{"id":83506,"date":"2022-04-04T17:02:00","date_gmt":"2022-04-04T15:02:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/?p=83506"},"modified":"2022-04-27T20:58:38","modified_gmt":"2022-04-27T18:58:38","slug":"ipcc-bericht-der-handlungsspielraum-wird-immer-kleiner","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/83506\/ipcc-bericht-der-handlungsspielraum-wird-immer-kleiner\/","title":{"rendered":"IPCC-Bericht: Der Handlungsspielraum wird immer kleiner"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Der heute ver\u00f6ffentlichte Bericht des Weltklimarats IPCC im Rahmen des Sechsten Sachstandsberichts zeigt auf, wie die Klimakrise gemeistert werden kann und welchen Handlungsspielraum die Menschheit hat, um die globale Erw\u00e4rmung auf 1,5\u00b0C zu begrenzen. Der Bericht belegt wissenschaftlich fundiert, dass die Anstrengungen zum Schutz des Klimas nach wie vor nicht ausreichen \u2013 <a href=\"https:\/\/www.greenpeace.org\/static\/planet4-international-stateless\/2022\/04\/69ca2215-greenpeace-takeaways-from-the-ipcc-ar6wg3.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">bei weitem nicht<\/a>. Die Verantwortung liegt bei den reichsten L\u00e4ndern, darunter auch die Schweiz. Greenpeace Schweiz fordert, dass Bundesrat und Parlament den Ausstieg aus den fossilen Energien beschleunigen und diese rasch durch erneuerbare Energien, insbesondere Solarenergie, ersetzen. Die Dringlichkeit dieser Forderung wird durch den Krieg in der Ukraine nochmals verst\u00e4rkt.<\/strong><\/p>\n\n<p>\u00abDer neueste IPCC-Bericht zeigt wissenschaftlich pr\u00e4zise auf, dass der Klimaschutz s\u00e4mtlicher L\u00e4nder, einschliesslich der Schweiz, bis heute extrem ungen\u00fcgend ist\u00bb, sagt Georg Klingler, Klima- und Energieexperte bei Greenpeace Schweiz. \u00abGleichzeitig macht der Bericht klar, dass L\u00f6sungen vorhanden sind und es immer noch m\u00f6glich ist, die Klimakatastrophe zu verhindern.\u00bb<\/p>\n\n<p>Ebenso deutlich streicht der Weltklimarat die Verantwortung der reichsten L\u00e4nder im Kampf gegen die Klimakrise hervor, die einen Grossteil der Emissionen verursachen. Diese L\u00e4nder, darunter auch die Schweiz, m\u00fcssen ihre Klimapolitik deutlich ambiti\u00f6ser ausgestalten, wenn sie der Klimaerhitzung tats\u00e4chlich entgegenwirken wollen. Weiter weist der IPCC darauf hin, dass Klimaschutzmassnahmen immer teurer werden. Heute sind die durchschnittlichen j\u00e4hrlichen Emissionsreduktionen, die notwendig sind, um unter 1,5\u00b0C zu bleiben, viermal h\u00f6her, als sie es gewesen w\u00e4ren, wenn die Staaten ab 2010 wirksam gehandelt h\u00e4tten. Dies unterstreicht einmal mehr, wie wichtig es ist, jetzt so schnell als m\u00f6glich zu handeln.<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Um sich zu sch\u00fctzen, muss die Schweiz handeln<\/strong><\/h2>\n\n<p>\u00abDas Zeitfenster f\u00fcr die Vermeidung des Klimakollapses schliesst sich\u00bb, sagt Georg Klingler. \u00abWir m\u00fcssen uns sehr schnell aus der Abh\u00e4ngigkeit von fossiler Energie befreien. Jeder Liter \u00d6l und jeder Kubikmetern Gas, der verbrannt wird, versch\u00e4rft die Klimakrise. Unsere Infrastruktur ist so anzupassen, dass wir fossile Brennstoffe durch erneuerbare Elektrizit\u00e4t ersetzen k\u00f6nnen. <a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/publikation\/79839\/versorgungssicherheit-und-klimaschutz\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Unser Energieszenario<\/a> zeigt, dass ein massiver und schneller Ausbau der Solarenergie \u2013 ein Solar-Sprint \u2013 der Schl\u00fcssel ist, damit die Schweiz das ihr noch zur Verf\u00fcgung stehende CO2-Budget einhalten kann.