{"id":87216,"date":"2022-06-27T10:49:18","date_gmt":"2022-06-27T08:49:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/?p=87216"},"modified":"2022-06-27T16:38:18","modified_gmt":"2022-06-27T14:38:18","slug":"gelingt-die-energiewende","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/87216\/gelingt-die-energiewende\/","title":{"rendered":"So gelingt uns die Energiewende"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Die Biodiversit\u00e4ts- und die Klimakrise sind die gr\u00f6ssten menschgemachten Bedrohungen f\u00fcr unsere Lebensgrundlage. Die beiden Krisen verst\u00e4rken sich gegenseitig und der Mensch befindet sich mittendrin. Gehen wir beide Krisen gemeinsam an, f\u00fchren wir eine Win-Win-Situation herbei. Wir, das sind die Schweizer Gesellschaft, die Wirtschaft und die Politik. Eine sichere Schweizer Energieversorgung bis 2035 ist machbar.<\/strong><\/p>\n\n<p><em>Das ist eine Medienmitteilung der&nbsp;<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/umweltallianz.ch\/\" target=\"_blank\">Umweltallianz<\/a><\/em><\/p>\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Die Gesch\u00e4ftsleitenden von BirdLife, Greenpeace, Pro Natura, der Schweizerischen Energie-Stiftung (SES), VCS Verkehrs-Club der Schweiz und des WWF Schweiz pr\u00e4sentierten heute vor den Medien, wie wir die sichere, effiziente und erneuerbare Energiewende bis 2035 schaffen.<\/li><li>Eine Energiewende, die das Klima und die Biodiversit\u00e4t sch\u00fctzt, ist machbar. Indem wir die Energieverschwendung stoppen, die Solarkraft rasch ausbauen sowie Schutz- und Nutzungskriterien gleichwertig in die \u00fcbergeordnete Planung von Energieprojekten einfliessen lassen.<\/li><li>Die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Vorteile der schnellen, sicheren und sauberen Wende \u00fcberwiegen die Kosten deutlich. Wir sch\u00fctzen damit unsere Lebensgrundlagen, sichern die Versorgung langfristig, schaffen neue Arbeitspl\u00e4tze und Wertsch\u00f6pfung im Inland.<\/li><li>Die Politik hat es in der Hand: Es braucht jetzt rasch konkrete Massnahmen wie einen verbindlichen Termin f\u00fcr den Ausstieg aus den fossilen Energietr\u00e4gern, neue Gebote und Anreize f\u00fcr einen sparsamen Umgang mit Energie und einen Fotovoltaik-Standard f\u00fcr Geb\u00e4ude.<\/li><\/ul>\n\n<p>T\u00e4glich sterben weltweit bis zu 150 Tier- und Pflanzenarten aus. T\u00f6dliche Hitzewellen und Br\u00e4nde h\u00e4ufen sich. \u00abDie Biodiversit\u00e4tskrise und die Klimakrise sind die gr\u00f6ssten menschgemachten Bedrohungen f\u00fcr unsere Lebensgrundlage. Sie zu sch\u00fctzen, bedeutet auch, uns selbst zu sch\u00fctzen\u00bb, sagte Thomas Vellacott, Gesch\u00e4ftsleiter des WWF, an der heutigen Medienkonferenz.<\/p>\n\n<p>Daf\u00fcr braucht die Schweiz eine weitsichtige Schweizer Energieversorgung, welche bis 2035 netto keine CO2-Emissionen mehr in die Atmosph\u00e4re ausst\u00f6sst. Und einen achtsamen Umgang mit den Lebensr\u00e4umen von tausenden Tier- und Pflanzenarten. \u00abGut geplant ist es ein Gewinn f\u00fcr Klima und Biodiversit\u00e4t\u00bb, sagte Vellacott. Die L\u00f6sungen liegen auf der Hand.<\/p>\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Energie einsparen und effizient nutzen<\/h3>\n\n<p>Nutzen wir die Energie effizienter und gehen wir sparsamer damit um, reduzieren wir unseren Gesamtenergieverbrauch bis 2035 um 41 Prozente. Das ist billig, produziert kein CO2 und belastet die Umwelt in keiner Weise. \u00abEs ist Zeit, mit Energieverschwendung Schluss zu machen\u00bb, sagte Anders Gautschi, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer VCS. \u00abMit Mobility haben wir ein Paradebeispiel daf\u00fcr, wie der Umstieg auf E-Autos kombiniert mit einem Car-Sharing System den Energieverbrauch stark reduzieren kann.\u00bb<\/p>\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Sonnenpower macht es m\u00f6glich<\/h3>\n\n<p>Ein rascher Ausbau der Fotovoltaik auf bestehender Infrastruktur sorgt daf\u00fcr, den steigenden Strombedarf zu decken. \u00abLieber Strom vom Dach als ein trockener Bach\u00bb, sagte Iris Menn, Gesch\u00e4ftsleiterin von Greenpeace. Wie das geht, zeigt eine Anlage auf der L\u00e4rmschutzwand der Forchautobahn bei Zumikon. Im Wallis und im Knonauer Amt sind noch viel gr\u00f6ssere Anlagen in Planung. Zum Schutz der Biodiversit\u00e4t ist es besser, Solaranlagen auf bestehenden Bauten, Anlagen und versiegelten Fl\u00e4chen zu realisieren. \u00abDie gesetzlichen Regelungen m\u00fcssen diesen Fl\u00e4chenkategorien klaren Vorrang einr\u00e4umen, sodass sie mittelfristig zwischen 80 und 90 Prozente des Zubauvolumens tragen\u00bb, so Menn.