{"id":9581,"date":"2016-07-27T00:00:00","date_gmt":"2016-07-26T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/9581\/klimaklage-in-den-philippinen-co2-produzenten-muessen-red-und-antwort-stehen\/"},"modified":"2020-10-08T11:02:19","modified_gmt":"2020-10-08T09:02:19","slug":"klimaklage-in-den-philippinen-co2-produzenten-muessen-red-und-antwort-stehen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/9581\/klimaklage-in-den-philippinen-co2-produzenten-muessen-red-und-antwort-stehen\/","title":{"rendered":"Klimaklage in den Philippinen: CO2-Produzenten m\u00fcssen Red und Antwort stehen"},"content":{"rendered":"<p><b>Zum ersten Mal \u00fcberhaupt k\u00f6nnten die weltgr\u00f6ssten Kohlestoffproduzenten in einem Staat zur Rechenschaft gezogen werden: In den Philippinen stehen sie im Verdacht, das Klima massgeblich anzuheizen und somit die Menschenrechte der Bev\u00f6lkerung zu missachten. Nun m\u00fcssen die Grossunternehmen zu den Vorw\u00fcrfen Stellung nehmen, darunter auch zwei Firmen mit Gesch\u00e4ftssitz in der Schweiz, Glencore und Holcim.&nbsp;<\/b><\/p>\n<div class=\"post-content\">\n<div>\n<div class=\"events-box middle-box left\">\n<div class=\"frame\"><a class=\"open-img EnlargeImage\" title=\"\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/d55d05ed-d55d05ed-gp0stpc1i_web_size.jpg\"><br \/>\n<img decoding=\"async\" id=\"ctl00_cphContentArea_epiEntryContent_ctl00_ctl02_Image1\" class=\"Thumbnail\" style=\"border-width: 0px;\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/d55d05ed-d55d05ed-gp0stpc1i_web_size.jpg\" alt=\"\"><\/a>Grosskundgebung in den Philippinen vor der Einreichung der Klimaklage \u00a9 Vincent Go \/ Greenpeace<\/div>\n<\/div>\n<p class=\"normal\">Die Menschenrechtskommission der Philippinen (CHR) versandte heute Kopien der unter anderem von Katastrophen-\u00dcberlebenden, Gemeindeorganisationen und Greenpeace S\u00fcdostasien eingereichten Beschwerde sowie eine gerichtliche Aufforderung an die Hauptsitze der weltgr\u00f6ssten privaten Produzenten von fossilen Brennstoffen und Zement. Das Dokument schreibt den Unternehmen vor, ihre Antworten innerhalb von 45 Tagen der Kommission zu unterbreiten.<\/p>\n<p class=\"normal\">Die Liste der 47 Beschwerdeempf\u00e4nger, die rechtlich verbindlich aufgefordert wurden, zum Vorwurf von Menschenrechtsverletzungen durch Klimawandel Stellung zu beziehen, umfasst neben Glencore und Holcim auch folgende Unternehmen: Chevron, ExxonMobil, BP, Royal Dutch Shell, Total, BHP Billiton, Suncor und ConocoPhillips.<\/p>\n<p class=\"normal\">\u00abWir leiden schon lange unter St\u00fcrmen, D\u00fcrren, extreme Wetterereignissen, die jetzt durch den Klimawandel noch verschlimmert werden. Wir wollen bloss eine ordentliches und friedliches Leben f\u00fchren, ohne in st\u00e4ndiger Angst zu leben und riesigen Unternehmen ausgeliefert zu sein, die nur ihren Profit sehen. Wir haben beschlossen, unsere Rechte zu verteidigen. Wir wollen, dass die Hauptverantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden. Wir fordern Gerechtigkeit und wollen wieder in der Lage sein, das Wenige zu sch\u00fctzen, das wir unseren Kindern weitergeben k\u00f6nnen\u00bb, sagte Veronica \u00abDerek\u00bb Cabe, eine der Beschwerdef\u00fchrerinnen von Bataan, wo lokale Gemeinschaften sich gegen Anlagen zur Kohlelagerung und Pl\u00e4ne f\u00fcr ein neues Kohlekraftwerk zur Wehr setzen und wo ein Anf\u00fchrer der Gemeinde im Kampf gegen die Kohleinteressen am 1. Juli 2016 erschossen wurde.<\/p>\n<p class=\"normal\"><a href=\"http:\/\/www.greenpeace.org\/switzerland\/de\/Themen\/Klima\/Die-Klimakonferenz\/Vor-Gericht-fuer-Klimagerechtigkeit\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Die Kommission startete 2015 eine Untersuchung<\/a>, um herauszufinden, ob die weltgr\u00f6ssten Kohlestoffproduzenten die Menschenrechte der philippinischen Bev\u00f6lkerung verletzen oder zu verletzen drohen, indem sie massgeblich zum globalen Klimawandel beitragen und ihre Emissionen nicht reduzieren, obwohl sie dazu in der Lage w\u00e4ren.<\/p>\n<p class=\"normal\"><strong>Philippinen vom Klimawandel besonders betroffen<\/strong><\/p>\n<p class=\"normal\">Die Petition\u00e4re haben die Kommission aufgefordert, von den genannten Unternehmen konkrete Pl\u00e4ne zu verlangen \u00fcber Massnahmen zur Eliminierung, Wiedergutmachung und Vorkehren gegen die verheerenden Auswirkungen des Klimawandels in einem Land, das anerkanntermassen zu den von diesen Auswirkungen am st\u00e4rksten Betroffenen geh\u00f6rt. Die Kommission wird von den Petition\u00e4ren auch aufgefordert, Menschen und Gemeinden, die durch die Auswirkungen des Klimawandels besonders gef\u00e4hrdet sind, zu beobachten.