{"id":9932,"date":"2015-12-21T00:00:00","date_gmt":"2015-12-20T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/9932\/un-klimagipfel-cop21-interview-von-samuel-schlaefli-mit-naderev-yeb-sano\/"},"modified":"2019-05-30T10:18:25","modified_gmt":"2019-05-30T08:18:25","slug":"un-klimagipfel-cop21-interview-von-samuel-schlaefli-mit-naderev-yeb-sano","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/9932\/un-klimagipfel-cop21-interview-von-samuel-schlaefli-mit-naderev-yeb-sano\/","title":{"rendered":"UN-KLIMAGIPFEL COP21: Interview von Samuel Schl\u00e4fli mit Naderev \u00abYeb\u00bb Sa\u00f1o"},"content":{"rendered":"<p><b>Naderev \u00abYeb\u00bb Sa\u00f1o geh\u00f6rt zu den energischsten K\u00e4mpfern f\u00fcr Klimagerechtigkeit. Bis vor kurzem verhandelte er f\u00fcr die Philippinen an einem Klimavertrag, der die Forderungen der am st\u00e4rksten Betroffenen erh\u00e4lt. An die COP21 nach Paris kam er jedoch nicht als politischer Gesandter, sondern als Anf\u00fchrer der \u00abPeople`s Pilgrimage\u00bb. Wir haben ihn in Paris getroffen und mit ihm gesprochen.<\/b><\/p>\n<div>\n<p><strong>Interview von Samuel Schl\u00e4fli mit \u00a0Naderev \u00abYeb\u00bb Sa\u00f1o, dem \u00abSpiritual Leader\u00bb der <a href=\"http:\/\/peoplespilgrimage.org\/index.html\">People&#8217;s Pilgrimage<\/a> nach Paris<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"float: left; margin: 10px;\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/4d4f8790-4d4f8790-yeb.jpg\" alt=\"Naradev Yeb Sano und weitere TeilnehmerInnen der \u00abPeople's Pilgrimage\u00bb in Sidney.\" width=\"200\" height=\"199\" \/><\/strong><\/p>\n<p>Yeb Sa\u00f1o hat ein dichtes Programm w\u00e4hrend der Klimaverhandlungen in Paris: Am Mittwochabend, drei Tage vor Abschluss der Klimakonferenz, protestierte er auf dem Konferenzgel\u00e4nde mit anderen Gruppierungen bis sp\u00e4t abends gegen den ersten Draft des Klimavertrags. Die Formulierungen zur Reduktion von CO<sub>2<\/sub>-Emissionen und die Anerkennung der Auswirkungen des Klimawandels auf die Menschenrechte sind seiner Meinung nach noch immer zu schwach. Tags darauf wurde er von Fran\u00e7ois Hollande empfangen und sp\u00e4ter wird er erneut aufs COP21-Gel\u00e4nde in Le Bourget fahren, um auf einer Pressekonferenz zu sprechen. Trotzdem legt er beim Gare du Nord noch einen Zwischenstopp f\u00fcr unser Interview ein \u2013 und entschuldigt sich, dass es mit dem Treffen nicht fr\u00fcher geklappt hat. Yeb Sa\u00f1o wirkt im ersten Augenblick unscheinbar, beinahe dem\u00fctig. Mehr Gandhi als Malcolm X. Seine Anklage von gierigen Unternehmen und uneinsichtigen Regierungen, tr\u00e4gt er ruhig, gefasst, aber bestimmt vor.<\/p>\n<p><em>Samuel Schl\u00e4fli:<\/em><strong> Herr<\/strong><strong>\u00a0<\/strong><strong>Sa\u00f1o, was haben Sie Fran\u00e7ois Hollande gesagt?<\/strong><\/p>\n<p><em>Yeb <\/em><em>Sa\u00f1o:<\/em><strong>\u00a0<\/strong>Es war ein sehr positives Meeting. Ich habe ihm eine Petition \u00fcberreicht mit nahezu zwei Millionen Unterschriften, die wir im Rahmen der \u00abPeople`s Pilgrimage\u00bb auf der ganzen Welt gesammelt hatten. Sie stehen f\u00fcr die Forderung nach Klimagerechtigkeit. Fran\u00e7ois Hollande hat uns f\u00fcr die Hoffnung gedankt, die wir mit unserem Marsch nach Paris gebracht haben. Das werte ich als ein positives Signal.<\/p>\n<p><strong>Wird er ihre Botschaft in die offiziellen Verhandlungen mit einbringen?<\/strong><\/p>\n<p>Er hat es versprochen. Doch Frankreich ist in diesen Gespr\u00e4chen ja vor allem ein Facilitator. In dieser Rolle hat das Land bisher einen sehr guten Job gemacht. Es hat f\u00fcr Transparenz und den Einbezug aller Parteien gesorgt. Ich hoffe, die anderen L\u00e4ndern respektieren dies und honorieren es mit einem starken Ergebnis.<\/p>\n<p><strong>Was glauben Sie, wird die Stimme der Zivilgesellschaft in diesen Gespr\u00e4chen angemessen ber\u00fccksichtigt?<\/strong><\/p>\n<p>Ja, im Vergleich zu fr\u00fcheren Klimakonferenzen wurde der Zivilgesellschaft Platz einger\u00e4umt und unsere Forderungen sind sichtbar. Zudem haben die sozialen Medien dazu beigetragen, dass wir uns st\u00e4rker einbringen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong>Wieso weichen dann die Forderungen der Politik noch immer stark von denjenigen der Zivilgesellschaft ab?<\/strong><\/p>\n<p>Die meisten Regierungen beanspruchen zwar ihre B\u00fcrger zu vertreten, tun dies aber nicht. Die globale Zivilgesellschaft lehrt uns heute, dass die Regierungen meist nicht die Stimmen der B\u00fcrger repr\u00e4sentieren. Diese verlangen nach einem globalen Wandel der \u00d6konomie, nach einer spirituellen Erweckung und einem neuen \u00f6kologischen Bewusstsein.<\/p>\n<p><strong>Wie sieht es mit ihrem eigenen Land aus, den Philippinen? F\u00fchlen Sie sich von ihrer Delegation hier in Paris repr\u00e4sentiert?<\/strong><\/p>\n<p>Ja und nein. Einerseits h\u00f6re ich die Forderung meiner Delegation nach einem ambitionierten Vertrag und danach, dass die Industriel\u00e4nder, die diese Katastrophe verursacht haben, auch Verantwortung f\u00fcr die verletzlichsten Gemeinschaften tragen. Andererseits hat unsere Regierung soeben den Bau von 50 Kohlekraftwerken bewilligt. Es fehlt die Koh\u00e4renz zwischen dem Gesagten und dem eigenen Handeln.<\/p>\n<p><strong>Im September hat eine Gruppe von Umweltorganisationen und Taifun-Opfern der philippinischen Menschenrechtskommission eine Petition \u00fcbergeben, in der die Untersuchung von Klimaverbrechen gefordert wird. Sie sind einer der Mitunterzeichner. Was erhoffen Sie sich davon?<\/strong><\/p>\n<p>Es handelt sich um eine historische Petition, denn sie verlangt von der Kommission die Untersuchung der 50 weltweit gr\u00f6ssten CO<sub>2<\/sub>-Emittenten in Investorenhand. Diese sind f\u00fcr weit mehr als die H\u00e4lfte der weltweiten Emissionen verantwortlich. Das wissen sie genau, trotzdem tun sie nichts und fahren fort, die Atmosph\u00e4re zu verschmutzen. Die Petition bedeutet mir viel, denn ich habe Kinder in den Philippinen und sorge mich um die Menschen in meinem Land, die schon heute stark vom Klimawandel betroffen sind. Wir hoffen nun, dass die Untersuchung bald beginnt und die 50 Unternehmen zur Rede gestellt werden.<\/p>\n<p><strong>Seit l\u00e4ngerem kursieren auch Ideen, einen eigenen Internationalen Gerichtshof f\u00fcr Klimaverbrechen zu etablieren. Unterst\u00fctzen Sie diese Idee?<\/strong><\/p>\n<p>Auf jeden Fall, alles was uns hilft Klimagerechtigkeit durchzusetzen, ist willkommen.<\/p>\n<p><strong>Sie sind als spiritueller F\u00fchrer der<\/strong><strong>\u00a0<\/strong><strong>\u00a0nach Paris gekommen. Was steckt hinter dieser Pilgerfahrt?<\/strong><\/p>\n<p>Ich bin schon letztes Jahr tausend Kilometer von Manila nach Tacloban gepilgert, um den Opferns des Taifuns Haiyan zu gedenken. Danach fand ich Verb\u00fcndete auf der ganzen Welt, die sich von der Pilgerfahrt inspirieren liessen. \u00dcberall auf der Welt begannen Menschen in Gedenken der Klimaopfer zu pilgern. Daraus entstand die\u00a0\u00abPeople`s Pilgrimage\u00bb.