{"id":9785,"date":"2016-02-17T00:00:00","date_gmt":"2016-02-16T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/9785\/gespraechsbereit-aktion-bei-mammut-beendet\/"},"modified":"2019-05-30T10:13:34","modified_gmt":"2019-05-30T08:13:34","slug":"gespraechsbereit-aktion-bei-mammut-beendet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/9785\/gespraechsbereit-aktion-bei-mammut-beendet\/","title":{"rendered":"Gespr\u00e4chsbereit: Aktion bei Mammut beendet"},"content":{"rendered":"<p><b>UPDATE 17. Februar 2016, 18.15 UHR:\u00a0Die 15 Greenpeace-AktivistInnen, die heute am Mammut-Hauptsitz in Seon\/AG protestiert haben, ziehen sich f\u00fcr den Moment zur\u00fcck und beenden ihre Aktion. Sie sehen ihre Botschaft \u00fcberbracht: Greenpeace und Mammut sind derzeit dabei, ein Gespr\u00e4ch dar\u00fcber zu vereinbaren, wie die Schweizer Outdoor-Firma die hochproblematischen PFC aus ihrer Produktionskette verbannen kann. Denn diese sch\u00e4dlichen, in der Natur kaum abbaubaren Substanzen passen nicht zu einer Firma, die nach eigenen Angaben \u00abvon und f\u00fcr die Natur lebt.\u00bb<\/b><\/p>\n<div class=\"post-content\">\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<\/p>\n<p><strong>Mammut kriegt eins aufs Dach<\/strong>&#8230;<\/p>\n<p><strong>&#8230;und zwar ein Portaledge (Biwak). Greenpeace-AktivistInnen fordern den Schweizer Outdoor-Hersteller auf, eine Vorbildrolle einzunehmen und auf PFC zu verzichten. Die sch\u00e4dlichen Chemikalien passen nicht zu einem Konzern, der mit Natur wirbt.<\/strong><\/p>\n<div class=\"events-box big-box left\">\n<div class=\"frame\">\n<div style=\"width: 2510px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a class=\"open-img EnlargeImage\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/3d050e62-3d050e62-flb20150217_002.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" id=\"ctl00_cphContentArea_epiEntryContent_ctl00_ctl02_Image1\" class=\"Thumbnail\" style=\"border-width: 0px;\" title=\"Z\u00fcrich\/Seon\/AG, 17. Februar 2016: 15 Greenpeace-AktivistInnen aus sechs L\u00e4ndern haben an der Fassade des Mammut-Hauptsitzes in Seon\/AG ein Portaledge (Biwak) angebracht. Sie sind gewillt, da zu bleiben. Hintergrund ihres Basislagers mit Verhandlungstisch \" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/3d050e62-3d050e62-flb20150217_002.jpg\" alt=\"Z\u00fcrich\/Seon\/AG, 17. Februar 2016: 15 Greenpeace-AktivistInnen aus sechs L\u00e4ndern haben an der Fassade des Mammut-Hauptsitzes in Seon\/AG ein Portaledge (Biwak) angebracht. Sie sind gewillt, da zu bleiben. Hintergrund ihres Basislagers mit Verhandlungstisch \" width=\"2500\" height=\"1664\" \/><\/a><p class=\"wp-caption-text\">Mittwoch, 17. Februar 2016 Z\u00fcrich\/Seon\/AG, 17. Februar 2016: 15 Greenpeace-AktivistInnen aus sechs L\u00e4ndern haben an der Fassade des Mammut-Hauptsitzes in Seon\/AG ein Portaledge (Biwak) angebracht. Sie sind gewillt, da zu bleiben. Hintergrund ihres Basislagers mit Verhandlungstisch \u00a9 Greenpeace<\/p><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>Es ist kalt, an diesem fr\u00fchen Februarmorgen, aber irgendwie noch immer ein bisschen zu warm