{"id":86999,"date":"2022-06-22T07:55:00","date_gmt":"2022-06-22T05:55:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/?p=86999"},"modified":"2023-02-20T10:32:12","modified_gmt":"2023-02-20T09:32:12","slug":"kreislaufwirtschaft-nachholbedarf-bei-den-detailhaendlerinnen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/86999\/kreislaufwirtschaft-nachholbedarf-bei-den-detailhaendlerinnen\/","title":{"rendered":"Kreislaufwirtschaft: Nachholbedarf bei den Detailh\u00e4ndler:innen"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Bis die Schweizer Detailh\u00e4ndler:innen im Non-Food-Bereich <\/strong>\u00ab<strong>kreislauff\u00e4hig\u00bb sind, gibt es noch einiges zu tun. D<\/strong><strong>as zeigt eine neue Vergleichsstudie, die wir ver\u00f6ffentlicht haben. <\/strong><strong>Die Unterschiede bei den zw\u00f6lf umsatzm\u00e4ssig st\u00e4rksten Detailh\u00e4ndler:innen sind gross. Am schlechtesten schneidet Manor ab. Aber selbst bei der bestplatzierten Migros gibt es noch viel Verbesserungsbedarf im Bereich Kreislaufwirtschaft. Amazon, Globus, Ikea und Otto\u2019s nahmen an der Umfrage erst gar nicht teil. <\/strong><strong>Wir <\/strong><strong>fordern deshalb mehr Transparenz, Ehrgeiz und bessere rechtliche Rahmenbedingungen.&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n<p>Dienstleistungen anbieten statt Produkte, Werkzeuge vermieten statt verkaufen, gebrauchte M\u00f6bel retour nehmen und wiederverkaufen und defekte Kleider flicken: Das sind nur einige Gesch\u00e4ftsmodelle der Kreislaufwirtschaft im Non-Food-Bereich. Sie alle verl\u00e4ngern die Lebensdauer von Produkten und reduzieren den Ressourcenverbrauch durch die Produktion neuer G\u00fcter.&nbsp;Entsprechend leisten sie einen wichtigen Beitrag zum Schutz von Klima und Umwelt.&nbsp;<\/p>\n\n<p>In der Schweiz kommt den Detailh\u00e4ndler:innen eine Schl\u00fcsselrolle zu bei der Einf\u00fchrung einer echten Kreislaufwirtschaft. <strong>Sie verbinden Hersteller:innen und Lieferant:innen mit den Verbraucher:innen \u2013 und \u00fcben Einfluss auf beide Seiten aus.<\/strong> Sie k\u00f6nnen reparaturf\u00f6rdernde Massnahmen unterst\u00fctzen sowie Produkte und Dienstleistungen im Sinne der Kreislaufwirtschaft anbieten \u2013 oder eben nicht.&nbsp;<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Grosse Unterschiede bei den Detailh\u00e4ndler:innen<\/strong><\/h2>\n\n<p>Deshalb haben wir bei den zw\u00f6lf umsatzst\u00e4rksten Detailh\u00e4ndler:innen (inkl. Onlinehandel und Warenh\u00e4user) nachgefragt, inwiefern sie die Kreislaufwirtschaft im Non-Food-Segment umsetzen. <strong>Es zeigt sich: Alle teilnehmenden Unternehmen sind noch weit weg vom Ideal. <\/strong>Gleichzeitig gibt es deutliche Unterschiede zwischen den Detailh\u00e4ndler:innen. Am besten schneidet die Migros ab. Sie zeigt, dass Detailh\u00e4ndler:innen die Kreislaufwirtschaft f\u00f6rdern k\u00f6nnen, wenn sie es m\u00f6chten. Aber auch die Migros hat noch einen weiten Weg vor sich. Sie k\u00f6nnte beispielsweise kennzeichnen, wie reparaturf\u00e4hig ihre Produkte sind und l\u00e4ngere Garantien f\u00fcr das gesamte Sortiment anbieten.<\/p>\n\n<p>Coop und, mit etwas Abstand, auch Brack.ch und Digitec Galaxus weisen einige gute Beispiele f\u00fcr Angebote im Sinne von Reparatur und Kreislaufwirtschaft vor \u2013 im Vergleich zum Ziel besteht aber noch grosser Nachholbedarf.&nbsp;<\/p>\n\n<p>Demgegen\u00fcber stehen Landi, Richemont und Zalando noch am Anfang. Auch sie setzen zwar einzelne positive Angebote um, aber ihren Handlungsspielraum nutzen sie bisher kaum aus. Manor, als Schlusslicht, hat bis jetzt keine Anstrengungen im Bereich Kreislaufwirtschaft unternommen. Amazon, Globus, Ikea und Otto\u2019s haben die Fragen auch nach mehrmaligen Nachfragen nicht beantwortet.