{"id":85911,"date":"2022-05-11T16:23:38","date_gmt":"2022-05-11T14:23:38","guid":{"rendered":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/?p=85911"},"modified":"2022-05-13T14:40:42","modified_gmt":"2022-05-13T12:40:42","slug":"der-dschungel-der-leeren-versprechungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/85911\/der-dschungel-der-leeren-versprechungen\/","title":{"rendered":"Der Dschungel der leeren Versprechungen"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Das Lebensmittelsystem ist f\u00fcr fast 30 % des gesamten Fussabdrucks der Schweiz verantwortlich (<\/strong><a href=\"https:\/\/www.bafu.admin.ch\/bafu\/de\/home\/themen\/abfall\/abfallwegweiser-a-z\/biogene-abfaelle\/abfallarten\/lebensmittelabfaelle.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><strong>Quelle<\/strong><\/a><strong>). Die grossen Detailh\u00e4ndler:innen sagen, dass sie die Auswirkungen des Sektors reduzieren wollen, aber die Versprechen sind allzu oft leer und scheinen eher dem Marketing als dem Planeten zu dienen. Ein Blick auf die Praktiken von Migros und Coop in diesem Bereich.<\/strong><\/p>\n\n<p>\u00abBis Ende 2023 sind die Marketinggrunds\u00e4tze zur Vermeidung von Fehlanreizen hinsichtlich eines Nachhaltigen Konsums fester Bestandteil aller Marketingprozesse und werden laufend weiterentwickelt\u00bb, k\u00fcndigt die Migros in ihrer<a href=\"https:\/\/corporate.migros.ch\/de\/nachhaltigkeit\/strategie-ziele\/ziele\/ziele-gdh.html#heading-editorial-id54ea7620-12\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"> Nachhaltigkeitsstrategie 2025<\/a> an. Aber was ist mit der Werbung f\u00fcr Fleisch und Milchprodukte, die alles andere als nachhaltig sind? Vergessen sie die omnipr\u00e4sente Werbung zur Er\u00f6ffnung der Grillsaison?&nbsp;<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Gr\u00f6sseres Angebot &#8230; mehr Konsum<\/strong><\/h2>\n\n<p>Beim Konsum zielen Migros und Coop auf Einkommenssteigerungen im Zusammenhang mit dem Verkauf von Bio- oder sogenannt nachhaltigen Produkten. Die Migros schreibt in ihrer Strategie 2025, dass sie ihr Sortiment an vegetarischen und veganen Produkten ausbauen will. Bei dieser Strategie geht es jedoch nicht darum, das Sortiment an Produkten mit einem hohen \u00f6kologischen Fussabdruck (wie etwa Fleisch und Milchprodukte) zu reduzieren. Alles deutet also darauf hin, dass die Detailh\u00e4ndler:innen einen neuen Markt erobern, ohne das Angebot an tierischen Proteinen ersetzen zu wollen. Damit verpassen sie es, ihren Gesamtfussabdruck zu verkleinern und setzen stattdessen weiterhin Anreize f\u00fcr einen \u00fcberm\u00e4ssigen Konsum.<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Die Wirkung von A bis Z<\/strong><\/h2>\n\n<p>Es ist ohnehin an der Zeit, dass die grossen Detailh\u00e4ndler:innen einen Schwerpunkt darauf legen, ihre gr\u00f6ssten Auswirkungen anzugehen. Neben tierischen Proteinen ist die gesamte Lieferkette die Achillesferse der Unternehmen. Tats\u00e4chlich tr\u00e4gt die Nahrungsmittelproduktion, einschliesslich der Gewinnung von Rohstoffen, am st\u00e4rksten zum Fussabdruck des Sektors bei. Der Verzicht auf Artikel mit ressourcenintensiven Lieferketten, wie z. B. der ber\u00fchmten Spargel aus Peru, w\u00e4re ein willkommener erster Schritt.<\/p>\n\n<p>W\u00e4hrend die Detailh\u00e4ndler:innen angeben, dass sie sich ihrer Schwachstellen in diesem Bereich bewusst sind, scheint es keine Priorit\u00e4t zu sein, die Hebel f\u00fcr Ver\u00e4nderungen zu bet\u00e4tigen. So wird die Verantwortung zum Beispiel auf die externe Lieferkette verlagert oder in eine ferne Zukunft verschoben.<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Diejenigen, die hinterherhinken<\/strong><\/h2>\n\n<p>Im Dschungel von Versprechungen, Zahlen und Labels gibt es diejenigen, die sich nicht einmal die M\u00fche machen, ausf\u00fchrliche Nachhaltigkeitsstrategien zu formulieren. Dies gilt etwa f\u00fcr Volg und Spar. Beide wurden in einem Rating von 2019 (siehe untenstehende Grafik), das die Nachhaltigkeit von Schweizer Detailhandelsunternehmen im Food Bereich analysiert hat, als \u00abweitgehend intransparent\u00bb bewertet.<\/p>\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"635\" height=\"563\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2022\/05\/14bd981d-bildschirmfoto-2022-05-12-um-07.39.40.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-85938\" srcset=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2022\/05\/14bd981d-bildschirmfoto-2022-05-12-um-07.39.40.png 635w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2022\/05\/14bd981d-bildschirmfoto-2022-05-12-um-07.39.40-300x266.png 300w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2022\/05\/14bd981d-bildschirmfoto-2022-05-12-um-07.39.40-383x340.png 383w\" sizes=\"auto, (max-width: 635px) 100vw, 635px\" \/><figcaption>Auszug aus dem Bericht &#171;Wandel hin zum gr\u00fcnen Handel? \u2013 WWF-Ratingbericht des<br>Gross- und Detailhandels Schweiz Food und Near-Food&#187; April 2019 (<a href=\"https:\/\/www.inrate.com\/cm_data\/190327_WWF_Retail_Report_2019.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Quelle<\/a>)<\/figcaption><\/figure>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Die Dringlichkeit zu handeln<\/strong><\/h2>\n\n<p>Die von den Detailh\u00e4ndler:innen ergriffenen Massnahmen sind wenig \u00fcberzeugend. Sie scheinen mit dem rasanten Tempo des Wandels, dem wir gegen\u00fcberstehen, nicht Schritt zu halten. So wirkt das <em>tsch tsch<\/em>, mit dem Coop die Grillsaison einl\u00e4utet, zynisch: es bezieht sich leider bald nicht mehr auf den Grill, sondern auf unseren \u00fcberhitzten Planeten.<\/p>\n\n<div class=\"wp-block-buttons is-layout-flex wp-block-buttons-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-button\"><a class=\"wp-block-button__link\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/erkunden\/konsum\/\">Mehr zum Thema Konsum<\/a><\/div>\n<\/div>\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n<div class=\"EmptyMessage\">Block content is empty. 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