\u00a0Im September begannen wir auf dem Petersplatz unseren Marsch Richtung Paris. Rom hatten wir deshalb als Ausgangspunkt gew\u00e4hlt, weil wir damit unsere Unterst\u00fctzung f\u00fcr Papst Franziskus und seine Laudatio si` zum Ausdruck bringen wollten, die den Stand unserer Erde sehr sch\u00f6n beschreibt und L\u00f6sungen f\u00fcr die aktuelle Krise aufzeigt. 59 Tage sp\u00e4ter kamen wir in Paris an.<\/p>\n<p><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"float: left; margin: 10px;\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/2ba4c0fe-2ba4c0fe-bildschirmfoto-2015-12-23-um-10.28.58.png\" alt=\"\u00abPeople's Pilgrimage\u00bb - eine weltweite Bewegung\" width=\"200\" height=\"195\" \/>Kann man mit Laufen die Welt ver\u00e4ndern?<\/strong><\/p>\n<p>Auf jeden Fall! Gehen ist ein sehr m\u00e4chtiges Instrument f\u00fcr den Wandel. Wir waren nicht nur mit den besuchten Gemeinden in Italien, der Schweiz und in Frankreich verbunden, sondern mit all den Menschen weltweit, die sich an der Pilgerfahrt beteiligten. Die ganze Welt hat uns laufen sehen \u2013 das ist eine Erfahrung, die uns niemand mehr nehmen kann. Sie k\u00f6nnen meinen Namen vergessen und auch vieles was hier in Paris beschlossen wird, aber niemand kann uns den Marsch nehmen; das ist f\u00fcr sich bereits ein Erfolg.<\/p>\n<p><strong>Bis im vergangenen April arbeiteten Sie als Delegierter f\u00fcr Klimawandel f\u00fcr die philippinische Regierung. Weshalb gaben Sie diesen Posten auf?<\/strong><\/p>\n<p>Verschiedene Kirchen, Aktivistengruppen und Glaubensgemeinden wollten, dass ich die People`s Pilgrimage organisiere, anf\u00fchre und die Pilger auf der ganzen Welt vertrete \u2013 wie heute beim franz\u00f6sischen Pr\u00e4sidenten. Das war eine Einladung, die ich nicht ablehnen konnte.<\/p>\n<p><strong>Und Sie glauben, mit marschieren mehr bewirken zu k\u00f6nnen, als sie es als offizieller Delegierter der Philippinen konnten?<\/strong><\/p>\n<p>Ich habe in den vergangenen vier Jahren mein Bestes gegeben und meinen Beitrag geleistet. Aber der Kampf um den Klimawandel wird nicht in den Konferenzhallen gewonnen oder verloren, sondern an der Basis, dort wo die Menschen die Auswirkungen des Klimawandels schon heute sp\u00fcren; dort wo Menschen aufbegehren und nachhaltige St\u00e4dte und D\u00f6rfer entstehen. Ich bin gl\u00fccklich, ein Teil davon zu sein, anstelle in einer Konferenzhalle zu sitzen, wo der Wandel nur sehr langsam vor sich geht.<\/p>\n<p><strong>Wie sehen Ihre n\u00e4chsten Schritte aus?<\/strong><\/p>\n<p>Wir m\u00fcssen hoffnungsvoll bleiben. Wahrscheinlich wird hier in Paris ein Vertrag unterzeichnet und jede Art von Vertrag ist bereits ein positives Zeichen. Aber es wird ein schwacher Vertrag sein. Die Prozesse auf politischer Ebene sind f\u00fcr einen echten Klimaschutz zu langsam. Deshalb m\u00fcssen wir an einer globalen Bewegung arbeiten, welche die Politik zu weiteren Schritten dr\u00e4ngt. Jeder von uns hat eine Rolle: Egal ob man sich f\u00fcr ein anderes Gesellschaftsmodell oder kleine Ver\u00e4nderungen in seiner Gemeinde einsetzt \u2013 zusammen f\u00fchrt all das zum Wandel f\u00fcr eine Welt, die friedvoller, sicherer und nachhaltiger ist.<\/p>\n<p><em>Naderev `Yeb` Sa\u00f1o<\/em><em>\u00a0<\/em><em>(41) ist Spiritual Leader der \u00abPeople`s Pilgrimage\u00bb und war bis April 2015 Klimadelegierter der Philippinen. Ab Januar 2016 wird er das Greenpeace-B\u00fcro S\u00fcdostasien leiten.\u00a0<\/em><\/p>\n<p><strong><em>&gt;&gt;&gt; Update: 14.12.2015<\/em><\/strong><\/p>\n<div class=\"embedded-image-gallery promo general-form\">\n<h2>COP 21 &#8211; Klimagipfel in Paris<\/h2>\n<div class=\"gallery\">\n<div class=\"img-nav\">\n<div class=\"carousel\">\n<ul class=\"img-list galleria\">\n<li class=\"active\"><a title=\"COP21: Events at the Global Village of Alternatives in Paris\" href=\"\/switzerland\/de\/News_Stories\/Multimedia\/Fotos\/COP-21\/COP21-Events-at-the-Global-Village-of-Alternatives-in-Paris\/\" rel=\"Endlich ist es so weit: Die Weltgemeinschaft hat am Samstag in Paris ein historisches Klima-Abkommen verabschiedet und das Ende des fossilen Zeitalters eingeleitet.Damit die rote Linie einer Klimaerw\u00e4rmung von 1,5 Grad nicht \u00fcberschritten wird muss aber noch viel getan werden, auch in der Schweiz.Die Klimapolitik muss mutiger werden und daf\u00fcr braucht es weiterhin den Druck der Zivilgesellschaft, wie in Paris wo Tausende trotz Ausnahmezustand auf die Strasse gingen. Die erneuerbare Zukunft muss jetzt beginnen! ~^michapatault~^https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/124ced25-124ced25-gp0stph34_web_size.jpg~^475046\"><br \/>\n<img decoding=\"async\" id=\"ctl00_cphContentArea_Property3_ctl00_ctl06_ctl00_repImages_ctl00_thumbImg\" style=\"border-width: 0px;\" title=\"COP21: Events at the Global Village of Alternatives in Paris\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/124ced25-124ced25-gp0stph34_web_size.jpg\" alt=\"COP21: Events at the Global Village of Alternatives in Paris\" \/><br \/>\n<\/a><\/li>\n<li><a title=\"COP21: Events at the Global Village of Alternatives in Paris\" href=\"\/switzerland\/de\/News_Stories\/Multimedia\/Fotos\/COP-21\/COP21-Events-at-the-Global-Village-of-Alternatives-in-Paris1\/\" rel=\"Endlich ist es so weit: Die Weltgemeinschaft hat am Samstag in Paris ein historisches Klima-Abkommen verabschiedet und das Ende des fossilen Zeitalters eingeleitet.Damit die rote Linie einer Klimaerw\u00e4rmung von 1,5 Grad nicht \u00fcberschritten wird muss aber noch viel getan werden, auch in der Schweiz.Die Klimapolitik muss mutiger werden und daf\u00fcr braucht es weiterhin den Druck der Zivilgesellschaft, wie in Paris wo Tausende trotz Ausnahmezustand auf die Strasse gingen. Die erneuerbare Zukunft muss jetzt beginnen! ~^michapatault~^https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/00a63bc3-00a63bc3-gp0stph39_web_size.jpg~^475047\"><br \/>\n<img decoding=\"async\" id=\"ctl00_cphContentArea_Property3_ctl00_ctl06_ctl00_repImages_ctl01_thumbImg\" style=\"border-width: 0px;\" title=\"COP21: Events at the Global Village of Alternatives in Paris\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/00a63bc3-00a63bc3-gp0stph39_web_size.jpg\" alt=\"COP21: Events at the Global Village of Alternatives in Paris\" \/><br \/>\n<\/a><\/li>\n<li><a title=\"COP21: Climate Action and Indigenous Rights Demand in Paris\" href=\"\/switzerland\/de\/News_Stories\/Multimedia\/Fotos\/COP-21\/COP21-Climate-Action-and-Indigenous-Rights-Demand-in-Paris\/\" rel=\"Endlich ist es so weit: Die Weltgemeinschaft hat am Samstag in Paris ein historisches Klima-Abkommen verabschiedet und das Ende des fossilen Zeitalters eingeleitet.Damit die rote Linie einer Klimaerw\u00e4rmung von 1,5 Grad nicht \u00fcberschritten wird muss aber noch viel getan werden, auch in der Schweiz.Die Klimapolitik muss mutiger werden und daf\u00fcr braucht es weiterhin den Druck der Zivilgesellschaft, wie in Paris wo Tausende trotz Ausnahmezustand auf die Strasse gingen. Die erneuerbare Zukunft muss jetzt beginnen! ~^\u00a9 Joel Lukhovi \/ Survival Media