\u00bb&nbsp;<\/p>\n\n<p>Das Parlament und der Bundesrat haben drei M\u00f6glichkeiten, um aufzuzeigen, dass sie die Analysen der Wissenschaft verstehen und ernst nehmen:&nbsp;<\/p>\n\n<ol class=\"wp-block-list\"><li>Im Rahmen des Bundesgesetzes \u00fcber eine sichere Stromversorgung mit erneuerbaren Energien muss das Parlament daf\u00fcr sorgen, dass der Ausbau der erneuerbaren Energien, insbesondere der Solarenergie, massiv beschleunigt wird.\u00a0<\/li><li>Das Parlament muss die Gletscher-Initiative unterst\u00fctzen und damit den Ausstieg aus den fossilen Energien besiegeln. Das schafft Planungssicherheit.\u00a0<\/li><li>Der Bundesrat muss das neue CO2-Gesetz, dessen Vernehmlassungsfrist heute endet, nachbessern. Die Klimakrise l\u00e4sst sich nicht mit Kompensationen l\u00f6sen.\u00a0<\/li><\/ol>\n\n<p>\u00abDie Klimakrise und der Krieg in der Ukraine zeigen deutlich, dass jetzt ehrgeizige Massnahmen notwendig sind. Die aktuelle Energie- und Klimapolitik der Schweiz ist unserer Verantwortung und den uns zur Verf\u00fcgung stehenden Mitteln nicht w\u00fcrdig\u00bb, so Georg Klingler.&nbsp;<\/p>\n\n<p>\u00ab\u00d6l, Gas und Kohle sowie das Geld, das in diese Energien investiert wird, stehen am Anfang der Klimakrise und sind Ursachen von Konflikten und Kriege, die Menschen auf der ganzen Welt unermessliches Leid zuf\u00fcgen. Der Krieg in der Ukraine zeigt dies schmerzhaft auf. Der Bund sucht derzeit nach Alternativen zum russischen Gas, aber das verlagert das Problem nur. Ist es wirklich moralischer, unser Gas aus Katar statt aus Russland zu beziehen, wenn wir bedenken, dass Katar seit 2014 in den schrecklichen Krieg im Jemen verwickelt ist? Solarenergie ist die beste Energie, um den Frieden zu f\u00f6rdern und der Schweiz eine sicherere Zukunft zu bieten.\u00bb&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Weitere Informationen<\/strong><\/h2>\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.greenpeace.org\/static\/planet4-international-stateless\/2022\/04\/69ca2215-greenpeace-takeaways-from-the-ipcc-ar6wg3.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Briefing von Greenpeace International zum neuesten Bericht des IPCC<\/a> <\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Kontakte<\/strong><\/h2>\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Georg Klingler, Energie- und Klimaexperte bei Greenpeace Schweiz, +41 79 785 07 38, <a href=\"mailto:georg.klingler@greenpeace.org\">georg.klingler@greenpeace.org<\/a> <\/li><li>Medienstelle Greenpeace Schweiz: +41 44 447 41 11, <a href=\"mailto:pressestelle.ch@greenpeace.org\">pressestelle.ch@greenpeace.org<\/a><\/li><\/ul>\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der neueste IPCC-Bericht zeigt auf, dass der Klimaschutz s\u00e4mtlicher L\u00e4nder, einschliesslich der Schweiz, extrem ungen\u00fcgend ist. 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