{"id":91208,"date":"2022-11-07T07:45:00","date_gmt":"2022-11-07T06:45:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/?p=91208"},"modified":"2022-11-08T09:51:41","modified_gmt":"2022-11-08T08:51:41","slug":"cop27-schweiz-wird-immer-unglaubwuerdiger-%ef%bf%bc","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/91208\/cop27-schweiz-wird-immer-unglaubwuerdiger-%ef%bf%bc\/","title":{"rendered":"COP27: Schweiz wird immer unglaubw\u00fcrdiger"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Gestern ist die 27. Klimakonferenz, die COP27, in Sharm El Sheikh gestartet. Die Konferenz steht im Zeichen der Ignoranz von L\u00e4ndern wie der Schweiz, die mitverantwortlich sind, dass nach 27 Klimakonferenzen die Emissionen, die das Klima destabilisieren, immer noch ansteigen. Damit die COP27 tats\u00e4chlich dazu beitr\u00e4gt, die Ziele des Pariser Abkommens zu erreichen, m\u00fcssen die Schweiz und die anderen reichen L\u00e4nder ihre weitgehend unzureichenden Klimastrategien dringend verbessern und Verantwortung \u00fcbernehmen. Sie m\u00fcssen sich verpflichten, die Bew\u00e4ltigung von Verlusten und Sch\u00e4den durch Klimakatastrophen ausreichend zu finanzieren. Es braucht zudem Zusagen zur finanziellen Unterst\u00fctzung von Niedriglohnl\u00e4ndern bei der Anpassung an die Folgen des Klimawandels und zur St\u00e4rkung ihrer Widerstandsf\u00e4higkeit. Eine Delegation von Greenpeace wird in Sharm El-Sheikh anwesend sein, um die Bem\u00fchungen der Regierungen zu beobachten und Initiativen der Zivilgesellschaft zum Schutz der am st\u00e4rksten betroffenen Gemeinschaften zu unterst\u00fctzen.<\/strong><\/p>\n\n<p><strong>\u00ab<\/strong>Trotz der Klimaextreme der vergangenen Monate, die Tod und Zerst\u00f6rung brachten, trotz neuerer Erkenntnisse, die klar zeigen, dass gef\u00e4hrliche Kipppunkte wahrscheinlich schon ab einer globalen Erhitzung von 1.5\u00b0C ausgel\u00f6st werden, verharrt die Schweiz auf ihrer weitgehend unzureichenden Position\u00bb, sagt Georg Klingler, Klima- und Energieexperte bei Greenpeace Schweiz.<\/p>\n\n<p>Internationale Analysen, die die Klimaschutzbem\u00fchungen einzelner L\u00e4nder vergleichen, zeigen die M\u00e4ngel der Schweizer Klimapolitik deutlich auf:&nbsp;<\/p>\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Die Schweiz hat die Klimaschutzverpflichtungen f\u00fcr 2020 verfehlt und steht f\u00fcr 2030 nicht besser da: W\u00fcrden sich alle L\u00e4nder an den Ambitionen der Schweiz orientieren, dann w\u00fcrde sich der Planet gegen\u00fcber dem vorindustriellen Niveau um bis zu 3\u00b0C aufheizen. Damit ist die Zukunft der Menschheit gef\u00e4hrdet.\u00a0<\/li><li>Statt einer Reduktion der Treibhausgasemissionen von 50 Prozent bis 2030 m\u00fcsste die Schweiz im Inland mindestens 61 Prozent gegen\u00fcber dem Niveau von 1990 erreichen. Dies ohne Gegenrechnung von Emissionsreduktionen, die in anderen L\u00e4ndern erzielt werden. Solche Reduktionen m\u00fcssen zus\u00e4tzlich zum Inlandziel erbracht werden und in der Summe dazu f\u00fchren, dass die Schweiz bis 2030 mehr Emissionen reduziert als 1990 insgesamt ausgestossen wurden.\u00a0<\/li><li>Die Regulierung der Finanzfl\u00fcsse bleibt ein riesiges Problem. Auch sieben Jahre nach Verabschiedung des \u00dcbereinkommens von Paris fehlen in der Schweiz verbindliche Vorgaben zur Reduktion der durch den Finanzplatz und damit auch die Schweizerische Nationalbank verursachten weltweiten Klimasch\u00e4den. Der Schweizer Finanzplatz befeuert derzeit eine<a href=\"https:\/\/www.bafu.admin.ch\/bafu\/de\/home\/themen\/klima\/mitteilungen.msg-id-68482.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"> globale Erhitzung von 4\u00b0C<\/a>. Hier muss rasch korrigierend eingegriffen werden, der Schweizer Finanzplatz ist der gr\u00f6sste Klimaschutz-Hebel der Schweiz.<\/li><li>Die Position der Schweiz bez\u00fcglich der Finanzierung einer klimafreundlichen Entwicklung sowie von Klimasch\u00e4den in L\u00e4ndern, welche in der Vergangenheit vergleichsweise wenig zur Klimaerhitzung beigetragen haben, l\u00e4sst ebenso zu w\u00fcnschen \u00fcbrig. Statt neue Gelder bereitzustellen, um das global bedrohende Problem zu l\u00f6sen und Leid zu mindern, werden Gelder aus der Entwicklungszusammenarbeit umgewidmet und mit privaten Krediten sch\u00f6n gerechnet.