{"id":9895,"date":"2016-01-18T00:00:00","date_gmt":"2016-01-17T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/9895\/besteigung-des-cerro-torre-ohne-pfc\/"},"modified":"2019-05-30T10:17:11","modified_gmt":"2019-05-30T08:17:11","slug":"besteigung-des-cerro-torre-ohne-pfc","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/9895\/besteigung-des-cerro-torre-ohne-pfc\/","title":{"rendered":"Besteigung des Cerro Torre ohne PFC"},"content":{"rendered":"<p><b>Eine giftfreie Zukunft ist m\u00f6glich! Der italienische Profikletterer David Bacci hat den Cerro Torre in PFC-freier Kleidung bestiegen. Der 28-J\u00e4hrige erz\u00e4hlt von seiner Patagonien-Expedition und macht klar, dass Outdoor-Sportler auch ohne PFC-Chemikalien auskommen.<\/b><\/p>\n<div class=\"post-content\">\n<p><img decoding=\"async\" title=\"Davic Bacci auf dem Gipfel des Cerro Torre\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/5c58a2a2-5c58a2a2-121822_208060.jpg\" alt=\"Davic Bacci mit PFC-freier Kleidung auf dem Gipfel des Cerro Torre\" \/><\/p>\n<p>\u00abZugegeben: Ich hatte meine Zweifel als Greenpeace mir vorschlug, in PFC-freier Kleidung eine der h\u00e4rtesten und schwierigsten Besteigungen Patagoniens in Angriff zu nehmen, einer Gegend, die f\u00fcr schlechtes Wetter bekannt ist.<\/p>\n<p>W\u00fcrde Kleidung ohne PFC-Chemikalien so dicht und wetterfest sein wie Goretex? Nun, inzwischen bin ich begeistert und extrem zufrieden mit ihrer Leistung. Aber alles der Reihe nach: Drei Wochen lang hatten mein Kletter-Partner und ich die Wettervorhersagen gecheckt. Der Dezember war mies. Gl\u00fccklicherweise \u00f6ffnete sich am 3. Januar ein viert\u00e4giges Gutes-Wetter-Fenster. Diese Chance wollten wir nutzen.<\/p>\n<p>Unter peitschenden Winden machten wir uns auf zur Laguna Torre und dem Nipponino-Basislager. Nach einem Sechs-Stunden-Marsch durch den Gletscher mussten wir uns jedoch ausruhen. Die Distanzen sind hier viel gr\u00f6sser, um zu den Bergen zu gelangen muss man nicht selten bis 20 Kilometer zu Fuss gehen. Eine gute und verl\u00e4ssliche Ausr\u00fcstung ist elementar, um den h\u00e4ufig st\u00fcrmischen Wetterlaunen trotzen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Im Nipponino-Basislager bereiteten wir akkurat uns vor und checkten nochmals unsere Ausr\u00fcstung durch. Um Mitternacht nahmen wir den Weg zum Fuss der Westseite des Cerro Torre in Angriff (3128 Meter). Ein langer und schwieriger Marsch auf dem gigantischen Gletscher (Glaciar Grande) \u2013 die Gletscherspalten waren ebenfalls riesig &#8211; f\u00fchrte uns zum Col Standhardt. Danach stiegen wir 1200 Meter auf, um zum Circo De los Altares zu gelangen, dem Ausgangspunkt unserer Route. Nach einem 15-st\u00fcndigen Aufstieg erreichten wir schliesslich Col de La Speranza, wo wir uns eine Schneeh\u00f6hle gruben und die Nacht verbrachten. Es war ein anstrengender Tag.<\/p>\n<p>Greenpeace lieh uns PFC-freie Kleidung. Bis anhin funktionierte sie sehr gut und absolut zufriedenstellend. Ich war immer noch trocken, und mir war warm. Am Morgen des 5. Januars bekletterten wir die m\u00e4chtige Westwand. 850 Meter \u00fcber uns bauten sich enorme, un\u00fcberwindbar scheinende Schnee- und Eisformationen auf. 1974 hatte hier ein italienisches Kletterteam einen Weg durch diese imposanten nat\u00fcrlichen Hindernisse gefunden. Nach vielen vielen Metern, hartem vertikalen Eis und inkonsistenten Schneeschichten gelangten wir zu den ber\u00fchmt-ber\u00fcchtigten Eispilzen. Das ist der letzte und h\u00e4rteste Teil des Cerro Torre. Die Besteigung der lediglich 50 Meter kann bis f\u00fcnf Stunden dauern.<\/p>\n<p>Nach einem stundenlangen Kletterkampf gegen peitschende Winde erreichten wir schliesslich den Gipfel dieses erstaunlichen Berges \u2013 der Traum eines jeden Alpinisten. Wir genossen den Gipfel und starteten ziemlich bald den Abstieg zur\u00fcck zu unserer Schneeh\u00f6hle, um dort die Nacht zu verbringen. Wir waren insgesamt 20 Stunden unterwegs. Am n\u00e4chsten Tag, es war der 6. Januar, gingen wir 14 Stunden durch den Hielo Continental, die weltweit drittgr\u00f6sste Eismasse der Welt. Wir schliefen da, um am 7. Januar gl\u00fccklich und zufrieden zum Ausgangspunkt unserer Expedition zur\u00fcckzukehren.<\/p>\n<p>Meine Ausr\u00fcstung hat die H\u00e4rteprobe mit Bravour bestanden. Sie funktionierte perfekt, und ich war sehr erfreut dar\u00fcber, dass ich diesen Berg in giftfreier Kleidung bestiegen habe. Die Natur ist unsere Heimat und unser Spielplatz. Als Kletterer ist es unsere Aufgabe, sie zu sch\u00fctzen und zu erhalten. Danke Greenpeace, daf\u00fcr, dass ihr uns dabei geholfen habt!\u00bb<\/p>\n<p>Unterschreibe das Manifest f\u00fcr PFC-freie Outdoor-Kleidung: <a title=\"Detox Outdoor Manifest\" href=\"http:\/\/grnpc.org\/IgSGQ\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">http:\/\/grnpc.org\/IgSGQ<\/a><\/p>\n<div class=\"embedded-image-gallery promo general-form\">\n<h2>Patagonien-Expedition: Besteigung des Cerro Torre ohne PFC!<\/h2>\n\n<div class=\"text\">\n<p class=\"description\">Eine giftfreie Zukunft ist m\u00f6glich! Der italienische Profikletterer David Bacci hat den Cerro Torre in PFC-freier Kleidung bestiegen. Das ist der Beleg daf\u00fcr, dass es keine PFC braucht. Auch f\u00fcr Outdoor-Marken ist es an der Zeit, dies zu erkennen.<\/p>\n<p class=\"copyright\">\u00a9 David Bacci, Luca Godenzi<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine giftfreie Zukunft ist m\u00f6glich! Der italienische Profikletterer David Bacci hat den Cerro Torre in PFC-freier Kleidung bestiegen. 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