{"id":99879,"date":"2023-06-29T09:00:00","date_gmt":"2023-06-29T07:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/?p=99879"},"modified":"2023-06-29T10:05:26","modified_gmt":"2023-06-29T08:05:26","slug":"greenwashing-der-bundesrat-stellt-sich-taub","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/99879\/greenwashing-der-bundesrat-stellt-sich-taub\/","title":{"rendered":"Greenwashing: Der Bundesrat stellt sich taub\u00a0"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Bald gibt es kein Produkt und keine kommerzielle Werbung mehr ohne Nachhaltigkeitsversprechen. Ebenso weit verbreitet ist Greenwashing. Mehrere parlamentarische Vorst\u00f6sse wollten nun diese Praktiken kontrollieren und Regeln festlegen. Der Bundesrat sieht jedoch keinen Handlungsbedarf.&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n<p>Vor einem Jahr zeigte eine Umfrage bei 3&#8217;500 Personen in der Schweiz, durchgef\u00fchrt von der Allianz der Konsumentenorganisationen, wie leicht Konsumentinnen und Konsumenten auf unbegr\u00fcndete Umweltbehauptungen hereinfallen. In einer <a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/96762\/greenpeace-schweiz-fordert-werbereglemente-zum-schutz-von-klima-und-umwelt\/\">repr\u00e4sentativen Umfrage<\/a>, die Greenpeace Schweiz im April dieses Jahres ver\u00f6ffentlichte, waren 80 Prozent der Befragten daf\u00fcr, dass Unternehmen verpflichtet werden sollten, gr\u00fcne Werbeversprechen zu belegen. Zahlreiche andere Studien best\u00e4tigen die Notwendigkeit, \u00abGreen Claims\u00bb besser zu regulieren, damit Verbraucherinnen und Verbraucher zwischen wirklich nachhaltigen und gr\u00fcn gewaschenen Produkten unterscheiden k\u00f6nnen.<\/p>\n\n<p>Abgesehen von potenzieller Irref\u00fchrung verleitet ein Teil dieser Botschaften Konsumentinnen und Konsumenten dazu, weiterhin zu viel zu konsumieren. Dieser \u00fcberm\u00e4ssige Konsum von Produkten oder Dienstleistungen belastet die Umwelt stark. In einer gemeinsamen Aktion haben 22 Organisationen aus dem Europ\u00e4ischen Verbraucherverband (BEUC) \u2013 darunter auch die F\u00e9d\u00e9ration romande des consommateurs&nbsp;FRC \u2013 rund 20 Fluggesellschaften kritisiert, weil sie \u00abnachhaltige\u00bb Fl\u00fcge oder die \u00abKompensation\u00bb der Flugemissionen verkaufen. Die Konsumentenorganisationen haben die&nbsp; Verbraucherschutzbeh\u00f6rden der betroffenen L\u00e4nder kontaktiert, damit Massnahmen ergriffen werden.<\/p>\n\n<p>Grunds\u00e4tzlich sind unsere europ\u00e4ischen Nachbar:innen aber besser gegen Greenwashing-Werbung gesch\u00fctzt: Auf EU-Ebene bestehen bereits entsprechende Rechtsvorschriften. Zus\u00e4tzlich hat die Europ\u00e4ische Kommission im M\u00e4rz ihren neuen Richtlinienentwurf ver\u00f6ffentlicht, mit dem sie Green Claims st\u00e4rker regulieren will.&nbsp;<\/p>\n\n<p>In der Schweiz wurden im Parlament mehrere Vorst\u00f6sse mit demselben Ziel eingereicht. