{"id":82674,"date":"2022-03-15T07:00:00","date_gmt":"2022-03-15T06:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/?p=82674"},"modified":"2022-05-25T15:20:45","modified_gmt":"2022-05-25T13:20:45","slug":"neue-studie-produkte-laenger-nutzen-schuetzt-das-klima","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/82674\/neue-studie-produkte-laenger-nutzen-schuetzt-das-klima\/","title":{"rendered":"Neue Studie: Produkte l\u00e4nger nutzen sch\u00fctzt das Klima"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Wenn wir Konsumprodukte wie Waschmaschinen, Smartphones, Kleider und M\u00f6bel l\u00e4nger nutzen, tr\u00e4gt dies betr\u00e4chtlich zum Klimaschutz bei \u2013 mehr als das Recycling. Das zeigt eine neue Studie des Forschungs- und Beratungsunternehmen INFRAS im Auftrag von Greenpeace Schweiz. Greenpeace Schweiz setzt sich darum f\u00fcr eine echte Kreislaufwirtschaft ein und fordert ein \u00abRecht zu Reparieren\u00bb.&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n<p>Die Schweizer Bev\u00f6lkerung konsumiert zu viel: W\u00fcrden alle L\u00e4nder so viel konsumieren wie die Schweiz, br\u00e4uchten wir fast drei Erden. Dieser \u00dcberkonsum schadet auch dem Klima. Die in- und ausl\u00e4ndische Produktion von Konsumg\u00fctern ist f\u00fcr 9 Prozent des Schweizer CO<sub>2<\/sub>-Fussabdrucks verantwortlich. Eine Studie des Forschungs- und Beratungsunternehmen INFRAS zeigt nun: Indem Konsumprodukte l\u00e4nger genutzt werden, kann eine signifikante Menge an Treibhausgas-Emissionen eingespart werden.&nbsp;<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>L\u00e4ngere Nutzungsdauer aus Umweltsicht sinnvoll<\/strong><\/h2>\n\n<p>In der von Greenpeace Schweiz beauftragten Studie untersuchte INFRAS f\u00fcr f\u00fcnf Konsumg\u00fcterkategorien (Waschmaschinen, Notebooks, Smartphones, Bekleidung und M\u00f6bel), wie sich eine l\u00e4ngere Nutzungsdauer auf den CO<sub>2<\/sub>-Fussabdruck der Schweiz auswirken w\u00fcrde. Die Ergebnisse zeigen: eine l\u00e4ngere Nutzungsdauer ist aus Umweltsicht quasi immer sinnvoll.&nbsp;<\/p>\n\n<p>W\u00fcrden beispielsweise alle Kleider in der Schweiz drei Jahre l\u00e4nger getragen, k\u00f6nnten wir damit 1,5 Mio. Tonnen CO<sub>2<\/sub>-\u00c4quivalente einsparen. Das entspricht der gleichen Menge, die ein Auto ausstossen w\u00fcrde, dass die Welt am \u00c4quator 186\u2019000 Mal umrundet (7,4 Mrd. Kilometer). W\u00fcrden wir unsere Smartphones drei Jahre l\u00e4nger nutzen, entspr\u00e4chen die eingesparten Klimagase 11\u2019400 \u00c4quator-Umrundungen mit dem Auto.&nbsp;<\/p>\n\n<p>INFRAS sch\u00e4tzt, dass sich der Schweizer CO<sub>2<\/sub>-Fussabdruck um 1,8 bis 4 Mio. Tonnen CO<sub>2<\/sub>-\u00c4quivalent reduzieren liesse, w\u00fcrden alle Konsumprodukte in der Schweiz ein bis drei Jahre l\u00e4nger genutzt. Als Vergleich: Das PET-Recycling schaffte 2020 Einsparungen von 137\u2019000 Tonnen CO<sub>2<\/sub>-\u00c4quivalenten.&nbsp;<\/p>\n\n<p>Aus methodischen Gr\u00fcnden beschr\u00e4nkte sich INFRAS in ihrer Studie auf die Betrachtung von Treibhausgasemissionen. Eine l\u00e4ngere Nutzungsdauer von Produkten bringt aber eine Reihe weiterer positiver Umweltwirkungen mit sich, zum Beispiel bei der Landnutzung.