{"id":95592,"date":"2023-03-20T14:00:00","date_gmt":"2023-03-20T13:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/?p=95592"},"modified":"2023-03-20T14:02:28","modified_gmt":"2023-03-20T13:02:28","slug":"veroeffentlichung-des-syntheseberichts-des-ipcc-die-schweiz-muss-sich-rasch-den-herausforderungen-des-klimawandels-stellen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/95592\/veroeffentlichung-des-syntheseberichts-des-ipcc-die-schweiz-muss-sich-rasch-den-herausforderungen-des-klimawandels-stellen\/","title":{"rendered":"Ver\u00f6ffentlichung des Syntheseberichts des IPCC: Die Schweiz muss sich rasch den Herausforderungen des Klimawandels stellen"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Die 58. IPCC-Konferenz in Interlaken ist mit der Ver\u00f6ffentlichung des Syntheseberichts des sechsten Sachstandsberichts \u00fcber den Zustand des Klimas zu Ende gegangen. Die politischen Entscheidungstr\u00e4ger:innen der Welt m\u00fcssen sich von nun an bei ihrer Klimapolitik auf dieses Dokument st\u00fctzen. Es ist immer noch m\u00f6glich, die globale Erw\u00e4rmung auf 1,5\u00b0C zu begrenzen, aber es muss sofort gehandelt werden (siehe <a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/95722\/10-fakten-zum-ipcc-klimareport\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Zusammenfassung von Greenpeace in 10 Punkten<\/a>). Dies gilt insbesondere f\u00fcr die Schweiz, die von der globalen Erw\u00e4rmung st\u00e4rker betroffen ist als der globale Durchschnitt, deren Klimapolitik jedoch zu einer Erw\u00e4rmung von 3\u00b0C f\u00fchrt. Ein erster wichtiger Schritt muss mit der Verabschiedung des Klimaschutzgesetzes am 18. Juni getan werden.<\/strong><\/p>\n\n<p>Die Folgen der globalen Erw\u00e4rmung zeigen sich in der Schweiz st\u00e4rker als im weltweiten Durchschnitt. Wie ein k\u00fcrzlich von Greenpeace Schweiz <a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/publikation\/95177\/die-folgen-der-klimaerhitzung\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">ver\u00f6ffentlichtes Faktenblatt<\/a> verdeutlicht, betr\u00e4gt die Erw\u00e4rmung hierzulande bereits fast 2\u00b0C. Diese Entwicklung f\u00fchrt seit mehreren Jahren zu einer Zunahme der H\u00e4ufigkeit von extremen Wetterereignissen, wiederkehrenden D\u00fcrren, Hitzewellen, einem R\u00fcckgang der Schneemenge, dem Verschwinden von Gletschern und dem Auftauen des Permafrostbodens. \u00abTrotzdem entspricht die Klimapolitik des Bundes nicht den sehr deutlichen Warnungen des IPCC\u00bb, kommentiert Nathan Solothurnmann, Klimaexperte bei Greenpeace Schweiz. \u00abWie kommt es, dass wir in der Lage sind, auf die Wissenschaftler:innen zu h\u00f6ren, wenn es darum geht, uns vor Covid-19 zu sch\u00fctzen, aber nicht bei der globalen Erw\u00e4rmung, deren Auswirkungen weitaus verheerender und dauerhafter sind?\u00bb<\/p>\n\n<p>\u00abIn der Schweiz haben wir alle Mittel, um die Klimakrise zu bew\u00e4ltigen. Insbesondere k\u00f6nnen wir <a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/publikation\/79839\/versorgungssicherheit-und-klimaschutz\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">bis 2035 den Ausstieg aus der Nutzung fossiler Brennstoffe<\/a> vollziehen. Wir k\u00f6nnen auch die \u00d6kosysteme sch\u00fctzen, die als Kohlenstoffsenken dienen, indem wir unser Konsumverhalten und unsere Ern\u00e4hrung \u00e4ndern. All diese Massnahmen sind Investitionen, die f\u00fcr unsere Zukunft entscheidend sind und eine hohe Lebensqualit\u00e4t erm\u00f6glichen. Sie sind auch aus ethischer Sicht wichtig: Unser Land geh\u00f6rt zu den L\u00e4ndern mit den h\u00f6chsten&nbsp;Treibhausgasemissionen pro Kopf. Wenn wir schnell handeln, haben wir die besten Voraussetzungen, um der Klimafrage gerecht zu werden. Es ist jedoch wichtig, einen klaren Rahmen und klare Ziele zu setzen. Deshalb unterst\u00fctzen wir ein Ja zum Klimaschutzgesetz bei der Abstimmung am 18. Juni\u00bb, sagt Nathan Solothurnmann.