{"id":80765,"date":"2022-02-09T09:06:50","date_gmt":"2022-02-09T08:06:50","guid":{"rendered":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/?p=80765"},"modified":"2022-02-09T09:09:15","modified_gmt":"2022-02-09T08:09:15","slug":"tiefseebagger-auf-dem-bundesplatz-greenpeace-aktivistinnen-fordern-griffigen-meeresschutz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/80765\/tiefseebagger-auf-dem-bundesplatz-greenpeace-aktivistinnen-fordern-griffigen-meeresschutz\/","title":{"rendered":"Tiefseebagger auf dem Bundesplatz: Greenpeace-Aktivist:innen fordern griffigen Meeresschutz"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Mit einem Tiefseebagger und grossen Bildern der Tiefseefauna machten 14 Greenpeace-Aktivist:innen heute fr\u00fchmorgens auf die drohende Ausbeutung der Tiefsee aufmerksam.<\/strong> <strong>Sie forderten den Bundesrat auf, sich international f\u00fcr ein ambitioniertes Hochseeschutzabkommen und f\u00fcr ein Tiefseebergbau-Moratorium einzusetzen.&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n<p>Noch vor Sonnenaufgang begannen die Greenpeace-Aktivist:innen, den rund sechs mal zweieinhalb mal f\u00fcnf Meter grossen Tiefseebagger auf dem Bundesplatz aufzubauen. W\u00e4hrend die Nachbildung auf dem Bundesplatz vier Tonnen schwer ist, wiegt das Originalger\u00e4t mit 400 Tonnen das hundertfache. Tiefseebagger sind eines der Ger\u00e4te, mit dem Rohstoffkonzerne in Zukunft in den Meeren, in einer Tiefe von mehr als 4\u2019000 Metern, Manganknollen abbauen m\u00f6chten. Manganknollen enthalten unter anderem Mangan, Kobalt und Nickel \u2013 Rohstoffe, die zum Beispiel in der Elektronikbranche verwendet werden. Ein solcher Eingriff in bisher unber\u00fchrte Lebensr\u00e4ume h\u00e4tte katastrophale Folgen f\u00fcr die Artenvielfalt in den Ozeanen.&nbsp;<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Vorbereitungen f\u00fcr erste Expeditionen laufen<\/strong><\/h2>\n\n<p>Bereits seit einigen Jahren \u00fcben grosse Rohstoffkonzerne, darunter auch Schweizer Konzerne, Druck auf die Internationale Meeresbodenbeh\u00f6rde (ISA) aus, um die Tiefsee ausbeuten zu d\u00fcrfen. Die ISA hat nun ank\u00fcndigt, die ersten Abbaulizenzen schon 2023 zu bewilligen. Die Freiburger Firma Allseas baut als erste weltweit ein Schiff f\u00fcr den Tiefseebergbau um und plant Test-Expeditionen.\u00a0<\/p>\n\n<p>Mit grossen Bildern zeigten die Greenpeace-Aktivist:innen auf dem Bundesplatz heute beispielhaft, welche Sch\u00f6nheit und Artenvielfalt durch den Tiefseebergbau bedroht ist. Sie fordern den Bundesrat auf, sich \u00f6ffentlich f\u00fcr ein Tiefseebergbau-Moratorium einzusetzen. \u00abZahlreiche Staaten, und grosse Konzerne wie Samsung, Google und BMW fordern bereits ein Moratorium f\u00fcr den Tiefseebergbau\u00bb, sagt Iris Menn, promovierte Meeresbiologin und Expertin bei Greenpeace Schweiz, \u00abim Vergleich dazu ist die passive und abwartende Haltung des Bundesrates besch\u00e4mend.\u00bb<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Schweizer Einsatz f\u00fcr internationales Hochseeschutzabkommen gefordert<\/strong><\/h2>\n\n<p>Seit 2017 verhandeln die Vereinten Nationen \u00fcber ein internationales Abkommen zum Schutz der Hohen See. Dieses ist eine historische Chance f\u00fcr umfassenden Meeresschutz: Es soll den Schutz und die nachhaltige Nutzung der sogenannten Hohen See rechtsverbindlich regeln. Die finalen Verhandlungen finden in New York vom 7. &#8211; 18. M\u00e4rz 2022 statt \u2013 und auch die Schweiz verhandelt mit. Doch in seiner aktuellen R\u00fcckmeldung zur <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.parlament.ch\/de\/ratsbetrieb\/suche-curia-vista\/geschaeft?AffairId=20214466\" target=\"_blank\">Interpellation 