{"id":9723,"date":"2016-05-10T00:00:00","date_gmt":"2016-05-09T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/9723\/auffressen-des-amazonas-gestoppt\/"},"modified":"2019-07-08T10:05:58","modified_gmt":"2019-07-08T08:05:58","slug":"auffressen-des-amazonas-gestoppt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/9723\/auffressen-des-amazonas-gestoppt\/","title":{"rendered":"Auffressen des Amazonas gestoppt"},"content":{"rendered":"\n<p><b>F\u00fcr den Anbau von Soja darf im Amazonas auf unbestimmte Zeit kein Urwald mehr abgeholzt werden. Darauf haben sich Regierung, Industrie und Vertreter der Zivilgesellschaft, darunter Greenpeace, in Brasilien geeinigt.<\/b><\/p>\n\n<p>Das Soja-Moratorium ist das Resultat einer langj\u00e4hrigen Greenpeace-Kampagne im Amazonas. Es stellt sicher, dass f\u00fcr den Anbau von Soja kein Urwald zerst\u00f6rt wird. Die H\u00fclsenfr\u00fcchte werden vor allem als Futtermittel f\u00fcr die weltweite Viehwirtschaft eingesetzt,&nbsp;f\u00fcr die Produktion von Fleisch, Eiern und Milch.&nbsp;Das Abkommen wurde 2008 zum ersten Mal, danach j\u00e4hrlich, unterzeichnet. Es ist nun auf unbestimmte Zeit verl\u00e4ngert worden, oder \u2013 wie es im Dokument steht: bis es nicht mehr ben\u00f6tigt wird.<\/p>\n\n<p>2006 hatte Greenpeace mit dem Bericht&nbsp;<a href=\"http:\/\/www.greenpeace.org\/switzerland\/de\/Publikationen\/Reports-Wald\/Wir-essen-Amazonien-auf\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">\u00abEating up the Amazon\u00bb (\u00abWir essen Amazonien auf\u00bb)<\/a>&nbsp;den internationalen Druck auf die Lebensmittel- und Futterindustrie verst\u00e4rkt. Darin zeigten wir auf, wie sich der europ\u00e4ische Konsum von Fleisch und anderen tierischen Produkten auf Amazonien auswirkt. In der Folge forderten McDonald\u2019s und verschiedene Lebensmittelh\u00e4ndler zusammen mit Greenpeace von Cargill, Bunge, ADM und Maggi, den illegalen Sojaanbau im Regenwald zu stoppen \u2014&nbsp;was schliesslich zum Moratorium f\u00fchrte.<\/p>\n\n<p>Zwischen 2001 und 2006 \u2013 also vor dem Moratorium \u2013 wuchsen die Sojafelder im Amazonasgebiet demnach um eine Million Hektar. Oft waren grosse Regenwaldfl\u00e4chen direkt in Sojafelder umgewandelt worden. Mit dem Moratorium hatten Industrie, Regierung und Nichtregierungsorganisationen auch \u00dcberwachungssysteme installiert \u2014 dazu geh\u00f6ren Satelliten. Farmer, die das Abkommen verletzten, k\u00f6nnen ihre Produkte zumindest an die Unterzeichner der Vereinbarung nicht mehr absetzen.<\/p>\n\n<p>Das zeigt Wirkung: Seit dem Moratorium entstanden bis 2014 nur noch 0,8 Prozent der neu geschaffenen Anbaufl\u00e4chen auf frisch abgeholztem Gebiet. Greenpeace wird sich weiterhin f\u00fcr eine Null-Entwaldungs-Politik einsetzen, die nicht nur die Menschen und Tiere in den Urwald-Gebieten sch\u00fctzt, sondern auch das Weltklima. Denn Abholzungen giessen t\u00e4glich \u00d6l ins globale Klimafeuer.<\/p>\n\n<p>\u00abDer Wald dankt uns f\u00fcr das Engagement. Das Moratorium st\u00e4rkt unsere Bem\u00fchungen zum Schutz des Regenwaldes, seiner indigenen V\u00f6lker und seiner Tiere. Und nicht zu vergessen: des Weltklimas\u00bb, sagt Asti Roesle, Forstexpertin bei Greenpeace Schweiz.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>F\u00fcr den Anbau von Soja darf im Amazonas auf unbestimmte Zeit kein Urwald mehr abgeholzt werden. 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