{"id":85185,"date":"2022-05-05T09:00:00","date_gmt":"2022-05-05T07:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/?p=85185"},"modified":"2022-05-05T10:48:58","modified_gmt":"2022-05-05T08:48:58","slug":"der-oekologische-ausbau-der-erneuerbaren-braucht-mehr-tempo","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/85185\/der-oekologische-ausbau-der-erneuerbaren-braucht-mehr-tempo\/","title":{"rendered":"Der \u00f6kologische Ausbau der Erneuerbaren braucht mehr Tempo"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Der Ausbau der erneuerbaren Energien muss beschleunigt werden: Das bekr\u00e4ftigt die Umweltallianz in ihrer Stellungnahme zur Revision des Energiegesetzes (EnG). Die Umweltverb\u00e4nde orten den gr\u00f6ssten Handlungsbedarf bei den kantonalen Richtplanungen, in welchen potenzielle Standorte f\u00fcr Energieanlagen heute zu mangelhaft auf ihre Vereinbarkeit mit den Zielen des Biodiversit\u00e4ts- und des Landschaftsschutzes gepr\u00fcft werden. Sie begr\u00fcssen daher, dass der Bund das Heft in die Hand nehmen will, indem er die Erhebung fehlender Natur- und Landschaftswerte f\u00f6rdert, den Kantonen per Bundeskonzept Vorgaben macht und ihnen detaillierte Umweltpr\u00fcfungen auf Stufe Richtplan vorschreibt. Voranzutreiben und zu erleichtern ist vor allem der Ausbau der Solarenergie auf bereits bebauter Infrastruktur.<\/strong><\/p>\n\n<p><em>Das ist eine Medienmitteilung der <a href=\"https:\/\/umweltallianz.ch\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Umweltallianz<\/a><\/em><\/p>\n\n<p>Der Ausbau der erneuerbaren Energien und insbesondere der Solarenergie geht zu langsam voran. Die Gr\u00fcnde daf\u00fcr reichen von wirtschaftlichen Faktoren \u00fcber fehlende oder falsche finanzielle Anreize bis zu Widerst\u00e4nden gegen Projekte aufgrund von Partikularinteressen, fehlenden Ressourcen bei Beh\u00f6rden und Gerichten, aber auch Einsprachen wegen Nichteinhaltung von Umweltrecht.<\/p>\n\n<p>F\u00fcr effizientere Verfahren ortet die Umweltallianz Verbesserungsbedarf vor allem bei einer fr\u00fchzeitigen und detaillierten Pr\u00fcfung der Natur- und Landschaftswerte. Die Umweltpr\u00fcfungen der Kantone bei der Erstellung der Richtplanung sind oft zu oberfl\u00e4chlich und lassen potenzielle Konflikte zu selten erkennen. Das Ziel ist eine Beschleunigung der Verfahren unter Einhaltung der geltenden Gesetzgebung.<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Fr\u00fchzeitige Abkl\u00e4rungen verbessern die Verfahren<\/h2>\n\n<p>\u00abOb eine Anlage und deren Erschliessung am geplanten Standort gesch\u00fctzte oder gef\u00e4hrdete Tiere und Pflanzen bedroht, wird heute erst mit der Umweltvertr\u00e4glichkeitspr\u00fcfung (UVP) detailliert abgekl\u00e4rt, also erst auf der vorletzten oder letzten Stufe des Verfahrens \u2013 und teilweise ungen\u00fcgend\u00bb, moniert Michael Casanova von Pro Natura. Oft zeigten sich dann M\u00e4ngel bei den vorangehenden Abkl\u00e4rungen, wodurch die Realisierung der Projekte verz\u00f6gert werde.<\/p>\n\n<p>Eine detaillierte Interessenabw\u00e4gung zwischen Schutz und Nutzen m\u00fcsse sp\u00e4testens auf Stufe Richtplan erfolgen, fordert die Umweltallianz in ihrer Stellungnahme. \u00abDabei sind auch kumulierte Auswirkungen mehrerer Projekte bzw. Anlagen im gleichen Gebiet auf Biodiversit\u00e4t und Landschaft zu ber\u00fccksichtigen\u00bb, h\u00e4lt Christa Glauser von BirdLife Schweiz fest.