<\/p>\n<div class=\"events-box middle-box right\">\n<div class=\"frame\"><a class=\"open-img EnlargeImage\" title=\"\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/db859cd2-db859cd2-gp0stor7w_web_size.jpg\"><br \/>\n<img decoding=\"async\" id=\"ctl00_cphContentArea_epiEntryContent_ctl00_ctl04_Image1\" class=\"Thumbnail\" style=\"border-width: 0px;\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/db859cd2-db859cd2-gp0stor7w_web_size.jpg\" alt=\"\"><br \/>\n<\/a>Folgen des Klimawandels: Taifune fordern in den Philippinen immer wieder Tote \u00a9 Alanah Torralba \/ Greenpeace<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p class=\"normal\">\u00abLetztlich m\u00fcssen diejenigen, die am meisten davon profitiert haben, dass Kohlendioxid einfach in die Atmosph\u00e4re gepumpt wurde, nun auch die Hauptlast tragen beim Verhindern weiterer Verw\u00fcstungen durch den Klimawandel. Dieses Verfahren ist der erste Schritt in diesem Prozess. Die mutigen Menschen auf den Philippinen haben es gewagt, von den gr\u00f6ssten Kohlestoff-Produzenten der Welt Rechenschaft \u00fcber die von ihnen verursachten Emissionen zu verlangen\u00bb. sagte Jennifer Morgan, Gesch\u00e4ftsleiterin von Greenpeace International.<\/p>\n<p class=\"normal\"><strong>Klimaklagen als neues Instrument zum Schutz der Menschenrechte<\/strong><\/p>\n<p class=\"normal\">Das Vorgehen der Kommission ist einmalig. Zum ersten Mal thematisiert eine nationale Menschenrechtsbeh\u00f6rde die Auswirkungen des Klimawandels auf die Menschenrechte und die Verantwortlichkeit privater Akteure, und unternimmt entsprechende Schritte. Die Beschwerdef\u00fchrer rechnen damit, dass es nach Eintreffen der Stellungnahmen der Unternehmen im Oktober 2016 in den Philippinen zu offiziellen Anh\u00f6rungen kommt.<\/p>\n<p class=\"normal\">Die Beschwerdef\u00fchrer stellen die Businesspl\u00e4ne der betreffenden Konzerne in Frage und fordern die Regierungen der Welt auf, die verbleibenden fossilen Brennstoffe in der Erde zu belassen. F\u00fcr die Unternehmen, die fossile Brennstoffe f\u00f6rdern und verarbeiten, ist dies ein weiterer Hinweis darauf, dass die Zeiten des \u00abBusiness as usual\u00bb sich dem Ende zuneigen d\u00fcrften.<\/p>\n<p class=\"normal\">Eine wachsende Bewegung f\u00fcr globale Klimagerechtigkeit setzt sich heute daf\u00fcr ein, den Menschen \u00fcberall auf der Welt zu zeigen, dass und wie sie sich f\u00fcr ihre vom Klimawandel bedrohten Menschenrechte wehren k\u00f6nnen\u2014vor Gericht ebenso wie ausserhalb. Auch in der Schweiz bereitet eine Gruppen von <a href=\"http:\/\/klimaseniorinnen.ch\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Seniorinnen eine Klimaklage <\/a>gegen den Bund vor.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zum ersten Mal \u00fcberhaupt k\u00f6nnten die weltgr\u00f6ssten Kohlestoffproduzenten in einem Staat zur Rechenschaft gezogen werden: In den Philippinen stehen sie im Verdacht, das Klima massgeblich anzuheizen und somit die Menschenrechte&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":23,"featured_media":9583,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_planet4_optimize_post_is_variant":false,"_planet4_optimize_experiment_name":"","_planet4_optimize_variant_name":"","ep_exclude_from_search":false,"p4_og_title":"","p4_og_description":"","p4_og_image":"","p4_og_image_id":"","p4_seo_canonical_url":"","p4_campaign_name":"not set","p4_local_project":"not set","p4_basket_name":"not set","p4_department":"","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[34,50],"p4-page-type":[75],"gpch-article-type":[],"class_list":["post-9581","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-unkategorisiert","tag-klimagerechtigkeit","tag-klima","p4-page-type-story"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9581","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/23"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=9581"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9581\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/9583"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=9581"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=9581"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=9581"},{"taxonomy":"p4-page-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/p4-page-type?post=9581"},{"taxonomy":"gpch-article-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/gpch-article-type?post=9581"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}