{"id":87629,"date":"2022-07-14T14:03:33","date_gmt":"2022-07-14T12:03:33","guid":{"rendered":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/?p=87629"},"modified":"2022-07-21T12:00:59","modified_gmt":"2022-07-21T10:00:59","slug":"hasslich-leben-masthuhns","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/87629\/hasslich-leben-masthuhns\/","title":{"rendered":"H\u00e4sslich, brutal und kurz. Das Leben eines Masthuhns"},"content":{"rendered":"\n<p><strong><strong>Wir glauben zu wissen, wie die H\u00fchner in unserem Land gehalten werden. Wir haben die idyllischen Bilder von H\u00fchnern im Kopf, die fr\u00f6hlich im Gras herumrennen und im Boden nach W\u00fcrmern picken. Aber was passiert wirklich hinter den verschlossenen T\u00fcren eines industriellen H\u00fchnerstalls? Die Massentierhaltung ist sowohl aus ethischer als auch aus \u00f6kologischer Sicht eine Katastrophe. Finde heraus, was du tun kannst, damit sich das \u00e4ndert!&nbsp;<\/strong><\/strong><\/p>\n\n<p>Erinnerst du dich noch an Miss Chicken? Das Huhn, das dem Schlachthof entkam und in Amsterdam <a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/85668\/greenpeace-aktivistinnen-gegen-sojaimporte-fuer-massentierhaltung\/\">gegen Soja-Importe<\/a> demonstrierte&#8230; Sie ist wieder in der Schweiz, um die schrecklichen Lebensbedingungen ihrer Artgenoss:innen in den industriellen H\u00fchnerst\u00e4llen aufzudecken. Die erste Frage dabei ist nicht, Huhn oder Ei, sondern vielmehr: Masthuhn oder Legehenne? Denn w\u00e4hrend wir jahrtausendelang Haush\u00fchner hielten, ihre Eier nutzten und sp\u00e4ter die H\u00fchner assen, werden diese sympathischen H\u00fchner heute auf bestimmte Eigenschaften hin gez\u00fcchtet: Legehennen auf ihre extrem hohe Legeleistung; Masth\u00fchner auf schnelle \u2013 viel zu schnelle \u2013 Gewichtszunahme.&nbsp;<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong><strong>Einige Zahlen zum Einstieg<\/strong><\/strong><\/h2>\n\n<p>79 Millionen H\u00fchner wurden in der Schweiz im <a href=\"https:\/\/www.proviande.ch\/de\/der-fleischmarkt-in-zahlen\">Jahr 2021<\/a> f\u00fcr ihr Fleisch geschlachtet. Das sind zwei H\u00fchner pro Sekunde\u2026 Bevor sie auf dem Grill landen, fristen sie ein ebenso kurzes wie brutales Dasein. Die grosse Mehrheit der H\u00fchner in der Schweiz lebt in der konventionellen Haltung. Das heisst sie leben in einer Halle ohne Auslauf ins Freie. Pro Quadratmeter sind etwa 15 ausgewachsene H\u00fchner erlaubt. Einem Huhn steht ungef\u00e4hr der Platz eines A4-Blattes zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n\n<p>Damit die H\u00fchner m\u00f6glichst schnell fett werden, wurde ihnen das S\u00e4ttigungsgef\u00fchl abtrainiert. Das Ergebnis: Sie k\u00f6nnen sich aufgrund ihres Gewichts kaum noch bewegen. Die Folgen f\u00fcr ihre Gesundheit sind schwerwiegend. Die Liste der Krankheiten aufgrund dieser Lebensbedingungen ist lang&#8230; Unter anderem f\u00fchrt das zu schmerzhaften Beinverletzungen. Obwohl ein Huhn bis zu 10 Jahre alt werden kann, lebt in der industriellen Tierhaltung kein einziges Huhn auch nur ein Jahr. Nach knapp f\u00fcnf Wochen werden sie zu den Schlachth\u00f6fen transportiert. Hier werden sie durch Elektroschocks oder Gas bet\u00e4ubt, bevor ihnen maschinell die Kehle durchgeschnitten wird.&nbsp;<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"video\">Sieh dir unser Video \u00abH\u00e4sslich, brutal und kurz. Das Leben eines Masthuhns\u00bb&nbsp;an<\/h2>\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<lite-youtube style=\"background-image: url('https:\/\/i.ytimg.com\/vi\/N_aeaHJzIIw\/hqdefault.jpg');\" videoid=\"N_aeaHJzIIw\" params=\"rel=0&#038;enablejsapi=1&#038;origin=https%3A%2F%2Fwww.greenpeace.ch&#038;cc_load_policy=1\"><\/lite-youtube>\n<\/div><\/figure>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong><strong>Gibt es wirklich Massentierhaltung in der Schweiz?&nbsp;<\/strong><\/strong><\/h2>\n\n<p>Ja, bei Tausenden und Abertausenden von Masth\u00fchnern in einer einzigen Halle handelt es sich um Massentierhaltung. 93 % der H\u00fchner haben keinen Zugang ins Freie. Ihre Lebensbedingungen sind so hart, dass bis zu 6 Prozent sterben, bevor sie den Schlachthof erreichen. Im Jargon der Mastbetriebe werden diese Tode als \u00abAbgang\u00bb bezeichnet. Sie werden nicht nur in Kauf genommen, sondern sind vorab einkalkuliert. Die gute Nachricht ist: <strong>Wir k\u00f6nnen das \u00e4ndern. Stimme am 25. September JA f\u00fcr die Initiative gegen Massentierhaltung<\/strong> (weitere Informationen auf der <a href=\"https:\/\/massentierhaltung.ch\/\">Website der Initiative gegen Massentierhaltung<\/a>). Unser Ern\u00e4hrungssystem wird sich mit der Klimakrise in jedem Fall ver\u00e4ndern. Diese Abstimmung ist eine Gelegenheit, es freiwillig und nach den Prinzipien der sozialen Gerechtigkeit umzugestalten.