Agency~^https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/664a5c1b-664a5c1b-gp0stphjl_web_size.jpg~^475048\"><br \/>\n<img decoding=\"async\" id=\"ctl00_cphContentArea_Property3_ctl00_ctl06_ctl00_repImages_ctl02_thumbImg\" style=\"border-width: 0px;\" title=\"COP21: Climate Action and Indigenous Rights Demand in Paris\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/664a5c1b-664a5c1b-gp0stphjl_web_size.jpg\" alt=\"COP21: Climate Action and Indigenous Rights Demand in Paris\" \/><br \/>\n<\/a><\/li>\n<li><a title=\"COP21 - Czech action in front of Eiffel Tower in Paris\" href=\"\/switzerland\/de\/News_Stories\/Multimedia\/Fotos\/COP-21\/COP21---Czech-action-in-front-of-Eiffel-Tower-in-Paris\/\" rel=\"Endlich ist es so weit: Die Weltgemeinschaft hat am Samstag in Paris ein historisches Klima-Abkommen verabschiedet und das Ende des fossilen Zeitalters eingeleitet.Damit die rote Linie einer Klimaerw\u00e4rmung von 1,5 Grad nicht \u00fcberschritten wird muss aber noch viel getan werden, auch in der Schweiz.Die Klimapolitik muss mutiger werden und daf\u00fcr braucht es weiterhin den Druck der Zivilgesellschaft, wie in Paris wo Tausende trotz Ausnahmezustand auf die Strasse gingen. Die erneuerbare Zukunft muss jetzt beginnen! ~^~^https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/8f259ce4-8f259ce4-gp0stphpz_web_size.jpg~^475049\"><br \/>\n<img decoding=\"async\" id=\"ctl00_cphContentArea_Property3_ctl00_ctl06_ctl00_repImages_ctl03_thumbImg\" style=\"border-width: 0px;\" title=\"COP21 - Czech action in front of Eiffel Tower in Paris\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/8f259ce4-8f259ce4-gp0stphpz_web_size.jpg\" alt=\"COP21 - Czech action in front of Eiffel Tower in Paris\" \/><br \/>\n<\/a><\/li>\n<li><a title=\"COP21 - Czech action in front of Eiffel Tower in Paris\" href=\"\/switzerland\/de\/News_Stories\/Multimedia\/Fotos\/COP-21\/COP21---Czech-action-in-front-of-Eiffel-Tower-in-Paris1\/\" rel=\"Endlich ist es so weit: Die Weltgemeinschaft hat am Samstag in Paris ein historisches Klima-Abkommen verabschiedet und das Ende des fossilen Zeitalters eingeleitet.Damit die rote Linie einer Klimaerw\u00e4rmung von 1,5 Grad nicht \u00fcberschritten wird muss aber noch viel getan werden, auch in der Schweiz.Die Klimapolitik muss mutiger werden und daf\u00fcr braucht es weiterhin den Druck der Zivilgesellschaft, wie in Paris wo Tausende trotz Ausnahmezustand auf die Strasse gingen. 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Die erneuerbare Zukunft muss jetzt beginnen! ~^~^https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/9aa5126d-9aa5126d-gp0stphrh_web_size.jpg~^475051\"><br \/>\n<img decoding=\"async\" id=\"ctl00_cphContentArea_Property3_ctl00_ctl06_ctl00_repImages_ctl05_thumbImg\" style=\"border-width: 0px;\" title=\"COP21: Arc de Triomphe sun - photo\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/9aa5126d-9aa5126d-gp0stphrh_web_size.jpg\" alt=\"COP21: Arc de Triomphe sun - photo\" \/><br \/>\n<\/a><\/li>\n<li><a title=\"DSC_2209\" href=\"\/switzerland\/de\/News_Stories\/Multimedia\/Fotos\/COP-21\/DSC_2209\/\" rel=\"Endlich ist es so weit: Die Weltgemeinschaft hat am Samstag in Paris ein historisches Klima-Abkommen verabschiedet und das Ende des fossilen Zeitalters eingeleitet.Damit die rote Linie einer Klimaerw\u00e4rmung von 1,5 Grad nicht \u00fcberschritten wird muss aber noch viel getan werden, auch in der Schweiz.Die Klimapolitik muss mutiger werden und daf\u00fcr braucht es weiterhin den Druck der Zivilgesellschaft, wie in Paris wo Tausende trotz Ausnahmezustand auf die Strasse gingen. 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Die erneuerbare Zukunft muss jetzt beginnen! ~^~^https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/5b568882-5b568882-23328416839_fab208f23f_o.jpg~^475054\"><br \/>\n<img decoding=\"async\" id=\"ctl00_cphContentArea_Property3_ctl00_ctl06_ctl00_repImages_ctl08_thumbImg\" style=\"border-width: 0px;\" title=\"DSC_2252\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/5b568882-5b568882-23328416839_fab208f23f_o.jpg\" alt=\"DSC_2252\" \/><br \/>\n<\/a><\/li>\n<li><a title=\"DSC_2221\" href=\"\/switzerland\/de\/News_Stories\/Multimedia\/Fotos\/COP-21\/DSC_2221\/\" rel=\"Endlich ist es so weit: Die Weltgemeinschaft hat am Samstag in Paris ein historisches Klima-Abkommen verabschiedet und das Ende des fossilen Zeitalters eingeleitet.Damit die rote Linie einer Klimaerw\u00e4rmung von 1,5 Grad nicht \u00fcberschritten wird muss aber noch viel getan werden, auch in der Schweiz.Die Klimapolitik muss mutiger werden und daf\u00fcr braucht es weiterhin den Druck der Zivilgesellschaft, wie in Paris wo Tausende trotz Ausnahmezustand auf die Strasse gingen. Die erneuerbare Zukunft muss jetzt beginnen! ~^~^https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/8523a183-8523a183-23400681350_837b5d117e_o.jpg~^475055\"><br \/>\n<img decoding=\"async\" id=\"ctl00_cphContentArea_Property3_ctl00_ctl06_ctl00_repImages_ctl09_thumbImg\" style=\"border-width: 0px;\" title=\"DSC_2221\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/8523a183-8523a183-23400681350_837b5d117e_o.jpg\" alt=\"DSC_2221\" \/><br \/>\n<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"text\">\n<p class=\"description\">Impressionen aus Paris<\/p>\n<p class=\"copyright\">\n<\/div>\n<\/div>\n<p><strong><br \/>\nZweifelsohne ist das Hauptziel des <a href=\"http:\/\/unfccc.int\/documentation\/documents\/advanced_search\/items\/6911.php?priref=600008831\">\u00dcbereinkommens<\/a> von Paris (Paris Agreement), die Klimaerw\u00e4rmung gegen\u00fcber dem vorindustriellen Werten auf gut unter 2\u00b0C\u00a0 zu beschr\u00e4nken und gleichzeitig die Anstrengungen zu verst\u00e4rken, damit ein Maximum von 1.5\u00b0C erreicht werden kann, ein enormer Fortschritt. Dazu wird im \u00dcbereinkommen verdeutlicht, was dieses Ziel f\u00fcr die Entwicklung der Treibhausgas-Emissionen bedeutet: Die Emissionen sollen so schnell als m\u00f6glich das Maximum \u00fcberschreiten und dann in der zweiten H\u00e4lfte dieses Jahrhunderts auf netto null runter gehen. Alle 195 Staaten haben sich mit somit zu diesem Ziel verpflichtet.<\/strong><\/p>\n<p>Das sind, auch wenn im \u00dcbereinkommen keine Jahreszahl f\u00fcr die Eliminierung der menschgemachten CO<sub>2<\/sub>-Emissionen steht, \u00a0schlechte Neuigkeiten f\u00fcr die \u00d6l-, Gas- und Kohleindustrie. Denn die CO<sub>2<\/sub>-Emissionen m\u00fcssten gem\u00e4ss Analysen der UNO (<a href=\"http:\/\/uneplive.unep.org\/media\/docs\/theme\/13\/EGR_2015_301115_lores.pdf\">Emissions Gap Report<\/a>) zwischen 2060 und 2075 auf netto null runter, wenn das 2\u00b0C Ziel eingehalten werden soll. F\u00fcr die anvisierten 1.5\u00b0C ist dies schon 2050 der Fall. Das steht so nicht explizit im \u00dcbereinkommen, ist aber direkt aus dem gesetzten Ziel ableitbar und darum ein wichtiger Schritt, um <strong>bis 2050 das Energiesystem von fossilen Energietr\u00e4gern komplett auf erneuerbare Energietr\u00e4ger umzustellen.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Noch ist aber unklar, wie unsere Enkel auf Paris zur\u00fcckblicken werden.