{"id":9474,"date":"2016-10-28T00:00:00","date_gmt":"2016-10-27T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/9474\/meilenstein-fuer-den-meeresschutz\/"},"modified":"2019-05-30T10:01:18","modified_gmt":"2019-05-30T08:01:18","slug":"meilenstein-fuer-den-meeresschutz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/9474\/meilenstein-fuer-den-meeresschutz\/","title":{"rendered":"Meilenstein f\u00fcr den Meeresschutz"},"content":{"rendered":"<p><b>Die Staatengemeinschaft hat sich in Australien auf einen bahnbrechenden Vertrag geeinigt. Auf einer Fl\u00e4che so gross wie Deutschland, Frankreich und Grossbritannien entsteht in der Antarktis das weltweit gr\u00f6sste Meeresschutzgebiet.\u00a0<\/b><\/p>\n<div class=\"post-content\">\n<div class=\"events-box big-box left\">\n<div class=\"frame\"><a class=\"open-img EnlargeImage\" title=\"\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/a11e82e9-a11e82e9-antarktiseisberg.jpg\"><br \/>\n<img decoding=\"async\" id=\"ctl00_cphContentArea_epiEntryContent_ctl00_ctl02_Image1\" class=\"Thumbnail\" style=\"border-width: 0px;\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/a11e82e9-a11e82e9-antarktiseisberg.jpg\" alt=\"\" \/><br \/>\n<\/a>\u00a9 Greenpeace \/ Daniel Beltr\u00e1<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"field--teaser\">\n<p>Derart unber\u00fchrt wie das antarktische Rossmeer ist kaum noch ein Ozean auf der Welt. Viele Wale, Seehunde, Seeelefanten und Pinguine leben hier. Wenn sie sich bewusst w\u00e4ren, was 24 L\u00e4nder und die EU in Australien entschieden haben&#8230; wir freuen uns stellvertretend f\u00fcr sie. Und wie! Als Teil der\u00a0<a href=\"http:\/\/www.antarcticocean.org\/de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Antarctic Ocean Alliance<\/a>\u00a0fordern wir seit Jahren den Schutz ihrer Heimat. Jetzt hat es endlich geklappt:\u00a0Im \u00f6kologisch bedeutsamen Gebiet sollen 1,55 Millionen Quadratkilometer gesch\u00fctzt werden. Das entspricht der Fl\u00e4che von Deutschland, Frankreich und Grossbritannien zusammen. Im gr\u00f6ssten Teil des neuen Schutzgebietes soll jegliche Fischerei f\u00fcr mindestens 35 Jahre verboten werden.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"paragraph article__item\">Zuletzt hatte sich nur noch Russland gegen die Ausweisung des Schutzgebiets gestellt, weil es Nachteile f\u00fcr seine Fischereiflotte f\u00fcrchtete. Die Entscheidung konnte nur einstimmig getroffen werden. Das war jetzt der Fall. Es ist die erste Schutzzone dieser Art in internationalen Gew\u00e4ssern. Der gefundene Kompromiss bringe \u00abden Schutz des Meeres, nachhaltige Fischerei und die Interessen der Forschung in ein Gleichgewicht\u00bb, sagte der neuseel\u00e4ndische Aussenminister Murray McCully. In der Region\u00a0entsteht ein Grossteil der N\u00e4hrstoffe f\u00fcr die gesamten Weltmeere. WissenschaftlerInnen erforschen dort unter anderem die Auswirkungen des Klimawandels.<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\"><strong>Ein altes Anliegen von Greenpeace<\/strong><\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">1991 war die F\u00f6rderung von Mineralrohstoffen in der Antarktis f\u00fcr 50 Jahre untersagt worden. Greenpeace spielte damals eine zentrale Rolle und \u00fcberzeugte viele L\u00e4nder, den <a title=\"Chronologie Weltpark Antarktis\" href=\"http:\/\/www.greenpeace.org\/switzerland\/de\/Themen\/Arktis\/Mehr-Infos\/Weltpark-Antarktis\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Weltpark Antarktis <\/a>f\u00fcr Frieden und Wissenschaft zu unterst\u00fctzen. Der\u00a0Schutz der Antarktis war eine unserer Priorit\u00e4ten.\u00a0Doch trotz Schutzvertr\u00e4ge ist die Antarktis nicht vor Gefahren sicher. Wie die Arktis ist sie massiv von der <a title=\"Klimawandel und die Polregionen\" href=\"http:\/\/www.greenpeace.org\/switzerland\/de\/News_Stories\/Newsblog\/das-eis-wird-duenn\/blog\/50431\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Klimaerw\u00e4rmung<\/a> betroffen. Die dramatischsten Ver\u00e4nderungen sind auf der Antarktischen Halbinsel zu beobachten. \u00dcber 80 Prozent der Gletscher haben sich dort in den letzten 50 Jahren zur\u00fcckgezogen, rund 28&#8217;000 Quadratkilometer Schelfeis brachen ab. Dramatische Beispiele sind der Verlust des Larsen-A- und des Prinz-Gustav-Schelfs 1995 und der Kollaps des Larsen-B-Schelfs 2002.