{"id":89616,"date":"2022-09-09T13:22:40","date_gmt":"2022-09-09T11:22:40","guid":{"rendered":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/?p=89616"},"modified":"2022-09-09T13:22:43","modified_gmt":"2022-09-09T11:22:43","slug":"klimaseniorinnen-protestieren-vor-schmelzenden-gletschern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/89616\/klimaseniorinnen-protestieren-vor-schmelzenden-gletschern\/","title":{"rendered":"KlimaSeniorinnen protestieren vor schmelzenden Gletschern"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Um auf die Dringlichkeit des Klimawandels hinzuweisen, haben KlimaSeniorinnen heute riesige Pflaster auf das letzte St\u00fcck Eis gelegt, das die rasch schmelzenden Gletscher Scex Rouge und Tsanfleuron auf dem Tsanfleuronpass verbindet. Sie fordern von der Schweiz echte Klimaschutzmassnahmen \u2013 die Zeit der Pfl\u00e4sterlipolitik ist vorbei.&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n<p><em>Gemeinsame Medienmitteilung von KlimaSeniorinnen Schweiz und Greenpeace Schweiz<\/em><\/p>\n\n<p>KlimaSeniorinnen sind zusammen mit Klimaaktivist:innen am Freitag zu jenem Schweizer Pass gereist, der vor rund vier Wochen weltweit Schlagzeilen machte: Oberhalb von Les Diablerets befindet sich der Tsanfleuronpass (Col de Zanfleuron) zwischen den Kantonen Waadt und Wallis. \u00dcber 2000 Jahre war der d\u00fcnne Landstrich durch die zwei miteinander verbundenen Gletscher Scex Rouge und Tsanfleuron mit Eis bedeckt. Nach einer massiven Gletscherschmelze diesen Sommer sind grosse Teile des Passes nun aber freigelegt. Auf das noch verbleibende Gletschereis auf dem Pass haben die KlimaSeniorinnen und die Klimaaktivist:innen riesige Pflaster gelegt. Sie protestieren damit gegen die ungen\u00fcgende Klimapolitik der Schweizer Regierung. Bei der Aktion wurden die KlimaSeniorinnen von Greenpeace unterst\u00fctzt.&nbsp;<\/p>\n\n<p>Die fortschreitende Klimaerw\u00e4rmung &#8211; dieser Sommer zeigte das eindr\u00fccklich &#8211; ist in vielerlei Hinsicht eine Gefahr f\u00fcr die Gesundheit von verletzlichen Menschen weltweit. In der Schweiz sind es vor allem die immer h\u00e4ufigeren und st\u00e4rkeren Hitzewellen, die \u00e4ltere Menschen und insbesondere \u00e4ltere Frauen krank machen und sie einem signifikanten Sterberisiko aussetzen. Mit ihrer Beschwerde gegen die Schweiz am Europ\u00e4ischen Gerichtshof f\u00fcr Menschenrechte EGMR erhoffen sich die KlimaSeniorinnen eine Kl\u00e4rung der Frage, ob und inwiefern die Schweiz durch unzureichende Klimaschutzmassnahmen Menschenrechte verletzt. Voraussichtlich n\u00e4chstes Jahr wird die Beschwerde vor der Grossen Kammer des Gerichtshofs \u00f6ffentlich verhandelt.&nbsp;<\/p>\n\n<p><strong>Rosmarie Wydler-W\u00e4lti, Co-Pr\u00e4sidentin der KlimaSeniorinnen<\/strong>, sagt: \u00abUnsere Gletscher schmelzen, unsere W\u00e4lder brennen, Seen und Fl\u00fcsse trocknen aus, verletzliche Menschen leiden unter schrecklichen gesundheitlichen Folgen und sterben. Die Klimakrise ist eine Gesundheitskrise, und sie hat bereits Auswirkungen auf uns Seniorinnen und Senioren. Mit unserer Klage vor dem Europ\u00e4ischen Gerichtshof f\u00fcr Menschenrechte m\u00f6chten wir erreichen, dass die Schweiz f\u00fcr die Verletzung unserer Menschenrechte durch unzureichenden Klimaschutz verantwortlich gemacht wird. Unsere Forderung an den Bundesrat ist einfach: Sch\u00fctze uns vor der Klimakrise.\u00bb&nbsp;<\/p>\n\n<p><strong>Anne Mahrer, Co-Pr\u00e4sidentin der KlimaSeniorinnen, <\/strong>erg\u00e4nzt: \u00abDie schmelzenden Gletscher sind ein untr\u00fcgliches Zeichen daf\u00fcr, dass die globale Erw\u00e4rmung unaufh\u00f6rlich voranschreitet. Wenn es um die Gesundheit geht, wissen wir, dass Vorbeugen besser ist als Heilen, und das gleiche gilt f\u00fcr die Klimakrise. Die Schweiz, das Land der Menschenrechte, muss jetzt handeln, um die Bev\u00f6lkerung zu sch\u00fctzen, und darf nicht auf weitere Klimakatastrophen warten. Wir brauchen jetzt echte Klimaschutzmassnahmen und keine Pfl\u00e4sterlipolitik.