{"id":8111,"date":"2019-02-26T00:00:00","date_gmt":"2019-02-25T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/8111\/es-braucht-eine-neue-agrarpolitik-fuer-und-nicht-gegen-die-umwelt\/"},"modified":"2019-05-30T08:24:49","modified_gmt":"2019-05-30T06:24:49","slug":"es-braucht-eine-neue-agrarpolitik-fuer-und-nicht-gegen-die-umwelt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/8111\/es-braucht-eine-neue-agrarpolitik-fuer-und-nicht-gegen-die-umwelt\/","title":{"rendered":"Es braucht eine neue Agrarpolitik f\u00fcr und nicht gegen die Umwelt"},"content":{"rendered":"<p><em>Medienmitteilung von BirdLife Schweiz, Greenpeace Schweiz, Pro Natura und WWF Schweiz<\/em><\/p>\n<p><strong>Zu hohe Mengen an Pestiziden gelangen in unsere Fl\u00fcsse und B\u00e4che. Zu viel Stickstoff aus \u00fcberdimensionierten Tierbest\u00e4nden sch\u00e4digen unsere W\u00e4lder und Moore. Insekten sterben und der Artenverlust geht weiter. Die Treibhausgasemissionen der Landwirtschaft sind hoch. Wie der Bundesrat diese Umweltprobleme l\u00f6sen will, hat er im Vernehmlassungsbericht zur Agrarpolitik ab 2022 (AP22+) erl\u00e4utert. Doch mit den bundesr\u00e4tlichen Vorschl\u00e4gen lassen sich die Umweltprobleme bei weitem nicht l\u00f6sen, die Umweltverb\u00e4nde beantragen in ihrer Stellungnahme eine sehr viel ambitioniertere Agrarpolitik.<\/strong><\/p>\n<p>Im Erl\u00e4uterungsbericht zur Er\u00f6ffnung der Vernehmlassung zur Agrarpolitik 22+ stellt der Bundesrat fest, dass keines der 13 Umweltziele f\u00fcr die Schweizer Landwirtschaft, die im Statusbericht 2016 des Bundesamts f\u00fcr Umwelt und des Bundesamts f\u00fcr Landwirtschaft zu den Umweltzielen Landwirtschaft festgeschrieben sind, erreicht wurde. Er konstatiert ausserdem, dass sich dies bei gleichbleibenden Rahmenbedingungen und ohne zus\u00e4tzliche Massnahmen auch nicht \u00e4ndern wird. Die Analyse des Bundesrates in Bezug auf die Umweltsch\u00e4den der Landwirtschaft ist korrekt. Und trotzdem schl\u00e4gt er keine griffigen Massnahmen zur L\u00f6sung der Umweltprobleme vor.<\/p>\n<ul>\n<li>\u00abNach wie vor werden mit der neuen Agrarpolitik ab 2022 mehr als die H\u00e4lfte der Direktzahlungen an die Landwirtinnen und Landwirte verteilt, ohne dass sie an eine konkrete Leistung gebunden sind. Das ist inakzeptabel. Wir fordern, dass diese Beitr\u00e4ge f\u00fcr konkrete Leistungen wie die F\u00f6rderung der Artenvielfalt auf den Landwirtschaftsbetrieben eingesetzt werden\u00bb, so Pascal K\u00f6nig von BirdLife Schweiz.<\/li>\n<li>\u00abDie Klimadebatte fehlt in der Vorlage g\u00e4nzlich. Der Bund sieht keine Massnahmen vor, die Massentierhaltung abzuschaffen und die zu grossen Tierbest\u00e4nde in der Schweiz zu reduzieren. Dies, obwohl der Zusammenhang zwischen Klimaerw\u00e4rmung und Fleischkonsum unbestritten ist\u00bb, sagt Philippe Schenkel von Greenpeace Schweiz.<\/li>\n<li>\u00abDie vorgeschlagenen Massnahmen des Bundesrates, die als Gegenvorschlag zur Trinkwasserinitiative gedacht sind, entsprechen keineswegs den Forderungen der Trinkwasserinitiative. Die sch\u00e4dlichsten Pestizide d\u00fcrfen nicht mehr zugelassen werden und es braucht eine Lenkungsabgabe auf die Verwendung von Pestiziden\u00bb, fordert Marcel Liner von Pro Natura.