\u00a0<\/strong>Denn so stark das gemeinsame Bekenntnis zur Eind\u00e4mmung der Klimaerw\u00e4rmung ist, so schwach und unverbindlich bleiben die postulierten Klimaschutz-Beitr\u00e4ge und Finanzierungs-Zusagen der Industriestaaten. Die Analyse zeigt, dass die von den Staaten f\u00fcr Paris genannten nationalen Beitr\u00e4ge f\u00fcr den Klimaschutz, die sogenannten Intended Nationally Determined Contributions, zu einer Klimaerw\u00e4rmung von 3\u00b0C und mehr f\u00fchren werden. <strong>F\u00fcr die Erreichung des 1.5\u00b0C-Ziels braucht es darum mindestens eine Verdoppelung der nationalen Beitr\u00e4ge.<\/strong><\/p>\n<p>F\u00fcr die Schweiz heisst das, dass der Bundesrat die Zielsetzungen f\u00fcr 2020 von 20% auf 40% anheben sollte \u2013 er hat gem\u00e4ss geltendem CO<sub>2<\/sub>-Gesetz auch die Befugnis dazu \u2013 und dass das Parlament im neuen CO<sub>2<\/sub>-Gesetz f\u00fcr die Zeit nach 2020 eine 60% Reduktion der Inland-Emissionen f\u00fcr 2030 festschreiben muss. Zudem soll ab 2020 der Wirtschaftskraft entsprechend rund 1 Milliarde pro Jahr f\u00fcr die Finanzierung des Klimaschutzes in den Entwicklungsl\u00e4ndern bereitgestellt werden. Dies wohlgemerkt ohne das Budget f\u00fcr Entwicklungshilfe zu schm\u00e4lern.<\/p>\n<p>Paris ist ein wichtiger Meilenstein, bedeutet aber auch f\u00fcr die Umweltbewegung, dass wir mehr denn je dran bleiben m\u00fcssen. <strong>Die Profiteure vom Zeitalter der unbegrenzten Treibhausgasemissionen werden nicht kampflos aufgeben<\/strong>, doch wir k\u00f6nnen ihnen gemeinsam den Boden unter den F\u00fcssen wegziehen. Im neuen Jahr werden wir uns Seite an Seite mit den Betroffenen gegen die Profiteure stellen und klar machen, dass wir sie stoppen, wenn die Regierungen nicht ernst machen. N\u00f6tigenfalls werden wir daf\u00fcr auch den gerichtlichen Weg gehen. So stellen wir sicher dass Paris zu dem wird, was es sein muss: der Anfang vom definitiven Ausstieg aus den fossilen Energien. Ein Wendepunkt in der Geschichte der Menschheit.<\/p>\n<p>Die detaillierte Analyse des Abkommens zeigt noch viele weitere Punkte. Nachfolgend haben wir eine Auswahl von kritischen Punkten zusammengestellt (wer das Paris Agreement selber durchforsten m\u00f6chte findet es <a href=\"http:\/\/unfccc.int\/documentation\/documents\/advanced_search\/items\/6911.php?priref=600008831.\">hier<\/a>):<\/p>\n<p>1. Die Verursacher der Klimaerw\u00e4rmung haben zu wenig versprochen, um den direkt Betroffenen zu helfen. Positiv ist hingegen dass die Zusagen der Industriel\u00e4nder, den Entwicklungsl\u00e4ndern bei ihren Klimaschutzmassnahmen und der Bew\u00e4ltigung der Folgen ab 2020 mit 100 Milliarden j\u00e4hrlich zu helfen, \u00a0bestehen blieben. Ebenso wurde festgehalten, dass dieser Beitrag ab 2025 erh\u00f6ht werden soll. Die konkreten Zusagen der Industriel\u00e4nder reichen aber nach wie vor nicht aus, um dieses Ziel zu erreichen.<\/p>\n<p>2. Es wird anerkannt, dass die Bew\u00e4ltigung von Verlusten und Sch\u00e4den durch die jetzt schon verursachte Klimaerw\u00e4rmung, eine wichtige Aufgabe ist. Eine Haftung bzw. Kompensation durch die Verursacher der bisherigen Klimaerw\u00e4rmung (die Industrienationen) ist aber nicht festgelegt.<\/p>\n<p>3. \u00a0Das \u00dcbereinkommen stellt zwar fest, dass ein allgemein g\u00fcltiges Reporting n\u00f6tig ist, um den Fortschritt der Bem\u00fchungen transparent beurteilen zu k\u00f6nnen, macht aber keine konkreten Vorgaben daf\u00fcr.<\/p>\n<p>4.\u00a0Ebenso wird festgehalten, dass die Beitr\u00e4ge der L\u00e4nder regelm\u00e4ssig alle 5 Jahre evaluiert und verbessert werden sollten. Doch auch hier fehlen konkrete Vorgaben zur Umsetzung. Insbesondere w\u00e4re es wichtig, dass die f\u00fcr Paris eingereichten Ziele jetzt und sofort angepasst werden, denn ohne Versch\u00e4rfung schliesst sich das zeitliche Fenster f\u00fcr die Erreichung des 1.5\u00b0C Ziels sehr schnell.<\/p>\n<p>5.\u00a0Die M\u00f6glichkeit zur Nutzung von CO<sub>2<\/sub>-M\u00e4rkten (Handel von CO<sub>2<\/sub>-Zertifikaten zwischen den L\u00e4ndern) zum Erreichen der Klimaschutzziele wird nicht ausgeschlossen. Dies beinhaltet die akute Gefahr, dass wichtige Massnahen zum Umbau des nationalen Energiesystems auf sp\u00e4ter vertagt werden. Dies weil es aus kurzfristiger polit-taktischer Sicht billiger ist, CO<sub>2<\/sub> im Ausland zu reduzieren statt bei sich selbst. Zudem ist v\u00f6llig unklar, wie die Marktmechanismen ausgestaltet werden sollten, damit nicht die Fehler der Vergangenheit wiederholt werden, wo durch den Handel teilweise sogar Mehremissionen verursacht wurden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div class=\"events-box big-box left\">\n<div class=\"frame\"><a class=\"open-img EnlargeImage\" title=\"Hunderte von Menschen setzen ein Zeichen f\u00fcr 100% erneuerbare Energien. \u00a9 Yann Arthus-Bertrand \/ Spectral Q\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/4ca6113e-4ca6113e-aktion-erneuerbar.jpg\"><br \/>\n<img decoding=\"async\" id=\"ctl00_cphContentArea_Property3_ctl00_ctl08_Image1\" class=\"Thumbnail\" style=\"border-width: 0px;\" title=\"Hunderte von Menschen setzen ein Zeichen f\u00fcr 100% erneuerbare Energien. \u00a9 Yann Arthus-Bertrand \/ Spectral Q\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/4ca6113e-4ca6113e-aktion-erneuerbar.jpg\" alt=\"Hunderte von Menschen setzen ein Zeichen f\u00fcr 100% erneuerbare Energien. \u00a9 Yann Arthus-Bertrand \/ Spectral Q\" \/><\/a>&nbsp;<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"events-content hidden-paragraph\"><span class=\"date\">Montag, 7. Dezember 2015<\/span><br \/>\n<strong>Hunderte von Menschen setzen ein Zeichen f\u00fcr 100% erneuerbare Energien. \u00a9 Yann Arthus-Bertrand \/ Spectral Q<\/strong><\/div>\n<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>&gt;&gt;&gt; Update: 9.12.2015<\/strong><\/p>\n<p><strong>Korrupte Klimaexperten tappen in die Falle<\/strong><\/p>\n<p>Der Text f\u00fcr ein Klimaabkommen ist noch unter Verschluss. Der franz\u00f6sische COP21-Vorstand dr\u00e4ngt jedoch darauf, in vorgesehener Frist ein Abkommen zu finden und damit ein diplomatischer Erfolg zu erlangen. Wahrscheinlich zu Ungunsten des Inhalts. Durch den Zeitdruck k\u00f6nnten sich die Verhandlungspartner sehr wohl auf den kleinsten gemeinsamen Nenner eignen. Die Varianten, die realistische L\u00f6sungen gegen den Klimawandel bieten, werden allm\u00e4hlich verdr\u00e4ngt. Und Frustration und Sorge steigen bei den NGOs.<br \/>\nDarum ver\u00f6ffentlichte Greenpeace gestern eine Untersuchung die aufzeigt, wie die \u00d6lindustrie in der Lage ist, sehr einfach Wissenschaftler zu kaufen, die tr\u00fcgerische Berichte verfassen, welche ihren wirtschaftlichen Interessen entsprechen.<\/p>\n<p><strong>Wissen ist Macht<\/strong><\/p>\n<p><strong>In Klimafragen wie auch in allen anderen politischen Fragen ist Wissen Macht<\/strong>. Die Verhandlungen zeigen dies beispielhaft. Die diskutieren Massnahmen basieren auf als \u00abwissenschaftlich betrachteten\u00bb Zahlen. Diese erm\u00f6glichen es Argumente zu legitimieren und konkrete Ziele abzuleiten.