\u00bb<\/p>\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Die Klimaklage der KlimaSeniorinnen<\/strong><\/h2>\n\n<p>2016 gelangten die KlimaSeniorinnen und vier Einzelkl\u00e4gerinnen an den Bund und ersuchten um einen verst\u00e4rkten Klimaschutz zum Schutz ihrer Grundrechte auf Leben und Gesundheit. Sie stiessen nicht auf Geh\u00f6r. Das Bundesverwaltungsgericht sowie das Bundesgericht wiesen in der Folge ihre Beschwerden ebenfalls ab. Deshalb reichten die KlimaSeniorinnen im November 2020 eine Beschwerde beim Europ\u00e4ischen Gerichtshof f\u00fcr Menschenrechte EGMR in Strassburg ein. Der EGMR verlieh dem Fall im M\u00e4rz 2021 Priorit\u00e4t. Wenige Monate sp\u00e4ter nahmen neun internationale und nationale Institutionen sowie Einzelpersonen als Drittbeteiligte beim Gericht zu klimawissenschaftlichen und rechtlichen Fragen Stellung (Drittinterventionen). Im April dieses Jahres wurde der Fall an die Grosse Kammer des Gerichtshofs verwiesen. Die \u00f6ffentliche Verhandlung in der Grossen Kammer wird voraussichtlich 2023 stattfinden. Weitere Informationen: <a href=\"https:\/\/www.klimaseniorinnen.ch\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">klimaseniorinnen.ch<\/a><\/p>\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Bilder<\/strong><\/h2>\n\n<p>In der <a href=\"https:\/\/media.greenpeace.org\/collection\/27MDHUF31I3C\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Mediendatenbank von Greenpeace<\/a> finden Sie Bilder und Videomaterial der KlimaSeniorinnen und der Klimaaktivist:innen auf den Gletschern Scex Rouge und Tsanfleuron<a href=\"https:\/\/media.greenpeace.org\/collection\/27MDHUF31I3C\">. <\/a>&nbsp;<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Kontakte<\/strong><\/h2>\n\n<p><strong>Deutsch<\/strong><\/p>\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Rosmarie Wydler-W\u00e4lti, Co-Pr\u00e4sidentin des Vereins KlimaSeniorinnen, 061 302 96 35, <a href=\"mailto:rosmariewydler@sunrise.ch\">rosmariewydler@sunrise.ch<\/a>&nbsp;<\/li><li>Cordelia B\u00e4hr, Rechtsanw\u00e4ltin der KlimaSeniorinnen, 078 801 70 34, <a href=\"mailto:baehr@ettwein.ch\">baehr@ettwein.ch<\/a>&nbsp;<\/li><li>Martin Looser, Rechtsanwalt der KlimaSeniorinnen, 079 481 76 88, <a href=\"mailto:looser@ettlersuter.ch\">looser@ettlersuter.ch<\/a>&nbsp;<\/li><li>Georg Klingler, Leiter Klima Greenpeace Schweiz, 079 785 07 38, <a href=\"mailto:georg.klingler@greenpeace.org\">georg.klingler@greenpeace.org<\/a>&nbsp;<\/li><\/ul>\n\n<p><strong>Franz\u00f6sisch<\/strong><\/p>\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Anne Mahrer, Co-Pr\u00e9sidente des A\u00een\u00e9es pour la protection du climat, 079 249 72 17, <a href=\"mailto:anne.mahrer@bluewin.ch\">anne.mahrer@bluewin.ch<\/a>&nbsp;<\/li><li>Rapha\u00ebl Mahaim, Avocat au Barreau, 079 769 70 33, <a href=\"mailto:rmahaim@r-associes.ch\">rmahaim@r-associes.ch<\/a>&nbsp;<\/li><\/ul>\n\n<p><strong>Italienisch<\/strong><\/p>\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Norma Bargetzi, Anziane per la protezione del clima, 079 352 98 89, <a href=\"mailto:normaba@bluewin.ch\">normaba@bluewin.ch<\/a>&nbsp;<\/li><\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Um auf die Dringlichkeit des Klimawandels hinzuweisen, haben KlimaSeniorinnen heute riesige Pflaster auf das letzte St\u00fcck Eis gelegt, das die rasch schmelzenden Gletscher Scex Rouge und Tsanfleuron auf dem Tsanfleuronpass verbindet. <\/p>\n","protected":false},"author":39,"featured_media":89623,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_planet4_optimize_post_is_variant":false,"_planet4_optimize_experiment_name":"","_planet4_optimize_variant_name":"","ep_exclude_from_search":false,"p4_og_title":"","p4_og_description":"","p4_og_image":"","p4_og_image_id":"","p4_seo_canonical_url":"","p4_campaign_name":"not set","p4_local_project":"not set","p4_basket_name":"not set","p4_department":"","footnotes":""},"categories":[161],"tags":[34,50],"p4-page-type":[71],"gpch-article-type":[],"class_list":["post-89616","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-about","tag-klimagerechtigkeit","tag-klima","p4-page-type-medienmitteilung"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/89616","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/39"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=89616"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/89616\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/89623"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=89616"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=89616"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=89616"},{"taxonomy":"p4-page-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/p4-page-type?post=89616"},{"taxonomy":"gpch-article-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/gpch-article-type?post=89616"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}