{"id":95722,"date":"2023-03-20T14:00:00","date_gmt":"2023-03-20T13:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/?p=95722"},"modified":"2023-03-20T14:02:13","modified_gmt":"2023-03-20T13:02:13","slug":"10-fakten-zum-ipcc-klimareport","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/95722\/10-fakten-zum-ipcc-klimareport\/","title":{"rendered":"10 Fakten zum IPCC Klimareport"},"content":{"rendered":"\n<p>Die weltweit f\u00fchrenden Klimawissenschaftler:innen haben ihre aktuellste Einsch\u00e4tzung zur Klimaerhitzung ver\u00f6ffentlicht und zeigen auf, wie wir diese eind\u00e4mmen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n<p>Dieser Bericht erscheint <strong>zu einem kritischen Zeitpunkt<\/strong>, weil alle Staaten erstmals im Rahmen des Pariser Klimaabkommens Bilanz ziehen m\u00fcssen \u00fcber den Stand ihrer Emissionen (<a href=\"https:\/\/unfccc.int\/topics\/global-stocktake\">Global Stocktake<\/a>). Das Verdikt der Wissenschaft in K\u00fcrze:<\/p>\n\n<p><em>\u00abDas Zeitfenster f\u00fcr die Sicherung einer lebenswerten und nachhaltigen Zukunft f\u00fcr alle schliesst sich schnell. (sehr hohes Vertrauen)\u00bb<\/em><\/p>\n\n<p><em>\u00abRasche und weitreichende Umstellungen in allen Sektoren und Systemen sind notwendig.\u00bb<\/em><\/p>\n\n<p><em>\u00abDie Massnahmen und Entscheidungen in diesem Jahrzehnt werden sich sowohl aufs Jetzt als auch die n\u00e4chsten Jahrtausende auswirken (hohes Vertrauen)\u00bb<\/em><\/p>\n\n<p>Lassen wir das einen Moment lang auf uns wirken.<\/p>\n\n<p>Die Synthese des Sechsten Sachstandsberichts des IPCC ist eine solide Analyse von Tausenden von begutachteten Forschungsarbeiten, die in den letzten zehn Jahren ver\u00f6ffentlicht wurden, wobei weitere Einzelheiten in den zugrunde liegenden sechs Berichten zu finden sind. Wir fassen wir das Ganze in 10 Kernaussagen zusammen:<\/p>\n\n<p><strong>Die Situation ist bereits schlimm und wird rasch schlimmer<\/strong>&nbsp;<\/p>\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Es ist schlimm:<\/strong> Die menschgemachte Klimaerhitzung ist umfassend, verl\u00e4uft schnell und intensiviert sich.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Es ist schlimmer als erwartet:<\/strong> Die Auswirkungen und Risiken zeigen sich fr\u00fcher und sind schlimmer.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Es ist zutiefst ungerecht:<\/strong> Diejenigen, die am wenigsten Verantwortung tragen, trifft es am st\u00e4rksten<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Das Schlimmste kommt erst:<\/strong> Wir sind auf dem Weg zu sehr hohen Risiken und unwiderrufbaren Verlusten<\/li>\n<\/ul>\n\n<p><strong>Aber wir haben eine echte Chance, unseren Kurs zu \u00e4ndern<\/strong><\/p>\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>1,5\u00b0C ist immer noch erreichbar:<\/strong> Mit raschen Massnahmen kann das Pariser Langzeit-Klimaziel noch erreicht werden<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Die L\u00f6sungen sind da:<\/strong> Auf unserem Weg zu Netto-Null k\u00f6nnen wir die globalen Emissionen bis 2030 halbieren<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Der Ausstieg aus fossilen Brennstoffen muss schnell erfolgen:<\/strong> Die bestehende fossile Infrastruktur ist zu gross<\/li>\n<\/ul>\n\n<p><strong>Wie wir handeln, ist entscheidend<\/strong><\/p>\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Echte L\u00f6sungen, keine Verz\u00f6gerungen:<\/strong> L\u00f6sungen m\u00fcssen in der Realit\u00e4t greifen, nicht nur in Modellen<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Gleichberechtigung und soziale Inklusion<\/strong> sind von grundlegender Bedeutung. Finanzierungsl\u00fccken m\u00fcssen geschlossen werden.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Von Einzelschritten zur Transformation<\/strong>: Alle Menschen und Sektoren m\u00fcssen JETZT mit anpacken.<\/li>\n<\/ul>\n\n<p>Willst du mehr erfahren? Dann bitte weiterlesen:<\/p>\n\n<p>Nachfolgend findest du die 10 wichtigsten Erkenntnisse ausf\u00fchrlich erl\u00e4utert.