{"id":91938,"date":"2022-11-23T09:47:39","date_gmt":"2022-11-23T08:47:39","guid":{"rendered":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/?p=91938"},"modified":"2022-11-23T10:34:10","modified_gmt":"2022-11-23T09:34:10","slug":"gefaehrliche-chemikalien-in-shein-produkten-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/91938\/gefaehrliche-chemikalien-in-shein-produkten-2\/","title":{"rendered":"Gef\u00e4hrliche Chemikalien in SHEIN-Produkten"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Das Gesch\u00e4ftsmodell der Ultra-Fast-Fashion-Marke SHEIN basiert auf gef\u00e4hrlichen Chemikalien und Umweltzerst\u00f6rung. Das zeigt ein neuer Bericht von Greenpeace Deutschland. Produkttests von 47 SHEIN-Produkten ergaben, dass sieben von ihnen (15%) gef\u00e4hrliche Chemikalien enthielten, die gegen die EU-Grenzwerte verstossen, w\u00e4hrend den Tests zufolge insgesamt 15 der Produkte gef\u00e4hrliche Chemikalien in besorgniserregenden Mengen enthalten (32%).<\/strong><\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"video\">Das solltest du \u00fcber SHEIN wissen<\/h2>\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<lite-youtube style=\"background-image: url('https:\/\/i.ytimg.com\/vi\/PZQIYhDpSY4\/hqdefault.jpg');\" videoid=\"PZQIYhDpSY4\" params=\"rel=0&#038;enablejsapi=1&#038;origin=https%3A%2F%2Fwww.greenpeace.ch&#038;cc_load_policy=1\"><\/lite-youtube>\n<\/div><\/figure>\n\n<p>Greenpeace Deutschland kaufte 42 Artikel, darunter Kleidungsst\u00fccke und Schuhe f\u00fcr M\u00e4nner, Frauen, Kinder und Kleinkinder, von SHEIN-Websites in der Schweiz, \u00d6sterreich, Deutschland, Italien und Spanien sowie f\u00fcnf Artikel in einem Pop-up-Store in M\u00fcnchen. Die Produkte wurden zur chemischen Analyse an das unabh\u00e4ngige Labor BUI geschickt.&nbsp;<\/p>\n\n<p>Die Ergebnisse zeigen unter anderem einen sehr hohen Gehalt an Phthalaten in Schuhen und Formaldehyd in einem Kleid f\u00fcr ein kleines M\u00e4dchen. Diese Ergebnisse zeigen den sorglosen Umgang von SHEIN mit den Umwelt- und Gesundheitsrisiken, die mit der Verwendung gef\u00e4hrlicher Chemikalien verbunden sind, und das Streben nach Profit. Schlimmer noch, der Bericht stellt fest: Das Unternehmen mit Hauptsitz in Nanjing, China, verst\u00f6sst gegen die EU-Umweltvorschriften f\u00fcr Chemikalien und gef\u00e4hrdet die Gesundheit der Kund:innen und der Arbeiter:innen bei den Zulieferern, die die Produkte produzieren.&nbsp;<\/p>\n\n<p>In den letzten Jahren ist SHEIN exponentiell gewachsen, indem es t\u00e4glich Tausende neuer Designs \u00fcber soziale Medien an Jugendliche und sogar Kinder vermarktet. In weniger als einer Woche produziert es diese dann mit einem Netzwerk von bis zu Tausenden von Zulieferern in China. Damit unterbietet SHEIN sogar seine Konkurrenten mit der Geschwindigkeit seiner Produktion und mit seinen extrem billigen, minderwertigen Wegwerfprodukten. Das neue Gesch\u00e4ftsmodell der Ultra-Fast-Fashion treibt den \u00dcberkonsum und die Ausbeutung auf die Spitze.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n<p>Die EU-Verordnungen \u00fcber gef\u00e4hrliche Chemikalien in importierten Produkten legen im Rahmen der REACH-Verordnung strenge Konzentrationsgrenzwerte f\u00fcr eine Reihe von gef\u00e4hrlichen Stoffen in Kleidung, Accessoires und Schuhen fest, die in Europa verkauft werden. Ein Schlupfloch, durch das importierte Produkte von diesen Anforderungen ausgenommen waren, wurde geschlossen, nachdem die Greenpeace-Kampagne Detox My Fashion gezeigt hatte, dass die Verwendung gef\u00e4hrlicher Chemikalien durch Textillieferanten in L\u00e4ndern des Globalen S\u00fcdens auch in der EU zu Wasserverschmutzung f\u00fchrt. Gef\u00e4hrliche Chemikalien in Kleidung sind auch ein grosses Hindernis f\u00fcr das Textilrecycling.