&nbsp;<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Ranking der Detailh\u00e4ndler:innen<\/h2>\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table><tbody><tr><td><\/td><td><strong>Reihenfolge<\/strong><\/td><td><strong>Detailh\u00e4ndler:in<\/strong> <\/td><td><strong>Kategorie <\/strong><\/td><td><\/td><td><\/td><td><\/td><td><\/td><\/tr><tr><td><\/td><td><\/td><td>&#8211;<\/td><td>Auf der Zielgeraden<\/td><td><\/td><td><\/td><td><\/td><td><\/td><\/tr><tr><td><\/td><td><\/td><td>&#8211;<\/td><td>Auf der Zielgeraden<\/td><td><\/td><td><\/td><td><\/td><td><\/td><\/tr><tr><td><\/td><td><\/td><td>&#8211;<\/td><td>Mitten im Rennen<\/td><td><\/td><td><\/td><td><\/td><td><\/td><\/tr><tr><td><\/td><td>1<\/td><td>Migros<\/td><td>Mitten im Rennen<\/td><td><\/td><td><\/td><td><\/td><td><\/td><\/tr><tr><td><\/td><td>2<\/td><td>Coop<\/td><td>Gerade begonnen<\/td><td><\/td><td><\/td><td><\/td><td><\/td><\/tr><tr><td><\/td><td>3<\/td><td>Brack, Digitec Galaxus, <\/td><td>Gerade begonnen<\/td><td><\/td><td><\/td><td><\/td><td><\/td><\/tr><tr><td><\/td><td>4<\/td><td>Landi, Richemont, Zalando<\/td><td>Noch in den Startl\u00f6chern<\/td><td><\/td><td><\/td><td><\/td><td><\/td><\/tr><tr><td><\/td><td>5<\/td><td>Manor<\/td><td>Noch in den Startl\u00f6chern<\/td><td><\/td><td><\/td><td><\/td><td><\/td><\/tr><tr><td><\/td><td>6<\/td><td>Amazon, Globus, Ikea Otto&#8217;s<\/td><td>Nicht angetreten <\/td><td><\/td><td><\/td><td><\/td><td><\/td><\/tr><\/tbody><\/table><figcaption class=\"wp-element-caption\">Aus dem Bericht \u00abKreislaufwirtschaft \u2013 Es bleibt viel zu tun\u00bb von Greenpeace Schweiz (<a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/publikation\/86639\/kreislaufwirtschaft-es-bleibt-viel-zu-tun\/\">Link<\/a>)<\/figcaption><\/figure>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Mehr Ehrgeiz und Mut gefordert<\/strong><\/h2>\n\n<p>\u00abDie Antworten der Detailh\u00e4ndler:innen zeigen, dass sie die Kreislaufwirtschaft nur z\u00f6gerlich umsetzen. Es ist Zeit, dass sie ihre gesellschaftliche Verantwortung in diesem Bereich wahrnehmen und schneller vorw\u00e4rts machen\u00bb, fasst Barbara Wegmann, Expertin f\u00fcr Konsum und Kreislaufwirtschaft bei Greenpeace Schweiz zusammen, \u00abdazu braucht es auch rechtliche Rahmenbedingungen, die den Wandel zur Kreislaufwirtschaft f\u00f6rdern.\u00bb<\/p>\n\n<p><strong>Wir fordern die Detailh\u00e4ndler:innen auf, ihre Bem\u00fchungen im Bereich Kreislaufwirtschaft deutlich zu verst\u00e4rken. Hilf mit: Sende eine vorformulierte E-Mail mit ausgew\u00e4hlten Forderungen an die Detailh\u00e4ndler:innen deiner Wahl.&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n<div class=\"wp-block-buttons is-layout-flex wp-block-buttons-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-button\"><a class=\"wp-block-button__link wp-element-button\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/publikation\/86639\/kreislaufwirtschaft-es-bleibt-viel-zu-tun\/\">Zum ganzen Bericht<\/a><\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bis die Schweizer Detailh\u00e4ndler:innen im Non-Food-Bereich \u00abkreislauff\u00e4hig\u00bb sind, gibt es noch einiges zu tun. Das zeigt eine neue Vergleichsstudie, die wir ver\u00f6ffentlicht haben. Die Unterschiede bei den zw\u00f6lf umsatzm\u00e4ssig st\u00e4rksten&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":50,"featured_media":87002,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_planet4_optimize_post_is_variant":false,"_planet4_optimize_experiment_name":"","_planet4_optimize_variant_name":"","ep_exclude_from_search":false,"p4_og_title":"","p4_og_description":"","p4_og_image":"","p4_og_image_id":"","p4_seo_canonical_url":"","p4_campaign_name":"not set","p4_local_project":"not set","p4_basket_name":"not set","p4_department":"","footnotes":""},"categories":[48],"tags":[217,212],"p4-page-type":[75],"gpch-article-type":[],"class_list":["post-86999","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-zero-waste","tag-konsum","tag-kreislaufwirtschaft","p4-page-type-story"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/86999","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/50"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=86999"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/86999\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/87002"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=86999"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=86999"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=86999"},{"taxonomy":"p4-page-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/p4-page-type?post=86999"},{"taxonomy":"gpch-article-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/gpch-article-type?post=86999"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}