<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">1. <strong>Die menschgemachte Klimaerhitzung ist \u00fcberall, verl\u00e4uft schnell und intensiviert sich<\/strong><\/h2>\n\n<p>Der menschgemachte Klimawandel f\u00fchrt inzwischen in allen Regionen der Welt zu Wetter- und Klimaextremen. Die Auswirkungen und die damit verbundenen Verluste und Sch\u00e4den f\u00fcr Natur und Menschen sind \u00fcberall sichtbar.<\/p>\n\n<p>Die Auswirkungen auf die \u00d6kosysteme sind fr\u00fcher eingetreten, sind weiter verbreitet und haben weitreichendere Folgen als im letzten Sachstandsbericht (AR5) von 2014 vorhergesagt. Die H\u00e4lfte aller Arten ist bereits in Bewegung, weil sich der Klimawandel auf ihre Lebensr\u00e4ume auswirkt.<\/p>\n\n<p>Die Beweise f\u00fcr die beobachtete Zunahme von Extremen wie Hitzewellen, Starkregen, D\u00fcrren und tropische Wirbelst\u00fcrme und insbesondere f\u00fcr deren Verursachung durch menschlichen Einfluss haben sich weiter verdichtet.<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">2. <strong>Die Auswirkungen und Risiken zeigen sich fr\u00fcher und sind schlimmer<\/strong><\/h2>\n\n<p>Die globalen Gesamtwirkungen und -risiken werden nun bei einer geringeren Erw\u00e4rmung als zuvor (<a href=\"https:\/\/www.ipcc.ch\/assessment-report\/ar5\/\">AR5<\/a>) als hoch bis sehr hoch eingesch\u00e4tzt.<\/p>\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"412\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2023\/03\/f5fc73de-figure-spm.4a-1024x412.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-95644\" srcset=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2023\/03\/f5fc73de-figure-spm.4a-1024x412.png 1024w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2023\/03\/f5fc73de-figure-spm.4a-300x121.png 300w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2023\/03\/f5fc73de-figure-spm.4a-768x309.png 768w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2023\/03\/f5fc73de-figure-spm.4a-1536x618.png 1536w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2023\/03\/f5fc73de-figure-spm.4a-2048x824.png 2048w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2023\/03\/f5fc73de-figure-spm.4a-510x205.png 510w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em>Auszug aus SYR Abbildung SPM.4 (a), Globale Gr\u00fcnde zur Besorgnis (RFC), Vergleich der Bewertungen aus AR6 (dicke Balken) und AR5 (d\u00fcnne Balken). Die Risikoverl\u00e4ufe haben sich mit den aktualisierten wissenschaftlichen Erkenntnissen generell in Richtung niedrigerer Temperaturen verschoben.<\/em><\/figcaption><\/figure>\n\n<p>Derzeit liegt die durchschnittliche globale Erw\u00e4rmung bei etwa 1,1&nbsp;\u00b0C und wir steuern auf etwa 3&nbsp;\u00b0C zu.<\/p>\n\n<p>Es wird erwartet, dass einzigartige und bedrohte \u00d6kosysteme bereits in sehr naher Zukunft bei 1,2&nbsp;\u00b0C stark gef\u00e4hrdet sein werden, und zwar durch ein massives Baumsterben, das Ausbleichen von Korallenriffen, einen starken R\u00fcckgang von vom Meereis abh\u00e4ngigen Arten und ein Massensterben wegen Hitzewellen. Bei nur 1,5&nbsp;\u00b0C werden wahrscheinlich bis zu 14&nbsp;% der untersuchten landlebenden Tierarten einem sehr hohen Aussterberisiko ausgesetzt sein.<\/p>\n\n<p>Eine Erw\u00e4rmung von 1,5&nbsp;\u00b0C f\u00fchrt zu <strong>mehr und schlimmeren Hitzeextremen<\/strong> und gef\u00e4hrlichen Feuchthitze-Bedingungen, extremen Regenf\u00e4llen und damit verbundenen \u00dcberschwemmungen, tropischen Wirbelst\u00fcrmen, Waldbr\u00e4nden und extremen Meeresspiegel-Ereignissen.<\/p>\n\n<p>Zwischen 1,5\u00b0C und 2,5\u00b0C werden die Risiken f\u00fcr grossr\u00e4umige singul\u00e4re Ereignisse und f\u00fcr das \u00dcberschreiten der Kipppunkte, wie die Destabilisierung des Eisschildes und der Verlust von tropischen Regenwald-\u00d6kosystemen, sehr gross.<\/p>\n\n<p>Bei einer Temperaturzunahme von 1,9&nbsp;\u00b0C k\u00f6nnte <strong>die H\u00e4lfte der Menschheit<\/strong> lebensbedrohenden klimatischen Bedingungen ausgesetzt sein, verursacht durch die Kombination von extremer Hitze und Feuchtigkeit bis 2100.