{"id":97960,"date":"2023-05-13T11:14:44","date_gmt":"2023-05-13T09:14:44","guid":{"rendered":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/?p=97960"},"modified":"2023-05-13T15:58:14","modified_gmt":"2023-05-13T13:58:14","slug":"swiss-overshoot-day-greenpeace-aktivistinnen-enthuellen-beim-bundeshaus-riesen-banner","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/97960\/swiss-overshoot-day-greenpeace-aktivistinnen-enthuellen-beim-bundeshaus-riesen-banner\/","title":{"rendered":"Swiss Overshoot Day: Greenpeace-Aktivist:innen entrollen beim Bundeshaus Riesenbanner"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Seit heute ist die Schweiz pleite: Der 13. Mai ist Swiss Overshoot Day. Das heisst, wir haben alle Ressourcen aufgebraucht, die uns f\u00fcr dieses Jahres zustehen. Greenpeace-Aktivist:innen haben deshalb an einem Baukran in Sichtweite von Bundeshaus und Schweizerischer Nationalbank ein grosses Banner entrollt Sie fordern: \u00abUnser Planet hat Grenzen. Sprengen wir sie nicht\u00bb.<\/strong><\/p>\n\n<p><strong><em>Fotos und Videos<\/em><\/strong><em> sind in der <\/em><strong><em><a href=\"https:\/\/media.greenpeace.org\/collection\/27MZIFJL8QCL4\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Greenpeace-Datenbank <\/a><\/em><\/strong><em>verf\u00fcgbar (wird laufend aktualisiert).<\/em><\/p>\n\n<p>Greenpeace-Aktivist:innen haben am heutigen Swiss Overshoot Day beim Bundesplatz in Bern ein grosses Banner entrollt. Die Forderung: \u00abUnser Planet hat Grenzen. Sprengen wir sie nicht.\u00bb Die Aktivist:innen befestigten das Banner am Ausl\u00e4ufer eines Baukrans in Sichtweite des Bundeshauses und der Schweizerischen Nationalbank. Weitere Greenpeace-Aktivist:innen verteilten Flugbl\u00e4tter und suchten das Gespr\u00e4ch mit Passant:innen.<\/p>\n\n<p>Unsere Lebensgrundlagen sind nicht gew\u00e4hrleistet. Die Schweiz ist pleite. Am Swiss Overshoot Day hat die Schweiz alle Ressourcen f\u00fcr den Rest des Jahres aufgebraucht. Ab heute leben wir auf Pump. W\u00fcrden weltweit alle Menschen so viel verbrauchen wie Einwohner:innen, Unternehmen und Verwaltungen der Schweiz, w\u00e4ren heute am 13. Mai s\u00e4mtliche Ressourcen verbraucht, welche die \u00d6kosysteme unseres Planeten in einem Jahr erneuern k\u00f6nnen. Das heisst, <a href=\"https:\/\/www.overshootday.org\/swiss-overshoot-day-2023-de\/\">es br\u00e4uchte fast 3 Erden, um den Schweizer Verbrauch zu erm\u00f6glichen<\/a>.<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Schweiz sprengt planetare Grenzen<\/strong><\/h2>\n\n<p>Wenn \u00d6kosysteme kollabieren, gehen auch die Menschen zugrunde. Die Schweiz sprengt die planetaren Grenzen. Diese beschreiben den Rahmen, in dem wir Menschen sicher auf der Erde leben k\u00f6nnen. Die planetaren Grenzen umfassen neun \u00f6kologische Dimensionen, darunter Klimaver\u00e4nderung, Biodiversit\u00e4tsverlust und Wasserverbrauch.<\/p>\n\n<p>Das Z\u00fcrcher Forschungsinstitut Econcept hat im Auftrag von Greenpeace Schweiz die Umweltbelastungen von Schweizer Unternehmen, Verwaltungen und Haushalten in sechs \u00f6kologischen Dimensionen untersucht. Die Belastungen umfassen alle verursachten \u00f6kologischen Sch\u00e4den entlang der weltweiten Lieferketten. Die Resultate sind alarmierend.<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Beim <strong>Klima planetare Grenzen 19-mal \u00fcberschritten<\/strong><\/h2>\n\n<p>Die Umweltbelastung <em>innerhalb<\/em> der Schweiz ist in den vergangenen Jahren tendenziell gesunken. Aber: Der Import von G\u00fctern und Leistungen ist rasant gewachsen. Das heisst, die Schweiz verursacht einen Grossteil der Naturzerst\u00f6rung im Ausland.