<\/p>\n\n<p>Eine fr\u00fchzeitige, detaillierte Interessenabw\u00e4gung g\u00e4be auch den Projektanten und Investor:innen eine gr\u00f6ssere Sicherheit, schreibt die Umweltallianz. Sie k\u00f6nnten damit besser einsch\u00e4tzen, ob und wenn ja welche Schutz-, Ersatz- oder gegebenenfalls Ausgleichsmassnahmen sie ergreifen m\u00fcssen, oder ob ihren Projekten grunds\u00e4tzlich andere Interessen entgegenstehen. Der Bund kann die Kantone in mehrfacher Hinsicht unterst\u00fctzen: Erstens durch die F\u00f6rderung der Erfassung wichtiger Natur- und Landschaftswerte als Grundlage f\u00fcr eine m\u00f6gliche Priorisierung von erneuerbaren Energieanlagen (Bundeskonzept). Zweitens durch Vorgaben f\u00fcr eine detaillierte Umweltpr\u00fcfung auf Stufe Richtplanung. Drittens durch ein nationales Kompetenzzentrum UVP, welches kantonale Beh\u00f6rden bei der Beurteilung von Pl\u00e4nen und Umweltvertr\u00e4glichkeitsberichten unterst\u00fctzt.<\/p>\n\n<p>Der im Revisionsentwurf vorgeschlagenen Reduktion der Plangenehmigungsstufen auf ein einziges Verfahren stehen die Umweltverb\u00e4nde zumindest f\u00fcr Wasserkraftprojekte zur\u00fcckhaltend gegen\u00fcber. \u00abJe komplexer ein Projekt ist, desto mehr bietet sich ein zweistufiges Verfahren an\u00bb, sagt Julia Br\u00e4ndle vom WWF. \u00abInvestor:innen sollten darum mindestens die freie Wahl haben, ob sie ein konzentriertes oder ein zweistufiges Verfahren w\u00fcnschen.\u00bb<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Unterst\u00fctzung f\u00fcr raschen Solarausbau<\/h2>\n\n<p>Die vorgesehenen Gesetzes\u00e4nderungen im Bereich Solarenergie unterst\u00fctzen die Umweltverb\u00e4nde einhellig, und sie w\u00fcrden auch noch weiter gehen. \u00abEin Solarstandard f\u00fcr Neu- und Bestandesbauten inklusive finanzieller flankierender Massnahmen ist zwingend, wenn eine \u00f6kologische Energiewende gelingen soll\u00bb, betont Simon Banholzer, Leiter Politik der SES. \u00abAuf bebauter Fl\u00e4che haben wir das naturvertr\u00e4glichste und am einfachsten zu erschliessende Potenzial an erneuerbarer Energie.\u00bb<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Kontakte<\/h2>\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>WWF Schweiz: Jonas Schmid, Kommunikationsberater, 079 241 60 57<\/li><li>SES: Simon Banholzer, Leiter Politik, 076 420 90 05<\/li><li>Pro Natura: Michael Casanova, Projektleiter Gew\u00e4sserschutz und Energie, 061 317 92 29<\/li><li>BirdLife Schweiz: Christa Glauser, Stv. Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin, 044 457 70 24<\/li><\/ul>\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die Umweltallianz<\/h2>\n\n<p>Die <a href=\"https:\/\/umweltallianz.ch\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Umweltallianz<\/a> ist ein Zusammenschluss der vier grossen Umweltorganisationen Greenpeace, Pro Natura, VCS und WWF. Sie hat zum Ziel, die Interessen des Natur-, und Umweltschutzes auf der politischen Ebene zu st\u00e4rken. Mit der Schweizerischen Energie-Stiftung, BirdLife Schweiz und der Alpen-Initiative besteht eine Kooperation.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Ausbau der erneuerbaren Energien muss beschleunigt werden: Das bekr\u00e4ftigt die Umweltallianz in ihrer Stellungnahme zur Revision des Energiegesetzes. 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