<\/p>\n\n<p>Bei einer anhaltenden Temperaturabweichung von 2-3&nbsp;\u00b0C werden der gr\u00f6nl\u00e4ndische und der westantarktische Eisschild fast komplett und <strong>irreversibel<\/strong> zerst\u00f6rt sein.<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">3. <strong><strong>Diejenigen, die am wenigsten daf\u00fcr k\u00f6nnen, trifft es am st\u00e4rksten<\/strong><\/strong><\/h2>\n\n<p>Gef\u00e4hrdete Bev\u00f6lkerungsgruppen, die in der Vergangenheit am wenigsten zur Klimaerhitzung beigetragen haben, sind am st\u00e4rksten betroffen. Fast die H\u00e4lfte der Weltbev\u00f6lkerung (3,3 bis 3,6 Milliarden Menschen) lebt in vom Klimawandel stark gef\u00e4hrdeten Gebieten. Zwischen 2010 und 2020 war <strong>die durch \u00dcberschwemmungen, D\u00fcrren und St\u00fcrme verursachte menschliche Sterblichkeit<\/strong> in stark gef\u00e4hrdeten Regionen <strong>15-mal h\u00f6her<\/strong> als in Regionen mit sehr geringer Gef\u00e4hrdung.<\/p>\n\n<p>Gleichzeitig verursachten lediglich 10&nbsp;% der wohlhabendsten Haushalte bis zu 45 % der weltweiten konsumbasierten Treibhausgasemissionen.<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">4. <strong><strong>Wir sind auf dem Weg zu hohen und sehr hohen Risiken und keinem R\u00fcckgang der globalen Emissionen<\/strong><\/strong><\/h2>\n\n<p>Alle bis Ende 2020 umgesetzten Massnahmen f\u00fchren uns zu einer Erhitzung von 3,2&nbsp;\u00b0C bis 2100. <em>(Neuere, im IPCC-Bericht nicht ber\u00fccksichtigte Sch\u00e4tzungen f\u00fchren zu einer etwas besseren Prognose von 2,8&nbsp;\u00b0C mittlerer Erhitzung, wobei sich die Ambitionen (NDC) der einzelnen L\u00e4ndern nicht merklich verbessert haben.)<\/em><\/p>\n\n<p>Anstatt die globalen Emissionen bis 2030 zu <strong>halbieren<\/strong>, wie es f\u00fcr die Einhaltung der Klimaziele im Pariser Abkommens erforderlich w\u00e4re, w\u00fcrde es bis 2030 <strong>keinen R\u00fcckgang<\/strong> der globalen Emissionen geben.<\/p>\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"659\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2023\/03\/ab39f105-figure-spm.5a-1024x659.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-95662\" srcset=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2023\/03\/ab39f105-figure-spm.5a-1024x659.png 1024w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2023\/03\/ab39f105-figure-spm.5a-300x193.png 300w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2023\/03\/ab39f105-figure-spm.5a-768x494.png 768w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2023\/03\/ab39f105-figure-spm.5a-1536x988.png 1536w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2023\/03\/ab39f105-figure-spm.5a-2048x1317.png 2048w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2023\/03\/ab39f105-figure-spm.5a-510x328.png 510w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em><em>Auszug aus SYR Abbildung SPM.5 (a) Globale Emissionsverl\u00e4ufe abh\u00e4ngig von den umgesetzten Massnahmen und Minderungsstrategien. Die roten Bereiche zeigen die Emissionspfade unter der Voraussetzung, dass die bis Ende 2020 implementierten politischen Massnahmen umgesetzt werden, und die Pfade unter Ber\u00fccksichtigung der vor der COP26 angek\u00fcndigten national festgelegten Beitr\u00e4ge (NDC).<\/em><\/em><\/figcaption><\/figure>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>5. Mit raschen Massnahmen kann das Pariser Langzeit-Klimaziel noch erreicht werden<\/strong><\/h2>\n\n<p>Anhaltende Emissionen f\u00fchren in naher Zukunft zu 1,5\u00b0C Erhitzung. Aber noch k\u00f6nnen wir die Erhitzung ungef\u00e4hr auf diesem Niveau stoppen, um die schlimmsten Folgen abzuwenden.<\/p>\n\n<p>Wird der strengste Absenkpfad eingeschlagen, k\u00f6nnten die Emissionen nach einem Temperaturmaximum von 1,5-1,6&nbsp;\u00b0C abnehmen, womit auch die Temperatur bis Ende Jahrhundert auf ungef\u00e4hr 1,4&nbsp;\u00b0C zur\u00fcckgehen k\u00f6nnte.<\/p>\n\n<p><strong>Mit sofortigem Handeln kann das Langzeit-Ziel des Paris-Abkommens noch erreicht werden.