{"id":99821,"date":"2023-06-27T10:04:23","date_gmt":"2023-06-27T08:04:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/?p=99821"},"modified":"2023-06-27T10:04:26","modified_gmt":"2023-06-27T08:04:26","slug":"migros-schlachthof-profit-vor-umweltschutz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/99821\/migros-schlachthof-profit-vor-umweltschutz\/","title":{"rendered":"Migros-Schlachthof: Profit vor Umweltschutz\u00a0"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Im Dezember 2022 haben wir eine Einsprache gegen die Revision der Ortsplanung des Migros-Schlachthof eingereicht. Die Gemeinde St-Aubin (Kanton Freiburg) hat die Einsprache abgelehnt. Diese Ortsplanung soll einen gigantischen H\u00fchnerschlachthof der Migros erm\u00f6glichen. Um dieses klima- und umweltsch\u00e4dliche Projekt zu verhindern, legen wir, als Greenpeace Schweiz, bei der Direktion f\u00fcr Raumentwicklung, Infrastruktur, Mobilit\u00e4t und Umwelt (RIMU) des Kantons Rekurs gegen den Gemeindeentscheid ein. Wir fordern von der Migros die Fleischproduktion nicht weiter auszubauen und sich zusammen mit anderen Detailh\u00e4ndlerinnen an der Umsetzung eines fairen und nachhaltigen Ern\u00e4hrungssystems beteiligen.<\/strong><\/p>\n\n<p>Auf dem Swiss Campus for Agri &amp; Food Innovation in St-Aubin soll ein Mega-Schlachthof von Micarna entstehen. Micarna, die zur Migros-Gruppe geh\u00f6rt, plant, mindestens 40 Millionen H\u00fchner pro Jahr zu schlachten. Dies w\u00fcrde den \u00fcberm\u00e4ssigen Verzehr von H\u00fchnern und den Import von Futtermitteln erh\u00f6hen. Das Alles zu Lasten des Klimas, der Biodiversit\u00e4t und der Umwelt. Gemeinsam mit B\u00fcrger:innen aus der Region haben wir deshalb im letzten Winter eine Einsprache eingereicht. Die Gemeinde St-Aubin hat diese abgelehnt: Sie streicht den strittigen Artikel, ersetzt die urspr\u00fcnglich vorgesehenen Bestimmungen durch einen einfachen Verweis auf den Text des kantonalen Nutzungsplans (KNP), und plant, einen Teil des Textes neu aufzulegen.&nbsp;<\/p>\n\n<p>Der Prozessablauf ist fragw\u00fcrdig und offenbar gibt es keine Hemmungen, den Schlachthof gegen\u00fcber dem Schutz von Natur und Mensch zu priorisieren. Kanton und Gemeinde passen ihre gesetzlichen Grundlagen zugunsten eine umweltzerst\u00f6rerischen Mega-Projekts an. Dass das erlaubt ist, k\u00f6nnen wir nicht nachvollziehen.\u00a0 Im \u00dcbrigen sind die ver\u00f6ffentlichten Informationen nicht immer pr\u00e4zise. Ein Beispiel: 2020 wurde angek\u00fcndigt, dass das f\u00fcr den Schlachthof bestimmte Grundst\u00fcck an Micarna verkauft wird, 2023 scheint der Kaufvertrag <a href=\"https:\/\/www.fr.ch\/de\/rimu\/news\/ein-kantonaler-nutzungsplan-um-das-agrico-gelaende-zu-einem-campus-zu-machen-auf-dem-man-sich-wohl-fuehlt-und-der-eine-fuehrende-rolle-bei-den-innovationen-im-lebensmittelsektor-spielt\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">noch nicht unterzeichnet zu sein<\/a>.<\/p>\n\n<p>Dass die Ankunft von Micarna auf diese Weise beg\u00fcnstigt wird, wirft kein gutes Licht auf die Machtposition der Migros-Gruppe, eine der beiden gr\u00f6ssten Detailh\u00e4ndlerinnen der Schweiz, und des Detailhandels als Ganzes in bestimmten Regionen. Gemeinde und Kanton sollten den Interessen der lokalen Bev\u00f6lkerung und der Umwelt Priorit\u00e4t einr\u00e4umen k\u00f6nnen, nicht den wirtschaftlichen Interessen der Migros-Gruppe.<\/p>\n\n<p>Wir legen zusammen mit B\u00fcrger:innen aus der Region beim Kanton Rekurs gegen den Entscheid der Gemeinde St-Aubin ein. Wir werden uns weiterhin f\u00fcr ein Ern\u00e4hrungssystem einsetzen, das nachhaltig, gerecht und widerstandsf\u00e4hig ist.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Dezember 2022 haben wir eine Einsprache gegen die Revision der Ortsplanung des Migros-Schlachthof eingereicht. Die Gemeinde St-Aubin (Kanton Freiburg) hat die Einsprache abgelehnt. <\/p>\n","protected":false},"author":50,"featured_media":99822,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_planet4_optimize_post_is_variant":false,"_planet4_optimize_experiment_name":"","_planet4_optimize_variant_name":"","ep_exclude_from_search":false,"p4_og_title":"","p4_og_description":"","p4_og_image":"","p4_og_image_id":"","p4_seo_canonical_url":"","p4_campaign_name":"","p4_local_project":"","p4_basket_name":"","p4_department":"","footnotes":""},"categories":[48],"tags":[33,217],"p4-page-type":[75],"gpch-article-type":[],"class_list":["post-99821","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-zero-waste","tag-ernaehrung","tag-konsum","p4-page-type-story"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/99821","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/50"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=99821"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/99821\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/99822"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=99821"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=99821"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=99821"},{"taxonomy":"p4-page-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/p4-page-type?post=99821"},{"taxonomy":"gpch-article-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/gpch-article-type?post=99821"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}