{"id":96807,"date":"2023-04-17T00:05:00","date_gmt":"2023-04-16T22:05:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/?p=96807"},"modified":"2023-04-13T14:21:50","modified_gmt":"2023-04-13T12:21:50","slug":"werbereglemente-schutz-klima-umwelt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/96807\/werbereglemente-schutz-klima-umwelt\/","title":{"rendered":"Werbereglemente zum Schutz von Klima und Umwelt"},"content":{"rendered":"\n<p><strong><strong>Werbung ist omnipr\u00e4sent. Wie denkt die Schweizer Bev\u00f6lkerung dar\u00fcber? Wie beeinflusst sie das Konsumverhalten? <\/strong>Heute ver\u00f6ffentlichen wir ein neues <a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/publikation\/96792\/kommerzielle-werbung-uberkonsums\">Themenpapier<\/a>, das auf einer repr\u00e4sentativen Bev\u00f6lkerungsbefragung basiert.<strong> Wir fordern Coop und Migros auf, Verantwortung wahrzunehmen f\u00fcr ihre Werbung und deren \u00f6kologischen Folgen, indem sie verbindliche Werbereglemente f\u00fcr alle Unternehmen ihrer Genossenschaften erlassen.\u00a0<\/strong><\/strong><\/p>\n\n<p>Werbung liefert wichtige Informationen, hilft Menschen damit, bessere Kaufentscheidungen zu treffen und bietet gute Unterhaltung \u2013 das verspricht die Werbebranche. Im Auftrag von Greenpeace Schweiz hat gfs-Z\u00fcrich in einer repr\u00e4sentativen Bev\u00f6lkerungsumfrage im Januar und Februar 2023 erhoben, wie die Schweizer Bev\u00f6lkerung kommerzielle Werbung wahrnimmt.\u00a0<\/p>\n\n<p>Die \u00fcberw\u00e4ltigende Mehrheit der Befragten, 85 Prozent, stimmte der Aussage zu, dass kommerzielle Werbung den Konsum erh\u00f6hen will. Dass Werbung den Konsum tats\u00e4chlich erh\u00f6ht \u2013 und nicht nur Marktanteile umverteilt \u2013 belegen verschiedene Studien.\u00a0<\/p>\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong><strong>Werbung normalisiert sch\u00e4dliches Konsumverhalten und f\u00fchrt zu vorzeitiger Entsorgung<\/strong><\/strong><\/h3>\n\n<p>Obwohl die Wirkung von Werbung durch Studien belegt ist, ist die Mehrheit (55 Prozent) der Schweizer Bev\u00f6lkerung der Ansicht, dass ihre Kaufentscheidungen nicht von kommerzieller Werbung beeinflusst sind. Das ist nicht erstaunlich: Werbung wirkt mehrheitlich im Unterbewusstsein, z. B. auf der emotionalen Ebene: Sie verspricht Gl\u00fcck, Zugeh\u00f6rigkeit, Erfolg, etc. Der Vergleich unseres Lebens(standards) mit den Bildern aus der Werbung macht uns unzufrieden und erh\u00f6ht unsere Anspr\u00fcche.\u00a0<\/p>\n\n<p>So normalisiert Werbung den Konsum von Produkten, welche anerkannte negative Effekte auf unseren Planeten und die Gesellschaft haben. Barbara Wegmann, Konsum- und Werbungsexpertin bei Greenpeace Schweiz sagt: \u00abFr\u00fcher hat Tabakwerbung das Rauchen normalisiert und die sch\u00e4dlichen Folgen ausgeblendet. Auch heute wenden Werbetreibende diese Strategie weiter an, beispielsweise bei der Vermarktung von Fleisch\u00bb. Bereits 2022 hat Greenpeace Schweiz manipulative Werbetechniken bei der Bewerbung von Tierprodukten identifiziert.<\/p>\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong><strong>Coop und Migros m\u00fcssen Verantwortung wahrnehmen<\/strong><\/strong><\/h3>\n\n<p>Die mit Abstand gr\u00f6ssten Werbetreibenden auf dem Schweizer Werbemarkt sind Coop und&nbsp; Migros. Diese Dominanz der Detailhandel-Riesen spiegelt sich auch in der gfs-Umfrage: Rund jede vierte Person denkt beim Thema kommerzielle Werbung zuerst an Migros (27 Prozent), jede sechste Person an Coop (17 Prozent).&nbsp;<\/p>\n\n<p>Mit Macht kommt Verantwortung. Wir fordern Migros und Coop auf, umfassende und verbindliche Werbereglemente f\u00fcr alle Unternehmen der beiden Genossenschaften zu erlassen, die Greenwashing und Fehlanreize mit Blick auf einen nachhaltigen Konsum verhindern. Dazu geh\u00f6rt aus Sicht von Greenpeace Schweiz auch eine Abkehr von Werbung f\u00fcr Tierprodukte.<\/p>\n\n<p>Barbara Wegmann sagt: \u00abCoop und Migros entscheiden, wof\u00fcr und wie sie Werbung machen und beeinflussen so den Konsum. Mit der heutigen Werbung ignorieren sie die planetaren Grenzen und schaden der Umwelt, der Gesellschaft und letzten Endes auch der Wirtschaft.\u00bb\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Werbung ist omnipr\u00e4sent. Wie denkt die Schweizer Bev\u00f6lkerung dar\u00fcber? Wie beeinflusst sie das Konsumverhalten? Heute ver\u00f6ffentlichen wir ein neues Themenpapier, das auf einer repr\u00e4sentativen Bev\u00f6lkerungsbefragung basiert. 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