<\/p>\n<p>Um sich in den politischen Kr\u00e4fteverh\u00e4ltnissen zu bewegen muss man in der Lage sein, Wissen zu produzieren. Elemente welche die Debatte polarisieren und die dazu dienen, die gegenseitige Lobby-Arbeit zu kontern und gewisse Interesse zu verteidigen. Dank dem lebt eine ganze Armee von Lobbyisten sehr bequem von der Verteidigung der Interessen der schlimmsten Verursacher des Klimawandels. Aber auch eine Anzahl von anerkannte \u00abExperten\u00bb, wie z.B. einige emeritierte Professoren.<\/p>\n<p>Die \u00d6lindustrie ist auf solche Dienstleistungen angewiesen. In den USA wurde nun eine Untersuchung gegen ExxonMobil und ihre \u00abBrainwashing Praktiken\u00bb gestartet. In der nachfolgenden Geschichte zeigen wir auf, wie es f\u00fcr Unternehmen m\u00f6glich ist, akademische Berichte zu kaufen um damit den negativen Einfluss fossiler Brennstoffe auf das Klima zu bestreiten.<\/p>\n<p><strong>Ja, man kann wissenschaftliches Wissen kaufen!<\/strong><\/p>\n<p>W\u00e4hrend sechs Monaten, haben Leute von Greenpeace United Kingdom sich als Vertreter von Kohle- und \u00d6l-Unternehmen getarnt, um so \u00fcber die akademischen Arbeiten zum Thema fossiler Energien zu ermitteln. <strong>Dabei haben sie ber\u00fchmte Professoren an den Universit\u00e4ten von Princeton und Pennsylvanien gebeten, gegen Zahlung positive Artikel zur \u00d6l- und Kohle-F\u00f6rderung in Entwicklungsl\u00e4nder zu schreiben.<\/strong><\/p>\n<p>Und Professor William Happer, \u00a0ein klimaskeptischer Wissenschaftler an erstere Stelle, hat akzeptiert, einen Rapport f\u00fcr \u00abeine \u00d6lgesellschaft\u00bb zu schreiben \u2013 nennen wir sie hier doch \u00abGreenpeace Petroleum\u00bb \u00a0\u2013 und dabei seine Finanzierungsquelle nicht zu ver\u00f6ffentlichen<\/p>\n<p>\u00abGreenpeace Petroleum\u00bb hat zudem Professor Frank Clemente, Soziologe an der Universit\u00e4t Pennsylvania, angefragt, ob er einen Gegenbericht zu Recherchen, welche einen Zusammenhang herstellen zwischen Kohle und vorzeitigen Todesf\u00e4llen, verfassen w\u00fcrde. Insbesondere gegen die Angabe der WHO, wonach jedes Jahr 3,7 Millionen Menschen vorzeitig an der Belastung durch fossile Brennstoffe sterben. <em><br \/>\n<\/em>Prof. Clemente hat best\u00e4tigt, einen solchen Auftrag erf\u00fcllen zu k\u00f6nnen. Er d\u00fcrfe dabei mit seinem universit\u00e4ren Titel erw\u00e4hnt werden und der 8-10 seitige Beitrag w\u00fcrde ca. USD 15&#8217;000 kosten.<\/p>\n<p>Auf die Frage, ob er die Herkunft der Zahlung \u00f6ffentlich machen m\u00fcsse, hat Prof. Clemente geantwortet, dass es in den USA nicht obligatorisch w\u00e4re, die Finanzierungs-Quellen anzugeben. Um dies zu bekr\u00e4ftigen, hat er das Beispiel einer Rede und eines Podiums aufgef\u00fchrt, welches von \u00abPeabody Energy\u00bb, dem gr\u00f6ssten Kohle-Unternehmen der Welt, finanziert wurde. Die Sponsoren seien dabei nicht aufgedeckt worden.\u00a0Prof. Clemente behauptete zudem, f\u00fcr einen anderen Rapport \u00fcber den \u00abWelt-Wert von Kohle\u00bb von \u00abPeabody Energy\u00bb USD 50&#8217;000 erhalten zu haben. Die Finanzierungs-Quelle wurde im Kleingedruckten am Ende des Rapport erw\u00e4hnt, der erhaltene Beitrag jedoch nicht genannt.<\/p>\n<p>Die Pr\u00e4disposition der Professoren Happer und Clemente, die Finanzierungs-Quellen nicht zu nennen, geht gegen die Ethik mancher wissenschaftlicher Zeitschriften. Die Zeitschrift Science schreibt z.B. in ihren Ver\u00f6ffentlichungsrichtlinien, dass alle Autoren zu ihren Forschungs-Arbeiten klar erw\u00e4hnen m\u00fcssen, welche ihre Verbindungen, Finanzierungs-Quellen und Finanzierungs-Teilnahmen sind. Die Vers\u00e4umnisse eben dieser Autoren m\u00fcssen aber zahlreich sein wenn man sich vor Augen h\u00e4lt, wie einfach die Vertreter von \u00abGreenpeace Pertroleum\u00bb zu ihren gew\u00fcnschten Berichten gekommen w\u00e4ren.<\/p>\n<p><strong>So werden wir get\u00e4usch<\/strong>t<\/p>\n<p><strong>Die Ermittlungen haben gezeigt, dass es Wege gibt die es ausl\u00e4ndischen \u00d6l- und Gas-Unternehmen erm\u00f6glichen, klimaskeptische US-Wissenschaftler und Organisationen zu kaufen<\/strong>.\u00a0Als \u00abGreenpeace Petroleum\u00bb nachdr\u00fccklich um Garantie gebeten hat, dass die Finanzierungs-Quelle nicht r\u00fcckverfolgt werden kann, hat Prof. Happer auf Anraten von William O\u2019Keefe (ein ehemaliger Lobbyist f\u00fcr Exxon) empfohlen, den Auftrag \u00fcber \u00abDonors Trust\u00bb abzuwickeln. \u00abDonors Trust\u00bb ist eine Organisation die es erm\u00f6glicht, anonyme Spenden zu sammeln und die manchmal auch \u00abBankomat f\u00fcr dreckiges Geld\u00bb der konservativen Bewegung der USA genannt wird.<\/p>\n<p>Greenpeace ging noch weiter und schlug Prof. Happer, der als akademischer Beirat im der Global Warming Policy Foundation (GWPF) sitzt, vor, den so finanzierten Bericht einem gegenseitigen Validierungsprozess vorzulegen. Diese Validierung erlaubt eine gegenseitige Untersuchung und Best\u00e4tigung bisheriger GWPF-Berichte. Nebenbei: GWPF hat vor kurzem den gegenseitigen Validierungs-Prozess f\u00fcr einen Bericht \u00fcber die Vorteile vom Kohlendioxid angewendet.<\/p>\n<p><strong>Der Beweis ist erbracht<\/strong><\/p>\n<p>John Sauven, Gesch\u00e4ftsleiter von Greenpeace United Kingdom hat sich wie folgt zu den Ermittlungen ge\u00e4ussert: \u00ab<em>Diese Untersuchung l\u00fcftet den Schleier auf ein Netzwerk von Wissenschaftlern die bereit sind, ihre Dienste an Unternehmen im fossilen Brennstoff Sektor zu verkaufen. Dies damit sie im Geheimen und ohne Spuren zu hinterlassen die Klimadebatte beeinflussen k\u00f6nnen.<\/em><em>Unsere Ermittlungen zeigen, dass einige Professoren an renommierten Universit\u00e4ten durch diese Unternehmen heimlich finanzierte werden um Rapporte zu produzieren, welche Zweifel \u00fcber den Klimawandel propagieren. Die Frage die sich jetzt stellt ist ganz einfach: Wie viele wissenschaftliche Rapporte sind \u00fcber die Jahre produzierte worden, die Zweifel \u00fcber den Klimawandel verbreitet haben und in Wirklichkeit von der \u00d6l-, Kohle- und Gas-Industrie finanziert worden sind? Unsere Ermittlung zeigt wie sie vorgehen. Es ist Zeit, die Scheinwerfer auf die Klima-Skeptiker zu richten<\/em><em>.\u00bb<\/em><\/p>\n<p>Sauven fordert, dass die GWPF jetzt Fragen mit weitgehenden Konsequenzen beantworten muss:Kann sie tolerieren, dass ein Mitglied aus seinem akademischen Beirat heimlich von angeblichen \u00d6l-Gesellschaften aus dem Mittleren-Osten bezahlt wird, um einen Rapport zu produzieren? Wurden andere Berichte heimlich durch die Fossil-Industrie bezahlt? W\u00fcrde die Stiftung zugeben, dass ihr gegenseitiger Validierungs-Prozess eine Mogelei ist?<\/p>\n<p><strong>Die Ermittlungen werfen eine ganz einfache Frage auf: Wie viele wissenschaftliche Berichte, welche die Klimaerw\u00e4rmung bestreiten, wurden in der Vergangenheit durch die \u00d6l-, Kohle- und Gas-Industrie bezahlt?