&nbsp;<\/p>\n\n<p>Die Schweiz ist weit weg vom Pariser Klimaziel mit einer Erderw\u00e4rmung von h\u00f6chstens 1,5 Grad. Die Schweiz belastet das Klima 19-mal mehr (CO2-Emissionen) als zur Zielerreichung erlaubt. Der Biodiversit\u00e4tsverlust liegt fast 4-mal \u00fcber dem Wert, der langfristig das \u00dcberleben der Menschen sichert.&nbsp;<\/p>\n\n<p>Agnes Jezler, Greenpeace-Fachexpertin f\u00fcr sozio\u00f6konomische Transformation, sagt: \u00abEs ist h\u00f6chste Zeit, den Planeten \u00fcberlebensf\u00e4hig zu machen. Der Umbau f\u00fcr eine widerstandsf\u00e4hige und sozial gerechte Welt ist ein gigantisches Vorhaben. In diesem Prozess kommt uns allen eine gestaltungs- und wirkungsm\u00e4chtige Rolle zu.\u00bb<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>\u00abWir brauchen ein System f\u00fcr Mensch und Planet\u00bb<\/strong><\/h2>\n\n<p>\u00abDie Botschaft in Richtung Bundeshaus und Nationalbank ist klar: Wir m\u00fcssen uns grundlegend neu ausrichten, um rechtzeitig in die planetaren Grenzen zur\u00fcckzukehren. Wir brauchen ein Wirtschafts- und Finanzsystem, das uns dabei unterst\u00fctzt, allen eine sichere und gerechte Zukunft zu erm\u00f6glichen. In der Schweiz sind 1,3 Millionen Menschen von Armut betroffen oder sie stehen knapp davor. M\u00f6gliche L\u00f6sungsans\u00e4tze reichen von der Suffizienzpolitik \u2013 wir haben genug und nicht zu wenig, \u00fcber B\u00fcrger:innenversammlungen bis hin zur Kreislaufwirtschaft. Wir brauchen ein System f\u00fcr Mensch und Planet.\u00bb<\/p>\n\n<p class=\"is-style-accent-1\"><strong>Sparen allein reicht nicht: \u00abUnser Planet hat Grenzen. Sprengen wir sie nicht\u00bb<\/strong><br><br>Seit vergangenem Sommer <a href=\"https:\/\/www.nicht-verschwenden.ch\/de\/startseite\/\">appelliert der Bund <\/a>an den guten Willen zum Energiesparen. Das ist viel zu kurz gedacht. Die Reduktion des pers\u00f6nlichen Energieverbrauchs l\u00f6st die Umwelt- und Klimakrise nicht. Wer die Probleme in erster Linie auf der individuellen Ebene angeht, ignoriert die systemische und planetare Dimension der Krise. <br><br>Greenpeace hat die Bildsprache des Bundes aufgenommen und die Website <a href=\"https:\/\/nicht-sprengen.ch\/\">Nicht-sprengen.ch<\/a> lanciert \u2013 \u00abUnser Planet hat Grenzen. Sprengen wir sie nicht\u00bb. Das Ziel: Dem Bund nahelegen, \u00fcber das tats\u00e4chliche Ausmass der planetaren Problemlage zu sprechen. Und die Menschen motivieren, sich f\u00fcr System\u00e4nderungen einzusetzen.&nbsp;<\/p>\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Mehr Informationen<\/strong><\/h2>\n\n<p>Greenpeace-Studie <a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2023\/04\/a09bf05b-planetare_grenzen_2023.pdf\">\u00abTransformation zu einem sozialgerechten Leben innerhalb der planetaren Grenzen\u00bb<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2023\/04\/731cca31-greenpeace_studie_planetarengrenzen_zusammenfassung.pdf\">Kurzfassung<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/97203\/die-schweiz-ueberbordet-fuer-ein-leben-innerhalb-der-planetaren-grenzen\/\">fr\u00fchere Medienmitteilung zur Studie<\/a>.<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Kontakte<\/strong><\/h2>\n\n<p><strong>Agnes Jezler<\/strong>, Fachexpertin und Campaignerin Change\/Sozio\u00f6konomische Transformation Greenpeace Schweiz, 078 231 35 21, <a href=\"mailto:ajezler@greenpeace.org\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">ajezler@greenpeace.org<\/a><\/p>\n\n<p><strong>Roland Gysin<\/strong>, Mediensprecher Greenpeace Schweiz, 044 447 41 17, <a href=\"mailto:roland.gysin@geenpeace.org\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">roland.gysin@geenpeace.org<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der 13. 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