<\/p>\n\n<p>\u00abGreenpeace fordert, dass die EU ihre Gesetze zu gef\u00e4hrlichen Chemikalien durchsetzt &#8211; eine Grundvoraussetzung f\u00fcr die Verwirklichung einer kreislauforientierten Textilwirtschaft und das Ende von Fast Fashion, wie in der EU-Strategie f\u00fcr Textilien dargelegt\u00bb, so Viola Wohlgemuth, Campaignerin f\u00fcr Giftstoffe und Kreislaufwirtschaft bei Greenpeace Deutschland. \u00abDie Vorschl\u00e4ge der EU m\u00fcssen sich aber auch mit dem unmenschlichen System der Ausbeutung und Zerst\u00f6rung durch Ultra-Fast-Fashion befassen, das in keiner Branche des 21. Jahrhunderts Platz haben sollte. Die Unternehmen m\u00fcssen in vollem Umfang f\u00fcr die \u00f6kologische und soziale Ausbeutung in ihren Lieferketten und die Auswirkungen von Modeabf\u00e4llen verantwortlich gemacht werden. Dies muss auch dringend durch ein globales Abkommen angegangen werden, \u00e4hnlich wie das k\u00fcrzlich vereinbarte UNEA-Plastikabkommen, das derzeit diskutiert wird, um den riesigen Fussabdruck der Mode endlich in den Griff zu bekommen\u00bb, sagte Wohlgemuth.<\/p>\n\n<p>Das Gesch\u00e4ftsmodell der Fast Fashion ist ber\u00fcchtigt f\u00fcr die riesigen Mengen an Kleidung, die auf Erd\u00f6lbasis hergestellt werden, f\u00fcr die Geschwindigkeit, mit der sie auf den Markt gebracht werden, und f\u00fcr Geschichten \u00fcber riesige \u00f6kologische und soziale Auswirkungen. Branchenangaben zufolge werden weniger als 1 % der Textilien aus Alttextilien hergestellt, aber jede Sekunde landet eine LKW-Ladung Textilien auf M\u00fclldeponien oder wird verbrannt. Das sichtbarste dieser Probleme ist die riesige Menge an umweltsch\u00e4dlichem Textilabfall, der zunehmend nach Ostafrika und in andere L\u00e4nder des globalen S\u00fcdens verschifft wird, wie Greenpeace Deutschland <a href=\"https:\/\/www.greenpeace.de\/publikationen\/report-vergiftete-geschenke\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">k\u00fcrzlich berichtete<\/a>.<\/p>\n\n<p>Diese j\u00fcngste Entwicklung der Fast Fashion zwingt die Zulieferer zu halsbrecherischen Liefergeschwindigkeiten. Bestellungen werden dabei dreimal so schnell wie bei der Konkurrentin Zara aufgegeben \u2013 und per Luftfracht direkt an die Kund:innen in aller Welt geliefert. Greenpeace Deutschland stellt in seinem Bericht fest, dass das Gesch\u00e4ftsmodell von SHEIN auf der mangelnden Durchsetzung von Vorschriften zum Schutz der Umwelt sowie der Gesundheit und Sicherheit von Arbeitnehmer:innen und Kund:innen beruht, da das Unternehmen regelm\u00e4ssig gegen Vorschriften verst\u00f6sst.<\/p>\n\n<div class=\"wp-block-buttons is-layout-flex wp-block-buttons-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-button\"><a class=\"wp-block-button__link\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/publikation\/91874\/gefaehrliche-chemikalien-in-shein-produkten\/\">Zum ganzen Bericht <\/a><\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Gesch\u00e4ftsmodell der Ultra-Fast-Fashion-Marke SHEIN basiert auf gef\u00e4hrlichen Chemikalien und Umweltzerst\u00f6rung.<\/p>\n","protected":false},"author":50,"featured_media":91939,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_planet4_optimize_post_is_variant":false,"_planet4_optimize_experiment_name":"","_planet4_optimize_variant_name":"","ep_exclude_from_search":false,"p4_og_title":"","p4_og_description":"","p4_og_image":"","p4_og_image_id":"","p4_seo_canonical_url":"","p4_campaign_name":"not set","p4_local_project":"not set","p4_basket_name":"not set","p4_department":"","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[37],"p4-page-type":[75],"gpch-article-type":[],"class_list":["post-91938","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-unkategorisiert","tag-zero-waste","p4-page-type-story"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/91938","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/50"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=91938"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/91938\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/91939"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=91938"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=91938"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=91938"},{"taxonomy":"p4-page-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/p4-page-type?post=91938"},{"taxonomy":"gpch-article-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/gpch-article-type?post=91938"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}