<\/strong> Wie gross ist deren Verantwortung an der Skepsis vieler amerikanischer Senatoren gegen\u00fcber dem Klimawandel? Wie stark wurde die Meinung der US-Gesellschaft manipuliert? Und die der US-VertreterInnen am Klimagipfel?\u00a0Die Vereinigten Staaten sind ein Schl\u00fcsselakteur bei den Verhandlungen in Paris. Aber beruht ihr Wissen auf den wissenschaftlichen L\u00fcgen derer, die es sich leisten k\u00f6nnen?<\/p>\n<p><strong>Noch etwas Positives zum Schluss:\u00a0<\/strong><br \/>\nDiese Woche hat Bernie Sanders, Kandidat bei den demokratischen Vorwahlen, ein ambiti\u00f6ses Programm f\u00fcr den Klimaschutz vorgestellt. Darin schl\u00e4gt er unter anderem vor eine CO2-Geb\u00fchr einzuf\u00fchren und die Sonnenenergie massiv zu entwickeln. Im Gegensatz zu seinen Konkurrenten akzeptiert Sanders f\u00fcr die Finanzierung seiner Wahlkampagne nur kleine Beitr\u00e4ge von Privatpersonen. Im Schnitt sind es USD 30.<\/p>\n<p><strong>&gt;&gt;&gt; Update: 8.12.2015<\/strong><\/p>\n<p><strong>Die Schweiz und der Klimaschutz<br \/>\n<\/strong>Germanwatch und das Climate Action Network (CAN) haben heute am Klimagipfel in Paris den neuen <a href=\"http:\/\/1708.seu.cleverreach.com\/c\/20849641\/613ff88fa89-nz1cjt\">Klimaschutz-Index<\/a>\u00a0vorgestellt. Zum zweiten Mal hintereinander hat die Schweiz drei Pl\u00e4tze verloren und rutscht so vom 8. auf den 14. Platz ab. Grund daf\u00fcr ist vor allem das Festhalten an klimasch\u00e4dlichen \u00d6lheizungen und der fossile Individualverkehr.<\/p>\n<p>Das CO2-Budget f\u00fcr die Begrenzung der Klimaerw\u00e4rmung auf maximal 2 \u00b0C ist weltweit schon zu zwei Dritteln verbraucht. Die Schweiz hat sogar schon vier F\u00fcnftel des ihr zustehenden Budgets verpulvert. Mit der aktuellen Klimapolitik wird die Schweiz bereits in 14 Jahren ihr restliches <a href=\"http:\/\/1708.seu.cleverreach.com\/c\/20849642\/613ff88fa89-nz1cjt\">Klimabudget<\/a>\u00a0aufgebraucht haben.<\/p>\n<p>Als eines der ganz wenigen L\u00e4nder setzt die Schweiz aber noch immer auf die\u00a0Anrechnung von Auslandreduktionen, obwohl sie ihr Reduktionsziel durch Massnahmen im Inland erreichen sollte. Das Schweizer Reduktionsziel von 30 % im Inland und von 20 % im Ausland ist zudem klar ungen\u00fcgend.<\/p>\n<p>\u00abMit dem Kauf von Klimazertifikaten ist es nicht getan: Die Schweiz ist noch lange keine Mustersch\u00fclerin, und die L\u00e4nder-Rangliste zeigt das klipp und klar\u00bb, kommentiert der Leiter der Klimakampagne von Greenpeace Schweiz, Georg Klingler. L\u00e4nder wie Frankreich, Italien und Grossbritannien schneiden besser ab, insbesondere weil in der Schweiz klimasch\u00e4dliche \u00d6lheizungen und Fahrzeuge sehr verbreitet sind.<\/p>\n<p>\u00abEs gen\u00fcgt nicht, wenn die Schweiz sich im Ausland als Klimasch\u00fctzerin pr\u00e4sentiert. Zuerst m\u00fcssen die Hausaufgaben gemacht werden: Der Bundesrat muss die Abh\u00e4ngigkeit von den fossilen Energien reduzieren und die Bev\u00f6lkerung vor den negativen Folgen der Klimaerw\u00e4rmung sch\u00fctzen\u00bb, so Georg Klingler. Zudem ist ein klares Bekenntnis f\u00fcr neue und zus\u00e4tzliche Zahlungen f\u00fcr Klimaschutz und -Anpassungsmassnahmen in den \u00e4rmsten L\u00e4ndern erforderlich \u2013 aufgrund der wirtschaftlichen St\u00e4rke bis 2020 rund eine Milliarde Franken pro Jahr.<\/p>\n<p><strong>&gt;&gt;&gt; Update: 7.12.2015<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>Hunderte von Umweltsch\u00fctzerInnen bildeten gestern ein gigantisches Friedenssymbol vor dem Hintergrund des Eiffelturms, darunter die Worte \u201e100 % Renewable\u201c \u2013 eine Botschaft an die Delegierten der Klimaschutzkonferenz und die ganze Welt. Die Installation war eine Idee des K\u00fcnstlers John Quigley.<\/p>\n<p>Statt auf ihre Landesregierungen zu warten, gehen B\u00fcrgermeister weltweit mit gutem Beispiel voran: Bis 2050 wollen Hunderte von St\u00e4dten vollst\u00e4ndig auf Erneuerbare Energien setzen, darunter Paris, Chicago, Berlin, Istanbul, Madrid, Los Angeles und Stockholm. Jean Fran\u00e7ois Julliard, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer von Greenpeace Frankreich, kommentiert: \u00abNicht das erste Mal geben die B\u00fcrgermeister in Sachen Klimaschutz den Ton an. In einem Schl\u00fcsselmoment liefert diese Initiative einen Auftrieb f\u00fcr saubere Energie.\u00bb<\/p>\n<p>Martin Kaiser, Greenpeace-Experte f\u00fcr Klima, sieht den bisherigen Verlauf der Verhandlungen optimistisch, hat aber Bedenken, was die Ergebnisse betrifft: \u00abBei den Klimaverhandlungen in Kopenhagen waren wir an diesem Punkt bei einem 300-Seiten-Dokument und am Rand der Verzweiflung. In Paris sind es noch 21 Seiten, und die Gespr\u00e4chsatmosph\u00e4re ist nach wie vor konstruktiv.\u00bb Solange sich nicht alle TeilnehmerInnen auf eine vollst\u00e4ndige Dekarbonisation einigen, garantiere das alleine aber noch keinen zufriedenstellenden Abschluss: \u00abIn Paris wartet noch ein ganzer Haufen Arbeit.\u00bb<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.greenpeace.de\/EU-Coal\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Ein aktueller Report<\/a>\u00a0von Greenpeace und dem europ\u00e4ischen Climate Action Network (CAN) belegt derweil, dass sich ganz Europa mit dem Kohleausstieg beeilen muss. Die CO2-Emissionen aus Kohlekraftwerken m\u00fcssen dreimal schneller sinken als bisher, um die globale Erw\u00e4rmung noch unter zwei Grad Celsius zu halten. Die 280 alternden EU-Kohlekraftwerke stiessen im Jahr 2014 insgesamt 762 Millionen Tonnen CO2 aus, rund ein F\u00fcnftel (18 Prozent) der gesamten europ\u00e4ischen Treibhausgasemissionen. Gesunken sind die CO2-Emissionen bisher um durchschnittlich 2,3 Prozent pro Jahr. N\u00f6tig sind aber mindestens acht Prozent j\u00e4hrlich. Klimawissenschaftler warnen vor unbeherrschbaren Folgen des Klimawandels, wenn die Erw\u00e4rmung oberhalb der zwei Grad-Grenze liegt. Besser w\u00e4re es, sie unter 1,5 Grad zu begrenzen.<\/p>\n<p><strong>&gt;&gt;&gt; Update: 4.12.2015<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div class=\"events-box small-box left\">\n<div class=\"frame\"><a class=\"open-img EnlargeImage\" title=\"\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/e3ee3771-e3ee3771-gp0stp387_web_size.jpg\"><br \/>\n<img decoding=\"async\" id=\"ctl00_cphContentArea_Property3_ctl00_ctl10_Image1\" class=\"Thumbnail\" style=\"border-width: 0px;\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/e3ee3771-e3ee3771-gp0stp387_web_size.jpg\" alt=\"\" \/><\/a>&nbsp;<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"events-content no-title\">\nVertreter aus Politik und Zivilgesellschaft treffen sich auf der Rainbow Warrior mit Repr\u00e4sentanten von Vanuatu, Kiribati, Tuvalu, Fiji und den Solomon Islands. Sie unterzeichnen die People\u2019s Declaration for Climate Justice. \u00a9 Steven Lyon \/ Greenpeace<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>Philippinen: weltweit erstes Verfahren gegen 50 gr\u00f6sste \u00abKlimas\u00fcnder\u00bb<br \/>\nAm Rande des Klimagipfels in Paris hat heute die philippinische Menschenrechtskommission bekannt gegeben, dass sie am 10. Dezember Ermittlungen gegen 50 mutmassliche Klimaverbrecher aufnehmen wird. Dieses bahnbrechende Klimaschutz-Verfahren ist das erste weltweit, welches Erd\u00f6l-, Erdgas-, Kohle- und Zementunternehmen zur Rechenschaft ziehen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Im Visier der philippinischen Menschenrechtskommission befinden sich die gr\u00f6ssten Emittenten von Treibhausgasen in Investorenbesitz: unter anderem ExxonMobil, die bereits in den USA mit Ermittlungen konfrontiert ist, sowie Glencore Xstrata und Holcim, beides Firmen mit Gesch\u00e4ftssitz in der Schweiz. Die Rangliste der gr\u00f6ssten \u00abKlimas\u00fcnder\u00bb geht auf eine\u00a0<a href=\"http:\/\/1708.seu.cleverreach.com\/c\/20815982\/613ff88fa89-nyubk1\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Studie des Climate Accountability Institute<\/a>\u00a0von 2014 zur\u00fcck. Sie zeigt, dass 90 Unternehmen aus den Bereichen Erd\u00f6l, Erdgas, Kohle und Zementproduktion f\u00fcr 63 Prozent der globalen industriellen CO2-Emissionen zwischen 1854 und 2010 verantwortlich sind.