{"id":9577,"date":"2016-08-05T00:00:00","date_gmt":"2016-08-04T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/9577\/freudentanz-am-amazonas\/"},"modified":"2019-05-30T10:05:36","modified_gmt":"2019-05-30T08:05:36","slug":"freudentanz-am-amazonas","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/9577\/freudentanz-am-amazonas\/","title":{"rendered":"Freudentanz am Amazonas"},"content":{"rendered":"<p><strong>Grosserfolg f\u00fcr Greenpeace und das Volk der Munduruku: Der umstrittene Megastaudamm S\u00e3o Luiz do Tapaj\u00f3s im Herzen des brasilianischen Amazonas wird nicht gebaut.\u00a0<\/strong><span class=\"s1\"><strong>Die Umweltbeh\u00f6rde IBAMA will keine Lizenz daf\u00fcr erteilen.<\/strong><\/span><\/p>\n<div class=\"post-content\">\n<div class=\"events-box big-box left\">\n<div class=\"frame\"><a class=\"open-img EnlargeImage\" title=\"\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/77357fee-77357fee-cpfqvqmw8aao65j.jpg\"><br \/>\n<img decoding=\"async\" id=\"ctl00_cphContentArea_epiEntryContent_ctl00_ctl02_Image1\" class=\"Thumbnail\" style=\"border-width: 0px;\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/77357fee-77357fee-cpfqvqmw8aao65j.jpg\" alt=\"\" \/><\/a><span class=\"date\">Freitag, 5. August 2016\u00a0<\/span>\u00a9 Rog\u00e9rio Assis \/ Greenpeace<\/div>\n<\/div>\n<p>Das ist ein grosser Erfolg f\u00fcr alle, die sich f\u00fcr den Erhalt des kostbaren Regenwaldes einsetzen. Besonders ist es ein Erfolg und eine Verschnaufpause f\u00fcr <a title=\"Die Munduruku\" href=\"http:\/\/tapajos.greenpeace.ch\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">die indigene Gemeinschaft der Munduruku<\/a>, die schon lange <a title=\"Die Munduruku k\u00e4mpfen gegen den Staudamm\" href=\"http:\/\/www.greenpeace.org\/switzerland\/de\/News_Stories\/Newsblog\/der-fluss-ist-unser-zuhause\/blog\/55940\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">f\u00fcr ihr Land und gegen die Errichtung des Staudamms k\u00e4mpft<\/a>. Greenpeace hat sie in diesem Kampf unterst\u00fctzt, gemeinsam mit 1,2 Millionen Menschen weltweit, die unsere Petition zum Schutz des Amazonas unterzeichnet haben. W\u00e4re das Projekt umgesetzt worden, h\u00e4tten viele Munduruku ihre Heimat im Herzen des Amazonas verloren. Ebenso w\u00e4ren \u00fcber 1000 Tierarten, die am Tapaj\u00f3s-Fluss leben, vom zerst\u00f6rerischen Vorhaben betroffen gewesen. Etwa 2600 Quadratkilometer Regenwald w\u00e4ren durch direkte und indirekte Waldrodungen verloren gegangen.\u00a0Die Nationale Stiftung der Indigenen FUNAI gelangte an IBAMA und gab die Empfehlung ab, das Projekt nicht zu genehmigen, da das betroffene Land den indigenen Munduruku zust\u00fcnde.<\/p>\n<p><strong>Einer von vielen Staud\u00e4mmen<\/strong><\/p>\n<p>Wir rufen die brasilianische Regierung dazu auf, die Anerkennung des indigenen Landes alsbald offiziell zu best\u00e4tigen. Die Gefahr ist damit nicht endg\u00fcltig gebannt: Brasilien muss nun allgemein seinen Kurs \u00e4ndern und zerst\u00f6rerischen Staud\u00e4mmen eine generelle Absage erteilen. Denn der S\u00e3o-Luiz-do-Tapaj\u00f3s-Damm w\u00e4re nur der erste von insgesamt 43 Staud\u00e4mmen gewesen, die im Tapaj\u00f3s-Einzugsgebiet geplant sind. Trotz der verheerenden Folgen f\u00fcr Mensch und Natur setzt die brasilianische Regierung weiterhin vor allem auf Wasserkraft zur Stromerzeugung, obwohl das Land ein hohes Potenzial an Solar- und Windenergie besitzt.<\/p>\n<p><strong>Auch Schweizer Firmen wollen Staudamm-Profite<\/strong><\/p>\n<p>Das Ende des S\u00e3o-Luiz-do-Tapaj\u00f3s-Staudammes zeigt, dass die Zivilgesellschaft solche Mammutprojekte stoppen kann. Dieser Erfolg best\u00e4rkt uns in unserem Einsatz f\u00fcr den Schutz des Amazonas. In mehr als 20 L\u00e4ndern hatten wir von Greenpeace uns in den letzten Monaten gegen den Bau eingesetzt. Unter anderem hatten wir f\u00fcr mehrere Wochen eine Urwald-Station in einem der betroffenen D\u00f6rfer der Indigenen errichtet. <a title=\"Proteste bei Siemens und Co.\" href=\"http:\/\/www.greenpeace.org\/switzerland\/de\/News_Stories\/Newsblog\/siemens-megastaudaemme-im-amazonas-gehoeren-n\/blog\/57068\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Greenpeace-AktivistInnen hatten weltweit vor Firmenzentralen jener Unternehmen protestiert<\/a>, deren <a title=\"Firmen profitieren von Staud\u00e4mmen im Amazonas\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Greenpeace_Damning_The_Amazon-The_Risky_Business_Of_Hydropower_In_The_Amazon-2016.