{"id":91233,"date":"2022-11-07T16:41:14","date_gmt":"2022-11-07T15:41:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/?p=91233"},"modified":"2022-11-09T12:06:19","modified_gmt":"2022-11-09T11:06:19","slug":"cop27-fakten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/91233\/cop27-fakten\/","title":{"rendered":"COP27: Fakten zum 27. UN-Klimagipfel"},"content":{"rendered":"\n<p>Die <a href=\"https:\/\/cop27.eg\/\">27. Klimakonferenz der Vereinten Nationen<\/a> \u2013 die COP27 \u2013 findet vom Sonntag, 6. bis Freitag, 18. November 2022 in Sharm el-Sheikh, \u00c4gypten, statt.<\/p>\n\n<p>Nur wenige Monate nach der Ver\u00f6ffentlichung der <a href=\"https:\/\/www.greenpeace.org\/international\/story\/53021\/6-things-ipcc-climate-solutions-report\/\">letzten beiden Berichte<\/a> des Weltklimarates (IPCC) stehen wir damit an einem entscheidenden Punkt. Die Berichte wurden von f\u00fchrenden Klimawissenschafter:innen verfasst und richten sich an Regierungen. Sie zeigen auf, dass die Klimakrise mit der Zerst\u00f6rung von Kulturen, Gemeinschaften, Lebensgrundlagen und Menschenleben bereits Realit\u00e4t ist. Die <a href=\"http:\/\/greenpeace.org\/international\/story\/55880\/in-pictures-climate-emergencies-around-the-world\/\">grossr\u00e4umigen Klimaver\u00e4nderungen<\/a> der letzten Zeit nehmen ein bisher unbekanntes Ausmass an. Prozesse beschleunigen sich, die Folgen sind immer schlimmer.<\/p>\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2022\/11\/76ac5538-gp1t01yj-1024x683.jpg\" title=\"Climate Strike in Jakarta\" alt=\"Climate Strike in Jakarta\" class=\"wp-image-91234\" srcset=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2022\/11\/76ac5538-gp1t01yj-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2022\/11\/76ac5538-gp1t01yj-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2022\/11\/76ac5538-gp1t01yj-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2022\/11\/76ac5538-gp1t01yj-510x340.jpg 510w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2022\/11\/76ac5538-gp1t01yj.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>\u00a9 Jurnasyanto Sukarno \/ Greenpeace. Hunderte Indonesier:innen nehmen am 23. September 2022 an einem langen Marsch zum Klimastreik in Jakarta teil.<\/figcaption><\/figure>\n\n<p>Das laufende Jahrzehnt ist entscheidend, um weitere irreversible Sch\u00e4den und Verluste zu minimieren. Gleichzeitig mit den Klimaauswirkungen versch\u00e4rfen sich auch soziale Ungleichheiten. Daher muss die COP27 auch f\u00fcr Klimagerechtigkeit sorgen. An der COP27 m\u00fcssen die Regierungen der Welt damit aufh\u00f6ren, Krisen mit altbekannten und ineffektiven Ans\u00e4tzen l\u00f6sen zu wollen. Damit f\u00f6rdern sie lediglich falsche L\u00f6sungen und leere Versprechungen.<\/p>\n\n<p>Was braucht es stattdessen? Was ist die COP27 \u00fcberhaupt? Und was kann die globale Klimabewegung tun?<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Was ist die COP27 \u00fcberhaupt?<\/strong><\/h2>\n\n<p>Die Konferenz der Vertragsparteien des Rahmen\u00fcbereinkommens der Vereinten Nationen \u00fcber Klima\u00e4nderungen (UNFCCC COP oder einfach COP) ist die j\u00e4hrliche Weltklimakonferenz. Dort diskutieren die Regierungen \u00fcber Pl\u00e4ne zur Bek\u00e4mpfung des Klimawandels. Dieses Jahr findet die 27. Ausgabe der COP statt.<\/p>\n\n<p>Der diesj\u00e4hrige Gipfel gilt als die \u00abafrikanische COP\u00bb. Thematisch geht es um Finanzierung, Anpassungsmassnahmen sowie Verluste und Sch\u00e4den. Diese Aspekte waren an der COP26 wenig thematisiert worden, sie mobilisieren nun aber zahlreiche L\u00e4ndern und Gemeinschaften, die durch Klimaauswirkungen gef\u00e4hrdet sind.