<\/p>\n<p>Die Philippinen liegen im\u00a0<a href=\"http:\/\/1708.seu.cleverreach.com\/c\/20815983\/613ff88fa89-nyubk1\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Weltrisiko-Index<\/a>\u00a0hinter Tonga auf Platz drei:\u00a0Der Index gibt f\u00fcr 171 L\u00e4nder weltweit das Risiko an, Opfer einer Katastrophe in Folge von extremen Naturereignissen zu werden.\u00a0Zwischen 1998 und 2009 waren laut Weltbank allein in den Philippinen \u00fcber 12 Millionen Menschen von verheerenden St\u00fcrmen betroffen, die zu volkswirtschaftlichen Kosten von 24,3 Milliarden Dollar f\u00fchrten.\u00a0Im November 2013 zerst\u00f6rte der Super-Taifun \u00abHaiyan\u00bb weite Teile des Inselstaats und forderte mindestens 6300 Menschenleben.<\/p>\n<p>Taifun-Opfer und Umweltorganisationen wie Greenpeace hatten das Verfahren angeregt mit einer Petition, die im September eingereicht wurde.\u00a0\u00abDie Ermittlungen der philippinischen Menschenrechtskommission sind ein Meilenstein auf dem Weg hin zu einer fossilfreien Welt\u00bb, kommentiert Greenpeace-Chef Kumi Naidoo. \u00abWir fordern nun auch andere Beh\u00f6rden weltweit auf, rechtliche Schritte zu unternehmen, um die Hauptverursacher der Klimaerw\u00e4rmung endlich zur Rechenschaft zu ziehen\u00bb.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.greenpeace.org\/switzerland\/de\/Themen\/Klima\/Die-Klimakonferenz\/Vor-Gericht-fuer-Klimagerechtigkeit\/\">Hintergrundinformationen zum Thema<\/a>\u00a0<a href=\"http:\/\/1708.seu.cleverreach.com\/c\/20815984\/613ff88fa89-nyubk1\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><br \/>\n<\/a><\/p>\n<p><strong>&gt;&gt;&gt; Update: 3.12.2015<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div class=\"events-box middle-box left\">\n<div class=\"frame\"><a class=\"open-img EnlargeImage\" title=\"\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/6a1c79b4-6a1c79b4-gp0stomai_web_size.jpg\"><br \/>\n<img decoding=\"async\" id=\"ctl00_cphContentArea_Property3_ctl00_ctl12_Image1\" class=\"Thumbnail\" style=\"border-width: 0px;\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/6a1c79b4-6a1c79b4-gp0stomai_web_size.jpg\" alt=\"\" \/><\/a>&nbsp;<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"events-content no-title\">\nEine Frau steht bei der Schutzmauer auf Tarawa Island (Kiribati Islands). Aufgrund des Klimawandels und dem Abschmelzen der Eises in der Arktis und Antarktis steigt der Meeresspiegel und die BewohnerInnen der Inseln verlieren ihre Heimat. \u00a9 Christian Aslund \/ Greenpeace<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>Die Verhandlungen am dritten Tag sind eher z\u00e4h. Auf dem Programm stehen technische und \u00a0abstrakte Themen auf \u00fcber 57 Seiten Papier. Den Text und die Inhalte auszusortieren ist eine Herausforderung. Die Frage der Finanzierung f\u00fcr die Anpassung der Entwicklungsl\u00e4nder an den Klimawandel ist komplex und einige der Delegierten zeigen sich frustriert.<\/p>\n<p><strong>Liegt die Zukunft in den H\u00e4nden der \u00abverwundbaren L\u00e4ndern\u00bb?<\/strong><\/p>\n<p>Auf der anderen Seite gewinnt die Koalition der \u00abverwundbaren L\u00e4ndern\u00bb (The Climate Vulnerable Forum) an politischem Gewicht. Sie sind die wahren Verb\u00fcndeten des Klimaschutzes und forderten in einer Erkl\u00e4rung, dass sich die Welt bis 2050 zu hundert Prozent mit erneuerbaren Energien versorgen muss und dass der H\u00f6hepunkt der CO2-Emissionen sp\u00e4testens 2020 statt finden darf. Nur so k\u00f6nnte die Klimaerw\u00e4hnung unter der Schwelle von plus 1,5 Grad Celsius bleiben.<\/p>\n<p>Sie wissen, was auf dem Spiel steht. Denn sie sind mit den realen Auswirkungen des Klimawandels heute schon konfrontiert. Sie sind von den Folgen betroffen, f\u00fcr sie geht es schlicht und ergreifend ums \u00dcberleben und sie sollten deshalb auch zuerst angeh\u00f6rt werden. Seit der ersten Klimakonferenz 1995 sind nach UNO-Angaben schon mehr als 600&#8217;000 Menschen aufgrund von Klima-Katastrophen gestorben. Orkane, Luftverschmutzung und \u00dcberschwemmungen zerst\u00f6ren der kommenden Generation die Lebensgrundlage und berauben sie aller Zukunftsperspektiven.<\/p>\n<p>Und es sind eben diese jungen Menschen aus den \u00abverletzlichen\u00bb L\u00e4ndern wie Marokko, den Philippinen oder Kiribati-Inseln, welche die erste Aktion an dieser Klimakonferenz organisiert haben und mit einem Umzug den vollst\u00e4ndigen Ausstieg aus den fossilen Energien bis 2050 gefordert haben.<\/p>\n<p>In Wirklichkeit geben zur Zeit diese L\u00e4nder in der Klimakonferenz das Tempo vor. Sie bringen L\u00f6sungen und haben eine politische Vision. Sie sagen Worte, denen man folgen muss. Und da sie jetzt einen Drittel der Sitze an der UNO vertreten, wird es nicht mehr m\u00f6glich sein, von einem weltweiten Abkommen zu sprechen, wenn sie dagegen sind.<\/p>\n<p><strong>Wo sind die Frauen?<\/strong><\/p>\n<p>Wenn wir von Demokratie sprechen so sprechen wir auf von Gleichberechtigung. Von den 150 Staatsoberh\u00e4uptern sind 11 davon Frauen. Das entspricht einen Anteil von lediglich 7%. Eine amerikanische NGO (Womens\u2018s Environment &amp; Developmen Organization) k\u00e4mpft daf\u00fcr, die Klimafrage auch als Gender-Frage zu diskutieren. Im Plenum hat eine ihrer Vertreterinnen daran erinnert, dass das k\u00fcnftige Abkommen die Entwicklung von erschwinglichen, erneuerbaren Technologien vorsehen muss, die sicher sind und sowohl auf die unterschiedlichen Bed\u00fcrfnisse von Frauen und M\u00e4nner angepasst sind. Diese Forderung ist notwendig. Denn meist sind die Frauen die ersten und verletzlichsten Opfer der Klimaver\u00e4nderung.<\/p>\n<p>&gt;&gt;&gt; Update: 02.12.2015<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div class=\"events-box middle-box left\">\n<div class=\"frame\"><a class=\"open-img EnlargeImage\" title=\"\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/e1f70355-e1f70355-gp0235c_web_size.jpg\"><br \/>\n<img decoding=\"async\" id=\"ctl00_cphContentArea_Property3_ctl00_ctl14_Image1\" class=\"Thumbnail\" style=\"border-width: 0px;\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/e1f70355-e1f70355-gp0235c_web_size.jpg\" alt=\"\" \/><\/a>&nbsp;<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"events-content no-title\">\nBau einer Solaranlage in S\u00fcdafrika.