{"id":97203,"date":"2023-04-23T23:55:00","date_gmt":"2023-04-23T21:55:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/?p=97203"},"modified":"2023-04-24T10:36:04","modified_gmt":"2023-04-24T08:36:04","slug":"die-schweiz-ueberbordet-fuer-ein-leben-innerhalb-der-planetaren-grenzen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/97203\/die-schweiz-ueberbordet-fuer-ein-leben-innerhalb-der-planetaren-grenzen\/","title":{"rendered":"<strong>Die Schweiz \u00fcberbordet. F\u00fcr ein Leben innerhalb der planetaren Grenzen<\/strong>"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Es gibt kein dauerndes Wachstum. Alles hat Grenzen. Auch der Planet Erde. <\/strong><a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2023\/04\/a09bf05b-planetare_grenzen_2023.pdf\"><strong>Eine neue Greenpeace-Studie<\/strong><\/a><strong> zeigt, dass die Schweiz die planetaren Grenzen in verschiedenen Bereichen \u00fcberschreitet, und zwar immer mehr im Vergleich zu fr\u00fcheren Studien.<\/strong><\/p>\n\n<p>Das Konzept der planetaren Grenzen umfasst neun \u00f6kologische Dimensionen, darunter Klimaver\u00e4nderung und Biodiversit\u00e4tsverlust. \u00dcberschreiten wir die Grenze in einer oder mehreren Dimensionen, gef\u00e4hrden wir die Stabilit\u00e4t der \u00d6kosysteme \u2013 und damit das \u00dcberleben der menschlichen Zivilisation.&nbsp;<\/p>\n\n<p>Das Z\u00fcrcher Forschungsinstitut econcept hat im Auftrag von Greenpeace Schweiz die konsumbedingten Umweltbelastungen im In- und Ausland entlang des gesamten Produktlebenszyklus untersucht und sie in Bezug auf die planetaren Grenzen bewertet. Eine Handvoll von L\u00f6sungsans\u00e4tzen zeigt, wie das Ziel einer sozialgerechten Gesellschaft innerhalb der planetaren Grenzen zu erreichen ist.&nbsp;<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>\u00abDie Situation ist dramatisch\u00bb<\/strong><\/h2>\n\n<p>Die Resultate der Studie sind alarmierend. Beim Klima (CO<sub>2<\/sub>-Emissionen) \u00fcberschreitet die Schweiz die planetaren Grenzen um den Faktor 19. Der Biodiversit\u00e4tsverlust \u00fcbersteigt den Grenzwert um den Faktor 3,8.&nbsp;<\/p>\n\n<p>Agnes Jezler ist Expertin und Campaignerin bei Greenpeace Schweiz f\u00fcr den sozialen und wirtschaftlichen Wandel. Sie sagt: \u00abDie Situation ist dramatisch. Die Fakten sind unbestritten: Die Art und Weise, wie wir leben und wirtschaften, raubt uns die Zukunft \u2013 und das immer schneller. Das ist mit einem langfristigen \u00dcberleben der menschlichen Zivilisation nicht vereinbar. Wollen wir und k\u00fcnftige Generationen auf diesem Planeten weiter leben, ist es unausweichlich, in die planetaren Grenzen zur\u00fcckzukehren. Derzeit bewegen wir uns aber immer weiter weg von einer sicheren Zukunft.\u00bb<\/p>\n\n<p>Fakt ist: Im Vergleich zu fr\u00fcheren Studien zu den planetaren Grenzen steht die Schweiz weiterhin schlecht da. Die Umweltbelastungen nehmen zu \u2013 trotz Umweltschutzgesetz, trotz Klimaabkommen.&nbsp;<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>\u00abWir brauchen ein anderes Wirtschafts- und Finanzsystem\u00bb<\/strong><\/h2>\n\n<p>Dazu kommt: Konsum heisst nicht Wohlergehen. In der Schweiz sind 1,3 Millionen Menschen von Armut betroffen oder stehen knapp davor. Einer von vielen L\u00f6sungsans\u00e4tzen ist die \u00abSuffizienzpolitik\u00bb. Das bedeutet: Wir haben genug und nicht zu wenig. Gleichzeitig sinken die Umweltbelastungen, so dass sie mit den planetaren Grenzen vereinbar sind.<\/p>\n\n<p>Agnes Jezler: \u00abF\u00fcr eine Trendumkehr ist ein grundlegender Wandel notwendig. Wir brauchen ein anderes Wirtschafts- und Finanzsystem. Eines, das uns aktiv dabei hilft, dass alle eine sichere und gerechte Zukunft haben. Das Ziel ist anspruchsvoll und kompromisslos. Die Studie skizziert einen bunten Strauss von L\u00f6sungsans\u00e4tzen, von Suffizienzpolitik, B\u00fcrger:innenversammlungen, Kreislaufwirtschaft bis hin zur Donut-\u00d6konomie. Das zeigt: Wir haben die Mittel f\u00fcr die Gestaltung einer Zukunft innerhalb der planetaren Grenzen l\u00e4ngst in der Hand. Wir m\u00fcssen alte \u00dcberzeugungen, die der planetaren Krise unangepasst sind, rasch und radikal hinter uns lassen.\u00bb<\/p>\n\n<p class=\"is-style-accent-1\">Greenpeace ist eine Partnerorganisation der Allianz f\u00fcr Umweltverantwortung. Die Allianz hat am 21. Februar die Eidgen\u00f6ssische Volksinitiative \u00abF\u00fcr eine verantwortungsvolle Wirtschaft innerhalb der planetaren Grenzen\u00bb (kurz: Umweltverantwortungsinitiative UVI) eingereicht. Die Jungen Gr\u00fcnen Schweiz haben die Initiative im August 2021 lanciert.&nbsp;<\/p>\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Mehr Informationen<\/strong><\/h2>\n\n<p>Greenpeace-Studie <a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2023\/04\/a09bf05b-planetare_grenzen_2023.pdf\">\u00abTransformation zu einem sozialgerechten Leben innerhalb der planetaren Grenzen\u00bb<\/a><\/p>\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2023\/04\/731cca31-greenpeace_studie_planetarengrenzen_zusammenfassung.pdf\">Kurzfassung <\/a>der Greenpeace-Studie<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Kontakt<\/strong><\/h2>\n\n<p>Agnes Jezler, Expertin und Campaignerin f\u00fcr \u00abChange\u00bb bei Greenpeace Schweiz<br>078 231 35 21, <a href=\"mailto:agnes.jezler@greenpeace.org\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">agnes.jezler@greenpeace.org<\/a><\/p>\n\n<p>Medienstelle Greenpeace Schweiz<br>044 447 41 11, <a href=\"mailto:pressestelle.ch@greenpeace.org\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">pressestelle.ch@greenpeace.org<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Alles hat Grenzen. 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