{"id":9502,"date":"2016-09-27T00:00:00","date_gmt":"2016-09-26T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/9502\/palmoel-auf-kosten-von-mensch-und-tier\/"},"modified":"2019-05-30T10:02:12","modified_gmt":"2019-05-30T08:02:12","slug":"palmoel-auf-kosten-von-mensch-und-tier","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/9502\/palmoel-auf-kosten-von-mensch-und-tier\/","title":{"rendered":"Palm\u00f6l auf Kosten von Mensch und Tier"},"content":{"rendered":"<p><b>Der malaysische Palm\u00f6lkonzern IOI tr\u00e4gt eine Mitverantwortung an der Urwaldzerst\u00f6rung, den riesigen Waldbr\u00e4nden und an Menschenrechtsverletzungen in Indonesien. Greenpeace protestiert gegen dessen Gesch\u00e4ftspraktiken.<\/b><\/p>\n<div class=\"post-content\">\n<p><a class=\"open-img EnlargeImage\" title=\"\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/b66f3fef-b66f3fef-gp04n3t_web_size.jpg\"><br \/>\n<img decoding=\"async\" id=\"ctl00_cphContentArea_epiEntryContent_ctl00_ctl02_Image1\" class=\"Thumbnail\" style=\"border-width: 0px;\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/b66f3fef-b66f3fef-gp04n3t_web_size.jpg\" alt=\"\"><br \/>\n<\/a><span class=\"date\">Dienstag, 27. September 2016&nbsp;<\/span>\u00a9 Ulet Ifansasti \/ Greenpeace<\/p>\n<p>&nbsp;Jahrelang haben Palm\u00f6lproduzenten Indonesiens W\u00e4lder gerodet und Sumpfgebiete trocken gelegt. Dadurch schufen sie die Bedingungen f\u00fcr immer wiederkehrende Torf- und Waldbr\u00e4nde, deren giftiger Rauch im letzten Jahr <a title=\"100'000 Tote durch Smog\" href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wissenschaft\/natur\/vermutlich-mehr-als-100-000-tote-durch-smog-krise-in-suedostasien-a-1112873.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">nach Sch\u00e4tzungen einer aktuellen Studie<\/a> 100\u2019000 Todesopfer forderte, \u00fcber 91&#8217;000 alleine in Indonesien. Die AktivistInnen appellierten an IOI, sich zum Schutz des Regenwaldes und zum Anbau und Bezug von Palm\u00f6l zu verpflichten, das nicht auf Kosten der Regenw\u00e4lder und zu Lasten der Menschen in der Region produziert wurde.<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/-9KZ9t2uRIg?rel=0\" width=\"600\" height=\"338\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><\/iframe>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Wer ist IOI?<\/strong><\/p>\n<p>Hinter den drei Buchstaben versteckt sich der drittgr\u00f6sste Palm\u00f6l-Konzern der Welt. Trotz der Gr\u00f6sse des Unternehmens ist es in der \u00d6ffentlichkeit weitgehend unbekannt. \u00abIhr geringer Bekanntheitsgrad spielt der IOI-Gruppe durchaus in die H\u00e4nde, sie glaubt, dass sie mit ihren zerst\u00f6rerischen Gesch\u00e4ftspraktiken durchkommt. Das wollen wir \u00e4ndern!\u00bb, sagt Claudine Gubelmann-Largo, Leiterin der Wald-Kampagne von Greenpeace Schweiz. \u00abDas Unternehmen bezieht sein Palm\u00f6l von fragw\u00fcrdigen Zulieferern und macht sich dadurch mitschuldig an Waldzerst\u00f6rung und Menschenrechtsverletzungen. Ein im letzten Dezember ver\u00f6ffentlichter Bericht vom Bafu zu in der Schweiz verarbeiteten Rohstoffen zeigt auf, dass IOI zu jenen internationalen Palm\u00f6lkonzernen geh\u00f6rt, von welchem auch Schweizer H\u00e4ndler ihr Palm\u00f6l beziehen. Ausserdem wurden 2012 rund 34% des in die Schweiz importierten, raffinerierten Palm\u00f6ls \u00fcber Rotterdam oder Deutschland von ADM\/ Unimills\/Cargill oder aber IOI verarbeitet.&nbsp; Bereits 2008 hatte Greenpeace International den Konzern mit dessen Regenwaldzerst\u00f6rung in Kalimantan konfrontiert. &nbsp;<\/p>\n<p>Nun haben wir nachgewiesen, dass der Konzern weiterhin Palm\u00f6l von Unternehmen bezieht, die mit Urwaldzerst\u00f6rung, vors\u00e4tzlicher Brandrodung und Menschenrechtsverletzungen in Verbindung stehen. In einem neuen <a title=\"Crime-Report Palm\u00f6l\" href=\"http:\/\/www.greenpeace.org\/international\/en\/publications\/Campaign-reports\/Forests-Reports\/A-Deadly-Trade-off\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Greenpeace-Bericht<\/a>&nbsp;finden sich Hinweise, dass auch Zulieferer von IOI in zuvor brennenden Gebieten neue Plantagen errichtet haben. Immer wieder kommt es zu Menschenrechtsverletzungen, selbst einige F\u00e4lle von Kinderarbeit konnten nachgewiesen werden. Einige sind zudem an der Rodung des Urwaldes in Papua beteiligt, einer indonesischen Provinz, die bislang noch weitgehend von der Waldzerst\u00f6rung verschont geblieben ist.