<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong><strong>Wie ist das passiert?<\/strong><\/strong><\/h2>\n\n<p>Die Gr\u00fcnde liegt bei den Akteuren, die am meisten davon profitieren: den grossen Detailh\u00e4ndlern. Der Detailhandel h\u00e4lt dieses System aufrecht \u2013 mit finanziellen Anreizen f\u00fcr die Produzierenden und irref\u00fchrenden Werbungen. Diese banalisieren den Konsum von Tierprodukten. Huhn ist heute die zweitbeliebteste Fleischsorte in der Schweiz.&nbsp;<\/p>\n\n<p id=\"micarna\">Die Migros-Tochter Micarna will in St-Aubin, im Kanton Freiburg, einen riesigen Gefl\u00fcgelschlachthof bauen. Alle Klima- und Biodiversit\u00e4tsexpert:innen sind sich einig, dass wir unseren Fleischkonsum reduzieren m\u00fcssen. Dennoch investiert die Migros weiterhin in unverh\u00e4ltnism\u00e4ssige Projekte, die dem Klima und der Umwelt schaden. Mehrere Bewohner:innen der Region wehren sich gegen das Schlachthofprojekt (ihre Website: <a href=\"http:\/\/www.agrico-ja-schlachthof-nein.ch\">www.agrico-ja-schlachthof-nein.ch<\/a>). Auch du kannst sie unterst\u00fctzen, indem du die Petition unterschreibst.<\/p>\n\t\t\t<section\n\t\t\tclass=\"boxout  \"\n\t\t\t\n\t\t>\n\t\t\t<a\n\t\t\t\tdata-ga-category=\"Take Action Boxout\"\n\t\t\t\tdata-ga-action=\"Image\"\n\t\t\t\tdata-ga-label=\"n\/a\"\n\t\t\t\tclass=\"cover-card-overlay\"\n\t\t\t\thref=\"https:\/\/act.campax.org\/petitions\/agrico-oui-abattoir-non-merci\" \n\t\t\t><\/a>\n\t\t\t\t\t\t\t<img\n\t\t\t\t\t\tsrc=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2022\/07\/5cc97369-agrico_oui-1024x650.jpg\"\n\t\t\t\t\t\tsrcset=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2022\/07\/5cc97369-agrico_oui-300x191.jpg 300w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2022\/07\/5cc97369-agrico_oui-1024x650.jpg 1024w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2022\/07\/5cc97369-agrico_oui-768x488.jpg 768w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2022\/07\/5cc97369-agrico_oui-510x324.jpg 510w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2022\/07\/5cc97369-agrico_oui.jpg 1143w\"\n\t\t\t\t\t\tsizes=\"(min-width: 1000px) 358px, (min-width: 780px) 313px, 88px\"\n\t\t\t\t\t\talt=\"\" title=\"\"\n\t\t\t\t\/>\n            \t\t\t<div class=\"boxout-content\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<a\n\t\t\t\t\t\tclass=\"boxout-heading medium\"\n\t\t\t\t\t\tdata-ga-category=\"Take Action Boxout\"\n\t\t\t\t\t\tdata-ga-action=\"Title\"\n\t\t\t\t\t\tdata-ga-label=\"n\/a\"\n\t\t\t\t\t\thref=\"https:\/\/act.campax.org\/petitions\/agrico-oui-abattoir-non-merci\"\n\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t>\n\t\t\t\t\t\tUnterschreibe die Petition gegen das Mega-Schlachthaus von Micarna\n\t\t\t\t\t<\/a>\n\t\t\t\t\t\t\t\t                                    <a\n                        class=\"btn btn-primary\"\n                        data-ga-category=\"Take Action Boxout\"\n                        data-ga-action=\"Call to Action\"\n                        data-ga-label=\"n\/a\"\n                        href=\"https:\/\/act.campax.org\/petitions\/agrico-oui-abattoir-non-merci\"\n                        \n                    >\n                        Petition unterschreiben\n                    <\/a>\n                \t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/section>\n\t\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong><strong>So viel Schaden f\u00fcr ein bisschen Poulet<\/strong><\/strong><\/h2>\n\n<p>Die Massentierhaltung f\u00fchrt nicht nur dazu, dass Tiere leiden. H\u00fchner sind in hohem Masse von Kraftfutter wie Soja abh\u00e4ngig. Dieses wird als Tierfutter zu einem grossen Teil aus dem Ausland importiert (vgl. unseren <a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/publikation\/63781\/der-futtermittel-schwindel\/\">Bericht \u00fcber Futtermittel<\/a>). Selbst bei Schweizer Poulet f\u00fchrt das Futter dazu, dass Naturgebiete am anderen Ende der Welt zerst\u00f6rt werden. Wir m\u00fcssen unser Ern\u00e4hrungssystem grundlegend \u00fcberdenken: Die industrielle Tierproduktion verursacht so viel Schaden, dass es nicht nur um ethische und \u00f6kologische Fragen geht, sondern um das \u00dcberleben. Anstatt den Wandel zu erleiden, sollten wir uns dazu entscheiden, den \u00dcbergang zu einem nachhaltigen Planeten zu gestalten.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir glauben zu wissen, wie die H\u00fchner in unserem Land gehalten werden. 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