{"id":92940,"date":"2022-12-21T12:29:13","date_gmt":"2022-12-21T11:29:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/?p=92940"},"modified":"2023-01-04T16:10:40","modified_gmt":"2023-01-04T15:10:40","slug":"lithium-boom-ist-geothermie-die-loesung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/hintergrund\/92940\/lithium-boom-ist-geothermie-die-loesung\/","title":{"rendered":"Lithium-Boom: Ist Geothermie die L\u00f6sung?"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Ohne Lithium \u2013 den essenziellen Rohstoff f\u00fcr Elektroautobatterien \u2013 ist keine nachhaltige Zukunft denkbar. Weshalb das Leichtmetall nun auch in Europa, im Nordosten Portugals, abgebaut werden soll. Doch der Abbau schadet Umwelt und Klima. Ist die Gewinnung durch Geothermie die L\u00f6sung?<\/strong><\/p>\n\n<p>Horst Kreuter sucht. Im Moment nach einem blauen Schlauch. Und ganz allgemein nach dem gro\u00dfen Wurf in Deutschlands Energiekrise. Der 66-J\u00e4hrige steht neben einem riesigen roten Rohr, durch das 60 Grad hei\u00dfes Wasser aus dem Inneren der Erde flie\u00dft. \u00abIrgendwo muss doch dieser blaue Schlauch sein\u00bb, sagt er und l\u00e4sst den Blick durch Fabrikhalle schweifen. Es ist einer der wenigen Momente, in denen Kreuter ratlos wirkt.<\/p>\n\n<p>\u00abAch, hier dr\u00fcben. Ist jetzt schwarz verkleidet. Hier passiert momentan so viel, da komme ich kaum hinterher\u00bb, sagt er. Einen Kreuter ohne Antworten scheint es nicht zu geben.<\/p>\n\n<p>Von diesem Schlauch flie\u00dft Thermalwasser in eine Pilotanlage ein paar Meter weiter. Gesch\u00fctzt hinter zwei Meter hohen Glasw\u00e4nden, durchl\u00e4uft das Wasser Rohre, Messger\u00e4te und Ventile. Und einen knapp 1,2 Meter hohen Metallzylinder. Darin befindet sich ein por\u00f6ser, wei\u00dfer Stoff:  der Adsorbent Aluminiumhydroxid. Hier passiert in kleinem Ma\u00dfstab das, wovon sich Kreuter ein riesiges Gesch\u00e4ft verspricht. Basierend auf der weltweiten Jagd nach Lithium.<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Lithium boomt<\/h2>\n\n<p>Das Leichtmetall ist inzwischen ein Synonym f\u00fcr den unstillbaren Energiehunger einer Welt, die im Kampf gegen die Klimakrise nach Alternativen zu fossilen Energietr\u00e4gern sucht. War die Verwendung von Lithium bislang prim\u00e4r in der Glas- und Keramikindustrie wichtig, sind es nun Handys, Tablets und vor allem die Akkus von Elektroautos, die auf den Stoff angewiesen sind.<\/p>\n\n<p>Die EU-Kommission sch\u00e4tzt, dass der eigene Lithium-Bedarf bis 2050 um das 60-Fache steigen wird. Laut der Online-Wirtschaftsplattform Trading Economics stieg der Lithiumpreis innerhalb des letzten Jahres um 142 Prozent. Momentan importiert die EU den Gro\u00dfteil des Rohstoffs. Aus Australien, S\u00fcdamerika und China. Das soll sich schnellstm\u00f6glich \u00e4ndern, um Abh\u00e4ngigkeit, Kosten und Treibhausemission zu reduzieren.<\/p>\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2022\/12\/6c23a572-221212__em_0765_hires-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-92983\" srcset=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2022\/12\/6c23a572-221212__em_0765_hires-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2022\/12\/6c23a572-221212__em_0765_hires-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2022\/12\/6c23a572-221212__em_0765_hires-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2022\/12\/6c23a572-221212__em_0765_hires-1536x1025.jpg 1536w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2022\/12\/6c23a572-221212__em_0765_hires-2048x1366.jpg 2048w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2022\/12\/6c23a572-221212__em_0765_hires-510x340.jpg 510w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Die drei Stufen der Lithiumgewinnung mittels Geothermie: Das Thermalwasser wird \u00fcber einen Adsorbenten (rechtes R\u00f6hrchen) gefiltert, sodass das Lithium in einer Lithium-Chlorid-L\u00f6sung (mittleres R\u00f6hrchen) ausgewaschen werden kann. Daraus entsteht in einer Raffinerie sp\u00e4ter Lithiumcarbonat. \u00a9 Evgeny Makarov<\/figcaption><\/figure>\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2022\/12\/500c938f-221213__em_1931_hires-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-92980\" srcset=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2022\/12\/500c938f-221213__em_1931_hires-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2022\/12\/500c938f-221213__em_1931_hires-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2022\/12\/500c938f-221213__em_1931_hires-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2022\/12\/500c938f-221213__em_1931_hires-1536x1025.jpg 1536w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2022\/12\/500c938f-221213__em_1931_hires-2048x1366.jpg 2048w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2022\/12\/500c938f-221213__em_1931_hires-510x340.jpg 510w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Im Geothermiekraftwerk Insheim (bei Karlsruhe) testet die Firma Vulcan Energy Resources derzeit ihre Extraktionsmethoden. \u00a9 Evgeny Makarov<\/figcaption><\/figure>\n\n<p>Horst Kreuter ist \u00fcberzeugt, mit seiner Firma Vulcan Energy Resources in allen drei Punkten helfen zu k\u00f6nnen. Dabei gewinnt er nicht nur Lithium, sondern au\u00dferdem Strom und W\u00e4rme. Win-Win-Win sozusagen.<\/p>\n\n<p>Das Zauberwort: Tiefengeothermie.<\/p>\n\n<p>Schon bald will Kreuter in sechs Geothermiekraftwerken Tausende Tonnen Lithiumhydroxid produzieren. \u00abGanz nebenbei ohne Sch\u00e4den f\u00fcr die Umwelt und noch dazu klimaneutral\u00bb, sagt er und f\u00fchrt weiter durch die Fabrikhalle im pf\u00e4lzischen Insheim bei Karlsruhe. Anschauen erlaubt, fotografieren verboten. Betriebsgeheimnis. Nur so viel: Die Zylinder mit den Adsorbenten, die das Lithium aus der Sole filtern, sollen sp\u00e4ter in der Pilotanlage acht Meter hoch und dreieinhalb Meter im Durchmesser sein.<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Simples Prinzip<\/h2>\n\n<p>W\u00e4hrend etwa in Finnland, Spanien und Nordportugal Bergbauprojekte zur Lithiumf\u00f6rderung aus Festgestein laufen (sollen), schaut man im Oberrheingraben in Deutschland zwischen den Felsen. Genauer gesagt: in das Thermalwasser unterirdischer Reservoirs. Die Sole in dem knapp 300 Kilometer langen und 40 Kilometer breiten Korridor zwischen Frankfurt und Basel ist wegen der geologischen Bedingungen besonders lithiumhaltig \u2013 und besonders warm.<\/p>\n\n<p>Die Hitze aus dem Erdinneren wird in Deutschland bereits seit Anfang der 2000er f\u00fcr die Stromerzeugung genutzt. Das Prinzip von Geothermiekraftwerken ist simpel. In einem geschlossenen Kreislauf wird, etwa am Oberrhein, bis zu 180 Grad Celsius hei\u00dfes Wasser aus mehreren Kilometern Tiefe an die Oberfl\u00e4che gepumpt. Die enthaltene Energie l\u00e4sst ein Arbeitsmittel, beispielsweise Ammoniak, verdampfen, das wiederum Turbinen und Generatoren antreibt, die Strom produzieren. Einige Anlagen nutzen die W\u00e4rme auch direkt f\u00fcr Heizzwecke, andere k\u00f6nnen gleichzeitig Strom produzieren und W\u00e4rme bereitstellen. Nach der Energiegewinnung l\u00e4uft das Wasser wieder in den Untergrund und heizt sich von allein wieder auf. Aktuell gibt es in Deutschland 42 solcher Anlagen.