{"id":9444,"date":"2017-01-10T00:00:00","date_gmt":"2017-01-09T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/9444\/energieverbrauch-von-internetfirmen-schnellspur-mit-gruenstreifen\/"},"modified":"2019-07-04T11:13:49","modified_gmt":"2019-07-04T09:13:49","slug":"energieverbrauch-von-internetfirmen-schnellspur-mit-gruenstreifen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/9444\/energieverbrauch-von-internetfirmen-schnellspur-mit-gruenstreifen\/","title":{"rendered":"Energieverbrauch von Internetfirmen: Schnellspur mit Gr\u00fcnstreifen"},"content":{"rendered":"\n<p><b>Das Internet w\u00e4chst rasant und damit der Energieverbrauch. Einige Webfirmen erkennen die Zeichen der Zeit und setzen auf Erneuerbare \u2013 ein Greenpeace-Report verr\u00e4t, wer nicht.<\/b><\/p>\n\n<p>Die erste jemals versendete E-Mail hatte keinen weiten Weg: Sie ging 1971 in Cambridge von einem Rechner zu dem daneben. Der Internet-Vorg\u00e4nger Arpanet war damals alles andere als die vielbeschworene Datenautobahn, die revolution\u00e4re Leitung war im Vergleich ein schmaler Trampelpfad. Mittlerweile st\u00f6sst allerdings auch die oft bem\u00fchte Schnellstra\u00dfenanalogie an ihre Grenzen: Der Datenverkehr im Netz w\u00e4chst in Gr\u00f6ssenordnungen, mit denen keine reale Baumassnahme mithalten k\u00f6nnte.<\/p>\n\n<p>Streaming in High-Definition-Qualit\u00e4t, 360-Grad-Videos und die Verlagerung von immer mehr Speicherplatz in die Cloud sorgen f\u00fcr ein gigantisches Volumen an Information im Netz. Experten sagen voraus, dass 2020 alle zwei Minuten eine Datenmenge \u00fcbers Internet ausgetauscht wird, die&nbsp;<a href=\"http:\/\/www.cisco.com\/c\/en\/us\/solutions\/collateral\/service-provider\/visual-networking-index-vni\/vni-hyperconnectivity-wp.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">s\u00e4mtlichen jemals gedrehten Spielfilmen zusammen<\/a>&nbsp;entspricht.&nbsp;Die Datenflut zu b\u00e4ndigen hat ihren Preis \u2013 sie kostet eine gewaltige Menge Energie. Die dritte Ausgabe des j\u00e4hrlich erscheinenden Greenpeace-Reports&nbsp;<a href=\"http:\/\/www.greenpeace.org\/switzerland\/de\/Publikationen\/Reports-Atom\/Clicking-Clean-Report\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">\u00abGr\u00fcner klicken\u00bb<\/a>&nbsp;bewertet erneut, wie die gr\u00f6\u00dften Internetfirmen ihren Bedarf an Strom decken.<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Woher kommt der Strom?<\/h2>\n\n<p>Insgesamt 15 der weltweit f\u00fchrenden Cloud-Computing- und Colocation-Anbieter wurden hierf\u00fcr untersucht \u2013 also Firmen, die Serverfarmen betreiben und deren Speicherplatz als Dienstleistung anbieten. Der Elektronikkonzern Apple ist, was saubere Energieversorgung angeht, wieder Spitzenreiter: Mit 83 Prozent Strom aus regenerativen Quellen belegt das kalifornische Unternehmen wie bereits&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.greenpeace.de\/sites\/www.greenpeace.de\/files\/publications\/clicking-clean-20151905.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">in den vergangenen Jahren<\/a>&nbsp;den ersten Platz in der Untersuchung, gefolgt von Facebook (67 Prozent), Google (56 Prozent) und Hewlett-Packard (50 Prozent).<\/p>\n\n<p>Besonders schlecht schneidet&nbsp;Amazon Web Services (AWS) ab, ein Unternehmen, das grosse Datenmengen von Betreibern wie Pinterest und Spotify hostet. Seine Rechenzentren beziehen 30 Prozent Strom aus Kohlekraft, 26 Prozent Atomstrom und 24 Prozent Strom aus Gaskraftwerken. Nur 17 Prozent stammt aus erneuerbaren Quellen. Greenpeace beanstandet zudem die mangelnde Transparenz bei der Frage, woher das Unternehmen seine Energielieferungen bezieht.<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Der Bedarf steigt<\/h2>\n\n<p>\u00abSchon jetzt verbrauchen Internetnutzer beim Streamen von Musik und Filmen gigantische Mengen an Strom\u00bb, sagt Niklas Schinerl, Greenpeace-Experte f\u00fcr Energie. \u00abW\u00e4re das Internet ein Land, so h\u00e4tte es weltweit den sechstgr\u00f6ssten Stromverbrauch.\u00bb Eine Hauptlast am Datenverkehr in den USA tr\u00e4gt der Streaming-Anbieter Netflix, mit 83 Millionen Abonnenten weltweit Marktf\u00fchrer. Die Filme und Serien liegen ebenfalls auf den Servern von Amazon Web Services. \u00abWenn Amazon, Netflix und andere nicht schnell und konsequent auf Erneuerbare Energien umsteigen, werden sie zur Schmuddelecke im Klimaschutz\u00bb, sagt Schinerl.<\/p>\n\n<p>Bereits 2009 forderte Greenpeace den IT-Sektor auf, sein schnelles Wachstum mit 100 Prozent Erneuerbarer Energien zu betreiben. Auch wesentliche Verbesserungen der Energieeffizienz sind ein wichtiger Teil dieser Forderung. F\u00fcr die Firmen birgt der Umstieg sogar Vorteile: Zum einen sind Erneuerbare mittlerweile preissicherer und oftmals g\u00fcnstiger als Kohle, \u00d6l und Gas, zum anderen k\u00f6nnen sie von einem sauberen Image profitieren \u2013 die Verbraucher&nbsp;wollen n\u00e4mlich Strom aus regenerativen Quellen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Internet w\u00e4chst rasant und damit der Energieverbrauch. 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