{"id":91597,"date":"2022-11-15T05:00:00","date_gmt":"2022-11-15T04:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/?p=91597"},"modified":"2022-11-15T07:28:58","modified_gmt":"2022-11-15T06:28:58","slug":"plastikkrise-coca-cola-company-pepsico-und-nestle-sind-die-groessten-verschmutzer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/91597\/plastikkrise-coca-cola-company-pepsico-und-nestle-sind-die-groessten-verschmutzer\/","title":{"rendered":"<strong>Plastikkrise: Coca-Cola Company, PepsiCo und Nestl\u00e9 sind die gr\u00f6ssten Verschmutzer<\/strong>"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Die Coca-Cola Company, PepsiCo und Nestl\u00e9 sind f\u00fcnf Jahre in Folge die gr\u00f6ssten Plastikverschmutzer der Welt. Das zeigt der neueste globale <a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/publikation\/91606\/plastikkrise-die-groessten-verschmutzer\/\">\u00abBranded\u00bb-Bericht<\/a> der Bewegung Break Free From Plastic, zu der auch Greenpeace geh\u00f6rt. Die Ergebnisse zeigen, dass die freiwilligen Verpflichtungen der Privatwirtschaft nicht gen\u00fcgen, um die Plastikkrise zu bew\u00e4ltigen. Die Bewegung fordert darum ein ehrgeiziges globales Plastik-Abkommen.\u00a0<\/strong><\/p>\n\n<p>Seit 2018 haben mehr als 200\u2019000 Freiwillige in 87 L\u00e4ndern und Gebieten Clean-ups und Brand Audits durchgef\u00fchrt, um herauszufinden, welche Unternehmen am meisten zur Plastikkrise beitragen. Einsame Spitzenreiterin ist die Coca-Cola Company. In allen f\u00fcnf Jahren haben die Freiwilligen mehr Abfallst\u00fccke von ihr gesammelt als von den beiden n\u00e4chstgr\u00f6ssten Verschmutzern zusammen. Bei den diesj\u00e4hrigen Brand Audits wurden mehr als 31\u2019000 Coca-Cola-Markenprodukte gefunden, doppelt so viele wie im Jahr 2018.&nbsp;<\/p>\n\n<p>Diese Spitzenreiterin ist aktuell Sponsorin der UN-Klimakonferenz COP27 in \u00c4gypten. In Anbetracht der Tatsache, dass 99 % des Plastiks aus fossilen Brennstoffen hergestellt wird, <a href=\"https:\/\/www.greenpeace.org\/international\/press-release\/55960\/coca-cola-biggest-plastic-polluter-sponsor-cop27-greenpeace-reaction\/\">emp\u00f6rt die Rolle von Coca-Cola bei der COP27 Umweltaktivist:innen weltweit.<\/a><\/p>\n\n<p>Als Reaktion auf die Unt\u00e4tigkeit der Unternehmen begehen Aktivist:innen weltweit heute ein f\u00fcnfj\u00e4hriges \u00abTrashiversary\u00bb f\u00fcr diese Unternehmen. Sie schicken oder \u00fcbergeben ihnen ihren eigenen Abfall und fordern damit dringende Massnahmen.&nbsp;<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Freiwillige Verpflichtungen zeigen keine Wirkung<\/strong><\/h2>\n\n<p>Im Jahr 2018 riefen die Ellen MacArthur Foundation und das Umweltprogramm der Vereinten Nationen gemeinsam das <a href=\"https:\/\/ellenmacarthurfoundation.org\/global-commitment\/overview\">New Plastics Economy Global Commitment<\/a> ins Leben. Als Kern dieses Programms haben grosse Konsumg\u00fcterkonzerne freiwillige Massnahmen angek\u00fcndigt, um die Plastikkrise zu bek\u00e4mpfen. Der \u00ab<a href=\"https:\/\/emf.thirdlight.com\/link\/f6oxost9xeso-nsjoqe\/@\/preview\/3\">Global Commitment 2022 Progress Report<\/a>\u00bb zeigte jedoch, dass die Ziele f\u00fcr 2025 \u00abmit ziemlicher Sicherheit\u00bb nicht erreicht werden. Bei vielen dieser Konzerne hat die Menge an Plastikverpackungen seit dem Beitritt zur New Plastics Economy Global Commitment sogar zugenommen.&nbsp;<\/p>\n\n<p>Auch der Schweizer Nahrungsmittelkonzern Nestl\u00e9 geh\u00f6rt zu den gr\u00f6ssten Plastikverschmutzern weltweit. Wie bereits in vergangenen Jahren besetzt Nestl\u00e9 im diesj\u00e4hrigen \u00abBranded\u00bb-Bericht den unr\u00fchmlichen dritten Platz.<\/p>\n\n<p>Jo\u00eblle H\u00e9rin, Expertin f\u00fcr Konsum und Kreislaufwirtschaft bei Greenpeace Schweiz sagt: \u00abDie Ergebnisse der \u00abBranded\u00bb-Berichte und die des New Plastics Economy Global Commitment zeigen, dass die freiwilligen Verpflichtungen Nestl\u00e9s nur leere Versprechen sind.