<\/p>\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2022\/12\/6ee2c82e-221213__em_2028_hires-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-92986\" srcset=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2022\/12\/6ee2c82e-221213__em_2028_hires-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2022\/12\/6ee2c82e-221213__em_2028_hires-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2022\/12\/6ee2c82e-221213__em_2028_hires-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2022\/12\/6ee2c82e-221213__em_2028_hires-1536x1025.jpg 1536w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2022\/12\/6ee2c82e-221213__em_2028_hires-2048x1366.jpg 2048w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2022\/12\/6ee2c82e-221213__em_2028_hires-510x340.jpg 510w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Der Oberrheingraben eignet sich aufgrund seiner geologischen Gegebenheiten besonders gut f\u00fcr die Geothermie. \u00a9 Evgeny Makarov<\/figcaption><\/figure>\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2022\/12\/8e8a50ad-221213__em_1402_hires-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-92989\" srcset=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2022\/12\/8e8a50ad-221213__em_1402_hires-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2022\/12\/8e8a50ad-221213__em_1402_hires-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2022\/12\/8e8a50ad-221213__em_1402_hires-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2022\/12\/8e8a50ad-221213__em_1402_hires-1536x1025.jpg 1536w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2022\/12\/8e8a50ad-221213__em_1402_hires-2048x1366.jpg 2048w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2022\/12\/8e8a50ad-221213__em_1402_hires-510x340.jpg 510w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Vulcan-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Horst Kreuter will sein Unternehmen zu einem Global Player in der Lithiumgewinnung machen. \u00a9 Evgeny Makarov<\/figcaption><\/figure>\n\n<p>Kreuter empf\u00e4ngt Mitte Dezember in seinem B\u00fcro am \u00f6stlichen Stadtrand von Karlsruhe, keine f\u00fcnf Kilometer vom Karlsruher Institut f\u00fcr Technologie (KIT) entfernt, wo er in den 90er-Jahren sein Geologiestudium abschloss. Vor dem Vulcan-Hauptquartier stehen Elektroautos in der klirrenden K\u00e4lte, drinnen werden Kekse, Tee und Kaffee gereicht. Im Labor nebenan forscht ein Team aus jungen Wissenschaftler:innen daran, wie sich die hauseigenen Methoden und Prozesse weiter optimieren lassen.<\/p>\n\n<p>\u00abDer Oberrheingraben ist der am besten untersuchte Graben weltweit. Wir haben hier ideale Bedingungen, um durch Tiefengeothermie nicht nur W\u00e4rme und Strom, sondern auch Lithium zu f\u00f6rdern\u00bb, sagt Kreuter. Und das quasi klimaneutral und mit minimalem Einfluss auf die Umwelt, verspricht der geb\u00fcrtige Offenbacher. Vor gut einem Jahr kaufte Vulcan daf\u00fcr das Geothermiekraftwerk in Insheim und optimiert dort derzeit sein Lithium-Extraktionsverfahren in zwei Pilotanlagen. Das konzentrierte Lithiumwasser aus der soll sp\u00e4ter in Tanks nach Frankfurt-H\u00f6chst gefahren und in einer Anlage, \u2013 die es derzeit noch nicht gibt, \u2013 zu Lithiumhydroxid verarbeitet werden.<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Widerstand regt sich<\/h2>\n\n<p>Doch \u00e4hnlich wie beim Lithium-Projekt im portugiesischen Covas do Barroso, regt sich auch im Oberrheingraben Widerstand. Gut ein Dutzend B\u00fcrgerinitiativen und Interessengemeinschaften haben sich gegr\u00fcndet, um die oft kilometertiefen Bohrungen zu stoppen. Grund daf\u00fcr sind vor allem mehrere Erdbeben, die durch zur\u00fcck in die Erde gepumptes Thermalwasser entstanden. Rund um den Jahreswechsel 2006\/2007 bebte in Basel zweimal die Erde. 2007 erlebten auch die Bewohnerinnen von Landau zwei Beben. Die bislang st\u00e4rksten Ersch\u00fctterungen wurden 2021 mit einer Magnitude von 4.0 in Stra\u00dfburg registriert.