<br \/>\n\u00a9 Nicolas Fojtu \/ Greenpeace<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>Am zweiten Tag der Konferenz sorgten die Landesregierungen Afrikas f\u00fcr eine \u00dcberraschung: Die \u00abAfrican Renewable Energy Initiative\u00bb stellte ein ehrgeiziges Konzept vor, das bis zum Jahr 2030 fl\u00e4chendeckend saubere Energie aus erneuerbaren Ressourcen vorsieht, 300 Gigawatt f\u00fcr den gesamten Kontinent. Kumi Naidoo, S\u00fcdafrikaner und Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer von Greenpeace International, ist stolz auf seine Heimat: \u00abEs wird oft behauptet, Afrika tr\u00fcge nicht dieselbe historische Verantwortung, weil es so wenig zum Problem beigetragen habe. Aber heute haben die Afrikanerinnen und Afrikaner einen Schritt vorw\u00e4rts gemacht und erstaunlichen Weitblick bewiesen.\u00bb Allerdings m\u00fcsse diese Energie vor allem aus Windkraft- und Solaranlagen kommen, nicht aus Staudammkraftwerken.<\/p>\n<p>&gt;&gt;&gt; Update: 01.12.2015 &#8211;\u00a0<strong>R\u00fcckblick auf den Er\u00f6ffnungstag<\/strong><\/p>\n<div class=\"events-box middle-box left\">\n<div class=\"frame\"><a class=\"open-img EnlargeImage\" title=\"\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/04a9d6bf-04a9d6bf-gp0stpgog_web_size.jpg\"><br \/>\n<img decoding=\"async\" id=\"ctl00_cphContentArea_Property3_ctl00_ctl16_Image1\" class=\"Thumbnail\" style=\"border-width: 0px;\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/04a9d6bf-04a9d6bf-gp0stpgog_web_size.jpg\" alt=\"\" \/><\/a>&nbsp;<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"events-content no-title\">\nBarak Obama bei seiner Er\u00f6ffnungsrede in Paris \/ \u00a9 Greenpeace<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>Der gestrige Er\u00f6ffnungstag in Paris brachte erwartungsgem\u00e4ss noch keine Entscheidungen, aber viele gute Absichten. In seiner Er\u00f6ffnungsrede mahnte Frankreichs Ministerpr\u00e4sident Fran\u00e7ois Hollande erneut: \u201eEs stand noch nie so viel auf dem Spiel.\u201c US-Pr\u00e4sident Barack Obama betonte die Verantwortung dieser Generation f\u00fcr k\u00fcnftige. Obwohl Angela Merkel mit Dekarbonisierung das Schl\u00fcsselwort f\u00fcr ein erfolgreiches Klimaschutzprogramm nannte, zeigte sich Martin Kaiser, Greenpeace-Experte f\u00fcr Klima, entt\u00e4uscht von der Rede der Bundeskanzlerin: \u00abKein Wort zum n\u00f6tigen Kohleausstieg, der die hehren Worte der Kanzlerin von der Dekarbonisierung erst konkret machen w\u00fcrde. Wenn Merkel wieder zur Klimakanzlerin werden will, muss sie endlich den deutschen Kohleausstieg angehen.\u00bb<\/p>\n<p>Am Rande der Konferenz bekundeten finanzstarke Unternehmer wie Bill Gates, mehr Geld in konkrete Projekte zum Klimaschutz zu investieren. Ausserdem haben Deutschland, Frankreich, die USA und acht weitere L\u00e4nder angek\u00fcndigt, 248 Millionen US-Dollar f\u00fcr einen Fonds bereitzustellen, der besonders armen\u00a0L\u00e4ndern bei der Anpassung an die Folgen des Klimawandels hilft.<\/p>\n<p>&gt;&gt;&gt; 30.11.2015<\/p>\n<p><strong>DER WELTKLIMAGIPFEL \u2013 Bringt sie das ende des fossilen Zeitalters?<\/strong><\/p>\n<p>Es geht um nicht weniger als die Zukunft unseres Planeten. Wenn ab heute in Paris 196 Regierungschefs aus aller Welt zusammenkommen, um verbindliche Klimaziele zu vereinbaren, steht buchst\u00e4blich alles auf dem Spiel. \u00abMal wieder\u00bb, sagt Karsten Smid, Greenpeace-Experte f\u00fcr Klima, angesichts der 20 vorausgegangenen UN-Klimakonferenzen. \u00abDoch diesmal bin ich optimistisch. Wir sind einem Weltklimavertrag sehr nahe.\u00bb Es fehle jedoch an Mut und Entschlossenheit der Politik. \u00abDas k\u00f6nnte sich am Ende noch als schwere B\u00fcrde herausstellen\u00bb, so Smid.<\/p>\n<p>Was soll bei der COP 21, so die Kurzform f\u00fcr die 21. Conference of the Parties, auf den Weg gebracht werden? Sind sich am Ende alle einig? Unterzeichnen die Teilnehmerstaaten am 11. Dezember eine neue \u00abKlimarahmenkonvention\u00bb? In ihr verpflichten sich die L\u00e4nder, ihre CO2-Emissionen so weit zu senken, dass der globale Temperaturanstieg weniger als zwei Grad Celsius betr\u00e4gt \u2013 im Vergleich zu vorindustriellen Messungen.<\/p>\n<p><strong>Greenpeace erwartet von den Verhandlungen in Paris:<\/strong><br \/>\n1. Eine Deklaration, dass die Welt bis zur Mitte des Jahrhunderts ihren Energiebedarf mit 100% erneuerbaren Energien deckt<br \/>\n2. Eine Vereinbarung, dass das langfristige Ziel ein Temperaturanstieg von maximal 1,5 Grad ist<br \/>\n3. Eine Vereinbarung, dass die reichen L\u00e4nder ab 2020 j\u00e4hrlich 100 Milliarden Dollar zur Verf\u00fcgung stellen, um die \u00e4rmeren L\u00e4nder bei der Umstellung saubere Energien und der Bew\u00e4ltigung der Folgen des Klimawandels zu untest\u00fctzen<br \/>\n4. Eine Vereinbarung, dass ab sofort die L\u00e4nder alle f\u00fcnf Jahre mit ambitionierten Klimaschutzzielen an den Tisch zur\u00fcck kommen<\/p>\n<p>Die Erwartungen an die Konferenz sind somit hoch, doch die Realit\u00e4t setzt einen D\u00e4mpfer auf allzu grossen Optimismus. Zwischen\u00a0grossspurigen Ank\u00fcndigungen auf dem internationalen Parkett und der Umsetzung im eigenen Land verl\u00e4uft oft ein tiefer Graben. So l\u00e4sst sich etwa Deutschland, das so vorbildlich in Sachen Energiewende voranging, zu viel Zeit mit dem Ausstieg aus klimasch\u00e4dlicher Braunkohle. Andere Nationen gehen ebenfalls mit den Vers\u00e4umnissen ihrer Energiepolitik in die Verhandlungen.<\/p>\n<p><strong>Ein un\u00fcberh\u00f6rbarer Ruf nach Klimaschutz<\/strong><\/p>\n<p>\u00abNoch ist nicht alles in trockenen T\u00fcchern, aber ich bin zuversichtlich, dass es am Ende einen rechtsverbindlichen Klimavertrag geben wird\u00bb, sagt Karsten Smid dennoch. \u00abKlar ist aber auch, dass alle nationalen Selbstverpflichtungen zusammengenommen nicht ausreichen werden, um unter der kritischen Temperaturobergrenze von zwei Grad Celsius zu bleiben\u00bb, so Smid weiter. \u00abWir steuern eher auf eine Temperaturerh\u00f6hung von drei bis vier Grad zu.\u00bb<\/p>\n<p>Damit sich die M\u00e4chtigsten der Welt ihrer Verantwortung bewusst werden \u2013 sofern sie es nicht bereits sind \u2013, gingen am vergangenen Wochenende weltweit hundertausende von Menschen\u00a0auf die Strasse \u2013 auch in Paris. Sie forderten von den Delegierten Taten statt Worte: <strong>Eine Zukunft mit 100% erneuerbaren und 0% fossilen Energien.<\/strong><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Naderev \u00abYeb\u00bb Sa\u00f1o geh\u00f6rt zu den energischsten K\u00e4mpfern f\u00fcr Klimagerechtigkeit. Bis vor kurzem verhandelte er f\u00fcr die Philippinen an einem Klimavertrag, der die Forderungen der am st\u00e4rksten Betroffenen erh\u00e4lt. 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