f\u00fcr diese Jahreszeit. Und doch: Hier im Industriequartier des beschaulichen Aargauer Dorfes Seon tragen ungew\u00f6hnlich viele Menschen wetterfeste Kleidung. Das mag damit zusammen h\u00e4ngen, dass der Schweizer Outdoor-Konzern Mammut sich hier niedergelassen hat, und viele seiner MitarbeiterInnen sich mit dieser beliebten Marke nat\u00fcrlich identifizieren. Wir von Greenpeace finden sie ja eigentlich auch cool. Doch zwischen Mammut und der Natur stimmt die Chemie nicht: Etliche seiner Produkte werden mit teils giftigen und hochproblematischen PFC produziert. Solche langlebigen Chemikalien bauen sich in der Natur kaum ab, reichern sich in ihr an \u2013 sogar in entlegensten Bergregionen \u2013 und sind im Blut nachweisbar.<\/p>\n<p>Mammut will PFC trotz mehreren Gespr\u00e4chen mit Greenpeace und Protesten durch \u00fcber 100\u2019000 Outdoor-Begeisterte weltweit nicht aus der Produktion verbannen.15 Greenpeace-AktivistInnen aus sechs L\u00e4ndern (Schweiz, Frankreich, \u00d6sterreich, Ungarn, Slowakei und Slowenien) haben heute deshalb an der Fassade des Mammut-Hauptsitzes ein Portaledge (Biwak) angebracht. Sie sind gewillt, da zu bleiben. PFC passen nicht zu einem Konzern, der nach eigenen Angaben <a href=\"http:\/\/www.mammut.ch\/CH\/de_CH\/cr\">\u00abvon und f\u00fcr die Natur lebt<\/a>.\u00bb<\/p>\n<p><strong>AktivistInnen bringen Verhandlungstisch mit<\/strong><\/p>\n<div class=\"events-box small-box right\">\n<div class=\"frame\"><a class=\"open-img EnlargeImage\" title=\"Verhandlungstisch am Mammut-Hauptquartier\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/90f5458c-90f5458c-gp0stpljn_pressmedia.jpg\"> <img decoding=\"async\" id=\"ctl00_cphContentArea_epiEntryContent_ctl00_ctl04_Image1\" class=\"Thumbnail\" style=\"border-width: 0px;\" title=\"Verhandlungstisch am Mammut-Hauptquartier\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/90f5458c-90f5458c-gp0stpljn_pressmedia.jpg\" alt=\"Verhandlungstisch am Mammut-Hauptquartier\" \/><\/a><\/div>\n<div class=\"frame\">Mittwoch, 17. Februar 2016<\/div>\n<div class=\"events-content\"><\/div>\n<div class=\"events-content\">\n<p><strong>Verhandlungstisch am Mammut-Hauptquartier<\/strong>Greenpeace-AktivistInnen bringen einen Verhandlungstisch am Hauptquartier von Mammut an.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>Die AktivistInnen laden den Konzern ein, am mitgebrachten Verhandlungstisch gemeinsam eine L\u00f6sung zu finden und ein Detox-Commitment zur Eliminierung der sch\u00e4dlichen PFC aus der ganzen Produktionskette zu unterzeichnen. Sie backen dort oben Kuchen, kochen Kaffee und sind gewillt, da zu \u00fcbernachten. Und sie werden sicherlich die eine oder andere \u00dcberraschung parat haben. Weitere Aktivit\u00e4ten, etwa eine PFC-Infoshow, finden vor dem Haupteingang statt. \u00abDie Mammut-Angestellten sind eingeladen, bei einem Teller Suppe \u00fcber die Kampagne und die Forderungen der AktivistInnen und Alternativen zu PFC zu diskutieren\u00bb, sagt Julia Bangerter, Leiterin der Detox-Kampagne von Greenpeace Schweiz. \u00abAn die Mammut-Gesch\u00e4ftsleitung appellieren wir, in der Branche eine Vorbildrolle wahrzunehmen und ihre Verantwortung gegen\u00fcber Mensch, Tier und Umwelt nicht nur st\u00e4ndig zu betonen, sondern effektiv umzusetzen: PFC-Chemikalien haben in der Natur, in der Nahrung und im Trinkwasser nichts zu suchen.