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Beteiligung am Projekt<\/a> m\u00f6glich schien. Von europ\u00e4ischen Konzernen wie der \u00f6sterreichischen Andritz AG und dem deutschen Konzern Siemens, die derartige Staud\u00e4mme mit Turbinen und Generatoren beliefern k\u00f6nnen, fordert Greenpeace f\u00fcr die Zukunft eine generelle Distanzierung von solch umstrittenen Projekten.\u00a0Auch Schweizer Unternehmen waren in vergangenen Staudamm-Projekten beteiligt, zum Beispiel Alstom Renewable (Schweiz) GmbH \u2013 seit 2016 von GE \u00fcbernommen und nun GE Renewable Energy (Schweiz) \u2013\u00a0mit Sitz in Birr (Entwicklung, Herstellung, Vertrieb und Service von Staudammkomponenten), Andritz Hydro AG in Kriens sowie die Zurich Insurance.<\/p>\n<p>Der Amazonas-Regenwald gibt uns Zeit, unsere Lebensweisen von klimafeindlichen Energien auf 100 Prozent erneuerbare Energien umzustellen. Wird dieser CO2-Speicher weiter zerst\u00f6rt, beschleunigt Brasilien den Klimawandel, w\u00e4hrend andere L\u00e4nder versuchen, ihm mit Klimal\u00f6sungen entgegenzuwirken. Mit einem Verzicht w\u00fcrden die Firmen ein wichtiges Zeichen setzen: <a title=\"Battle for the river of life\" href=\"http:\/\/www.greenpeace.de\/sites\/www.greenpeace.de\/files\/publications\/greenpeace-report-the_battle_for_the_river_of_life-20160321.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Wer zukunftsorientierten Klimaschutz will, unterst\u00fctzt den Ausbau von Solar- und Windenergie, ohne den Amazonas-Regenwald zu zerst\u00f6ren.<\/a><\/p>\n<p><a title=\"Petition gegen Staud\u00e4mme im Amazonas\" href=\"https:\/\/act.greenpeace.ch\/tapajos-aktivismus\/?utm_source=TapajosGPCH&amp;utm_medium=BOS&amp;utm_term=Tapajos3&amp;utm_campaign=BOSTapajosGPCH\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Der jetztige Erfolg ist eine Verschnaufpause. Setzen Sie sich mit unserer Petition daf\u00fcr ein, dass auch andere Staudamm-Projekte im Amazonas gestoppt werden!\u00a0<\/a><\/p>\n<p>Um weiterhin gemeinsam Erfolge wie diesen zu erzielen, ist Greenpeace auf Ihre Spende angewiesen. <a href=\"https:\/\/act.greenpeace.ch\/tapajos-aktivismus\/danke\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Unterst\u00fctzen Sie uns heute mit einem Betrag Ihrer Wahl &gt;&gt;&gt;<br \/>\n<\/a><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Grosserfolg f\u00fcr Greenpeace und das Volk der Munduruku: Der umstrittene Megastaudamm S\u00e3o Luiz do Tapaj\u00f3s im Herzen des brasilianischen Amazonas wird nicht gebaut.\u00a0Die Umweltbeh\u00f6rde IBAMA will keine Lizenz daf\u00fcr erteilen.&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":23,"featured_media":9579,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_planet4_optimize_post_is_variant":false,"_planet4_optimize_experiment_name":"","_planet4_optimize_variant_name":"","ep_exclude_from_search":false,"p4_og_title":"","p4_og_description":"","p4_og_image":"","p4_og_image_id":"","p4_seo_canonical_url":"","p4_campaign_name":"","p4_local_project":"","p4_basket_name":"","p4_department":"","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[40],"p4-page-type":[75],"gpch-article-type":[],"class_list":["post-9577","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-unkategorisiert","tag-wald","p4-page-type-story"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9577","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/23"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=9577"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9577\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/9579"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=9577"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=9577"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=9577"},{"taxonomy":"p4-page-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/p4-page-type?post=9577"},{"taxonomy":"gpch-article-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/gpch-article-type?post=9577"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}