21.4466<\/a> l\u00e4sst der Bundesrat die Position, mit der die Schweiz in die Verhandlungen tritt, erneut offen. Zudem fehlt ein klares Bekenntnis zu Meereschutzgebieten ohne menschliche Nutzung, ebenso wie zu einer strikten Reglementierung s\u00e4mtlicher Nutzungsformen ausserhalb von Meeresschutzgebieten. \u00abEine solche R\u00fcckmeldung vier Wochen vor den Verhandlungen ist sehr entt\u00e4uschend. Die Schweiz hat sich im Rahmen der Biodiversit\u00e4tskonvention (CBD) verpflichtet, die Entwicklung des Verlusts der Artenvielfalt bis 2030 umzukehren. Die Position der Schweiz bei den Verhandlungen zum Hochseeschutzabkommen ist eine Chance f\u00fcr den Bundesrat, den Worten Taten folgen zu lassen\u00bb, betont Menn.\u00a0<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Bild-<\/strong> und Audio-Material<\/h2>\n\n<p><a href=\"https:\/\/media.greenpeace.org\/collection\/27MDHUHM47ZS\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Foto- und Video-Material (wird laufend erg\u00e4nzt)<\/a><\/p>\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2022\/02\/ddfbfafc-zitate_irismenn.zip\">Zitate von Meeresexpertin Iris Menn (Audio)<\/a><\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Kontakte<\/strong><\/h2>\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Iris Menn, Meeresbiologin, Greenpeace Schweiz, <a href=\"mailto:iris.menn@greenpeace.org\">iris.menn@greenpeace.org<\/a>, +41 79 886 75 92<\/li><li>Medienstelle Greenpeace Schweiz, <a href=\"mailto:pressestelle.ch@greenpeace.org\">pressestelle.ch@greenpeace.org<\/a>, +41 44 447 41 11<\/li><\/ul>\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit einem Tiefseebagger und grossen Bildern der Tiefseefauna machten 14 Greenpeace-Aktivist:innen heute fr\u00fchmorgens auf die drohende Ausbeutung der Tiefsee aufmerksam. Sie forderten den Bundesrat auf, sich international f\u00fcr ein ambitioniertes&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":103,"featured_media":80803,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_planet4_optimize_post_is_variant":false,"_planet4_optimize_experiment_name":"","_planet4_optimize_variant_name":"","ep_exclude_from_search":false,"p4_og_title":"","p4_og_description":"Opfern wir nicht auch noch die Tiefsee unserem Ressourcenhunger: Greenpeace-Aktivist:innen fordern heute Morgen den Bundesrat auf, mehr f\u00fcr den Schutz der Ozeane zu tun. \r\n#ProtectTheOceans #NoDeepSeaMining","p4_og_image":"","p4_og_image_id":"","p4_seo_canonical_url":"","p4_campaign_name":"not set","p4_local_project":"not set","p4_basket_name":"not set","p4_department":"","footnotes":""},"categories":[47,119],"tags":[41],"p4-page-type":[71],"gpch-article-type":[],"class_list":["post-80765","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-greenpeace","category-meer","tag-meer","p4-page-type-medienmitteilung"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/80765","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/103"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=80765"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/80765\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/80803"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=80765"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=80765"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=80765"},{"taxonomy":"p4-page-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/p4-page-type?post=80765"},{"taxonomy":"gpch-article-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/gpch-article-type?post=80765"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}