{"id":8122,"date":"2019-03-27T00:00:00","date_gmt":"2019-03-26T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/8122\/die-neuen-ubs-standards-enttaeuschen-die-reduktion-der-kohle-finanzierung-faellt-viel-zu-zoegerlich-aus\/"},"modified":"2019-05-31T10:37:47","modified_gmt":"2019-05-31T08:37:47","slug":"die-neuen-ubs-standards-enttaeuschen-die-reduktion-der-kohle-finanzierung-faellt-viel-zu-zoegerlich-aus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/8122\/die-neuen-ubs-standards-enttaeuschen-die-reduktion-der-kohle-finanzierung-faellt-viel-zu-zoegerlich-aus\/","title":{"rendered":"Die neuen UBS-Standards entt\u00e4uschen, die Reduktion der Kohle-Finanzierung f\u00e4llt viel zu z\u00f6gerlich aus"},"content":{"rendered":"<p>Die UBS hat strengere Standards f\u00fcr die Finanzierung von Kohle kommuniziert (<a href=\"https:\/\/www.ubs.com\/global\/en\/ubs-news\/r-news-display-ndp\/de-20190321-ubs-sustainable-targets.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Medienmitteilung<\/a>, siehe auch <a href=\"https:\/\/www.ubs.com\/global\/en\/ubs-society\/our-documents.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Environment and Social Risk Policy Framework<\/a>). Sie lassen zu w\u00fcnschen \u00fcbrig. Katya Nikitenko, Finanzexpertin bei Greenpeace Schweiz, kommentiert wie folgt:<\/p>\n<p>\u00abWir sind entt\u00e4uscht. Die UBS hat ihre Richtlinien zur Finanzierung von Kohle leicht verbessert. Die Bank hat es jedoch nicht gewagt, einen mutigen und grossen Schritt in Richtung einer emissionsarmen Welt zu machen, und agiert viel zu z\u00f6gerlich. Wir fordern mehr, denn es bleiben uns noch rund zehn Jahre, um die Klimakatastrophe abzuwenden.<\/p>\n<p>Die UBS wird keine neuen Kohlekraftwerke auf Projektebene mehr finanzieren und schr\u00e4nkt ihre Gesch\u00e4fte mit Betreibern von Kohlekraftwerken ein. Jedoch auferlegt die Bank ihren Kunden, die im Kohlebergbau t\u00e4tig sind, keine \u00e4hnlich klaren Beschr\u00e4nkungen. Das ist eine verpasste Chance. Dar\u00fcber hinaus \u00e4ussert sich die UBS nach wie vor nicht dazu, wie sie die Kreditvergabe oder die Kapitalbeschaffung f\u00fcr Unternehmen, die Teersand oder andere extreme und besonders klimasch\u00e4dliche fossile Brennstoffe nutzbar machen, einschr\u00e4nken will. Das ist entt\u00e4uschend. In den vergangenen Jahren reisten mehrere Delegationen indigener Frauen aus Nordamerika in die Schweiz. Die Heimat deren V\u00f6lker ist u.a. von grossen Pipeline-Projekten gef\u00e4hrdet. Die Frauen forderten unter anderem die UBS auf, die f\u00fcr die Pipelines verantwortlichen Unternehmen nicht mehr zu finanzieren.<\/p>\n<p>Zudem stellte die UBS in den vergangenen drei Jahren \u2013 seit dem Pariser Klimaabkommen \u2013 fast 26 Milliarden US-Dollar zur Finanzierung von fossilen Brennstoffen zur Verf\u00fcgung. Das ist alles andere als ein ehrgeiziger Klimaschutz.<\/p>\n<p>In ihrem Gesch\u00e4ftsbericht schreibt die UBS, dass sie sich f\u00fcr den Schutz der Verm\u00f6genswerte ihrer Kunden einsetzt. Und sie m\u00f6chte zur Bank der ersten Wahl f\u00fcr jene Kunden werden, die mit ihren Portfolios vom Wandel zu einer emissionsarmen Wirtschaft profitieren wollen. Doch weniger als 3 Prozent aller Verm\u00f6genswerte von UBS-Kunden sind tats\u00e4chlich in \u2039klimabezogene nachhaltige Anlagen\u203a investiert. Das wirft die Frage auf, ob die UBS es wirklich ernst meint mit dem Schutz der Verm\u00f6genswerte ihrer Kunden. Warum stellt die Bank nicht sicher, dass alle Investitionen ihrer Kunden klimaoptimiert und weniger risikobehaftet (stranded assets) sind?<\/p>\n<p>Auch die Credit Suisse hat ihren <a href=\"https:\/\/www.credit-suisse.com\/corporate\/en\/investor-relations\/financial-and-regulatory-disclosures\/annual-and-interim-reports\/annual-reports.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Gesch\u00e4ftsbericht f\u00fcr 2018<\/a> ver\u00f6ffentlicht. Sie hat ihre Richtlinien f\u00fcr die Finanzierung von fossilen Brennstoffen nicht aktualisiert. Und noch immer warten wir auf eine Offenlegung ihrer klimabedingten Risiken sowie auf konkrete Massnahmen zur Integration von Klimarisiken in ihre Markt- und Keditrisikoanalyse.<\/p>\n<p>Unser Fazit: Einmal mehr zeigen die beiden Schweizer Grossbanken, dass sie nicht gewillt sind, global eine echte F\u00fchrungsrolle f\u00fcr mehr Klimaschutz zu \u00fcbernehmen.\u00bb<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir sind entt\u00e4uscht. Die UBS hat ihre Richtlinien zur Finanzierung von Kohle leicht verbessert. Die Bank hat es jedoch nicht gewagt, einen mutigen und grossen Schritt in Richtung einer emissionsarmen Welt zu machen, und agiert viel zu z\u00f6gerlich. 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