<\/p>\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"800\" height=\"533\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2022\/11\/5f71c1c2-gp04n2_web_size.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-91244\" srcset=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2022\/11\/5f71c1c2-gp04n2_web_size.jpg 800w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2022\/11\/5f71c1c2-gp04n2_web_size-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2022\/11\/5f71c1c2-gp04n2_web_size-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2022\/11\/5f71c1c2-gp04n2_web_size-510x340.jpg 510w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><figcaption>\u00a9 Vinai Dithajohn \/ <strong>Greenpeace<\/strong>. In dieser Wohnsiedlung im Bezirk Muang in der Provinz Uttaradit stehen die Strassen, G\u00e4rten und H\u00e4user unter Wasser. Mehr als hundert Tote und Vermisste werden bef\u00fcrchtet, nachdem die Provinz Uttaradit und andere nordthail\u00e4ndische Provinzen von den schlimmsten \u00dcberschwemmungen der j\u00fcngeren Geschichte heimgesucht wurden. Wissenschaftler warnen, dass extreme Wetterereignisse aufgrund des Klimawandels das Land und andere Teile Asiens immer h\u00e4ufiger und st\u00e4rker treffen werden.<\/figcaption><\/figure>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Was macht Greenpeace an der COP?<\/strong><\/h2>\n\n<p>Greenpeace schickt Vertreter:innen an die COP: Politische und wissenschaftliche Expert:innen, Aktivist:innen und Menschen, die an vorderster Front von der Klimakrise betroffen sind. Diese verfolgen die Debatten und sorgen daf\u00fcr, dass die Politik ihnen zuh\u00f6rt.<\/p>\n\n<p>Ein weiterer Schwerpunkt von Greenpeace ist die Unterst\u00fctzung und Zusammenarbeit mit Basisgruppen und Vertretungen von Menschen, die von den Entscheidungen der COP27 am direktesten betroffen sind. Obwohl sie kaum zum Klimawandel beigetragen haben, sind gerade diese Communities am st\u00e4rksten von der Klimakrise bedroht.<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Wer wird an der COP27 teilnehmen und wer muss sich st\u00e4rker engagieren?<\/h2>\n\n<p>Die Teilnehmenden sind Regierungsvertreter:innen sowie Staatschef:innen aus der ganzen Welt, zudem Vertretungen aus Zivilgesellschaft, NGOs, Unternehmen, Glaubensgemeinschaften und Wissenschaft sowie weitere Kreise wie Delegationen indigener V\u00f6lker. Auch Medien aus aller Welt werden anwesend sein.&nbsp;<\/p>\n\n<p>Vor allem die politische F\u00fchrung der reichsten Nationen muss einen klaren politischen Willen zeigen, ihre aktuellen Pl\u00e4ne deutlich schneller umzusetzen. Obwohl die G20-L\u00e4nder f\u00fcr knapp 80 Prozent der weltweiten Emissionen verantwortlich sind, haben etliche dieser Staaten ihre Klimapl\u00e4ne im Vorfeld der COP27 noch nicht angepasst, insbesondere die USA, Indien, China, Australien, Saudi-Arabien, Russland und Brasilien. Vor allem muss die COP27 daf\u00fcr sorgen, dass Unternehmen, Regierungen und Geldgeber des aktuellen Systems dringend Massnahmen ergreifen, um Sch\u00e4den zu vermeiden. Auch m\u00fcssen diese Akteure die politischen, sozialen und finanziellen Kosten f\u00fcr Klimasch\u00e4den tragen, die sie wissentlich verursacht haben.