\u00bb&nbsp;<\/p>\n\n<p>Obwohl Nestl\u00e9 das Gesamtgewicht an Plastikverpackungen seit 2018 reduziert hat, macht das Unternehmen bei mehreren seiner Ziele keine Fortschritte. Nestl\u00e9 verspricht zum Beispiel, dass bis 2025 alle Verpackungen weltweit rezyklierbar oder wiederverwendbar sind. Die <a href=\"https:\/\/ellenmacarthurfoundation.org\/global-commitment-2022\/overview\">Zahlen der Ellen MacArthur Foundation<\/a> zeigen aber: von 2018 bis 2021 ist die Zahl der rezyklierbaren, wiederverwendbaren oder kompostierbaren Plastikverpackungen um 4 % gesunken. \u00abWir bedauern besonders, dass der Anteil der wiederverwendbaren Verpackungen bei tiefen 1 % geblieben ist. Ohne systemische Mehrweg-L\u00f6sungen k\u00f6nnen wir das Plastikproblem nicht l\u00f6sen\u00bb, so H\u00e9rin.&nbsp;<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Globales Plastik-Abkommen ist dringend n\u00f6tig<\/strong><\/h2>\n\n<p>In Anbetracht des Scheiterns der freiwilligen Selbstverpflichtungen der Konsumg\u00fcterkonzerne <a href=\"https:\/\/www.breakfreefromplastic.org\/plastics-treaty\/\">fordert die Bewegung Break Free From Plastic ein ehrgeiziges, rechtlich bindendes globales Plastik-Abkommen<\/a>. Jo\u00eblle H\u00e9rin sagt: \u00abGrosse Marken wie Nestl\u00e9, Coca-Cola, PepsiCo und Unilever haben diese Krise mitverursacht: Sie m\u00fcssen aus dem Wegwerfplastik aussteigen und sich f\u00fcr ein ehrgeiziges globales Plastik-Abkommen einsetzen. Ein Abkommen, das die Produktion und Verwendung von Plastik einschr\u00e4nkt ist unabdingbar, um die Plastikkrise global zu bew\u00e4ltigen.\u00bb Das erste Verhandlungstreffen zum globalen Plastik-Abkommen wird Ende des Monats in Punta Del Este, Uruguay, stattfinden.&nbsp;<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Mehr Informationen<\/strong><\/h2>\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li><a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/publikation\/91606\/plastikkrise-die-groessten-verschmutzer\/\">Branded: der Bericht<\/a><\/li><\/ul>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Kontakte<\/h2>\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Jo\u00eblle H\u00e9rin, Expertin f\u00fcr Konsum und Kreislaufwirtschaft bei Greenpeace Schweiz, +41 79 256 32 65, <a href=\"mailto:joelle.herin@greenpeace.org\">joelle.herin@greenpeace.org<\/a><\/li><li>Medienstelle Greenpeace Schweiz, +41 44 447 41 11, <a href=\"mailto:pressestelle.ch@greenpeace.org\">pressestelle.ch@greenpeace.org<\/a><\/li><\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Coca-Cola Company, PepsiCo und Nestl\u00e9 sind f\u00fcnf Jahre in Folge die gr\u00f6ssten Plastikverschmutzer der Welt. Das zeigt der neueste globale \u00abBranded\u00bb-Bericht der Bewegung Break Free From Plastic, zu der auch Greenpeace geh\u00f6rt. <\/p>\n","protected":false},"author":103,"featured_media":91598,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_planet4_optimize_post_is_variant":false,"_planet4_optimize_experiment_name":"","_planet4_optimize_variant_name":"","ep_exclude_from_search":false,"p4_og_title":"","p4_og_description":"","p4_og_image":"","p4_og_image_id":"","p4_seo_canonical_url":"","p4_campaign_name":"not set","p4_local_project":"not set","p4_basket_name":"not set","p4_department":"","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[37],"p4-page-type":[71],"gpch-article-type":[],"class_list":["post-91597","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-unkategorisiert","tag-zero-waste","p4-page-type-medienmitteilung"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/91597","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/103"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=91597"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/91597\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/91598"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=91597"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=91597"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=91597"},{"taxonomy":"p4-page-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/p4-page-type?post=91597"},{"taxonomy":"gpch-article-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/gpch-article-type?post=91597"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}