<\/p>\n<div class=\"events-box big-box left\">\n<div class=\"frame\"><a class=\"open-img EnlargeImage\" title=\"\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/96a5f822-96a5f822-antarktispark.jpg\"><br \/>\n<img decoding=\"async\" id=\"ctl00_cphContentArea_epiEntryContent_ctl00_ctl04_Image1\" class=\"Thumbnail\" style=\"border-width: 0px;\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/96a5f822-96a5f822-antarktispark.jpg\" alt=\"\" \/><br \/>\n<\/a>\u00a9 Greenpeace \/ Andy Loor<\/div>\n<\/div>\n<p><strong>Tiere f\u00fchlen sich wohler als Menschen<\/strong><\/p>\n<p>Der <a title=\"Lebensraum Antarktis\" href=\"http:\/\/www.greenpeace.org\/switzerland\/de\/Themen\/Meer\/was-wir-tun\/meere-einsatzorte\/antarktis\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Lebensraum der Antarktis<\/a> ist der k\u00e4lteste, windigste und trockenste aller Erdteile. 98 Prozent des Festlandes sind mit insgesamt 30 Millionen Kubikkilometern Eis bedeckt. Fast 90 Minusgrade und Windgeschwindigkeiten von 320 Stundenkilometern wurden schon gemessen. Im Sommer ist dieser Kontinent von vier, im Winter von zwanzig Millionen Quadratkilometern Packeis umgeben \u2013 das ist der bestimmende Faktor der Antarktis, eines Lebensraumes, der sehr viel gr\u00f6sser ist als der Kontinent Antarktika.\u00a0Der einsamste aller Kontinente war nie \u00fcber Br\u00fccken aus gefrorenem Meer-Eis erreichbar, konnte deshalb auch nicht wie die Arktis zu Fuss erobert werden. Um in die Antarktis zu gelangen, mussten warmbl\u00fctige Wesen gute Schwimmer oder ausdauernde Flieger sein, sich mit dicker Speckschicht oder einem gut isolierenden Fellkleid den extrem harschen Lebensbedingungen angepasst haben \u2013 keine Chance f\u00fcr den d\u00fcnnh\u00e4utigen homo sapiens.<\/p>\n<p>Das eisige Meer f\u00fchrt grosse Mengen an N\u00e4hrstoffen mit sich und liefert so den wichtigsten Beitrag zu einem \u00d6kosystem, in dem es von kleinsten Lebewesen wimmelt \u2013 wie dem garnelenartigen Krill \u2013, die viele Fische und Seev\u00f6gel, die Pinguine und einen Teil der Robben, auch die m\u00e4chtigen Bartenwale ern\u00e4hren.<\/p>\n<p>Die heutige Nachricht erf\u00fcllt uns mit grosser Freude! Damit sich die Fischbest\u00e4nde erholen k\u00f6nnen, braucht es viel mehr solche Meeresschutzgebiete \u2014 ein Netzwerk, das 40 Prozent der globalen Meeresfl\u00e4che umfasst. Und auch die <a title=\"Save the arctic\" href=\"https:\/\/www.savethearctic.org\/de-CH\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Arktis<\/a> muss vor menschlichen Eingriffen bewahrt werden.<\/p>\n<div class=\"events-box big-box left\">\n<div class=\"frame\"><a class=\"open-img EnlargeImage\" title=\"\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/19b1b726-19b1b726-gp0stobae_web_size.jpg\"><br \/>\n<img decoding=\"async\" id=\"ctl00_cphContentArea_epiEntryContent_ctl00_ctl06_Image1\" class=\"Thumbnail\" style=\"border-width: 0px;\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/19b1b726-19b1b726-gp0stobae_web_size.jpg\" alt=\"\" \/><br \/>\n<\/a>\u00a9 Greenpeace<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Staatengemeinschaft hat sich in Australien auf einen bahnbrechenden Vertrag geeinigt. Auf einer Fl\u00e4che so gross wie Deutschland, Frankreich und Grossbritannien entsteht in der Antarktis das weltweit gr\u00f6sste Meeresschutzgebiet.\u00a0 \u00a9&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":23,"featured_media":9476,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_planet4_optimize_post_is_variant":false,"_planet4_optimize_experiment_name":"","_planet4_optimize_variant_name":"","ep_exclude_from_search":false,"p4_og_title":"","p4_og_description":"","p4_og_image":"","p4_og_image_id":"","p4_seo_canonical_url":"","p4_campaign_name":"","p4_local_project":"","p4_basket_name":"","p4_department":"","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[41],"p4-page-type":[75],"gpch-article-type":[],"class_list":["post-9474","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-unkategorisiert","tag-meer","p4-page-type-story"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9474","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/23"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=9474"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9474\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/9476"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=9474"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=9474"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=9474"},{"taxonomy":"p4-page-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/p4-page-type?post=9474"},{"taxonomy":"gpch-article-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/gpch-article-type?post=9474"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}