<\/p>\n\n<p>Im Kern geht es bei dieser Konferenz darum, Gerechtigkeit zu schaffen. Wer muss f\u00fcr die bisherigen Verw\u00fcstungen durch die Klimakrise aufkommen? Die Umweltverschmutzer, die von den Sektoren profitieren, welche die Krise verursachen? Oder die Menschen, die am st\u00e4rksten von den Auswirkungen betroffen sind \u2013 indigene V\u00f6lker, direkt bedrohte Communities und junge Menschen auf der ganzen Welt? Wer unsere Gegenwart zerst\u00f6rt, muss f\u00fcr die Zukunft zur Rechenschaft gezogen werden.<\/p>\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"800\" height=\"533\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2022\/11\/a8860063-gp0sttvec_web_size.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-91253\" srcset=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2022\/11\/a8860063-gp0sttvec_web_size.jpg 800w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2022\/11\/a8860063-gp0sttvec_web_size-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2022\/11\/a8860063-gp0sttvec_web_size-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2022\/11\/a8860063-gp0sttvec_web_size-510x340.jpg 510w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><figcaption>\u00a9 Geric Cruz \/ Greenpeace. Die Klimaaktivistin und \u00dcberlebende des Super-Taifuns Yolanda (Haiyan) Joanna Sustento beginnt einen unbefristeten Einzelprotest vor dem philippinischen Hauptsitz von Shell, um Klimagerechtigkeit zu fordern. Der Protest verdeutlicht die enorme Rolle, die Unternehmen f\u00fcr fossile Brennstoffe wie Shell bei der Verursachung der Klimakrise spielen, sowie die Ungerechtigkeit und das Leid, das gef\u00e4hrdete Gemeinschaften auf den Philippinen und in der ganzen Welt erfahren. Greenpeace fordert Shell auf, den Klimanotstand zu erkennen, den Ruf der Gemeinden nach Gerechtigkeit zu h\u00f6ren und einen raschen und gerechten \u00dcbergang zum Ausstieg aus fossilen Brennstoffen einzuleiten.<\/figcaption><\/figure>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Was ist an der diesj\u00e4hrigen COP wichtig?<\/strong><\/h2>\n\n<p>Es gibt nur wenige grosse Themen, zu denen an dieser COP Entscheide anstehen. Die Bedeutung der COP27 liegt vor allem in m\u00f6glichen Fortschritten betreffend politische Fragen (etwa zur Finanzierung von Verlusten und Sch\u00e4den) und weniger in der Verabschiedung von Grundlagendokumenten. Grunds\u00e4tzlich gilt: Je l\u00e4nger die Regierungen mit Massnahmen z\u00f6gern, desto schwieriger wird es, die Klimakrise zu bew\u00e4ltigen.<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Wie steht die Schweiz da?<\/h2>\n\n<p>Damit die COP27 tats\u00e4chlich dazu beitr\u00e4gt, die Ziele des Pariser Abkommens zu erreichen, m\u00fcssen die Schweiz und die anderen reichen L\u00e4nder ihre weitgehend unzureichenden Klimastrategien dringend verbessern und Verantwortung \u00fcbernehmen. Sie m\u00fcssen sich verpflichten, die Bew\u00e4ltigung von Verlusten und Sch\u00e4den durch Klimakatastrophen ausreichend zu finanzieren.<\/p>\n\n<p><strong>Internationale Analysen, die die Klimaschutzbem\u00fchungen einzelner L\u00e4nder vergleichen, zeigen die M\u00e4ngel der Schweizer Klimapolitik deutlich auf:<\/strong><\/p>\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Die Schweiz hat die Klimaschutzverpflichtungen f\u00fcr 2020 verfehlt und steht f\u00fcr 2030 nicht besser da: W\u00fcrden sich alle L\u00e4nder an den Ambitionen der Schweiz orientieren, dann w\u00fcrde sich der Planet gegen\u00fcber dem vorindustriellen Niveau um bis zu 3\u00b0C aufheizen. Damit ist die Zukunft der Menschheit gef\u00e4hrdet.