{"id":89968,"date":"2022-09-14T10:31:32","date_gmt":"2022-09-14T08:31:32","guid":{"rendered":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/?p=89968"},"modified":"2022-09-15T09:25:33","modified_gmt":"2022-09-15T07:25:33","slug":"neues-video-aus-der-massentierhaltung-legales-leiden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/89968\/neues-video-aus-der-massentierhaltung-legales-leiden\/","title":{"rendered":"Neues Video aus der Massentierhaltung: Legales Leiden"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Im folgenden Video enth\u00fcllen wir Bilder von drei Intensivtierhaltungen in der Schweiz, die einmal mehr zeigen, dass es in unserem Land Massentierhaltung gibt und dass dabei das Wohl der Tiere nicht respektiert wird.<\/strong> <strong>Die Bilder zeigen Tausende von H\u00fchnern, einige davon krank oder bewegungsunf\u00e4hig, Kadaver auf dem Boden und zusammengepferchte Schweine ohne jeglichen Zugang ins Freie. Nichts davon ist illegal, und genau darin liegt das Problem. Diese Art der konventionellen Tierhaltung w\u00fcrde mit einem Ja zur Initiative gegen Massentierhaltung am 25. September nicht mehr existieren. Eine Abstimmung, mit der wir nicht nur die W\u00fcrde der Tiere, sondern auch die Umwelt und das Klima sch\u00fctzen k\u00f6nnen.&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"video\"><strong><strong>Die Wahrheit der Massentierhaltung<\/strong><\/strong><\/h2>\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<lite-youtube style=\"background-image: url('https:\/\/i.ytimg.com\/vi\/nyoypYBOm3s\/hqdefault.jpg');\" videoid=\"nyoypYBOm3s\" params=\"rel=0&#038;enablejsapi=1&#038;origin=https%3A%2F%2Fwww.greenpeace.ch&#038;cc_load_policy=1\"><\/lite-youtube>\n<\/div><\/figure>\n\n<p>\u00abDas Schweizer Tierschutzgesetz ist eines der strengsten der Welt\u00bb \u2013 ein Satz, der sich in allen Debatten findet, sogar in der Abstimmungsbrosch\u00fcre der Bundeskanzlei. Und doch belegen die neuen Bilder, einmal mehr, dass Nutztiere besser gesch\u00fctzt werden m\u00fcssen. Das Video zeigt, dass die Lebensbedingungen der meisten Nutztiere in der Schweiz nichts gemeinsam haben mit den idyllischen und manipulativen Bildern aus der Werbung.&nbsp;<\/p>\n\n<p><strong>Diese Situation ist repr\u00e4sentativ f\u00fcr die konventionelle Tierhaltung (92 % der Masth\u00fchner haben keinen Zugang ins Freie). <\/strong>Pro Huhn steht die Fl\u00e4che eines DIN-A4-Blattes zur Verf\u00fcgung, einige sind krank, andere k\u00f6nnen sich aufgrund ihres schnellen Wachstums nicht auf den Beinen halten. Einige Kadaver liegen auf dem Boden: H\u00fchner, die schon sterben, bevor sie den Weg in den Schlachthof antreten (bis zu 4 % Sterblichkeitsrate).\u00a0<\/p>\n\n<p>Im Schweinestall sieht es nicht besser aus: Die Schweine sind auf Beton zusammengepfercht, haben kaum Einstreu und nur eine Beisskette, um sich zu besch\u00e4ftigen. Sie werden von einer F\u00fclle von Fliegen belagert. Einige haben entz\u00fcndete Augen oder humpeln. Sie verbringen ihr ganzes Leben unter diesen Bedingungen. Auslauf haben sie keinen \u2013 wie 50 % der in der Schweiz gez\u00fcchteten Schweine.<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Ein systemisches Problem<\/strong><\/h2>\n\n<p>Es handelt sich um ein systemisches Problem. Denn obwohl die Bilder jedes Mal andere sind, <strong>zeigen sie alle, dass Massentierhaltung in der Schweiz existiert.\u00a0<\/strong><\/p>\n\n<p>Respekt f\u00fcr das Wohlergehen der Tiere? Das sieht eher nach einem Leben voller Leid aus, bevor es in den Schlachthof geht. Ist das illegal? Nein, es ist schlicht Massentierhaltung \u2013 beziehungsweise die sogenannte konventionelle Tierhaltung. Und das ist das Problem: Die Schweiz mit dem \u00abstrengsten Tierschutzgesetz der Welt\u00bb heisst diese Haltungsbedingungen gut. \u00abWir behandeln diese Tiere nicht als Lebewesen, sondern als Industrieprodukt. Das ist erschreckend, insbesondere weil die Schweiz behauptet, dass sie die Tiere sch\u00fctzen will\u00bb, sagt Alexandra Gavilano, Expertin f\u00fcr nachhaltige Ern\u00e4hrungssysteme bei Greenpeace Schweiz.&nbsp;<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Die Verantwortung von Coop und Migros<\/strong><\/h2>\n\n<p><strong>Die drei Schweizer Zuchtbetriebe, von denen die Bilder im Video stammen, beliefern Migros und Coop mit Fleisch.