<\/strong> Dies bedeutet aber, dass die globalen Emissionen bis 2030 auf ungef\u00e4hr die H\u00e4lfte sinken m\u00fcssen, danach m\u00fcssen sie weiter fallen bis auf Netto-Null ums Jahr 2050 herum. Danach m\u00fcssen Negativemissionen erreicht und aufrechterhalten werden resp. die CO2-Entnahme und -Speicherung (CRD) muss die \u00fcbrig gebliebenen CO2-Emissionen \u00fcbertreffen.<\/p>\n\n<p>Es ist von gr\u00f6sster Wichtigkeit, die \u00dcberschreitung von 1,5\u00b0C so kurz wie m\u00f6glich zu halten, da eine allm\u00e4hliche Abk\u00fchlung danach die irreversiblen Folgen der maximalen Erw\u00e4rmung (z.B. Artenverlust oder Abschmelzen der Eisschilde) nicht r\u00fcckg\u00e4ngig machen w\u00fcrde. Dar\u00fcber hinaus ist ein gewisser Grad an Kohlendioxid-Entnahme (CDR) mittlerweile zwar notwendig, aber mit vielen Unsicherheiten behaftet, so dass die Abh\u00e4ngigkeit davon begrenzt werden sollte. Wie der IPCC in seinen fr\u00fcheren, dem AR6 zugrunde liegenden Berichten feststellte:<\/p>\n\n<p><em>\u00abCDR in grossem Massstab ist unerprobt. Die Abh\u00e4ngigkeit von einer solchen Technologie birgt ein grosses Risiko hinsichtlich der Begrenzung der Erw\u00e4rmung auf 1,5&nbsp;\u00b0C. Weniger CDR ist erforderlich bei Pfaden, die besonders stark auf Energieeffizienz und geringe Nachfrage setzen.\u00bb<\/em> (<a href=\"https:\/\/www.ipcc.ch\/sr15\/chapter\/chapter-2\/\">IPCC SR15<\/a>)<\/p>\n\n<p><em>\u00ab(&#8230;)Eine fr\u00fchzeitige Dekarbonisierung mit minimaler Abh\u00e4ngigkeit von CDR verringert das Risiko, dass die Eind\u00e4mmung scheitert, und erh\u00f6ht die Gerechtigkeit zwischen den Generationen.\u00bb<\/em> (<a href=\"https:\/\/www.ipcc.ch\/srccl\/chapter\/chapter-7\/\">IPCC SRCCL<\/a>)<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>6. <strong>Die aktuelle Dekade ist entscheidend und wir verf\u00fcgen \u00fcber alle notwendigen L\u00f6sungen<\/strong><\/strong><\/h2>\n\n<p>Wir verf\u00fcgen \u00fcber die notwendigen Instrumente, um die globalen Emissionen bis 2030 zu halbieren. Die H\u00e4lfte dieser Massnahmen sind sehr g\u00fcnstig (weniger als 20&nbsp;USD\/tCO2-eq) oder erlauben es sogar, <strong>Kosten einzusparen<\/strong>.<\/p>\n\n<p>Die gr\u00f6ssten Beitr\u00e4ge stammen aus <strong>Solar- und Windenergie<\/strong>, dem <strong>Schutz und der Wiederherstellung<\/strong> von W\u00e4ldern und anderen \u00d6kosystemen, <strong>klimafreundlicher Ern\u00e4hrung<\/strong> sowie diversen Formen von <strong>Energieeffizienz<\/strong>.<\/p>\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"886\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2023\/03\/215f0837-figure-spm.7a-886x1024.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-95668\" srcset=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2023\/03\/215f0837-figure-spm.7a-886x1024.png 886w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2023\/03\/215f0837-figure-spm.7a-260x300.png 260w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2023\/03\/215f0837-figure-spm.7a-768x888.png 768w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2023\/03\/215f0837-figure-spm.7a-1329x1536.png 1329w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2023\/03\/215f0837-figure-spm.7a-1182x1366.png 1182w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2023\/03\/215f0837-figure-spm.7a-294x340.png 294w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2023\/03\/215f0837-figure-spm.7a.png 1336w\" sizes=\"auto, (max-width: 886px) 100vw, 886px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em><em>Auszug aus SYR Abbildung SPM.7 (a): \u00dcberblick \u00fcber ausgew\u00e4hlte Emissions-Minderungsoptionen und ihre gesch\u00e4tzten Kosten und Potenziale im Jahr 2030.<\/em><\/em><\/figcaption><\/figure>\n\n<p>Die globalen Treibhausgasemissionen k\u00f6nnen bis 2050 mittels <strong>Massnahmen auf der Nachfrageseite um 40-70&nbsp;% im Vergleich zu den Basisszenarien<\/strong> reduziert werden. Diese Massnahmen verweisen auf gesellschaftliche Entscheidungen dar\u00fcber, wie wir Technologien und Ressourcen nutzen, um unseren Bedarf an Nahrung, Unterkunft, Mobilit\u00e4t und G\u00fctern zu decken. Die Umstellung auf eine <strong>fleischarme Ern\u00e4hrung<\/strong>, die in den IPCC-Berichten als \u00abausgewogene nachhaltige Ern\u00e4hrung\u00bb bezeichnet wird, ist eine der Massnahmen mit besonders hohem Potenzial. Insgesamt steht die Bereitstellung besserer Dienstleistungen mit weniger Energie- und Ressourceneinsatz im Einklang mit der Schaffung von Wohlstand f\u00fcr alle.