<\/li>\n<li>\u00abWir verlangen klare Vorgaben f\u00fcr eine ressourceneffiziente Nutzung der landwirtschaftlichen Fl\u00e4chen. So ist beispielsweise die Produktion von Tierfutter wie Mais auf Ackerfl\u00e4chen viel ineffizienter, als der Anbau von Nahrungsmitteln wie Weizen oder Kartoffeln f\u00fcr uns Menschen\u00bb, sagt Eva Wyss vom WWF Schweiz.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Am 24. September 2017 hat sich das Schweizer Stimmvolk mit einem Ja-Anteil von fast 79 Prozent f\u00fcr eine standortangepasste und ressourceneffiziente Landwirtschaft ausgesprochen. Dazu brauchen wir nun die entsprechende Gesetzgebung mit der AP22+.<\/p>\n<p><strong>Kontaktpersonen<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Philippe Schenkel, Landwirtschaftsexperte, Greenpeace Schweiz, 078 790 52 84, <a href=\"mailto:philippe.schenkel@greenpeace.org\">philippe.schenkel@greenpeace.org<\/a><\/li>\n<li>Eva Wyss, Landwirtschaftsexpertin, WWF Schweiz, 079 352 09 47, <a href=\"mailto:eva.wyss@wwf.ch\">eva.wyss@wwf.ch<\/a><\/li>\n<li>Pascal K\u00f6nig, Landwirtschaftsexperte, BirdLife Schweiz, 077 927 59 26, <a href=\"mailto:pascal.koenig@birdlife.ch\">pascal.koenig@birdlife.ch<\/a><\/li>\n<li>Marcel Liner, Fachexperte Landwirtschaftspolitik, Pro Natura, 061 317 92 40, <a href=\"mailto:marcel.liner@pronatura.ch\">marcel.liner@pronatura.ch<\/a><\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zu hohe Mengen an Pestiziden gelangen in unsere Fl\u00fcsse und B\u00e4che. Zu viel Stickstoff aus \u00fcberdimensionierten Tierbest\u00e4nden sch\u00e4digen unsere W\u00e4lder und Moore. Insekten sterben und der Artenverlust geht weiter. Die Treibhausgasemissionen der Landwirtschaft sind hoch. Wie der Bundesrat diese Umweltprobleme l\u00f6sen will, hat er im Vernehmlassungsbericht zur Agrarpolitik ab 2022 (AP22+) erl\u00e4utert. Doch mit den bundesr\u00e4tlichen Vorschl\u00e4gen lassen sich die Umweltprobleme bei weitem nicht l\u00f6sen, die Umweltverb\u00e4nde beantragen in ihrer Stellungnahme eine sehr viel ambitioniertere Agrarpolitik.<\/p>\n","protected":false},"author":39,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_planet4_optimize_post_is_variant":false,"_planet4_optimize_experiment_name":"","_planet4_optimize_variant_name":"","ep_exclude_from_search":false,"p4_og_title":"","p4_og_description":"","p4_og_image":"","p4_og_image_id":"","p4_seo_canonical_url":"","p4_campaign_name":"","p4_local_project":"","p4_basket_name":"","p4_department":"","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[33],"p4-page-type":[71],"gpch-article-type":[],"class_list":["post-8111","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-unkategorisiert","tag-ernaehrung","p4-page-type-medienmitteilung"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8111","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/39"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=8111"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8111\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=8111"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=8111"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=8111"},{"taxonomy":"p4-page-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/p4-page-type?post=8111"},{"taxonomy":"gpch-article-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/gpch-article-type?post=8111"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}