{"id":91880,"date":"2022-11-24T14:08:24","date_gmt":"2022-11-24T13:08:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/?p=91880"},"modified":"2025-06-25T15:12:54","modified_gmt":"2025-06-25T13:12:54","slug":"bedrohte-ostsee-greenpeace-will-klarheit-ueber-umweltgifte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/91880\/bedrohte-ostsee-greenpeace-will-klarheit-ueber-umweltgifte\/","title":{"rendered":"Greenpeace will Klarheit \u00fcber Umweltfolgen nach Pipeline-Explosionen"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Die Ostsee ist in einem schlechten Zustand. Im September explodierten die Gas-Pipelines Nord Stream 1 und 2. Dazu kommen Umweltgifte aus der Landwirtschaft, Plastikm\u00fcll und Munitionsdeponien aus dem Zweiten Weltkrieg. Das Greenpeace-Schiff Beluga II ist vor Ort.<\/strong><\/p>\n\n<p>Am 26. September explodierten in der N\u00e4he der d\u00e4nischen Insel Bornholm die zwei Gas-Pipelines Nord Stream 1 und 2. Die Detonationen waren gewaltig. Die Beh\u00f6rden gehen von \u00ab<a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/europa\/nordstream-untersuchung-101.html\">vermutlich hunderten Kilo von Sprengstoff<\/a>\u00bb aus. Die Pipelines-Betreiberfirmen Nord Stream AG und Nord Stream 2 AG haben beide ihren Sitz im Kanton Zug.<\/p>\n\n<p>Die Explosionen setzten grosse Mengen des Treibhausgases Methan frei. Dieses ist bis zu 80-mal klimasch\u00e4dlicher als Kohlendioxid (CO2). Nach Berechnungen von Greenpeace gelangte bei dem Vorfall die gleiche Menge an Treibhausgas in die Umwelt, die D\u00e4nemark in acht Monaten ausst\u00f6sst (30 Millionen Tonnen).&nbsp;<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Roboter nehmen Wasserproben&nbsp;<\/strong><\/h2>\n\n<p>Aktuell befindet sich das Greenpeace-Schiff Beluga II auf dem Weg zum Ort der Detonationen. Mit einer Unterwasserdrohne werden die Wissenschaftler:innen Wasser- und Bodenproben nehmen. Mit an Bord sind Spezialisten der Universit\u00e4t Kiel, Fachbereich Toxikologie.<\/p>\n\n<p>Die Folgen der Explosionen und des freigesetzten Methans f\u00fcr die Umwelt sind unbekannt. Dazu kommt: Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs versenkten die Anrainerstaaten 300 000 Tonnen Munition. Dazu geh\u00f6ren vor allem Sprengstoffe (TNT), aber auch das hochgiftige Senfgas und das leicht entz\u00fcndliche Phosgen. Die Deponien sind nur rudiment\u00e4r auf Karten erfasst.&nbsp;<\/p>\n\n<p>Schadstoffe aus dieser Altmunition k\u00f6nnten durch die Explosionen der Gas-Pipelines ins Wasser gelangt sein und sich weitr\u00e4umig verteilt haben.<\/p>\n<div data-render=\"planet4-blocks\/gallery\" data-attributes=\"{&quot;attributes&quot;:{&quot;gallery_block_style&quot;:0,&quot;gallery_block_title&quot;:&quot;&quot;,&quot;gallery_block_description&quot;:&quot;&quot;,&quot;multiple_image&quot;:&quot;&quot;,&quot;gallery_block_focus_points&quot;:&quot;&quot;,&quot;image_data&quot;:[],&quot;images&quot;:[]}}\"><\/div>\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Die Ostsee ist ein Meer <\/strong><strong>von Todeszonen<\/strong><\/h2>\n\n<p>Die Ostsee ist in einem schlechten Zustand. Die Folgen der globalen Erw\u00e4rmung, der Raubbau an den Best\u00e4nden von Speisefischen, Plastikm\u00fcll sowie Pestizid- und Stickstoffr\u00fcckst\u00e4nde aus der Landwirtschaft bedrohen die Tier- und Pflanzenwelt.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n<p>Besonders in den Sommermonaten verursachen die starke Sonneneinstrahlung und die \u00dcberd\u00fcngung riesige Algenteppiche. Wenn die Algen absterben, sinken sie auf den Meeresboden, wo sie sich zersetzen. Das verbraucht viel Sauerstoff. Die Folge: Sauerstoffarme Meeresgebiete nehmen zu, es entstehen immer gr\u00f6ssere Todeszonen.<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Schweinswale sind <\/strong><strong>akut bedroht<\/strong><\/h2>\n\n<p>Jedes Jahr verenden zudem Hunderte von Schweinswalen und Zehntausende von Seev\u00f6geln in den Kiemenetzen entlang der deutschen, d\u00e4nischen und schwedischen Ostseek\u00fcste. Die Tiere verheddern sich in den Maschen der Netze und sterben elendig. Die Schweinswal-Population ist auf wenige hundert Tiere gesunken. Die Folgen der Explosionen bedroht die Tiere zus\u00e4tzlich.<\/p>\n\n<p><\/p>\n\n<p class=\"is-style-accent-1\"><strong>Greenpeace fordert:<\/strong><br>-&gt; Eine Untersuchung der Folgen von Unterwasser-Explosionen.<br>-&gt; Weg von Gas und anderen fossilen Brennstoffen zugunsten von erneuerbaren Energien aus Sonne und Wind.<br>-&gt; Die professionelle Bergung und Sanierung von Munitionsdeponie.<\/p>\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Ostsee geht es schlecht. Im September explodierten die Gas-Pipelines Nord Stream 1 und 2. Dazu kommen Umweltgifte aus der Landwirtschaft, Plastikm\u00fcll und Munitionsdeponien aus dem Zweiten Weltkrieg. Das Greenpeace-Schiff Beluga II ist vor Ort.<\/p>\n","protected":false},"author":111,"featured_media":91887,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_planet4_optimize_post_is_variant":false,"_planet4_optimize_experiment_name":"","_planet4_optimize_variant_name":"","ep_exclude_from_search":false,"p4_og_title":"","p4_og_description":"","p4_og_image":"","p4_og_image_id":"","p4_seo_canonical_url":"","p4_campaign_name":"not set","p4_local_project":"not set","p4_basket_name":"not set","p4_department":"","footnotes":""},"categories":[119],"tags":[41],"p4-page-type":[75],"gpch-article-type":[],"class_list":["post-91880","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-meer","tag-meer","p4-page-type-story"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/91880","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/111"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=91880"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/91880\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":122132,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/91880\/revisions\/122132"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/91887"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=91880"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=91880"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=91880"},{"taxonomy":"p4-page-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/p4-page-type?post=91880"},{"taxonomy":"gpch-article-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/gpch-article-type?post=91880"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}