{"id":8136,"date":"2019-05-20T00:00:00","date_gmt":"2019-05-19T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/8136\/sauberkeitsrappen-verursacher-sollen-entsorgung-von-siedlungsabfaellen-mitfinanzieren\/"},"modified":"2019-05-30T08:25:23","modified_gmt":"2019-05-30T06:25:23","slug":"sauberkeitsrappen-verursacher-sollen-entsorgung-von-siedlungsabfaellen-mitfinanzieren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/8136\/sauberkeitsrappen-verursacher-sollen-entsorgung-von-siedlungsabfaellen-mitfinanzieren\/","title":{"rendered":"\u00abSauberkeitsrappen\u00bb: Verursacher sollen Entsorgung von Siedlungsabf\u00e4llen mitfinanzieren"},"content":{"rendered":"<p><strong>Greenpeace Schweiz hat sich an der <a href=\"https:\/\/www.bern.ch\/themen\/abfall\/neuigkeiten\/vernehmlassung-sauberkeitsrappen\">Vernehmlassung \u00fcber die Teilrevision des Abfallreglements der Stadt Bern<\/a> beteiligt. Die Umweltorganisation unterst\u00fctzt den so genannten \u00abSauberkeitsrappen\u00bb und fordert, dass andere St\u00e4dte, Gemeinden und Kantone diesem Beispiel folgen und wirksame Lenkungsmassnahmen zur Abfallvermeidung einf\u00fchren.<\/strong><\/p>\n<p>Die Schweiz ist eines der L\u00e4nder mit dem gr\u00f6ssten Siedlungsabfallaufkommen der Welt. Die Abfallberge sind bei uns kaum sichtbar, leistet sich die Schweiz doch ein effektives  Reinigungs-, Abfalltrenn- und Sammelsystem. Dabei geht jedoch vergessen, dass der exzessive Konsum und die damit anfallenden Abfallprodukte (Wegwerfartikel, vor allem Verpackungsmaterialien) die Umwelt und das Klima stark belasten. Produktion, Transport, Entsorgung oder auch Recycling ben\u00f6tigen Energie und setzen CO2 frei. Allein die von Plastik verursachten globalen CO2-Emissionen beliefen sich 2015 auf beinah 1.8 Mrd. Tonnen.<\/p>\n<p>Nicht korrekt entsorgte Abf\u00e4lle gef\u00e4hrden auch hierzulande Tiere und Pflanzen sowie die Gesundheit der Bev\u00f6lkerung. 90 Prozent der Schweizer Auenb\u00f6den sind mit Mikrokunststoffen kontaminiert. Gem\u00e4ss einer k\u00fcrzlich publizierten <a href=\"http:\/\/asleman.org\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/Le%CC%81maniques110_light.pdf\">Studie des Vereins zur Erhaltung des Genfersees (ASL)<\/a> gelangen jedes Jahr 50 Tonnen Plastikabf\u00e4lle allein in den Genfersee. Freigesetzte Materialien lassen sich nicht in Stoffkreisl\u00e4ufe zur\u00fcckf\u00fchren und werden somit der Wiederverwertung entzogen. Es m\u00fcssen neue Ressourcen gewonnen und verarbeitet werden \u2014 mit entsprechenden Umweltauswirkungen.<\/p>\n<p><strong>Bonus-Malus-System als Anreiz<\/strong><\/p>\n<p>Wirkungsvoller als Abfall zu recyceln ist es, diesen zu vermeiden. Der Konsumg\u00fcterhandel setzt mit unn\u00f6tigen Einwegverpackungen jedoch falsche Anreize und kurbelt somit die Ressourcenverschwendung an. Zudem schiebt er die Verantwortung f\u00fcrs Aufr\u00e4umen der durch die Verpackungen entstandenen gelitterten Abf\u00e4lle auf die Gemeinden und damit die Steuerzahlenden ab \u2013 in der Schweiz sind das Kosten von j\u00e4hrlich rund 200 Millionen Franken. Stephanie Menzel, Zero-Waste-Campaignerin bei Greenpeace Schweiz, sagt: \u00abEs ist unerl\u00e4sslich, dass jene in die Pflicht genommen werden, welche zwar nicht direkt den Abfall zur\u00fccklassen, jedoch mit dem Verkauf von Konsumg\u00fctern in Einwegverpackungen indirekt dazu beitragen, dass Abfall im \u00f6ffentlichen Raum anf\u00e4llt. Eine Geb\u00fchr f\u00fcr sekund\u00e4re Verursacher ist notwendig, um eine Lenkungswirkung zu erzeugen.\u00bb<\/p>\n<p>Das von der Stadt Bern vorgeschlagene Geb\u00fchrenmodell ist plausibel und pragmatisch. Es ist nachvollziehbar und handhabbar. Die Geb\u00fchr ist so ausgestaltet, dass ein Anreiz entsteht, Abfall zu reduzieren oder gar zu vermeiden. Es ist sinnvoll, dass individuelle Massnahmen zur Abfallreduktion \u2013 z. B. das Weglassen von Verpackungen, eigene Abfallk\u00fcbel, Entsorgungskonzepte, Schulungen, eigene Pr\u00e4ventionskampagnen \u2013 eine Geb\u00fchrenreduktion oder eine Geb\u00fchrenbefreiung zur Folge haben. Greenpeace fordert, dass andere St\u00e4dte und Gemeinden diesem Beispiel folgen und dass auch auf kantonaler und nationaler Ebene wirksame Lenkungsmassnahmen zur Abfallvermeidung eingef\u00fchrt werden.<\/p>\n<p><strong>Kontakt:<\/strong><\/p>\n<p>Stephanie Menzel, Zero-Waste-Campaignerin Greenpeace Schweiz, +41 77 976 07 33, <a href=\"mailto:stephanie.menzel@greenpeace.org\">stephanie.menzel@greenpeace.org<\/a><br \/>\nMedienstelle Greenpeace Schweiz, +41 44 447 41 11, <a href=\"mailto:pressestelle.ch@greenpeace.org\">pressestelle.ch@greenpeace.org<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Greenpeace Schweiz hat sich heute an der Vernehmlassung \u00fcber die Teilrevision des Abfallreglements der Stadt Bern beteiligt. 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