<\/p>\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"234\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2023\/03\/f3b2b53a-figure-spm.7b-1024x234.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-95671\" srcset=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2023\/03\/f3b2b53a-figure-spm.7b-1024x234.png 1024w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2023\/03\/f3b2b53a-figure-spm.7b-300x68.png 300w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2023\/03\/f3b2b53a-figure-spm.7b-768x175.png 768w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2023\/03\/f3b2b53a-figure-spm.7b-1536x350.png 1536w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2023\/03\/f3b2b53a-figure-spm.7b-2048x467.png 2048w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2023\/03\/f3b2b53a-figure-spm.7b-510x116.png 510w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em><em>Auszug aus SYR Abbildung SPM.7 (b): Potential von nachfrageseitigen Emissionssenkungs-Optionen bis 2050.<\/em><\/em><\/figcaption><\/figure>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>7. <strong>Der Ausstieg aus den Fossilen muss rasch geschehen: Die bereits bestehende Infrastruktur ist zu gross<\/strong><\/strong><\/h2>\n\n<p>Die bereits vorhandene Infrastruktur zur F\u00f6rderung fossiler Brennstoffe reicht aus, um die Schwelle der Erhitzung von 1,5 \u00b0C zu \u00fcberschreiten, wenn sie ohne weitere Einschr\u00e4nkungen weiter genutzt werden darf. Es gibt also keinen Spielraum f\u00fcr neue fossile Infrastruktur. Und was bereits vorhanden ist, muss vorzeitig stillgelegt werden, wie die folgende Grafik zeigt.<\/p>\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"738\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2023\/03\/aa9046a7-figure-3.5a-ar6-syr-1024x738.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-95653\" srcset=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2023\/03\/aa9046a7-figure-3.5a-ar6-syr-1024x738.png 1024w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2023\/03\/aa9046a7-figure-3.5a-ar6-syr-300x216.png 300w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2023\/03\/aa9046a7-figure-3.5a-ar6-syr-768x553.png 768w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2023\/03\/aa9046a7-figure-3.5a-ar6-syr-1536x1107.png 1536w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2023\/03\/aa9046a7-figure-3.5a-ar6-syr-2048x1476.png 2048w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2023\/03\/aa9046a7-figure-3.5a-ar6-syr-1896x1366.png 1896w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2023\/03\/aa9046a7-figure-3.5a-ar6-syr-472x340.png 472w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em><em>Auszug aus Abbildung 3.5 (a).<\/em><\/em><\/figcaption><\/figure>\n\n<p>Mit anderen Worten: \u00abKeep it in the ground!\u00bb<\/p>\n\n<p><em>\u00abEtwa 80&nbsp;% der Kohle-, 50&nbsp;% der Gas- und 30&nbsp;% der \u00d6lreserven d\u00fcrfen nicht verbrannt und emittiert werden, wenn die Erw\u00e4rmung auf 2&nbsp;\u00b0C begrenzt werden soll. Deutlich mehr Reserven m\u00fcssen ungenutzt bleiben, wenn die Erw\u00e4rmung auf 1,5&nbsp;\u00b0C begrenzt werden soll.\u00bb<\/em> (SYR l\u00e4ngerer Bericht)<\/p>\n\n<p>Es muss also eine grundlegende Abkehr von fossilen Brennstoffen erfolgen. Aber wie schnell? Das h\u00e4ngt von vielen Annahmen ab. Im zugrundeliegenden Bericht \u00fcber die Eind\u00e4mmung des Klimawandels (<a href=\"https:\/\/www.ipcc.ch\/report\/ar6\/wg3\/downloads\/report\/IPCC_AR6_WGIII_FullReport.pdf\">AR6 WG3<\/a>) liefert der IPCC weitere Einzelheiten:<\/p>\n\n<p>Szenarien, welche die Erhitzung mit einer Wahrscheinlichkeit von mehr als 50&nbsp;% auf 1,5&nbsp;\u00b0C begrenzen und keine oder nur eine geringe \u00dcberschreitung vorsehen, prognostizieren einen R\u00fcckgang des weltweiten Verbrauchs von Kohle um bis zu 100&nbsp;%, von Erd\u00f6l