<\/p>\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Versorgungssicherheit dank Inlandausbau<\/h3>\n\n<p>Heute sind wir zu drei Vierteln von Energieimporten abh\u00e4ngig. Das gef\u00e4hrdet die Versorgungssicherheit der Schweiz. Gem\u00e4ss Berechnungen der Umweltallianz soll die erneuerbare Stromproduktion bis 2035 um zus\u00e4tzliche 38 TWh ausgebaut werden. Damit wird der Nettoimport deutlich unter der von der Elcom festgelegten kritischen Grenze von 5-10 TWh gehalten. \u00abHier hat Inland Vorrang. Die L\u00f6sungen heissen: Ausbau der Fotovoltaik, Reduktion des Energieverbrauchs und ein bedarfsorientierter Einsatz der Speicherwasserkraft\u00bb, sagte Nils Epprecht, Gesch\u00e4ftsleiter der SES.<\/p>\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Rasche Energiewende gut geplant<\/h3>\n\n<p>\u00abEine Energiewende mit der Brechstange ist nicht nur gef\u00e4hrlich, sondern auch unn\u00f6tig\u00bb, sagte Urs Leugger, Zentralsekret\u00e4r von Pro Natura. Denn: Die Klimakrise und die Biodiversit\u00e4tskrise sind zwei Seiten der gleichen Medaille. Sie sind nur gemeinsam zu l\u00f6sen. Die intakte Natur dient zum Beispiel mit den Mooren als CO2-Senke und speichert grosse Mengen an Treibhausgasen. \u00abWenn Zielkonflikte fr\u00fch angegangen, Interessen sorgf\u00e4ltig abgewogen und die Standorte und Projekte weitsichtig geplant werden, ist es ein Win-Win f\u00fcr die Natur und die Energieversorgung\u00bb, sagte Leugger. Eine solche \u00fcbergeordnete Planung ist beispielsweise beim Schutz und Nutzungskonzept f\u00fcr Erneuerbare Energien (SNEE) im Kanton Uri gelungen.<\/p>\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Jetzt Klimainvestitionen t\u00e4tigen<\/h3>\n\n<p>Heute werden rund 50 Mia. Franken pro Jahr in den Um- und Ausbau der energetischen Infrastrukturen investiert, zum Beispiel in die Installation von W\u00e4rmepumpen, Ladestationen f\u00fcr E-Autos oder Fotovoltaik-Anlagen auf den D\u00e4chern. Um das Netto-null-Ziel bis 2035 zu erreichen, m\u00fcssten rund drei bis vier Milliarden Franken pro Jahr zus\u00e4tzlich investiert werden. \u00abDas ist machbar und schafft neue Arbeitspl\u00e4tze. Davon profitieren alle\u00bb, sagte Vellacott.<\/p>\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die L\u00f6sungen sind da, die Politik macht deren Umsetzung machbar<\/h3>\n\n<p>Die Umweltallianz hat vier priorit\u00e4re Bereiche f\u00fcr die Politik definiert. Erstens braucht es einen verbindlichen Termin f\u00fcr den Ausstieg aus den fossilen Energien. \u00abDer Kanton Glarus hat uns gezeigt, dass wir uns sehr gut von \u00d6l und Gas verabschieden k\u00f6nnen\u00bb, sagte Raffael Ay\u00e9 von BirdLife. Zweitens braucht es Gebote und Anreizen wie Lenkungsabgaben, die der Gesellschaft helfen, weniger Energie zu verschwenden. \u00abEine Mehrheit der Bev\u00f6lkerung ist f\u00fcr eine Flugticketabgabe\u00bb, so Ay\u00e9. Drittens soll ein Solar-Standard f\u00fcr Geb\u00e4ude eingef\u00fchrt werden. Dieser soll f\u00fcr Geb\u00e4ude eine maximale Belegung geeigneter D\u00e4cher mit Fotovoltaik vorschreiben. \u00abSchliesslich ist es wichtig, dass die Politik die Klima- und Biodiversit\u00e4tskrise als zwei gleichwertige, sich gegenseitig verst\u00e4rkende Krise anerkennt \u2013 nur so kommen wir rasch voran\u00bb.<\/p>\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Weitere Informationen:<\/h3>\n\n<p>Auf dieser Website k\u00f6nnen alle Faktenbl\u00e4tter und das Flyer heruntergeladen werden: <a href=\"https:\/\/energiewende2035.umweltallianz.ch\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/energiewende2035.umweltallianz.ch\/<\/a><\/p>\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Kontakte:<\/h3>\n\n<p>Marie Seidel, Kommunikationsverantwortliche Klima und Energie WWF Schweiz, 044 297 22 29, marie.seidel@wwf.ch<br>Nathalie Rutz, Medienverantwortliche Pro Natura, 061 317 92 24, nathalie.rutz@pronatura.ch<br>Iris Menn, Gesch\u00e4ftsleiterin von Greenpeace, 079 886 75 92, iris.menn@greenpeace.org<br>Nils Epprecht, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer SES, 077 455 99 79, nils.epprecht@energiestiftung.ch<br>Raffael Ay\u00e9, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer BirdLife Schweiz, 076 308 66 84, raffael.aye@birdlife.ch<br>Anders Gautschi, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer VCS, 079 960 11 71, anders.gautschi@verkehrsclub.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine sichere Schweizer Energieversorgung bis 2035 ist machbar. 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