<\/p>\n\n<p>Thomas Hans sitzt am K\u00fcchentisch seines Schwedenhauses am n\u00f6rdlichen Stadtrand von Karlsruhe. Die H\u00e4nde auf dem nussbraunen Holz verschr\u00e4nkt, erz\u00e4hlt der Klavierlehrer seine Sicht der Dinge. Anfangs t\u00e4uscht sein ausgeruhter, freundlicher Blick \u00fcber die Bestimmtheit seiner Position hinweg. Das Ziel des 63-J\u00e4hrigen: nichts weniger als der dauerhafte Stopp aller Bohrungen in der Region. Daf\u00fcr engagiert er sich seit zwei Jahren in der \u00abB\u00fcrgerinitiative gegen Tiefengeothermie in Karlsruhe\u00bb.<\/p>\n\n<p>\u00abMir ist diese ganze Geothermie-Lithium-Geschichte \u00e4u\u00dferst suspekt. Die Erdbeben, die durch die Bohrungen ausgel\u00f6st werden. Die dadurch entstandenen Sch\u00e4den an Geb\u00e4uden, die weder von den Betreiberfirmen noch der Landesregierung in voller H\u00f6he \u00fcbernommen werden. Die intransparente und bewusst verschleierte \u00f6ffentliche Kommunikation von Firmen wie Vulcan oder der Deutschen Erdw\u00e4rme. Wie soll man einem solchen Projekt positiv gegen\u00fcberstehen?\u00bb<\/p>\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2022\/12\/b3a911f4-221212__em_1231_hires-1-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-92998\" srcset=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2022\/12\/b3a911f4-221212__em_1231_hires-1-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2022\/12\/b3a911f4-221212__em_1231_hires-1-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2022\/12\/b3a911f4-221212__em_1231_hires-1-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2022\/12\/b3a911f4-221212__em_1231_hires-1-1536x1025.jpg 1536w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2022\/12\/b3a911f4-221212__em_1231_hires-1-2048x1366.jpg 2048w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2022\/12\/b3a911f4-221212__em_1231_hires-1-510x340.jpg 510w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Thomas Hans fordert den dauerhaften Stopp aller Bohrungen zur Tiefengeothermie. Die Versprechen von Vulcan-Chef Kreuter sieht er kritisch. \u00a9 Evgeny Makarov<\/figcaption><\/figure>\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2022\/12\/94257e3d-221213__em_1263_hires-1-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-93002\" srcset=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2022\/12\/94257e3d-221213__em_1263_hires-1-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2022\/12\/94257e3d-221213__em_1263_hires-1-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2022\/12\/94257e3d-221213__em_1263_hires-1-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2022\/12\/94257e3d-221213__em_1263_hires-1-1536x1025.jpg 1536w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2022\/12\/94257e3d-221213__em_1263_hires-1-2048x1366.jpg 2048w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2022\/12\/94257e3d-221213__em_1263_hires-1-510x340.jpg 510w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Sch\u00e4den an der Hausfassade einer Firma, die einem Mitglied der \u00abB\u00fcrgerinitiative gegen Tiefengeothermie in Karlsruhe\u00bb geh\u00f6rt. @ Evgeny Makarov<\/figcaption><\/figure>\n\n<p>Hans wurde eher zuf\u00e4llig auf das Thema aufmerksam, liest sich in seiner Freizeit immer tiefer in das Thema ein. Seither macht er online und auf Informationsveranstaltungen mobil, um den Energieunternehmen etwas entgegenzusetzen. Direkte Gespr\u00e4che zwischen ihm und Vulcan-Chef Kreuter hat es nicht gegeben. \u00abIch glaube nicht, dass das etwas bringt\u00bb, sagt Hans. \u00abSeine Firma l\u00fcgt uns doch ohnehin die Taschen voll.\u00bb<\/p>\n\n<p>Hans spielt auf Zahlen an, die Vulcan mit felsenfester \u00dcberzeugung immer wieder in der \u00d6ffentlichkeit (und vor seinen Aktion\u00e4r:innen) pr\u00e4sentiert. Kreuter verspricht eine so effiziente, ertragreiche und verl\u00e4ssliche Lithium-Herstellung, dass selbst Branchenkollegen und Forschungsinstitute stutzen. So k\u00f6nnten Vulcans Produktionsbohrungen zwischen 100 und 120 Litern Thermalwasser pro Sekunde f\u00f6rdern und die Filteranlagen unter Realbedingungen 95 bis 96 Prozent&nbsp;des Lithiums aus der Sole extrahieren. Au\u00dferdem sei Kreuter sicher, aus den geothermischen Reservoiren des Oberrheingrabens lie\u00dfe sich ein Viertel des europ\u00e4ischen Lithiumbedarfs decken.