um bis zu 90&nbsp;% und von Gas um bis zu 85&nbsp;% bis 2050, wobei die Medianwerte niedriger sind. (Siehe WG3, SPM C.3.2)<\/p>\n\n<p>Die schnellste Verbrauchsminderung ist bei Handlungspfaden erforderlich, die auf 1,5&nbsp;\u00b0C abzielen und wenig bis gar nicht \u00fcber das Ziel hinausschiessen, nur in geringem Masse auf CO2-Senken (CDR) angewiesen sind, nur geringen Druck auf Land und biologische Vielfalt aus\u00fcben und eine hohe Effizienz bei der Ressourcennutzung aufweisen, wie dies der IMP-LD-Pfad zeigt, bei dem der Gesamtverbrauch an fossilen Brennstoffen bis 2050 um etwa 85&nbsp;% gegen\u00fcber dem Stand von 2020 reduziert wird (siehe WG3, Abbildung 3.6 und SPM C.3.6).<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>8. <strong>L\u00f6sungen m\u00fcssen in echt funktionieren, nicht nur in Modellen<\/strong><\/strong><\/h2>\n\n<p>Wir sind in ein kritisches Jahrzehnt eingetreten, in dem wir die globalen Emissionen nahezu halbieren, gleichzeitig die Ern\u00e4hrungssicherheit gew\u00e4hrleisten sowie die Natur sch\u00fctzen und wiederherstellen m\u00fcssen.<\/p>\n\n<p>Zu den gr\u00f6ssten Ver\u00e4nderungen seit dem letzten Bericht (AR5) geh\u00f6rt der Vormarsch der Sonnen- und Windenergie, deren Kosten inzwischen auf dem Niveau fossiler Brennstoffe oder darunter liegt, was wiederum die Dekarbonisierung verschiedener Sektoren durch Elektrifizierung erm\u00f6glicht. Diese Entwicklung hat sich viel schneller vollzogen, als von Experten erwartet und in fr\u00fcheren Klimaschutzszenarien modelliert wurde. Die Erneuerbaren sind somit ein echter \u00abGame-Changer\u00bb.<\/p>\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"870\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2023\/03\/c7233264-figure-2.4-ar6-syr-1024x870.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-95650\" srcset=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2023\/03\/c7233264-figure-2.4-ar6-syr-1024x870.png 1024w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2023\/03\/c7233264-figure-2.4-ar6-syr-300x255.png 300w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2023\/03\/c7233264-figure-2.4-ar6-syr-768x653.png 768w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2023\/03\/c7233264-figure-2.4-ar6-syr-400x340.png 400w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2023\/03\/c7233264-figure-2.4-ar6-syr.png 1291w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em><em><em>Abbildung 2.4: <\/em><strong><em>Verringerung der Gestehungskosten pro Einheit und Nutzung einiger sich schnell ver\u00e4ndernder Technologien zur Emissionsminderung.<\/em><\/strong><em> Das obere Feld (a) zeigt die globalen Kosten pro Energieeinheit (USD pro MWh) f\u00fcr einige sich schnell ver\u00e4ndernde emissionsarme Technologien. Das untere Feld (b) zeigt die kumulative weltweite Verbreitung jeder Technologie, in GW installierter Kapazit\u00e4t f\u00fcr erneuerbare Energien und in Millionen von Fahrzeugen f\u00fcr batterieelektrische Fahrzeuge.<\/em><\/em><\/em><\/figcaption><\/figure>\n\n<p>Bei der Kohlenstoffabscheidung und -speicherung (CCS) wiederum sind keine wesentlichen Fortschritte zu verzeichnen. Die Verfahren spielen in vielen Emissionsminderungsmodellen eine grosse Rolle, lassen sich aber in der Realit\u00e4t noch nicht in grossem Massstab umsetzen, wie der IPCC-Bericht \u00fcber die Absenkpfade darlegt (<a href=\"https:\/\/www.ipcc.ch\/report\/sixth-assessment-report-working-group-3\/\">AR6 WG3<\/a>).<\/p>\n\n<p><em>\u00abDie Einf\u00fchrung und Entwicklung von CCS-Technologien (mit umfangreicher Speicherung von abgeschiedenem CO2) verlief wesentlich langsamer als in fr\u00fcheren Bewertungen prognostiziert.\u00bb<\/em><\/p>\n\n<p><em>\u00abDie Umsetzung von CCS st\u00f6sst derzeit auf technologische, wirtschaftliche, institutionelle, \u00f6kologische und soziokulturelle Hindernisse.\u00bb<\/em><\/p>\n\n<p>Die technologische Kohlendioxidabscheidung, bei der CO2 direkt aus der Atmosph\u00e4re (DACCS) oder aus Biomasse-Energie (BECCS) abgeschieden wird, spielt in den meisten Klimaschutzmodellen ebenfalls eine Rolle, ist aber in grossem Massstab noch nicht erprobt und ist \u2013 wie auch die grossfl\u00e4chige Aufforstung \u2013 mit Vorbehalten bzgl. Machbarkeit und Nachhaltigkeit belegt.