{"id":83205,"date":"2022-03-31T04:45:00","date_gmt":"2022-03-31T02:45:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/?p=83205"},"modified":"2022-03-31T10:40:26","modified_gmt":"2022-03-31T08:40:26","slug":"kein-geld-fuer-den-krieg-in-der-ukraine-axpo-muss-auf-russisches-uran-verzichten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/83205\/kein-geld-fuer-den-krieg-in-der-ukraine-axpo-muss-auf-russisches-uran-verzichten\/","title":{"rendered":"Kein Geld f\u00fcr den Krieg in der Ukraine: Axpo muss auf russisches Uran verzichten"},"content":{"rendered":"\n<p><strong><strong>Die Axpo beharrt darauf, Uran von Rosatom, einem russischen Staatsunternehmen, zu beziehen. Die Vertr\u00e4ge der Axpo mit Rosatom sind bez\u00fcglich Umweltschutz und Transparenz seit langem problematisch \u2013 und sie sind seit Beginn der russischen Invasion in der Ukraine noch problematischer geworden. Greenpeace Schweiz fordert die Eigent\u00fcmer der Axpo (Kantone und Kantonswerke) auf, sich daf\u00fcr einzusetzen, dass der Stromkonzern diese Vertr\u00e4ge fristlos k\u00fcndigt.&nbsp;<\/strong><\/strong><\/p>\n\n<p>Die Axpo setzt in ihren Atomkraftwerken in Beznau und Leibstadt Brennelemente aus Russland ein. Diese Gesch\u00e4ftsbeziehungen waren schon immer problematisch, insbesondere deshalb, weil die russischen Produktionsst\u00e4tten katastrophale Auswirkungen auf die Umwelt haben: Die Umgebung der Anlagen ist radioaktiv verseucht. Hinzu kommen ein eklatanter Mangel an Transparenz und Verletzungen der pers\u00f6nlichen Freiheiten der Mitarbeitenden und der Anwohner:innen, weil die russischen Atomanlagen zum milit\u00e4rischen Atomprogramm des Landes beitragen, das seit Beginn des Krieges in der Ukraine leider oft erw\u00e4hnt wird.<\/p>\n\n<p>Nach Enth\u00fcllungen von Greenpeace forderte die Axpo im Jahr 2014 Rosatom auf, die Anlage in Majak aus ihrer Zuliefererkette auszuschliessen, der Schweizer Stromkonzern hielt die Gesch\u00e4ftsbeziehungen mit dem russischen Staatsunternehmen jedoch aufrecht. Seitdem verarbeiten verschiedene andere problematische Produktionsst\u00e4tten weiterhin Uran, das in der Schweiz von der Axpo verwendet wird. Ganz anders ging damals das Atomkraftwerk G\u00f6sgen vor, das vom Stromkonzern Alpiq betrieben wird: Es verzichtete vollst\u00e4ndig auf russische Lieferungen.<\/p>\n\n<p>Seit Beginn des russischen Angriffs auf die Ukraine gibt es keinen Grund, der weitere Gesch\u00e4ftsbeziehungen der Axpo mit Russland rechtfertigen w\u00fcrde. Rosatom, das Atomkonglomerat, mit dem die Axpo Gesch\u00e4fte macht, geh\u00f6rt vollst\u00e4ndig dem russischen Staat. Florian Kasser, Atomexperte bei Greenpeace Schweiz, warnt: \u00abH\u00e4lt die Axpo die Gesch\u00e4ftsbeziehungen mit Rosatom aufrecht, tr\u00e4gt der Stromkonzern zur Finanzierung der russischen Kriegshandlungen in der Ukraine bei.\u00bb Greenpeace Schweiz fordert die Axpo auf, ihre Verantwortung wahrzunehmen und die Vertr\u00e4ge zu k\u00fcndigen.<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Kantone m\u00fcssen eingreifen<\/strong><\/h2>\n\n<p>Doch leider muss Greenpeace Schweiz feststellen, dass die Axpo-Konzernleitung nicht die Absicht hat, diese Vertr\u00e4ge zu k\u00fcndigen. Damit verst\u00f6sst sie gegen ihre eigenen <a href=\"https:\/\/www.axpo.com\/ch\/de\/unternehmen\/einkauf\/partner-lieferanten.html\">Grunds\u00e4tze der Unternehmensf\u00fchrung,<\/a> die Gesch\u00e4ftsbeziehungen mit totalit\u00e4ren und korrupten Staaten verbieten.<\/p>\n\n<p>Die Axpo ist vollst\u00e4ndig im Besitz von Deutschschweizer Kantonen und Kantonswerken (ZH, AG, SG, TG, SH, GL, AR, AI, ZG). \u00abEs ist inakzeptabel, dass ein Schweizer Unternehmen im Besitz der \u00f6ffentlichen Hand zur Finanzierung eines Staates beitr\u00e4gt, der einen Angriffskrieg f\u00fchrt\u00bb, sagt Florian Kasser. Greenpeace Schweiz fordert die Regierungen der Eigent\u00fcmerkantone auf, sich daf\u00fcr einzusetzen, dass ein Grundsatzentscheid gef\u00e4llt wird, der jede Form der Zusammenarbeit mit Russland verbietet.<\/p>\n\n<p class=\"is-style-accent-1\"><strong>Anteil russisches Uran in den Reaktoren der Axpo<\/strong><br>Der gesamte Kernbrennstoff in den beiden Atomreaktoren in Beznau stammt aus Russland. Der Vertrag wurde mit der franz\u00f6sischen Areva NP (heute Framatome) abgeschlossen. Im Atomkraftwerk Leibstadt stammt etwa die H\u00e4lfte des Brennstoffs aus Russland. Der Vertrag wurde direkt mit Tenex, einer Tochtergesellschaft von Rosatom, abgeschlossen. Auf der Grundlage der installierten Produktionskapazit\u00e4t sind somit 60 Prozent der Schweizer Atomstromproduktion von russischem Brennstoff abh\u00e4ngig.<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Kontakt<\/strong>e<\/h2>\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Florian Kasser, Atomexperte bei Greenpeace Schweiz, +41 76 345 26 55, <a href=\"mailto:florian.kasser@greenpeace.org\">florian.kasser@greenpeace.org<\/a> <\/li><li>Medienstelle Greenpeace Schweiz: +41 44 447 41 11, <a href=\"mailto:pressestelle.ch@greenpeace.org\">pressestelle.ch@greenpeace.org<\/a> <\/li><\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Axpo beharrt darauf, Uran von Rosatom, einem russischen Staatsunternehmen, zu beziehen. 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