{"id":92002,"date":"2022-11-24T10:16:08","date_gmt":"2022-11-24T09:16:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/?p=92002"},"modified":"2022-11-24T10:16:11","modified_gmt":"2022-11-24T09:16:11","slug":"klimavertraeglichkeitstest-schweizer-finanzplatz-troedelt-weiter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/92002\/klimavertraeglichkeitstest-schweizer-finanzplatz-troedelt-weiter\/","title":{"rendered":"Klimavertr\u00e4glichkeitstest: Schweizer Finanzplatz tr\u00f6delt weiter"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>In der Schweiz handeln nach wie vor zu viele Banken, Verm\u00f6gensverwaltende, Versicherungen und Pensionskassen nicht klimavertr\u00e4glich \u2013 und somit in der Klimakrise verantwortungslos. Sie sind weiterhin zu stark in Unternehmen investiert, die die Nutzung von Klimakillern wie Kohle, \u00d6l und Gas f\u00f6rdern statt zur\u00fcckfahren. Zudem nehmen die Finanzakteure ihre Eigent\u00fcmerrechte viel zu wenig wahr, damit die investierten Unternehmen ihre Emissionen senken. Das zeigt der <a href=\"https:\/\/www.bafu.admin.ch\/bafu\/de\/home\/dokumentation\/medienmitteilungen\/anzeige-nsb-unter-medienmitteilungen.msg-id-91898.html\">heute vom Bundesamt f\u00fcr Umwelt ver\u00f6ffentlichte Klimavertr\u00e4glichkeitstests f\u00fcr den Schweizer Finanzmarkt<\/a>. Jetzt muss die Politik regulierend eingreifen, fordert Greenpeace Schweiz. Freiwilligkeit f\u00fchrt nicht zum Ziel.\u00a0<\/strong><\/p>\n\n<p><strong>Peter Haberstich, Experte f\u00fcr eine nachhaltige Finanzwirtschaft bei Greenpeace Schweiz: <\/strong>\u00abDie Investitionen des Schweizer Finanzplatzes sind immer noch nicht vereinbar mit dem Ziel, das \u00dcberschreiten von Kipppunkten im Klimasystem zu verhindern. Und die Finanzakteure machen noch immer viel zu wenig, um die investierten Unternehmen auf Klimakurs zu bringen. Das wird durch den Klimavertr\u00e4glichkeitstest einmal mehr deutlich. In den vergangenen zwei Jahren hat der Finanzplatz bez\u00fcglich Klimaschutz zu wenig Fortschritte gemacht. Nur 15 Prozent der Institutionen haben sich Klimaziele mit Zwischenzielen f\u00fcr 2025 und 2030 gesetzt. Das ist alarmierend. Ein langfristiges 2050-Klimaziel ist nichts wert, wenn keine Zwischenziele das Tempo der Emissionsreduktionen vorgeben. Denn bis 2050 ist das aktuelle Management l\u00e4ngst pensioniert.\u00bb<\/p>\n\n<p>\u00abGleichzeitig zeigt der Klimavertr\u00e4glichkeitstest auf, dass nur wenige Finanzinstitute wirklich aktiv die Klimakrise bek\u00e4mpfen. Die Finanzakteure m\u00fcssen ihre Verantwortung als Aktion\u00e4re wahrnehmen und klimasch\u00e4dliche Unternehmen mittels ihrer Eigent\u00fcmerrechte dazu dr\u00e4ngen, die Emissionen zu senken. Ebenso m\u00fcssen Verm\u00f6gensverwalter mit gezielten Stewardship-Aktivit\u00e4ten wie strukturierten Dialogen, Resolutionen und Stimmabgaben darauf hinwirken, dass die in ihren Portfolien vertretenen Unternehmen die Emissionen rechtzeitig senken. Aber erst ein Drittel der Finanzinstitutionen setzt sich bei investierten Unternehmen f\u00fcr Massnahmen zum Klimaschutz ein, und lediglich 15 Prozent verf\u00fcgen \u00fcber eine Eskalationsstrategie. Konkret heisst das: Kaum eine Institution in der Schweiz verf\u00fcgt \u00fcber ein gutes Engagement mit einer zwingend notwendigen Eskalationsstrategie. Damit werden die <a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/88884\/pensionskassen-investieren-in-die-waldzerstoerung\/\">Erkenntnisse aus unserem Bericht zu den Schweizer Pensionskassen<\/a> best\u00e4tigt.\u00bb<\/p>\n\n<p>\u00abFreiwillig werden die Finanzinstitutionen nicht rechtzeitig die n\u00f6tigen Massnahmen ergreifen, die dazu beitragen, dass die Weltwirtschaft die geforderten Emissionssenkungen erreichen kann. Deshalb muss die Politik regulierend eingreifen. Vorzugeben sind verbindliche Klimaziele mit einem wissenschaftlich begr\u00fcndeten Absenkpfad f\u00fcr die verantworteten Treibhausgasemissionen. \u00dcber ihre Fortschritte m\u00fcssen die Finanzakteure transparent berichten.\u00bb<\/p>\n\n<p>Der Klimavertr\u00e4glichkeitstest wird vom Bundesamt f\u00fcr Umwelt (BAFU) in Zusammenarbeit mit dem Staatssekretariat f\u00fcr internationale Finanzfragen (SIF) mittels der PACTA-Methode (Paris Agreement Capital Transition Assessment) durchgef\u00fchrt. Das Ziel des Tests ist es, \u00abdie Klimavertr\u00e4glichkeit des gesamten Finanzsektors und der einzelnen teilnehmenden Institutionen zu messen\u00bb, wie es auf der <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.transitionmonitor.com\/pacta-cop\/pacta-ch-2022-de\/\" target=\"_blank\">entsprechenden Website<\/a> heisst.\u00a0<\/p>\n\n<p><strong>Kontakte<\/strong><\/p>\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Peter Haberstich, Experte f\u00fcr eine nachhaltige Finanzwirtschaft bei Greenpeace Schweiz: +41 76 337 44 49, <a href=\"mailto:peter.haberstich@greenpeace.org\">peter.haberstich@greenpeace.org<\/a><\/li>\n\n\n\n<li>Medienstelle Greenpeace Schweiz, +41 44 447 41 11, <a href=\"mailto:pressestelle.ch@greenpeace.org\">pressestelle.ch@greenpeace.org<\/a><\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In der Schweiz handeln nach wie vor zu viele Banken, Verm\u00f6gensverwaltende, Versicherungen und Pensionskassen nicht klimavertr\u00e4glich \u2013 und somit in der Klimakrise verantwortungslos. 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