<\/p>\n\n<p>Andr\u00e9 Stechern, Experte f\u00fcr Tiefengeothermie an der Bundesanstalt f\u00fcr Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), ist skeptisch: \u00abIm Oberrheingraben wurden bislang keine Geothermieanlagen mit solch hohen Durchflussraten betrieben.\u00bb KIT-Forscher Valentin Goldberg schreibt in einer Ver\u00f6ffentlichung von Juli 2022 zudem, dass unter Realbedingungen Extraktionsraten zwischen 50 und 60 Prozent realistisch seien. Au\u00dferdem lie\u00dfen sich mit den zurzeit aktiven Bohrungen nur f\u00fcnf bis 19 Prozent der angestrebten deutschen Akkuproduktion mit den Ressourcen im Oberrheingraben decken. Im Idealfall. In puncto Importunabh\u00e4ngigkeit bedeutet dies auch, dass Europa 2030 laut Sch\u00e4tzungen des BGR noch immer 70 Prozent des eigenen Bedarfs importieren m\u00fcsse, \u2013 selbst, wenn alle Projekte klappen und zeitgleich produzieren sollten.<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Wie realistisch sind die Zahlen?<\/h2>\n\n<p>Vulcan hat bereits verbindliche Vertr\u00e4ge mit den Autoherstellern von VW, der Renault Group und Stellantis, sowie mit dem Batteriehersteller LG und dem niederl\u00e4ndischen Katodenproduzenten Umicore und will ab 2025 kommerziell produzieren, um so schnell wie m\u00f6glich mindestens 40&#8217;000 Tonnen Lithiumhydroxid bereitzustellen. \u00abDie Prognosen basieren auf den optimistischen F\u00f6rder- und Produktionsraten von Vulcan. Soweit ich wei\u00df, wurden bisher keine experimentellen Verfahren publiziert, die beispielsweise eine nahezu vollst\u00e4ndige Extraktion dokumentieren\u00bb, sagt Martin Sauter, Leiter des Leibniz-Instituts f\u00fcr Angewandte Geophysik in Hannover. Unabh\u00e4ngig davon sei die Extraktionsrate weniger relevant f\u00fcr die Ergiebigkeit eines Produktionsstandortes. \u00abWichtiger sind die Reservoirgr\u00f6\u00dfe und die Freisetzungsrate von Lithium aus dem Gestein\u00bb, so Sauter weiter. Letztere m\u00fcsse mit aufwendigen Feldexperimenten erst noch untersucht werden.<\/p>\n\n<p>Kritik an seinen Zahlen sch\u00fcttelt Kreuter ab. Entgegnet, wissenschaftliche Institute w\u00fcrden teils veraltete Methoden und Zahlen zugrunde legen. \u00abDie Lithiumextraktion hat seine Heimat nicht in Europa, sondern in S\u00fcdamerika, Nordamerika, Australien und China. Wir haben uns von dort die Expertise eingekauft und sind der Konkurrenz dadurch zwei Schritte voraus. Wir werden diese hohen Flie\u00df- und Extraktionsraten erreichen.\u00bb<\/p>\n\n<p>Zweifel geh\u00f6ren nicht ins Kreuter\u2019sche Repertoire.<\/p>\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2022\/12\/e7b691f5-221213__em_1572_hires-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-93005\" srcset=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2022\/12\/e7b691f5-221213__em_1572_hires-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2022\/12\/e7b691f5-221213__em_1572_hires-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2022\/12\/e7b691f5-221213__em_1572_hires-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2022\/12\/e7b691f5-221213__em_1572_hires-1536x1025.jpg 1536w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2022\/12\/e7b691f5-221213__em_1572_hires-2048x1366.jpg 2048w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2022\/12\/e7b691f5-221213__em_1572_hires-510x340.jpg 510w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Im Labor von Vulcan Energy Resources analysiert und optimiert ein mehrk\u00f6pfiges Team aus Wissenschaftler:innen die firmeneigenen Extraktionsmethoden. \u00a9 Evgeny Makarov<\/figcaption><\/figure>\n\n<p>Als die amerikanische Shortseller-Plattform J Capital Research im Oktober 2021 die von Vulcan kolportierten Zahlen, Methoden und Prognosen \u00f6ffentlich infrage stellte, ging das Unternehmen per Strafanzeige dagegen vor. Beide Parteien einigten sich au\u00dfergerichtlich.