{"id":9591,"date":"2016-07-05T00:00:00","date_gmt":"2016-07-04T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/9591\/schlechte-noten-fuer-nike-und-esprit-beim-entgiftungs-check\/"},"modified":"2019-05-30T10:06:06","modified_gmt":"2019-05-30T08:06:06","slug":"schlechte-noten-fuer-nike-und-esprit-beim-entgiftungs-check","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/9591\/schlechte-noten-fuer-nike-und-esprit-beim-entgiftungs-check\/","title":{"rendered":"Schlechte Noten f\u00fcr Nike und Esprit beim Entgiftungs-Check"},"content":{"rendered":"<p><b>Grosse Modelabels k\u00f6nnen problemlos giftfrei produzieren \u2013 wenn sie es nur wollen. Das zeigt ein aktueller Zwischenbericht der Detox-Kampagne von Greenpeace. Einige Firmen hinken aber beim Entgiftungsprozess weit hinterher.<\/b><\/p>\n<div class=\"post-content\">\n<div class=\"events-box big-box left\">\n<div class=\"frame reset-padding\"><a class=\"open-img EnlargeImage\" title=\"\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/4658dab8-4658dab8-20160630_infographic_1200x1200_german.jpg\"><br \/>\n<img decoding=\"async\" id=\"ctl00_cphContentArea_epiEntryContent_ctl00_ctl02_Image1\" class=\"Thumbnail\" style=\"border-width: 0px;\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/4658dab8-4658dab8-20160630_infographic_1200x1200_german.jpg\" alt=\"\" \/><\/a>\u00a0Keine Ausfl\u00fcchte und Ausreden: Mode l\u00e4sst sich auch im grossen Stil ohne giftige Chemikalien produzieren; das belegt Greenpeace mit einer aktuellen Untersuchung. Allerdings l\u00e4sst es die grosse Mehrheit der untersuchten Firmen an Tempo fehlen: 16 von 19 Firmen entgiften nicht schnell genug. Der <a href=\"http:\/\/www.detoxcatwalk.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">\u00abDetox Catwalk\u00bb<\/a> benennt die Vorreiter, die ihr Entgiftungsversprechen erfolgreich umsetzen, und die Schlusslichter mit Nachholbedarf.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>\u00abZara, H&amp;M und Benetton beweisen, dass eine schadstofffreie Produktion f\u00fcr Unternehmen jeder Gr\u00f6sse m\u00f6glich ist\u00bb, sagt Julia Bangerter, Leiterin der Detox-Kampagne bei Greenpeace Schweiz. Wie die anderen getesteten Unternehmen haben sich die drei Modefirmen verpflichtet, bis 2020 auf eine komplett saubere Produktion umzustellen, und sind auf einem guten Weg dorthin.<\/p>\n<p><strong>Lob und Tadel<br \/>\n<\/strong>Besonderes Lob gibt es f\u00fcr Inditex und deren Tochterfirma Zara an der Spitze der Bestenliste. Deren Abwasserdaten sind \u00f6ffentlich einsehbar, die Lieferantenliste ist f\u00fcr jeden nachvollziehbar. \u00abEngagierte Marken zeigen, dass es auch in einer komplizierten und verflochtenen Welt m\u00f6glich ist, die Herstellung von Produkten transparent zu machen\u00bb, so Bangerter.<\/p>\n<p>Gute Noten gibt es nicht durch die Bank. Zw\u00f6lf Firmen sind im Mittelfeld angesiedelt, darunter Adidas und Puma. Hier wird das Management von Giftstoffen noch als l\u00fcckenhaft bewertet. In der schlechtesten Kategorie sind Esprit und Nike zu finden. Nach wie vor setzen sie gesundheitssch\u00e4dliche Stoffe wie per- und polyfluorierte Chemikalien, sogenannte PFC, ein und lassen ihre Herstellungsbedingungen im Dunkeln. Damit sind sie im Begriff, ihr Versprechen zu brechen: Das Ziel, bis 2020 giftfreie Mode zu produzieren, ist f\u00fcr diese Firmen kaum zu schaffen.<\/p>\n<p>Mittlerweile sind mehr als 70 Modemarken und Modelieferanten der Detox-Verpflichtung gefolgt und nehmen giftige Chemikalien aus ihrer Lieferkette. Zusammen sind sie f\u00fcr 15 Prozent der globalen Textilproduktion verantwortlich.<\/p>\n<p><strong>Weg von der Massenproduktion<br \/>\n<\/strong>Doch auch wenn es bei den Spitzenreitern gute Fortschritte im Umwelt- und Konsumentenschutz gibt, ist das Fast-Fashion-Konzept von H&amp;M und Zara nach wie vor kritikw\u00fcrdig. \u00abNeue Kollektionen alle paar Wochen belasten die Umwelt und ben\u00f6tigen enorme Ressourcen\u00bb, sagt Bangerter. Wer als Textilunternehmen wirklich zukunftsf\u00e4hig denkt, bietet beispielsweise einen lebenslangen Reparaturservice f\u00fcr seine Kleidungsst\u00fccke an. Davon nehmen die meisten Modefirmen allerdings noch Abstand.<\/p>\n<p>Das Detox-Versprechen von Greenpeace soll vor allem die Lebensverh\u00e4ltnisse in den L\u00e4ndern verbessern, die Kleidung in Massen produzieren, wie beispielsweise China. In den grossen St\u00e4dten des Landes sind bereits \u00fcber 60 Prozent der Trinkwasserreserven ernsthaft verschmutzt. Als Konsument kann man einen kleinen Teil zur Verbesserung der Situation beitragen, etwa weniger Kleidung kaufen, daf\u00fcr reparieren und recyceln. Die gr\u00f6sste Verantwortung ruht allerdings auf den Schultern der Modebranche, die viel zu schnell viel zu billige Ware produziert \u2013 mit schwerwiegenden Folgen f\u00fcr Mensch und Natur.<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Grosse Modelabels k\u00f6nnen problemlos giftfrei produzieren \u2013 wenn sie es nur wollen. Das zeigt ein aktueller Zwischenbericht der Detox-Kampagne von Greenpeace. 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