{"id":95476,"date":"2023-03-15T17:33:15","date_gmt":"2023-03-15T16:33:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/?p=95476"},"modified":"2023-03-15T17:33:17","modified_gmt":"2023-03-15T16:33:17","slug":"nationalrat-naturschutz-derneuerbaren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/95476\/nationalrat-naturschutz-derneuerbaren\/","title":{"rendered":"Nationalrat gef\u00e4hrdet mit verantwortungslosen Abstrichen am Naturschutz die Vorlage mitsamt dem kr\u00e4ftigen Ausbau der Erneuerbaren"},"content":{"rendered":"\n<p><em>Gemeinsame Medienmitteilung der\u00a0<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/umweltallianz.ch\/\" target=\"_blank\">Umweltallianz<\/a><\/em><\/p>\n\n<p><strong>Ambitionierte Ausbauziele und Massnahmen, vor allem bei der Solarenergie; Vorgaben und Anreize f\u00fcr mehr Energieeffizienz; Solarstandard auf Neu- und Umbauten sowie grossen Parkpl\u00e4tzen: Diese f\u00fcr eine sichere und umweltvertr\u00e4gliche Stromversorgung \u00e4usserst wichtigen Pfl\u00f6cke hat der Nationalrat bei der Beratung des Mantelerlasses eingeschlagen. Er riskiert diese Errungenschaften allerdings durch sch\u00e4dliche und unn\u00f6tige Abstriche am Naturschutz. Namentlich beim Restwasser.<\/strong><\/p>\n\n<p>Der Nationalrat best\u00e4tigt die ambitionierten Ausbauziele des St\u00e4nderates f\u00fcr neue Erneuerbare. Bis 2035 soll die j\u00e4hrliche Stromproduktion aus diesen Energiequellen 35\u2019000 GWh, bis 2050 45\u2019000 GWh betragen. Um diese Ziele zu erreichen, hat die grosse Kammer unter anderem einen Photovoltaik-Standard f\u00fcr Geb\u00e4ude verabschiedet. Dieser geht in die richtige Richtung. Dass er nur noch f\u00fcr Neu- und Umbauten gilt, nicht mehr aber f\u00fcr grosse Bestandesbauten, ist sehr bedauerlich. Mit der Mindestverg\u00fctung f\u00fcr kleine Solaranlagen wird dieser PV-Standard f\u00fcr Hauseigent\u00fcmer:innen sozialvertr\u00e4glich abgefedert und der notwendige Ausbau der Solarenergie massiv beschleunigt. Auch hat sich der Nationalrat f\u00fcr die \u00dcberdachung von grossen Aussenparkpl\u00e4tzen mit Photovoltaik ausgesprochen. Obwohl sich auch hier nur eine abgespeckte Version durchsetzen konnte, ist die Nutzung dieser bereits versiegelten Fl\u00e4chen begr\u00fcssenswert.<\/p>\n\n<p>Mit der Best\u00e4tigung der gleitenden Marktpr\u00e4mie sorgt der Nationalrat zudem daf\u00fcr, dass m\u00f6glichst viele Investor:innen in den Ausbau neuer Produktionsanlagen investieren. Schliesslich ist es sehr erfreulich, dass sich der Nationalrat klar f\u00fcr mehr Effizienz ausgesprochen hat, denn das Einsparpotential ist riesig. Das nun vorliegende Instrument mit der Schaffung eines Effizienzdienstleistungsmarktes verpflichtet die Elektrizit\u00e4tsunternehmen, Effizienzsteigerungen zu erbringen. Diese und weitere Massnahmen w\u00fcrden es erlauben, den notwendigen Zubau der Erneuerbaren stark zu beschleunigen.<\/p>\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Korrektur insbesondere bei Restwasser n\u00f6tig<\/h4>\n\n<p><br>Diesen f\u00fcr den Ausbau zentralen Massnahmen stehen Abstriche beim Naturschutz entgegen, welche f\u00fcr den raschen Zubau der Stromproduktion unn\u00f6tig sind, die zugleich aber die gesamte Vorlage gef\u00e4hrden :<\/p>\n\n<p>So hat der Nationalrat in einer \u00e4usserst knappen Abstimmung beschlossen, einen Teil des Gew\u00e4sserschutzgesetzes betreffend minimaler Restwassermengen bei Neukonzessionierungen bis mindestens 2035 ausser Kraft zu setzen. Dieser Angriff auf das Restwasser ist komplett verantwortungslos. Denn der Druck auf die Gew\u00e4sser nimmt mit der Klimakrise noch zu und bereits heute stehen \u00fcber 65 Prozent aller Fischarten auf der Roten Liste. Auch f\u00fcr die Energiesicherheit ist es unn\u00f6tig, denn es geht dabei nur um vergleichsweise wenig Strom: Alleine zwischen M\u00e4rz und Juni in diesem Jahr wird mehr Strom durch Photovoltaik zugebaut, wie die Sistierung bis 2035 insgesamt bringt.<\/p>\n\n<p>Weiter hat der Nationalrat entschieden, dass bei Eingriffen in Landschaften des Bundesinventars der Landschaften und Naturdenkm\u00e4ler (BLN) k\u00fcnftig keine Schutz-, Wiederherstellungs-, Ersatz- oder Ausgleichsmassnahmen mehr geleistet werden m\u00fcssen. Diese Massnahmen sind f\u00fcr die Energieproduktion nicht entscheidend, tragen aber dazu bei, Beeintr\u00e4chtigungen unserer nat\u00fcrlichen Ressourcen und der Landschaft zu vermeiden oder zu begrenzen.<\/p>\n\n<p>Die Umweltverb\u00e4nde erwarten vom St\u00e4nderat, die Vorlage mit Verbesserungen f\u00fcr die Biodiversit\u00e4t, insbesondere beim Restwasser, ins Gleichgewicht zu bringen.<\/p>\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Kontakte:<\/h4>\n\n<p>Greenpeace Schweiz: Georg Klingler, Energie- und Klimaexperte, georg.klingler@greenpeace.org, 079 785 07 38<\/p>\n\n<p>WWF Schweiz: Jonas Schmid, Kommunikationsbeauftragter, jonas.schmid@wwf.ch, 079 241 60 57<\/p>\n\n<p>Pro Natura: Michael Casanova, Projektleiter Gew\u00e4sserschutz- und Energiepolitik, michael.casanova@pronatura.ch, 061 317 92 29<\/p>\n\n<p>Bird Life Schweiz: Raffael Ay\u00e9, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer, raffael.aye@birdlife.ch, 076 308 66 84<\/p>\n\n<p>Schweizerische Energie-Stiftung: Nils Epprecht, Gesch\u00e4ftsleiter, nils.epprecht@energiestiftung.ch, 044 275 21 25<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wichtige Pfl\u00f6cke f\u00fcr eine sichere und umweltvertr\u00e4gliche Stromversorgung hat der Nationalrat bei der Beratung des Mantelerlasses eingeschlagen. 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