<\/p>\n\n<p>Das Investoreninteresse schm\u00e4lerte das kaum. Das deutsch-australische Unternehmen ist sowohl in Sydney als auch Frankfurt an der B\u00f6rse gelistet und konnte und eigenen Angaben zufolge bereits knapp 320 Millionen Euro einsammeln. Dass mit Gina Rinehart eine bekennende Leugnerin des menschgemachten Klimawandels zu den Gro\u00dfaktion\u00e4ren geh\u00f6rt, nimmt Kreuter z\u00e4hneknirschend hin: \u00abEin Unternehmen kann sich seine Investor:innen nicht aussuchen.\u00bb<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Auch Nachhaltigkeit wird untersucht<\/h2>\n\n<p>Vulcan ist nicht allein im Rennen um das Lithium des Oberrheingrabens. Auch der baden-w\u00fcrttembergische Energieversorger EnBW ist dabei. Allerdings eher im konstanten Dauerlauf statt Vollsprint. \u00abWir sehen uns vor allem als Forschungsprojekt. Bis zur Marktreife der Technologie zur Lithiumgewinnung aus Geothermieanlagen wird es noch einige Jahre dauern\u00bb, sagt Thomas K\u00f6lbel, Geologe und bei der EnBW f\u00fcr die Themen Geothermie und Lithiumgewinnung verantwortlich.<\/p>\n\n<p>Gemeinsam mit Expertinnen des KIT forscht sein Team seit Dezember 2020 an der Geothermieanlage in Bruchsal. Die Anlage liegt unscheinbar zwischen einem Wohn- und einem Industriegebiet, knapp 20 Kilometer nord\u00f6stlich von Karlsruhe. W\u00e4hrend neben dem Gel\u00e4nde Mitglieder der \u00f6rtlichen Polizeidirektion dick eingepackt durch die Dezemberk\u00e4lte joggen, entnimmt einer Forscherin Thermalwasserproben f\u00fcr den sogenannten Tracer Test. Im Januar 2022 wurde daf\u00fcr ein Farbstoff ins Reservoir eingebracht. Wann und in wie viel davon wieder an der Oberfl\u00e4che ankommt, gibt Aufschluss dar\u00fcber, wie nachhaltig die Thermalwasserressource ist und damit auch, wie lange eine nachhaltige Lithiumgewinnung in Bruchsal m\u00f6glich ist.<\/p>\n\n<p>K\u00f6lbel ist f\u00fcr Minusgrade ziemlich luftig angezogen. \u00abGanz sch\u00f6n kalt\u00bb, sagt er und w\u00e4rmt sich die H\u00e4nde an einem riesigen Rohr. Durch ein Bullauge kann er sehen, wie die Sole kochend hei\u00df mit 126 \u00b0C aus dem Boden in Richtung Kraftwerk schie\u00dft. \u00abDie Tests zeigen, dass man aus Geothermie durchaus Lithium gewinnen kann. Welche Mengen sich verl\u00e4sslich auf industriellem Ma\u00dfstab produzieren lassen, ist derzeit aber noch nicht absehbar. Es fehlen schlicht Erfahrungswerte\u00bb, sagt K\u00f6lbel. Vergangenen Juni wurde mit der Sole erstmals Lithium produziert. Bescheidene 100 Gramm. Ein erster Test noch mit einer gemieteten Anlage aus Frankreich. Mittlerweile steht auch in Bruchsal ein Prototyp der eigenen Produktionsanlage.<\/p>\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2022\/12\/9ec80c5a-221212__em_0566_hires-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-93020\" srcset=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2022\/12\/9ec80c5a-221212__em_0566_hires-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2022\/12\/9ec80c5a-221212__em_0566_hires-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2022\/12\/9ec80c5a-221212__em_0566_hires-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2022\/12\/9ec80c5a-221212__em_0566_hires-1536x1025.jpg 1536w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2022\/12\/9ec80c5a-221212__em_0566_hires-2048x1366.jpg 2048w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2022\/12\/9ec80c5a-221212__em_0566_hires-510x340.jpg 510w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">An der Geothermieanlage in Bruchsal gibt ein Bullauge die Sicht frei auf das heisse