<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Ein Pfad mit sehr hohem Risiko<\/strong><\/h2>\n\n<p>Der sechste Sachstandsbericht des IPCC ist der erste, der seit der Unterzeichnung des Pariser Klimaabkommens im Jahr 2015 von der wissenschaftlichen Gemeinschaft erstellt wurde. Die Schlussfolgerungen des Berichts sind eindeutig: Die Folgen der globalen Erw\u00e4rmung sind st\u00e4rker als bisher angenommen und kommen auch schneller als erwartet.<\/p>\n\n<p>\u00abDerzeit befindet sich die Menschheit auf einem sehr riskanten Pfad, der die nat\u00fcrlichen Grundlagen unseres Lebens auf globaler Ebene bedroht\u00bb, f\u00fcgt Nathan Solothurnmann an. Wenn die Klimaschutzbem\u00fchungen, zu denen sich die L\u00e4nder der Erde verpflichtet haben, auf dem derzeitigen Niveau bleiben, wird die Erw\u00e4rmung bis 2050 auf 3\u00b0C ansteigen. Ein Szenario, bei dem mehrere Klimakipppunkte \u00fcberschritten w\u00fcrden, mit katastrophalen Folgen f\u00fcr das Wohlergehen der Menschheit, insbesondere f\u00fcr die Gesundheit, die Nahrungsmittelproduktion und die Wirtschaft.&nbsp;<\/p>\n\n<p>Der Schl\u00fcssel zur Aufrechterhaltung des im Pariser Klimaabkommen festgelegten Kurses ist die Halbierung der Treibhausgasemissionen bis 2030 und das Erreichen von Netto-Null-Emissionen bis sp\u00e4testens 2050.&nbsp;<\/p>\n\n<p>Die Ergebnisse des IPCC machen auch eine echte globale Ungerechtigkeit deutlich. Fast die H\u00e4lfte der Weltbev\u00f6lkerung lebt an Orten, die sehr anf\u00e4llig f\u00fcr die globale Erw\u00e4rmung sind, \u00fcberwiegend in benachteiligten L\u00e4ndern. Gleichzeitig trugen nur 10 Prozent der reichsten Haushalte, die sich \u00fcberwiegend in den n\u00f6rdlichen L\u00e4ndern befinden, zu 45 Prozent der weltweiten verbrauchsbasierten Treibhausgasemissionen der Haushalte bei.<\/p>\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Dokumente<\/strong><\/h2>\n\n<p>\u00ab<a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/publikation\/95177\/die-folgen-der-klimaerhitzung\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Die globale Erw\u00e4rmung und ihre Folgen<\/a>\u00bb, Themenblatt von Greenpeace Schweiz, M\u00e4rz 2023.<\/p>\n\n<p>\u00ab<a href=\"https:\/\/www.greenpeace.org\/international\/explore\/people\/ipcc\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Full story of the climate emergency and its solutions &#8211; IPCC release full Sixth Assessment Report<\/a>\u00bb, Medienbriefing von Greenpeace International (Englisch), Greenpeace International, M\u00e4rz 2023.&nbsp;<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Kontakte&nbsp;<\/strong><\/h2>\n\n<p><strong>Greenpeace Schweiz<\/strong><\/p>\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Nathan Solothurnmann, Klimaexperte bei Greenpeace Schweiz, +41 76 514 90 48, <a href=\"mailto:nathan.solothurnmann@greenpeace.org\">nathan.solothurnmann@greenpeace.org<\/a> (w\u00e4hrend der IPCC-Konferenz in Interlaken anwesend)<\/li>\n\n\n\n<li>Mathias Schlegel, Pressesprecher von Greenpeace Schweiz, +41 79 794 61 23, <a href=\"mailto:mathias.schlegel@greenpeace.org\">mathias.schlegel@greenpeace.org<\/a>&nbsp;<\/li>\n<\/ul>\n\n<p><strong>Greenpeace International<\/strong><\/p>\n\n<p>F\u00fcr Reaktionen und Interviews mit Expert:innen von Greenpeace International, die w\u00e4hrend der IPCC-Konferenz in Interlaken anwesend sind:&nbsp;Gaby Flores, Kommunikationsbeauftragte von Greenpeace International, <a href=\"mailto:cflores@greenpeace.org\">cflores@greenpeace.org<\/a>, +1 214 454 3871.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die 58. 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