum zur\u00fcck \u2013 ein Gebiet doppelt so gross wie der Kanton St.Gallen. <\/strong><\/p>\n<p>Das Bild der naturnahen Schweizer Landwirtschaft ist l\u00e4ngst ein Zerrbild, ein Mythos. Auf maximale Produktion ausgerichtete Methoden verdra\u0308ngen die Natur, gefa\u0308hrden die Bo\u0308den, verunreinigen die Luft und verschmutzen die Gewa\u0308sser. Die Mehrheit der Nutztiere fristet ein leidvolles Dasein. Viele Bauernfamilien kommen nur knapp u\u0308ber die Runden. Es braucht eine Umkehr dieser ungesunden Entwicklung. Agrar-Wissenschaftlerinnen und -Wissenschaftler der Z\u00fcrcher Hochschule f\u00fcr Angewandte Wissenschaften (ZHAW) haben im Auftrag von Greenpeace Schweiz unter Einbezug von Fachleuten von Agroscope, FiBL (Forschungsinstitut f\u00fcr biologischen Landbau) und weiteren Institutionen berechnet, was die komplette Umstellung auf eine tiergerechte und \u00f6kologische Produktion nach TOP auf 2050 f\u00fcr Folgen h\u00e4tte. Der umfassende Ansatz, der \u00fcber Bio hinaus geht, bedeutet:<\/p>\n<p><strong>Auf Ackerfl\u00e4chen werden direkt Lebensmittel f\u00fcr Menschen produziert:<\/strong> Also zum Beispiel Getreide, Gem\u00fcse und H\u00fclsenfr\u00fcchte. Auf dem Grasland werden Wiederk\u00e4uer gehalten, Schweine und H\u00fchner werden nur noch so viele gehalten, wie mit Resten der Lebensmittelproduktion ern\u00e4hrt werden k\u00f6nnen. Der Import von Futtermitteln wird obsolet.<\/p>\n<p><strong>H\u00f6chstes Tierwohl:<\/strong> Alle Nutztiere k\u00f6nnen auf eine Weide. Anstatt auf H\u00f6chstleistung getrimmte Hybridrassen werden robuste Zweinutzungstiere gehalten, und K\u00e4lber d\u00fcrfen im Familienverbund mit ihrer Mutter aufwachsen. Dadurch verschwindet die Massentierhaltung aus der Schweizer Landwirtschaft, und der Einsatz von Antibiotika in der Tierhaltung wird zum Ausnahmefall. Durch die Aufgabe der Massentierhaltung werden ja\u0308hrlich 95 Prozent weniger Tiere geschlachtet. Die Fleischmenge wird um 65 Prozent kleiner.<\/p>\n<p><strong>Standortgerechter Anbau statt Intensivkulturen:<\/strong> Die zu hohe Intensit\u00e4t der Produktion in der Schweiz wird auf ein langfristig tragbares Niveau reduziert und der Anbau diversifiziert. So k\u00f6nnen wir auf 50\u2019000 Tonnen Kunstd\u00fcnger und auf einen grossen Teil der Pestizide verzichten. Das gesamte Landwirtschaftsland wird dadurch farbiger und artenreicher.<\/p>\n<p><strong>Raum freispielen:<\/strong> Wir verzichten darauf, den hinterletzten Quadratmeter der Schweiz landwirtschaftlich zu nutzen und geben der Natur 400\u2019000 Hektaren zur\u00fcck. So stoppen wir den schleichenden Artenverlust in der Schweiz.<\/p>\n<p><strong>Gerechte Produzentenpreise am Markt: <\/strong>Die Schweizer B\u00e4uerinnen und Bauern produzieren Produkte mit echtem Mehrwert.<\/p>\n<p><strong>Klimaschutz:<\/strong> Die Landwirtschaft verursacht in der Schweiz gut 13 % der Treibhausgas-Emissionen. Mit der Umsetzung von TOP k\u00f6nnen diese um 30 % bis 50 % verringert werden. Somit tr\u00e4gt TOP wesentlich zur Erreichung des max. +1.5\u00b0-Ziels bei.<\/p>\n<p>\u00abTOP gibt der Schweizer Landwirtschaft eine langfristige Perspektive, bewahrt die Artenvielfalt, sch\u00fctzt das Klima und versorgt die Bev\u00f6lkerung mit gesunden Lebensmitteln.\u00bb, sagt Philippe Schenkel, Leiter der Landwirtschaftskampagne bei Greenpeace Schweiz. \u00abEine konsequente Umstellung auf eine tiergerechte und \u00f6kologische Produktion ist ein Gewinn f\u00fcr alle. Damit die naturnahe Schweizer Landwirtschaft nicht ein Mythos bleibt, sondern zur Realit\u00e4t wird. TOP ist eine Vision mit echtem Mehrwert \u2014\u00a0TOP in jeder Beziehung.\u00bb<\/p>\n<p>Greenpeace fordert Bund und Parlament auf, mutig zu sein und TOP als Vision f\u00fcr die Agrarpolitik 22 (AP22+) zu verwenden.<\/p>\n<p>Download Studie und Popul\u00e4rfassung: <a href=\"http:\/\/www.greenpeace.ch\/vision-landwirtschaft\/\">www.greenpeace.ch\/vision-landwirtschaft\/<\/a><br \/>\nWeitere Informationen:<\/p>\n<p>Philippe Schenkel, Leiter Landwirtschaftskampagne Greenpeace Schweiz, +41 78 790 52 84, <a href=\"mailto:philippe.schenkel@greenpeace.org\">philippe.schenkel@greenpeace.org<\/a><br \/>\nMedienstelle Greenpeace Schweiz, +41 44 447 41 11, <a href=\"mailto:pressestelle.ch@greenpeace.org\">pressestelle.ch@greenpeace.org<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Greenpeace Schweiz fordert im Rahmen von AP22+ eine Neuausrichtung der Schweizer Landwirtschaftspolitik, eine komplette Umstellung auf eine tiergerechte und \u00f6kologische Produktion (TOP). 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