&nbsp;<\/li><li>Statt einer Reduktion der Treibhausgasemissionen von 50 Prozent bis 2030 m\u00fcsste die Schweiz im Inland mindestens 61 Prozent gegen\u00fcber dem Niveau von 1990 erreichen. Dies ohne Gegenrechnung von Emissionsreduktionen, die in anderen L\u00e4ndern erzielt werden. Solche Reduktionen m\u00fcssen zus\u00e4tzlich zum Inlandziel erbracht werden und in der Summe dazu f\u00fchren, dass die Schweiz bis 2030 mehr Emissionen reduziert als 1990 insgesamt ausgestossen wurden.&nbsp;<\/li><li>Die Regulierung der Finanzfl\u00fcsse bleibt ein riesiges Problem. Auch sieben Jahre nach Verabschiedung des \u00dcbereinkommens von Paris fehlen in der Schweiz verbindliche Vorgaben zur Reduktion der durch den Finanzplatz und damit auch die Schweizerische Nationalbank verursachten weltweiten Klimasch\u00e4den. Der Schweizer Finanzplatz befeuert derzeit eine <a href=\"https:\/\/www.bafu.admin.ch\/bafu\/de\/home\/themen\/klima\/mitteilungen.msg-id-68482.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">globale Erhitzung von 4\u00b0C<\/a>. Hier muss rasch korrigierend eingegriffen werden, der Schweizer Finanzplatz ist der gr\u00f6sste Klimaschutz-Hebel der Schweiz.<\/li><li>Die Position der Schweiz bez\u00fcglich der Finanzierung einer klimafreundlichen Entwicklung sowie von Klimasch\u00e4den in L\u00e4ndern, welche in der Vergangenheit vergleichsweise wenig zur Klimaerhitzung beigetragen haben, l\u00e4sst ebenso zu w\u00fcnschen \u00fcbrig. Statt neue Gelder bereitzustellen, um das global bedrohende Problem zu l\u00f6sen und Leid zu mindern, werden Gelder aus der Entwicklungszusammenarbeit umgewidmet und mit privaten Krediten sch\u00f6n gerechnet.&nbsp;<\/li><\/ul>\n\t\t\t<section\n\t\t\tclass=\"boxout  \"\n\t\t\t\n\t\t>\n\t\t\t<a\n\t\t\t\tdata-ga-category=\"Take Action Boxout\"\n\t\t\t\tdata-ga-action=\"Image\"\n\t\t\t\tdata-ga-label=\"n\/a\"\n\t\t\t\tclass=\"cover-card-overlay\"\n\t\t\t\thref=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/handeln\/spenden\/klimaschutz\/\" \n\t\t\t><\/a>\n\t\t\t\t\t\t\t<img\n\t\t\t\t\t\tsrc=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/836f7270-gp0stsatp_medium_res_with_credit_line-1024x683.jpg\"\n\t\t\t\t\t\tsrcset=\"\"\n\t\t\t\t\t\tsizes=\"(min-width: 1000px) 358px, (min-width: 780px) 313px, 88px\"\n\t\t\t\t\t\talt=\"\" title=\"\"\n\t\t\t\t\/>\n            \t\t\t<div class=\"boxout-content\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<a\n\t\t\t\t\t\tclass=\"boxout-heading medium\"\n\t\t\t\t\t\tdata-ga-category=\"Take Action Boxout\"\n\t\t\t\t\t\tdata-ga-action=\"Title\"\n\t\t\t\t\t\tdata-ga-label=\"n\/a\"\n\t\t\t\t\t\thref=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/handeln\/spenden\/klimaschutz\/\"\n\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t>\n\t\t\t\t\t\tMehr Tempo beim Klimaschutz\n\t\t\t\t\t<\/a>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p class=\"boxout-excerpt\">Greenpeace setzt sich hartn\u00e4ckig f\u00fcr Klimaschutz und eine lebenswerte Zukunft f\u00fcr alle ein. Spende noch heute und erm\u00f6gliche unseren unerm\u00fcdlichen Einsatz.<\/p>\n\t\t\t\t                                    <a\n                        class=\"btn btn-primary\"\n                        data-ga-category=\"Take Action Boxout\"\n                        data-ga-action=\"Call to Action\"\n                        data-ga-label=\"n\/a\"\n                        href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/handeln\/spenden\/klimaschutz\/\"\n                        \n                    >\n                        Jetzt spenden\n                    <\/a>\n                \t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/section>\n\t\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Was fordert Greenpeace konkret an der COP27?