<\/p>\n\n<p>Obwohl noch nicht dringlich, wird es in Zukunft Kohlendioxidentnahme (CDR) brauchen. Dabei d\u00fcrfen Modelle nicht simplifiziert werden. Bei der Festlegung von CDR-L\u00f6sungen, die einerseits den Nachhaltigkeits-Nutzen maximieren und andererseits die Risiken minimieren, sollen darum diejenigen Optionen bevorzugt werden, die f\u00fcr die Natur und f\u00fcr die lokalen Gemeinschaften von Vorteil sind, wie z.B. Aufforstung, Wiederherstellung von \u00d6kosystemen oder Kohlenstoffspeicherung in landwirtschaftlich genutzten B\u00f6den. Nur so lassen sich Konflikte mit anderen Landnutzungen, grosse Umweltauswirkungen und Widerspr\u00fcche mit Menschenrechten und Ern\u00e4hrungssicherheit vermeiden.<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>9. <strong>Gerechtigkeit, soziale Einbindung und eine ausreichende Finanzierung sind wesentlich<\/strong><\/strong><\/h2>\n\n<p>Der Umfang und die Geschwindigkeit f\u00fcr den erforderlichen Wandel k\u00f6nnen ohne Chancengleichheit und soziale Gerechtigkeit sowohl zwischen als auch innerhalb der Staaten nicht erreicht werden. Werden Klimaschutzmassnahmen in der Wirtschaftspolitik implementiert, kann dies laut IPCC eine nachhaltige, emissionsarme Entwicklung f\u00f6rdern, Arbeitspl\u00e4tze und soziale Sicherheit schaffen sowie den Zugang zu Finanzmitteln f\u00fcr emissionsarme Infrastruktur insbesondere in Entwicklungsregionen erleichtern.<\/p>\n\n<p>Im Mittelpunkt der Gerechtigkeits\u00fcberlegungen steht die Finanzierung. Es gibt genug Geld auf der Welt, um einen echten Wandel herbeizuf\u00fchren, wenn die bestehenden Hindernisse beseitigt werden. Doch <strong>heute sind die \u00f6ffentlichen und privaten Finanzstr\u00f6me f\u00fcr fossile Brennstoffe immer noch gr\u00f6sser als die f\u00fcr die Anpassung an den Klimawandel und seine Eind\u00e4mmung<\/strong>.<\/p>\n\n<p><em>(W\u00e4hrend der IPCC auf die wachsenden Finanzierungs- und Anpassungsl\u00fccken hinweist, mit denen gef\u00e4hrdete Bev\u00f6lkerungsgruppen zu k\u00e4mpfen haben, berichtet die IEA, dass die \u00d6l- und Gasindustrie allein im letzten Jahr satte 4 Billionen USD mit Rohstoffhandel verdient hat, welcher die Klimakatastrophe bef\u00f6rdert!).<\/em><\/p>\n\n<p><strong>Der j\u00e4hrliche Finanzierungsbedarf bis 2030 allein f\u00fcr Klimaschutz \u00fcbersteigt die aktuellen Investitionen um das Drei- bis Sechsfache<\/strong>, wobei der gr\u00f6sste Bedarf in den Entwicklungsl\u00e4ndern besteht. Um dies zu \u00e4ndern, m\u00fcssen sowohl die Regierungen als auch die Finanzinstitute ihre Ziele und Strategien auf 1,5&nbsp;\u00b0C ausrichten und Hindernisse beseitigen. Auf internationaler Ebene m\u00fcssen gerechte L\u00f6sungen gefunden werden, die den Anpassungs- und Eind\u00e4mmungsbedarf decken und Verluste und Sch\u00e4den f\u00fcr die am wenigsten f\u00fcr den Klimawandel Verantwortlichen auffangen.<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>10. <strong>Vom schrittweisen hin zum tiefgreifenden Wandel in allen Sektoren \u2013 gemeinsam packen wir\u2019s!<\/strong><\/strong><\/h2>\n\n<p>Das Zeitfenster f\u00fcr die Umsetzung einer klimavertr\u00e4glichen Entwicklung wird immer kleiner. Um das Pariser Abkommen und andere Nachhaltigkeitsziele zu erreichen, m\u00fcssen wir \u00fcber einzelne Technologien, Sektoren und Akteure hinaus denken und ganzheitliche, integrative und transformative Ans\u00e4tze verfolgen, die sowohl Emissionsminderung als auch Anpassung an die Klimaerhitzung mit einschliessen.<br><br>Massnahmen zum Schutz und zur Wiederherstellung der Artenvielfalt sind von grundlegender Bedeutung. Wenn wir uns um die Natur k\u00fcmmern, sorgen wir uns auch f\u00fcr uns selbst. Um die Widerstandsf\u00e4higkeit der biologischen Vielfalt und der \u00d6kosystemleistungen auf globaler Ebene zu erhalten, m\u00fcssen dem IPCC zufolge rund 30-50&nbsp;% der Land-, S\u00fcsswasser- und Meeresfl\u00e4chen der Erde bewahrt werden, einschliesslich der derzeit naturnahen \u00d6kosysteme.