<\/p>\n<p><strong>Waldzerst\u00f6rung kann nicht nachhaltig sein<\/strong><\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich besteht ein direkter Zusammenhang zwischen den Praktiken der Palm\u00f6lkonzerne und den wiederkehrenden Br\u00e4nden in Indonesien. Die Abholzung des Regenwaldes und vor allem das Trockenlegen von Torfmooren beg\u00fcnstigt deren Entstehung und Ausbreitung. Trockene Sumpfgebiete sind extrem entflammbar. Hinzu kommt, dass Torfbr\u00e4nde schwer zu l\u00f6schen sind, da das Feuer teilweise unter der Erde schwelt. F\u00fcr die <a title=\"Waldbr\u00e4nde Indonesien\" href=\"http:\/\/www.greenpeace.org\/switzerland\/de\/News_Stories\/Newsblog\/indonesiens-waelder-gehen-in-rauch-auf\/blog\/54615\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">verheerenden Waldbr\u00e4nde 2015<\/a> und in den Jahren zuvor ist IOI somit mitverantwortlich. Zwischen Juli und Oktober letzten Jahres standen \u00fcber zwei Millionen Hektar Land in dem Inselreich in Flammen, eine Fl\u00e4che so gross wie fast die H\u00e4lfte der Schweiz.&nbsp;<\/p>\n<p>Im April reagierte der Runde Tisch f\u00fcr \u00abnachhaltiges\u00bb Palm\u00f6l (RSPO) auf die wiederholten Verst\u00f6sse gegen seine Standards, suspendierte IOI und entzog dem Konzern dadurch die Zertifizierung. IOI hat daraufhin den Entscheid vom RSPO vor dem Z\u00fcrcher Bezirksgericht angefochten. Bereits im August wurde IOI <a title=\"IOI und RSPO\" href=\"http:\/\/www.greenpeace.org\/international\/en\/news\/Blogs\/makingwaves\/IOI-palm-oil-suspension-lifted-RSPO\/blog\/57244\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">voreilig wieder zum RSPO zugelassen<\/a>, was auf eine Einigung vor dem Friedensrichter vermuten l\u00e4sst oder aber auf eine aussergerichtliche Einigung. Damit gilt sein schmutziges Palm\u00f6l erneut als nachhaltig. \u00abDer RSPO hat IOI verfr\u00fcht wieder aufgenommen, bevor der Palm\u00f6lh\u00e4ndler glaubhaft auf die Missst\u00e4nde, auch bei seinen Zulieferern, reagiert hat\u00bb, so Claudine Gubelmann-Largo. \u00abAnstatt Konzerninteressen entgegenzukommen, sollte der RSPO eine wirklich nachhaltige Produktion von Palm\u00f6l unter R\u00fccksicht auf W\u00e4lder und Menschen vorantreiben. Dazu geh\u00f6rt auch eine deutliche Verbesserung seiner Kriterien, die immer noch die Zerst\u00f6rung und Regenw\u00e4ldern und Torfmooren zulassen.\u00bb<\/p>\n<p>Es gibt nur noch rund 400 Sumatra-Tiger. <a title=\"Orang-Utans bald ausgestorben?\" href=\"http:\/\/www.independent.co.uk\/environment\/orangutans-extinction-population-borneo-reasons-palm-oil-hunting-deforestation-rainforest-a7199366.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Und Experten warnen davor, dass Orang-Utans in der Wildnis bereits in zehn Jahren verschwunden sein k\u00f6nnten.<\/a> Wir m\u00fcssen etwas tun! Die Aktion in Rotterdam war Teil einer langfristigen Greenpeace-Kampagne zum Schutz der Urw\u00e4lder Indonesiens.<\/p>\n<div class=\"events-box big-box left\">\n<div class=\"frame\"><a class=\"open-img EnlargeImage\" title=\"\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/cbaa425d-cbaa425d-gp0stq5d3_web_size.jpg\"><br \/>\n<img decoding=\"async\" id=\"ctl00_cphContentArea_epiEntryContent_ctl00_ctl06_Image1\" class=\"Thumbnail\" style=\"border-width: 0px;\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/cbaa425d-cbaa425d-gp0stq5d3_web_size.jpg\" alt=\"\"><br \/>\n<\/a><span class=\"date\">Dienstag, 27. September 2016&nbsp;<\/span>\u00a9 Marten van Dijl \/ Greenpeace<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der malaysische Palm\u00f6lkonzern IOI tr\u00e4gt eine Mitverantwortung an der Urwaldzerst\u00f6rung, den riesigen Waldbr\u00e4nden und an Menschenrechtsverletzungen in Indonesien. Greenpeace protestiert gegen dessen Gesch\u00e4ftspraktiken. Dienstag, 27. 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