<\/strong><\/h2>\n\n<p>Um Klimagerechtigkeit zu erreichen und den Temperaturanstieg gem\u00e4ss Pariser Abkommen von 2015 auf 1,5\u00b0C zu begrenzen, braucht es seitens der COP27 folgende Schritte:<\/p>\n\n<p><strong>1. Rasche und angemessene finanzielle Mittel sowie technische Hilfe f\u00fcr die am st\u00e4rksten betroffenen L\u00e4nder und Gemeinschaften<\/strong><\/p>\n\n<p>Reiche L\u00e4nder, die historisch die Umwelt gesch\u00e4digt haben, m\u00fcssen h\u00f6here Beitr\u00e4ge an eine globale Finanzierungsfazilit\u00e4t zur Deckung von Verlusten und Sch\u00e4den leisten. Die bestehenden finanziellen Regelungen zur Bew\u00e4ltigung der Kosten der Klimaauswirkungen sind ungen\u00fcgend. Die Unterst\u00fctzung betroffener L\u00e4nder und Gemeinschaften bei der Bew\u00e4ltigung vergangener, aktueller und k\u00fcnftiger klimabedingter Katastrophen muss Vorrang haben. Die Verursacher m\u00fcssen f\u00fcr die Kosten aufkommen.<\/p>\n\n<p><strong>2. Rascher Ausstieg aus fossilen Energien und Halbierung der Treibhausgasemissionen bis 2030, auf dem Weg zu Netto-Null<\/strong><\/p>\n\n<p>Die Schlusserkl\u00e4rung der COP muss den vollst\u00e4ndigen Ausstieg aus fossilen Energien festlegen und zudem Verpflichtungen im Bereich Nationale Klimabeitr\u00e4ge (NDC) sowie Pl\u00e4ne f\u00fcr einen gerechten \u00dcbergang enthalten. Dies bedeutet: Keine neuen \u00d6lquellen, keine neuen Kohlekraftwerke, keine neuen Kohlebergwerke und keine neuen Gasprojekte. Die Verpflichtung zum sofortigen Stopp aller neuen fossilen Projekte muss einen gerechten \u00dcbergang f\u00fcr Arbeitnehmende und betroffene Gemeinschaften vorsehen.<\/p>\n\n<p><strong>3. Zugang zu Finanzen f\u00fcr L\u00e4nder mit niedrigem Einkommen, damit diese sich auf die Auswirkungen des Klimawandels vorbereiten und ihre Wirtschaft dekarbonisieren k\u00f6nnen.<\/strong><\/p>\n\n<p>An der Klimakonferenz von Kopenhagen 2009 verpflichteten sich die reichen Nationen, L\u00e4nder mit niedrigem Einkommen bis 2020 mit 100 Milliarden US-Dollar pro Jahr zu unterst\u00fctzen. Dieses Versprechen wurde nicht erf\u00fcllt. Die Regierungen reicher L\u00e4nder m\u00fcssen dringend ihren Beitrag zur Klimafinanzierung erh\u00f6hen, insbesondere zur Unterst\u00fctzung von Anpassungsmassnahmen.<\/p>\n\n<p><strong>4. Kopplung von Naturschutz und Bek\u00e4mpfung des Klimawandels<\/strong><\/p>\n\n<p>Wir stehen nicht nur vor einer Klimakrise, sondern auch vor einer Krise der Natur und der Artenvielfalt. Schutz und Wiederherstellung der Natur sind entscheidend f\u00fcr die Bew\u00e4ltigung dieser Krisen, m\u00fcssen aber parallel zum dringenden Ausstieg aus fossilen Energien und zur Reduktion der Emissionen erfolgen. S\u00e4mtliche L\u00f6sungen m\u00fcssen unter aktiver Beteiligung der indigenen V\u00f6lker und der lokalen Gemeinschaften umgesetzt werden. Die Regierungen m\u00fcssen die bedeutende Rolle anerkennen, die die Natur f\u00fcr die Minderung und Anpassung an den Klimawandel sowie als kulturelles und spirituelles Symbol und auch als Habitat einer vielf\u00e4ltigen Flora und Fauna spielt.<\/p>\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"800\" height=\"533\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2022\/11\/121ce47d-gp0stuepi_web_size.