<\/strong> Das ber\u00fchmte \u00abSchweizer Fleisch\u00bb stammt von Schweinen und H\u00fchnern, die zu einem grossen Teil mit importiertem Kraftfutter wie Soja gef\u00fcttert werden. Das geschieht auf Kosten der Umwelt und der Menschen. Denn f\u00fcr den grossfl\u00e4chigen Anbau dieser Futtermittel m\u00fcssen Naturgebiete am anderen Ende der Welt zerst\u00f6rt und die Menschenrechte vieler indigener Gemeinschaften verletzt werden.\u00a0<\/p>\n\n<p>Solange die grossen Detailh\u00e4ndler massenhaft Fleisch zu niedrigen Preisen verkaufen, wird es solche Tierhaltungsbetriebe geben. Migros und Coop geh\u00f6ren zu den gr\u00f6ssten Akteuren auf dem Schweizer Fleischmarkt und spielen auch bei der Schlachtung eine f\u00fchrende Rolle. Ein Beispiel: Von den 79 Millionen Masth\u00fchnern, die 2019 in der Schweiz geschlachtet wurden, t\u00f6tete die Migros-Tochter Micarna den gr\u00f6ssten Teil (ca. 40 %).<\/p>\n\n<p>Die beiden orangefarbenen Riesen wollen ihr Fleischangebot nicht verringern. Stattdessen planen sie, die Produktion zu steigern. Beide investieren in neue, gr\u00f6ssere Schlachth\u00f6fe. Bell (eine Coop-Tochterfirma) baut derzeit in Oensingen (SO) einen neuen Schlachthof. Micarna (Migros) plant in St-Aubin (FR) einen Mega-Schlachthof, der bisher besser bekannt ist unter dem irref\u00fchrenden Namen Swiss Campus for Agri &amp; Food Innovation.&nbsp;<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>F\u00fcr ein nachhaltiges Ern\u00e4hrungssystem: JA zur Initiative gegen Massentierhaltung!<\/strong><\/h2>\n\n<p>Die Initiative gegen Massentierhaltung erm\u00f6glicht eine Transformation zu einem nachhaltigen Ern\u00e4hrungssystem. Angesichts der globalen Krise ist dies sowieso n\u00f6tig. \u00abEs geht nicht nur um das Wohlergehen der Tiere, sondern auch um das Wohlergehen unseres Planeten und damit um die Gesundheit von uns allen. Diese Initiative ist vision\u00e4r, denn mit 25 Jahren \u00dcbergangszeit erm\u00f6glicht sie der n\u00e4chsten Generation von Nutztierhalter:innen, sich anzupassen, anstatt, aufgrund der Klimakrise, mit dem R\u00fccken zur Wand zu stehen.<\/p>\n\n<p>Die Initiative sch\u00fctzt auch die Schweizer Landwirtschaft, indem sie die Importe von Tierprodukten reguliert, die unter in der Schweiz verbotenen Bedingungen produziert werden. Sie bietet die notwendigen Rahmenbedingungen, um einen sozial gerechten und fairen \u00dcbergang zu einem nachhaltigen Ern\u00e4hrungssystem zu erm\u00f6glichen\u00bb, sagt Alexandra Gavilano.\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im folgenden Video enth\u00fcllen wir Bilder von drei Intensivtierhaltungen in der Schweiz, die einmal mehr zeigen, dass es in unserem Land Massentierhaltung gibt und dass dabei das Wohl der Tiere&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":50,"featured_media":89440,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_planet4_optimize_post_is_variant":false,"_planet4_optimize_experiment_name":"","_planet4_optimize_variant_name":"","ep_exclude_from_search":false,"p4_og_title":"","p4_og_description":"","p4_og_image":"","p4_og_image_id":"","p4_seo_canonical_url":"","p4_campaign_name":"not set","p4_local_project":"not set","p4_basket_name":"not set","p4_department":"","footnotes":""},"categories":[48],"tags":[33,217],"p4-page-type":[75],"gpch-article-type":[],"class_list":["post-89968","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-zero-waste","tag-ernaehrung","tag-konsum","p4-page-type-story"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/89968","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/50"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=89968"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/89968\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/89440"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=89968"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=89968"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=89968"},{"taxonomy":"p4-page-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/p4-page-type?post=89968"},{"taxonomy":"gpch-article-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/gpch-article-type?post=89968"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}