Thermalwasser, das durch die Rohre fliesst. \u00a9 Evgeny Makarov<\/figcaption><\/figure>\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2022\/12\/172bd4fe-221213__em_1981_hires-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-93023\" srcset=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2022\/12\/172bd4fe-221213__em_1981_hires-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2022\/12\/172bd4fe-221213__em_1981_hires-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2022\/12\/172bd4fe-221213__em_1981_hires-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2022\/12\/172bd4fe-221213__em_1981_hires-1536x1025.jpg 1536w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2022\/12\/172bd4fe-221213__em_1981_hires-2048x1366.jpg 2048w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2022\/12\/172bd4fe-221213__em_1981_hires-510x340.jpg 510w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Der Oberrheingraben ist bislang eher f\u00fcr seinen Wein als f\u00fcr Geothermie bekannt.\u00a0 \u00a9 Evgeny Makarov<\/figcaption><\/figure>\n\n<p>Das Bruchsaler Kraftwerk l\u00e4uft seit 2009. Noch nie habe es Klagen der Bev\u00f6lkerung gegeben, so K\u00f6lbel. Messdaten zahlreicher Monitoringsysteme w\u00fcrden belegen, dass hier keinerlei Seismizit\u00e4t erzeugt wurde. Und selbst wenn, w\u00fcrde ein Fr\u00fchwarn-Ampelsystem daf\u00fcr sorgen, dass entweder der Wasserdruck beim Zur\u00fcckpumpen der Sole verringert oder aber der Betrieb gestoppt w\u00fcrde, ehe es zu Sch\u00e4den kommt.<\/p>\n\n<p>KIT-Geophysiker Joachim Ritter zweifelt an der Wirkmacht dieser Ampelsysteme: \u00abBislang konnte mir kein Betreiber auch nur einen Fall nennen, in denen die Ampel funktioniert hat.\u00bb Au\u00dferdem komme es h\u00e4ufig erst Monate nach dem Stopp der Pumpaktion zu den st\u00e4rksten Beben. So wie in Vendenheim bei Stra\u00dfburg. Sechs Monate vergingen, bis das re-injizierte Wasser dort das st\u00e4rkste Beben ausl\u00f6ste. \u00abDas kann kein Ampelsystem verhindern\u00bb, sagt Ritter.<\/p>\n\n<p>Der Hype um geothermal gewonnenes Lithium als umweltschonende F\u00f6rderungsalternative, er scheint \u00e4hnlich wie bei der Bergbauvariante im Festgestein: Die Firmen geben sich siegessicher (die eine mehr, die andere weniger), werden aber momentan durch Widerstand in der Bev\u00f6lkerung ausgebremst. Die Suche nach der einfachen und umweltvertr\u00e4glichen L\u00f6sung geht weiter.<a id=\"_msocom_3\"><\/a><\/p>\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n<p><strong class=\"\">Florian Sturm<\/strong>&nbsp;arbeitet als freier Journalist f\u00fcr diverse Magazine und Zeitungen im In- und Ausland und besch\u00e4ftigt sich vor allem mit den Themen Wissenschaft, Gesellschaft und Kultur. F\u00fcr seine Reportagen ist er gerne mit Hund und Notizbuch in seinem Van unterwegs. Derzeit arbeitet er an seinem ersten Buch zum Thema Meeresschutz, das man <a href=\"https:\/\/ein-leben-fuer-den-ozean.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">hier<\/a> vorbestellen kann. <\/p>\n\n<p><strong>Evgeny Makarov<\/strong>, 1984 in St. Petersburg geboren, kam mit seiner Familie 1992 nach Deutschland. Dort studierte er Politikwissenschaft an der Universit\u00e4t Hamburg und entdeckte die Fotografie als Medium, \u00absoziale Realit\u00e4t direkter zu erfassen als mit einem akademischen Zugang\u00bb.<\/p>\n\n<p>Lies die Reportage zum Lithium-Abbau in Portugal im <a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/publikation\/93034\/greenpeace-magazin-04-22\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">aktuellen Greenpeace-Magazin<\/a>. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ohne Lithium \u2013 den essenziellen Rohstoff f\u00fcr Elektroautobatterien \u2013 ist keine nachhaltige Zukunft denkbar. 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