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-91247\" srcset=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2022\/11\/121ce47d-gp0stuepi_web_size.jpg 800w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2022\/11\/121ce47d-gp0stuepi_web_size-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2022\/11\/121ce47d-gp0stuepi_web_size-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2022\/11\/121ce47d-gp0stuepi_web_size-510x340.jpg 510w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><figcaption>\u00a9 Tedy Kroen \/ Greenpeace. Menschen mit und ohne Fahrzeug versuchen, die \u00fcberflutete Strasse in Jakarta zu durchwaten. Seit dem 31. Dezember 2019 wurden die Provinzen Jakarta, West-Java und Banten von schweren \u00dcberschwemmungen heimgesucht, die durch starke Regenf\u00e4lle in diesen Provinzen verursacht wurden. Mindestens 21 Menschen starben und Tausende von Menschen mussten ihre H\u00e4user verlassen.<\/figcaption><\/figure>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Was k\u00f6nnen wir in Bezug auf die COP27 tun?<\/strong><\/h2>\n\n<p>Die COP27 kann zwar ein Forum f\u00fcr dringend n\u00f6tiges politisches Handeln zum Schutz des Klimas sein. Dennoch braucht es weiterhin den Druck der globalen Klimabewegung vor Ort und weltweit, damit Regierungen und andere wichtige Akteure so schnell wie m\u00f6glich substanzielle CO<sub>2<\/sub>-Einsparungen aushandeln.<\/p>\n\n<p>Es ist ermutigend, dass Bewusstsein und Engagement stetig zunehmen. Sch\u00fcler:innen organisieren globale Klimastreiks, Millionen Menschen gehen daf\u00fcr auf die Strasse. Bei Wahlen steht die Klimakrise zunehmend im Fokus. Immer mehr Gruppen und betroffene Gemeinschaften klagen vor Gericht f\u00fcr Klimagerechtigkeit und gewinnen. Die Macht der einfachen Menschen wirkt und die Bewegung wird von Tag zu Tag st\u00e4rker.<\/p>\n\n<p>All dies bedeutet nicht unbedingt, dass bei den grossen Themen in Sharm el-Sheikh ein Durchbruch m\u00f6glich ist. Es kann gut sein, dass ein solcher Durchbruch ausbleibt, aber wir h\u00f6ren deswegen nicht auf zu k\u00e4mpfen. Die globale Bewegung unter der F\u00fchrung von indigenen V\u00f6lkern, betroffenen Gemeinschaften und jungen Menschen wird dort weitermachen, wo die politische F\u00fchrung versagt und dabei noch wirkungsvoller und beeindruckender agieren.<\/p>\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"800\" height=\"533\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2022\/11\/1ed5f31f-gp0sttibs_web_size.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-91250\" srcset=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2022\/11\/1ed5f31f-gp0sttibs_web_size.jpg 800w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2022\/11\/1ed5f31f-gp0sttibs_web_size-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2022\/11\/1ed5f31f-gp0sttibs_web_size-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2022\/11\/1ed5f31f-gp0sttibs_web_size-510x340.jpg 510w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><figcaption>\u00a9 Anne Barth \/ Greenpeace. Am 21. Juni 2019 findet in Aachen der erste internationale, zentrale Klimastreik von &#171;Fridays for Future&#187; mit Teilnehmern aus mindestens 16 L\u00e4ndern statt. Die Aktivisten demonstrieren f\u00fcr eine schnelle und verantwortungsvolle Klimapolitik. Das Motto der Kampagne lautet: &#171;Klimagerechtigkeit ohne Grenzen &#8211; Gemeinsam f\u00fcr eine Zukunft&#187;.<\/figcaption><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Schweiz hat die Klimaschutzverpflichtungen f\u00fcr 2020 verfehlt und steht f\u00fcr 2030 nicht besser da. 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