{"id":82887,"date":"2022-03-18T08:30:00","date_gmt":"2022-03-18T07:30:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/?p=82887"},"modified":"2022-03-18T08:11:02","modified_gmt":"2022-03-18T07:11:02","slug":"schutz-der-meere-weiterhin-unklar-un-verhandlungen-zu-einem-globalen-hochseeschutzabkommen-gescheitert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/82887\/schutz-der-meere-weiterhin-unklar-un-verhandlungen-zu-einem-globalen-hochseeschutzabkommen-gescheitert\/","title":{"rendered":"Schutz der Meere weiterhin unklar: UN-Verhandlungen zu einem globalen Hochseeschutzabkommen gescheitert"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Die vierte Runde der Verhandlungen \u00fcber ein globales Hochseeschutzabkommen wird am heutigen Freitag, 18. M\u00e4rz, im Hauptquartier der Vereinten Nationen (UN) in New York abgeschlossen \u2013 ohne Erfolg. Das Abkommen soll den Schutz und die nachhaltige Nutzung der sogenannten Hohen See rechtsverbindlich regeln. Wissenschaftler:innen und Nichtregierungsorganisation forden, dass bis 2030 mindestens ein Drittel der Weltmeere als Schutzgebiete ausgewiesen werden. Greenpeace fordert die Regierungen auf, die Verhandlungen deutlich zu beschleunigen und noch 2022 ein starkes Abkommen abzuschliessen.<\/strong> <strong>Dazu muss auch die Schweiz wesentlich ambitionierter agieren als in den aktuellen Verhandlungen.<\/strong><\/p>\n\n<p>Iris Menn, promovierte Meeresbiologin und Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin von Greenpeace Schweiz sagt: \u00abDas Schneckentempo der Verhandlungen in den letzten zwei Wochen und die fehlende Einigung in einer Reihe von Schl\u00fcsselfragen, wie zum Beispiel in Bezug auf die Einrichtung von Meeresschutzgebieten, stehen im krassen Widerspruch zur Dringlichkeit der Situation. Auch die Position der Schweiz ist entt\u00e4uschend. Die Klimakrise ver\u00e4ndert unsere Ozeane und ihre vielf\u00e4ltigen \u00d6kosysteme. Die Meere werden schonungslos ausgebeutet, verschmutzt und verm\u00fcllt. Durch die industrielle Fischerei verlieren K\u00fcstengemeinden auf der ganzen Welt ihre Lebensgrundlagen und ihre Ern\u00e4hrungssicherheit. Neu hinzu kommt die Gefahr der Zerst\u00f6rung durch den Tiefseebergbau. Die Fakten zeigen: Wir brauchen dringend einen Rettungsplan f\u00fcr unsere Ozeane und ihre biologische Vielfalt\u00bb.\u00a0<\/p>\n\n<p>Wie dringend die Ozeane gesch\u00fctzt werden m\u00fcssen, zeigt die gestrige Entdeckung des Greenpeace-Schiffes Arctic Sunrise auf der R\u00fcckreise von ihrer j\u00fcngsten Expedition in der Antarktis: Die Besatzung dokumentierte in einem Radius von 35 km rund 265 Fischereischiffe \u2013 riesige Industrietrawler \u2013, die das Meer nahezu unkontrolliert leerfischen.&nbsp;<\/p>\n\n<p>\u00abWenn die UN dieses Jahr keinen wirksamen Vertrag \u00fcber die Hohe See abschliessen, werden die Regierungen es nicht schaffen, bis 2030 ein Drittel der Weltmeere durch Meeresschutzgebiete zu sch\u00fctzen. Damit werden sie auch ihr Ziel, den Verlust der biologischen Vielfalt bis 2030 aufzuhalten, nicht mehr erreichen k\u00f6nnen. Dieser Vertrag ist entscheidend, denn wir alle sind auf die Ozeane angewiesen: vom Sauerstoff, den sie liefern, bis hin zu den Lebensgrundlagen und der Ern\u00e4hrungssicherheit, die sie bieten\u00bb, verdeutlicht Iris Menn.<\/p>\n\n<p>In den Verhandlungen verst\u00e4rkten viele L\u00e4nder ihre Bem\u00fchungen. Doch die Ambitionen sind zu gering und L\u00e4nder wie Japan, Russland und Island zeigen sich weiterhin als Gegner des Abkommens. Um in der n\u00e4chsten Verhandlungsrunde Ende dieses Jahres einen Vertrag abzuschliessen, braucht es dringend eine proaktive und konsequente Zusammenarbeit der Staatschefs. Regierungen, insbesondere die 48 Nationen der \u00ab<a href=\"https:\/\/ec.europa.eu\/oceans-and-fisheries\/ocean\/international-ocean-governance\/protecting-ocean-time-action_en\">High Ambition Coalition<\/a>\u00bb, m\u00fcssen jetzt aktiv werden. Diese Nationen, darunter auch die Schweiz, haben sich verpflichtet, sich f\u00fcr einen globalen Ozeanvertrag einzusetzen, der bis 2030 ein Drittel der Meere unter Schutz stellt.&nbsp;<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Kontakte<\/strong><\/h2>\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Iris Menn, Meeresbiologin, Greenpeace Schweiz<br><a href=\"mailto:iris.menn@greenpeace.org\">iris.menn@greenpeace.org<\/a>, +41 79 886 75 92<\/li><li>Medienstelle Greenpeace Schweiz<br><a href=\"mailto:pressestelle.ch@greenpeace.org\">pressestelle.ch@greenpeace.org<\/a>, +41 44 447 41 11<\/li><\/ul>\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die vierte Runde der Verhandlungen \u00fcber ein globales Hochseeschutzabkommen wird am heutigen Freitag, 18. M\u00e4rz, im Hauptquartier der Vereinten Nationen (UN) in New York abgeschlossen \u2013 ohne Erfolg. 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