\u00a0<\/li><\/ul>\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Greenpeace an der COP27<\/strong><\/h2>\n\n<p>Eine internationale Delegation der Umweltorganisation Greenpeace ist an der Konferenz anwesend. Ihre Vertreter:innen setzen sich daf\u00fcr ein, dass bez\u00fcglich Klimagerechtigkeit sowie der Wahrung einer maximalen globalen Erw\u00e4rmung von 1.5\u00b0C Fortschritte erzielt werden. Die Greenpeace-Delegation steht f\u00fcr Interviews und Kommentare zur Verf\u00fcgung.&nbsp;<\/p>\n\n<p>Mehr Informationen im <a href=\"https:\/\/www.greenpeace.org\/static\/planet4-international-stateless\/2022\/10\/66d9c0b3-greenpeace-cop27-expectations-paper-nov-2022-.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Briefing von Greenpeace International<\/a>. &nbsp;<\/p>\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Kontakte&nbsp;<\/strong><\/h2>\n\n<p>Wenn Sie Fragen zu den Gespr\u00e4chen in Sharm El-Sheikh haben, wenden Sie sich bitte direkt an unsere Delegation vor Ort und kontaktieren Sie Gaby Flores, Kommunikationsbeauftragte von Greenpeace International, die in Sharm El-Sheikh anwesend ist: <a href=\"mailto:cflores@greenpeace.org\">cflores@greenpeace.org<\/a>&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n<p>F\u00fcr Fragen zur Schweizer Klimapolitik:&nbsp;<\/p>\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Georg Klingler, Klima- und Energieexperte, Greenpeace Schweiz, +41 79 785 07 38, <a href=\"mailto:georg.klingler@greenpeace.org\">georg.klingler@greenpeace.org<\/a>&nbsp;<\/li><li>Medienstelle Greenpeace Schweiz: +41 44 447 41 11,&nbsp;<a href=\"mailto:pressestelle.ch@greenpeace.org\">pressestelle.ch@greenpeace.org<\/a>&nbsp;&nbsp;<\/li><\/ul>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Quellen<\/strong><\/h2>\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Studie zu Kippunkten: <a href=\"https:\/\/www.pik-potsdam.de\/de\/produkte\/infothek\/kippelemente\/kippelemente\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.pik-potsdam.de\/de\/produkte\/infothek\/kippelemente\/kippelemente<\/a>&nbsp;<\/li><li>Einordnung der Ambitionen der Schweiz: <a href=\"https:\/\/climateactiontracker.org\/countries\/switzerland\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/climateactiontracker.org\/countries\/switzerland\/<\/a><\/li><\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Damit die COP27 tats\u00e4chlich dazu beitr\u00e4gt, die Ziele des Pariser Abkommens zu erreichen, m\u00fcssen die Schweiz und die anderen reichen L\u00e4nder ihre weitgehend unzureichenden Klimastrategien dringend verbessern und Verantwortung \u00fcbernehmen. <\/p>\n","protected":false},"author":39,"featured_media":91210,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_planet4_optimize_post_is_variant":false,"_planet4_optimize_experiment_name":"","_planet4_optimize_variant_name":"","ep_exclude_from_search":false,"p4_og_title":"","p4_og_description":"","p4_og_image":"","p4_og_image_id":"","p4_seo_canonical_url":"","p4_campaign_name":"not set","p4_local_project":"not set","p4_basket_name":"not set","p4_department":"","footnotes":""},"categories":[161,1],"tags":[50,34,35],"p4-page-type":[71],"gpch-article-type":[],"class_list":["post-91208","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-about","category-unkategorisiert","tag-klima","tag-klimagerechtigkeit","tag-nachhaltiger-finanzplatz","p4-page-type-medienmitteilung"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/91208","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/39"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=91208"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/91208\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/91210"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=91208"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=91208"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=91208"},{"taxonomy":"p4-page-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/p4-page-type?post=91208"},{"taxonomy":"gpch-article-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/gpch-article-type?post=91208"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}