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Teilen, Wiederverwenden, Wiederaufbereiten und Reparieren<\/strong><\/h2>\n\n<p>Um die Nutzungsdauer von Konsumprodukten zu verl\u00e4ngern, ist eine echte Kreislaufwirtschaft unerl\u00e4sslich. Diese sieht Recycling, Verbrennung und Deponierung als letzte Auswege, da dabei Energie und Rohstoffe verloren gehen. Wichtiger sind das Teilen, Wiederverwenden, Reparieren und Wiederaufbereiten von Produkten. Diese Strategien setzen bereits in der Produktions- und Nutzungsphase an und k\u00f6nnen so den Verbrauch an Prim\u00e4rrohstoffen reduzieren. \u00abMit unserem aktuellen Konsumverhalten beuten wir die Umwelt aus und schaden dem Klima. Es ist an der Zeit, unseren Konsum grunds\u00e4tzlich zu hinterfragen und dem Reparieren, Teilen, Wiederverwenden und Wiederaufbereiten Vorrang einzur\u00e4umen. Hier ist nun die Politik gefragt\u00bb, sagt Barbara Wegmann, Konsum- und Kreislaufwirtschaftsexpertin bei Greenpeace Schweiz.&nbsp;<\/p>\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/lh3.googleusercontent.com\/cg6BTMdYxMwGDBybqDPtxMZshf2qJ2Ro2NMi4GOBCow8fYlwBDDbOFpdzgQdTCrYmBD41psJoVuFCIyVImIVFnMmAqjIdd9u6QINS_qWzwurp4jy4gwga44IxKhB9hBxYx5k5_L1\" alt=\"\"\/><\/figure>\n\n<p>Eine besonders wichtige Rolle f\u00fcr die Verl\u00e4ngerung der Nutzungsdauer spielen Reparaturen. Um die Reparaturrate in der Schweiz zu steigern, braucht es ein B\u00fcndel an politischen Massnahmen. Zu diesem Schluss kommt INFRAS in ihrer Studie. Ein solches Massnahmenb\u00fcndel fordert Greenpeace mit der <a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/handeln\/erhebe-deine-stimme-fuer-das-recht-zu-reparieren\/\">Petition f\u00fcr ein \u00abRecht zu Reparieren\u00bb<\/a>: Jede:r soll selbst entscheiden k\u00f6nnen, wo, zu welchem Preis und in welchem Umfang ein defekter Gegenstand repariert werden soll. Ein solches Recht zu Reparieren soll im Rahmen der laufenden Revision im Umweltschutzgesetz verankert werden.&nbsp;<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Mehr Informationen:&nbsp;<\/strong><\/h2>\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li><a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/publikation\/82248\/oekologische-auswirkung-einer-laengeren-nutzungsdauer-von-produkten\/\">Zusammenfassung der Studie und ganze Studie<\/a><\/li><li><a href=\"https:\/\/media.greenpeace.org\/shoot\/27MDHUHKUDW1\">Bildmaterial<\/a><\/li><li><a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/handeln\/erhebe-deine-stimme-fuer-das-recht-zu-reparieren\/\">Petition Recht zu Reparieren<\/a><\/li><\/ul>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Kontakte<\/strong><\/h2>\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Barbara Wegmann, Konsum- und Kreislaufwirtschaftsexpertin von Greenpeace Schweiz<br>+41 44 447 41 08, <a href=\"mailto:barbara.wegmann@greenpeace.org\">barbara.wegmann@greenpeace.org<\/a><strong>&nbsp;<\/strong><\/li><li>Medienstelle Greenpeace Schweiz<br>+41 44 447 41 11, <a href=\"mailto:pressestelle.ch@greenpeace.org\">pressestelle.ch@greenpeace.org<\/a><\/li><li>Quirin Oberpriller, Projektleiter INFRAS<br>+41 44 205 95 20, <a href=\"mailto:quirin.oberpriller@infras.ch\">quirin.oberpriller@infras.ch<\/a>&nbsp;<\/li><\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn wir Konsumprodukte wie Waschmaschinen, Smartphones, Kleider und M\u00f6bel l\u00e4nger nutzen, tr\u00e4gt dies betr\u00e4chtlich zum Klimaschutz bei \u2013 mehr als das Recycling. 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