<br><br><strong>Um einen \u00abraschen und weitreichenden Wandel in allen Sektoren und Systemen\u00bb zu erreichen, brauchen wir starke Gesetze und Strategien sowie internationale Zusammenarbeit. Alle m\u00fcssen mithelfen. Und diejenigen mit der gr\u00f6ssten Verantwortung und den besten F\u00e4higkeiten m\u00fcssen den Weg weisen. Dies gilt f\u00fcr Regierungen, Unternehmen, Investoren und einkommensstarke Privatpersonen gleichermassen.<\/strong><\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Was nun?<\/h2>\n\n<p>Die Wissenschaft hat ihren Werkzeugkasten f\u00fcrs \u00dcberleben geliefert. Es ist nun an uns, daf\u00fcr zu sorgen, dass die Erkenntnisse von Regierungen, Unternehmen, Investoren und B\u00fcrgern beachtet werden. Wir nehmen es pers\u00f6nlich!<\/p>\n\n<p>Das Leben und das Wohlergehen unserer Kinder, Grosskinder, Urgrosskinder und den unz\u00e4hligen Generationen danach oder ihr Leiden h\u00e4ngt von unserem Handeln im Hier und Jetzt ab. Sie werden auf uns zur\u00fcckblicken und auf das, was wir geleistet oder aber unterlassen haben.<\/p>\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"544\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2023\/03\/8574de22-figure-spm.1c-1024x544.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-95656\" srcset=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2023\/03\/8574de22-figure-spm.1c-1024x544.png 1024w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2023\/03\/8574de22-figure-spm.1c-300x159.png 300w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2023\/03\/8574de22-figure-spm.1c-768x408.png 768w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2023\/03\/8574de22-figure-spm.1c-1536x816.png 1536w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2023\/03\/8574de22-figure-spm.1c-2048x1088.png 2048w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2023\/03\/8574de22-figure-spm.1c-510x271.png 510w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><strong><em><em>Auszug aus SYR Abbildung SPM.1 (c): Beobachtete (1900-2020) und prognostizierte (2021-2100) Temperaturver\u00e4nderungen der Erdoberfl\u00e4che (im Vergleich mit 1850-1900) illustrieren wie die Temperatur bereits angestiegen ist und sich im Laufe der Lebensspanne von drei repr\u00e4sentativen Generationen (geboren 1950, 1980 und 2020) weiter ver\u00e4ndern wird.<\/em><\/em><\/strong><br><\/figcaption><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die weltweit f\u00fchrenden Klimawissenschaftler:innen haben ihre aktuellste Einsch\u00e4tzung zur Klimaerhitzung ver\u00f6ffentlicht und zeigen auf, wie wir diese eind\u00e4mmen k\u00f6nnen.<\/p>\n","protected":false},"author":106,"featured_media":79358,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_planet4_optimize_post_is_variant":false,"_planet4_optimize_experiment_name":"","_planet4_optimize_variant_name":"","ep_exclude_from_search":false,"p4_og_title":"","p4_og_description":"","p4_og_image":"","p4_og_image_id":"","p4_seo_canonical_url":"","p4_campaign_name":"","p4_local_project":"","p4_basket_name":"","p4_department":"","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[42,50],"p4-page-type":[75],"gpch-article-type":[],"class_list":["post-95722","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-unkategorisiert","tag-energie","tag-klima","p4-page-type-story"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/95722","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/106"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=95722"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/95722\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/79358"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=95722"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=95722"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=95722"},{"taxonomy":"p4-page-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/p4-page-type?post=95722"},{"taxonomy":"gpch-article-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/gpch-article-type?post=95722"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}