\u00bb<\/p>\n<p><strong>PFC haben in der Natur nichts zu suchen<\/strong><\/p>\n<p>Bei einem Greenpeace-Produktetest vom Januar wurde eine der h\u00f6chsten Konzentrationen von giftigen langkettigen PFOA in einem Schuh von Mammut gemessen. Auch ein Rucksack enthielt diese Substanz. In Jacken, Hosen sowie einem Schlafsack und einem Seil von Mammut wies Greenpeace weitere PFC nach. Viele Outdoor-Marken wie Mammut ersetzen langkettige PFC mit kurzkettigen und preisen dies als L\u00f6sung des Problems an. Mehr als <a href=\"http:\/\/ehp.niehs.nih.gov\/1509934\/\">200 Wissenschaftler fordern allerdings, alle PFC aus der Produktion von Konsumg\u00fctern wie Kleidung zu verbannen<\/a>. Die k\u00fcrzeren, fl\u00fcchtigeren PFC w\u00fcrden sich ebenso in der Natur anreichern wie die langkettigen. 2015 hatten Greenpeace-Probenahmen belegt, <a href=\"http:\/\/www.greenpeace.org\/switzerland\/de\/Publikationen\/Chemie\/Detox-Outdoor\/\">dass PFC sich weit \u00fcber den Globus verteilen<\/a>. Sie wurden unter anderem auch im Schweizer Nationalpark gefunden. Sie gelangen ins Trinkwasser und sind sogar im Blut nachweisbar.<\/p>\n<p><strong>PFC-freie Alternativen f\u00fcr H\u00f6chstleistungen<\/strong><\/p>\n<p>Andere Firmen liefern bereits PFC-freie Top-Qualit\u00e4t f\u00fcr alle Outdoor-Bereiche. Gerade hat der italienische Profi-Kletterer David Bacci mit PFC-freier Kleidung die anspruchsvollen <a href=\"http:\/\/www.greenpeace.org\/switzerland\/de\/News_Stories\/Newsblog\/patagonien-expedition-besteigung-des-cerro-to\/blog\/55321\/\">Cerro Torre<\/a> und Fitz Roy in Patagonien bestiegen. Und die britische Marke P\u00e0ramo hat sich verpflichtet, s\u00e4mtliche gef\u00e4hrlichen Chemikalien aus ihrer Kleidung zu verbannen \u2013 zwei Belege, dass es technisch hochstehende L\u00f6sungen ohne PFC bereits gibt. Greenpeace und viele Outdoor-Begeisterte rufen das Unternehmen dazu auf, eine Leaderrolle in der Outdoor-Branche zu \u00fcbernehmen. Weltweit setzen \u00fcber dreissig Firmen ihr Commitment bereits um. PFC k\u00f6nnen jetzt schon durch umweltvertr\u00e4glichere, qualitativ hochwertige Alternativen ersetzt werden.<\/p>\n<p>Mit der <a href=\"http:\/\/www.greenpeace.org\/switzerland\/de\/Themen\/Chemie\/Detox\/\">Detox-Kampagne<\/a> fordert Greenpeace mit Einbezug von KonsumentInnen die Bekleidungsindustrie seit 2011 auf, alle gef\u00e4hrlichen Chemikalien inklusive PFC aus der Produktions- und Lieferkette von Konsumg\u00fctern zu verbannen.<\/p>\n<p>Helfen Sie den Umweltsch\u00fctzerInnen, rufen Sie Mammut dazu auf, PFC vollst\u00e4ndig aus der Produktion zu verbannen und die Detox-Verpflichtung von Greenpeace umzusetzen.<\/p>\n<p><a class=\"custom-link btn btn-default btn-block btn-icon-left\" href=\"http:\/\/detox-outdoor.org\/de-CH\/petition\">Petition unterschreiben<\/a><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>UPDATE 17. 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