{"id":8076,"date":"2018-11-30T00:00:00","date_gmt":"2018-11-29T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/8076\/der-nationalrat-muss-den-warnruf-des-hitzesommers-ernst-nehmen\/"},"modified":"2025-06-25T15:36:04","modified_gmt":"2025-06-25T13:36:04","slug":"der-nationalrat-muss-den-warnruf-des-hitzesommers-ernst-nehmen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/8076\/der-nationalrat-muss-den-warnruf-des-hitzesommers-ernst-nehmen\/","title":{"rendered":"Der Nationalrat muss den Warnruf des Hitzesommers ernst nehmen"},"content":{"rendered":"<p><strong>Der Hitzesommer 2018 und die k\u00fcrzlich ver\u00f6ffentlichten Klimaszenarien f\u00fcr die Schweiz sind ein Warnruf f\u00fcr die Politik. Um die schlimmsten Klima-Folgen abzuwenden braucht es ein deutlich ambitionierteres CO<sub>2<\/sub>-Gesetz, als im Entwurf vorgesehen. Greenpeace Schweiz fordert den Nationalrat auf, in der Debatte ab Montag f\u00fcr mehr Klimaschutz zu stimmen \u2013 und nicht f\u00fcr die Klimakatastrophe.<\/strong><\/p>\n<p>Ausged\u00f6rrte \u00c4cker, tonnenweise verendete Fische im Rhein, rekordtiefe Pegelst\u00e4nde in den Seen: Der Hitzesommer 2018 hat ein eindr\u00fcckliches Warnsignal davon gesendet, was uns mit fortschreitender Klimaerhitzung in der Schweiz erwartet. Mitte November zeigten KlimaforscherInnen in den \u00abKlimaszenarien CH2018\u00bb auf, dass solche Extreme zum Normalfall werden k\u00f6nnen \u2013 es sei denn, der Klimaerhitzung wird Einhalt geboten. Ab Montag hat der Nationalrat mit der Beratung des CO<sub>2<\/sub>-Gesetzes die Gelegenheit dazu. \u00abDie Volksvertreterinnen und -vertreter werden zeigen, ob sie gewillt sind, die B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger der Schweiz vor einer Zukunft der Wetter-Extreme bewahren\u00bb, sagt Georg Klingler, Leiter der Klima-Kampagne bei Greenpeace Schweiz.<\/p>\n<p><strong>Besorgte B\u00fcrgerInnen<br \/>\n<\/strong>Greenpeace Schweiz hat im Sommer dazu aufgerufen, die Folgen des Hitzesommers zu dokumentieren. Aus den vielen eingesandten Fotos ist ein eindr\u00fcckliches Buch entstanden. B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger aus dem ganzen Land haben nun vor der Klima-Debatte im Nationalrat Exemplare dieses Fotobuchs an Parlamentarierinnen und Parlamentarier \u00fcberreicht, um sie daran zu erinnern, wor\u00fcber sie abstimmen werden: Ob in der Zukunft Extremwetter-Perioden wie D\u00fcrren und Starkniederschl\u00e4ge zum Normalfall werden oder nicht. \u00abKlimaschutz ist lebenswichtig f\u00fcr uns alle. Mit jedem Land, das griffige Massnahmen beschliesst, erh\u00f6hen sich die Chancen, dass wir insgesamt die gef\u00e4hrliche Destabilisierung des Klimas in den Griff bekommen\u00bb, sagt Greenpeace-Experte Klingler.<\/p>\n<p><strong>Besseres Gesetz<br \/>\n<\/strong>Trotz der klaren Erkenntnisse des Weltklimarates IPCC, der Warnungen der neusten Klimaszenarien f\u00fcr die Schweiz und der \u00fcberall sichtbaren Folgen ist die aktuelle Vorlage f\u00fcr die Revision des CO<sub>2<\/sub>-Gesetzes ungen\u00fcgend. \u00abWer im Nationalrat den Mehrheitsantr\u00e4gen der vorberatenden Kommission folgt, stimmt f\u00fcr die Klimakatastrophe\u00bb, sagt Klingler. Greenpeace Schweiz fordert folgende Nachbesserungen:<\/p>\n<ul>\n<li>Das im Klima-Abkommen von Paris festgelegte <strong>1,5\u00b0-Ziel geh\u00f6rt zwingend ins Gesetz<\/strong> \u2013 aktuell ist bloss das nicht mehr g\u00fcltige Ziel von \u00abweniger als 2\u00b0C\u00bb vorgesehen<\/li>\n<li>Es braucht jetzt <strong>Vorgaben f\u00fcr die komplette Dekarbonisierung der Schweiz<\/strong> \u2013 also den Ausstieg aus der Nutzung s\u00e4mtlicher fossiler Energietr\u00e4ger. Das vorgesehene Ziel einer 30%-Reduktion der CO<sub>2<\/sub>-Emissionen im Inland bis 2030 verschiebt die Null-Grenze auf weit nach 2050, obwohl nach den Wissenschaftlern des IPCC die Nullgrenze weltweit bis 2050 erreicht werden muss, um gef\u00e4hrliche Risiken abzuwenden. Der geplante Einkauf von Emissionszertifikaten aus dem Ausland kann die fehlende Inland-Absenkungen nicht ersetzen<\/li>\n<li>Im <strong>Geb\u00e4&#xdebe;reich<\/strong> m\u00fcssen <strong>verbindliche Null-Emissions-Standards<\/strong> festgelegt werden \u2013 wegen der langen Lebensdauer von Geb\u00e4uden k\u00f6nnen solche Standards nicht auf nach 2030 verschoben werden<\/li>\n<li><strong>Beim Verkehr m\u00fcssen die CO2-Emissionen in Zukunft deutlich sinken<\/strong> \u2013 aktuell weist die Schweiz im Vergleich zu den europ\u00e4ischen L\u00e4ndern eine der klimasch\u00e4dlichsten Automobilflotten auf. Zudem sind Schweizerinnen und Schweizer Vielflieger, weil der Flugverkehr in der Schweiz steuerlich verg\u00fcnstigt statt klimapolitisch geregelt wird. Hier muss mit einer <strong>Flugticketabgabe<\/strong> korrigierend eingegriffen werden<\/li>\n<li>F\u00fcr den <strong>Finanzplatz Schweiz<\/strong> braucht es <strong>Regeln f\u00fcr den Ausstieg aus der Finanzierung von fossiler Energie<\/strong>. Schweizer Finanzakteure verursachen weltweit mehr als Zwanzig Mal so viele Treibhausgasemissionen wie die Haushalte und Unternehmen in der Schweiz zusammen<\/li>\n<li>F\u00fcr den <strong>Landwirtschaftssektor<\/strong> braucht es ebenfalls <strong>verbindliche Klimaregeln<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<hr \/>\n<p>Kontakt:<\/p>\n<p>Georg Klingler, Leiter der Klima-Kampagne bei Greenpeace Schweiz, 079 785 07 38, <a href=\"mailto:georg.klingler@greenpeace.org\">georg.klingler@greenpeace.org<\/a> \u2013 <em>auch f\u00fcr Kontakte zu B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern, die PolitikerInnen zu Hause besucht und ein Fotobuch \u00fcbergeben haben<\/em><\/p>\n<p>Medienstelle Greenpeace Schweiz: 044 447 41 11, pressestelle.ch@greenpeace.org<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Hitzesommer 2018 und die k\u00fcrzlich ver\u00f6ffentlichten Klimaszenarien f\u00fcr die Schweiz sind ein Warnruf f\u00fcr die Politik. 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