{"id":8124,"date":"2019-04-02T00:00:00","date_gmt":"2019-04-01T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/8124\/pestizidcocktails-in-kleinen-fliessgewaessern-der-schweiz-es-braucht-dringend-einen-paradigmenwechsel\/"},"modified":"2019-05-30T08:25:08","modified_gmt":"2019-05-30T06:25:08","slug":"pestizidcocktails-in-kleinen-fliessgewaessern-der-schweiz-es-braucht-dringend-einen-paradigmenwechsel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/8124\/pestizidcocktails-in-kleinen-fliessgewaessern-der-schweiz-es-braucht-dringend-einen-paradigmenwechsel\/","title":{"rendered":"Pestizidcocktails in kleinen Fliessgew\u00e4ssern der Schweiz: Es braucht dringend einen Paradigmenwechsel!"},"content":{"rendered":"<p><strong>Medienkommentar von BirdLife Schweiz, Greenpeace Schweiz, Pro Natura und WWF Schweiz zu den Ergebnissen der Messkampagne \u00abNAWA SPEZ 2017\u00bb der Eawag:<\/strong><em><\/p>\n<p><strong>Kleine Fliessgew\u00e4sser in landwirtschaftlich gepr\u00e4gten Regionen sind heute so stark durch Pestizide belastet, dass das \u00dcberleben der Wasserorganismen gef\u00e4hrdet ist. Die Umweltverb\u00e4nde appellieren an die Politik und die Landwirte und Landwirtinnen: Es braucht dringend einen Paradigmenwechsel im Einsatz von Pestiziden.<\/strong><\/p>\n<p>In der Schweiz gelangen zu viele Pestizide in die Umwelt, die die Gew\u00e4sser vergiften und die Gesundheit von Menschen und Tieren gef\u00e4hrden. Heute hat die Eawag, das Wasserforschungsinstitut des ETH-Bereichs, in ihrer neusten Analyse zu Pestiziden in Schweizer Fliessgew\u00e4ssern erneut den dringenden Handlungsbedarf aufgezeigt. Es ist bereits die dritte Studie, und die Ergebnisse der von M\u00e4rz bis Oktober 2017 durchgef\u00fchrten Messkampagne sind erschreckend: Es wurden insgesamt 145 Pestizide nachgewiesen, im Mittel wurden in jeder einzelnen Probe 34 verschiedene Wirkstoffe gefunden. Keines der Gew\u00e4sser entsprach den Vorgaben der Gew\u00e4sserschutzverordnung. Die chronischen Qualit\u00e4tskriterien f\u00fcr einzelne Wirkstoffe wurden \u00fcber einen Zeitraum von dreieinhalb bis zu sechseinhalb Monaten \u00fcberschritten. Das heisst, dass das \u00dcberleben der Wasserorganismen \u00fcber Monate hinweg durch einen Pestizidcocktail gef\u00e4hrdet ist.<\/p>\n<p>Die Massnahmen, die der Aktionsplan Pflanzenschutz des Bundes vorsieht, werden die Situation nicht entscheidend verbessern: Bis 2027 sollen die Grenzwert\u00fcberschreitungen bloss halbiert werden. Die Umweltverb\u00e4nde senden deshalb einen dringenden Appell an die Politik: Es braucht jetzt einen Paradigmenwechsel in der Landwirtschaft weg von Pestiziden hin zu agrar\u00f6kologischen Methoden. So wie es zum Beispiel die \u00abInitiative f\u00fcr sauberes Trinkwasser\u00bb fordert, welche demn\u00e4chst durch die Kommission f\u00fcr Wirtschaft und Abgaben (WAK) des Nationalrats beraten wird.<\/p>\n<p>\u00a0<br \/>\n<strong>Box Wasserorganismen<\/strong><\/p>\n<p>Pflanzen und Tieren, die auf den Lebensraum der kleineren Fliessgew\u00e4sser angewiesen sind, geht es schlecht. Das BAFU stellt im Umweltbericht 2018 fest, dass der Zustand der Fliessgew\u00e4sser an zwei Dritteln der Standorte f\u00fcr Fische ungen\u00fcgend ist. Viele ausgestorbene oder stark gef\u00e4hrdete Arten sind auf gesunde Fliessgew\u00e4sser angewiesen. Sauberes Wasser bedeutet Artenvielfalt und Leben. Der Zustand der Fliessgew\u00e4sser ist ein Abbild unserer Gesellschaft.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Kontaktpersonen<\/p>\n<p>Philippe Schenkel, Landwirtschaftsexperte Greenpeace Schweiz,<br \/>\n<a href=\"mailto:philippe.schenkel@greenpeace.org\">philippe.schenkel@greenpeace.org<\/a>, 078 790 52 84<\/p>\n<p>Pascal K\u00f6nig, Projektleiter Landwirtschaft BirdLife Schweiz,<br \/>\n<a href=\"mailto:pascal.koenig@birdlife.ch\">pascal.koenig@birdlife.ch<\/a>, 044 457 70 26<\/p>\n<p>Michael Casanova, Projektleiter Gew\u00e4sserschutz Pro Natura,<br \/>\n<a href=\"mailto:michael.casanova@pronatura.ch\">michael.casanova@pronatura.ch<\/a>,\u00a0061 317 92 29<\/p>\n<p>Eva Wyss, Projektleiterin Landwirtschaft WWF Schweiz,<br \/>\n<a href=\"mailto:eva.wyss@wwf.ch\">eva.wyss@wwf.ch<\/a>, 044 297 21 71<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kleine Fliessgew\u00e4sser in landwirtschaftlich gepr\u00e4gten Regionen sind heute so stark durch Pestizide belastet, dass das \u00dcberleben der Wasserorganismen gef\u00e4hrdet ist. 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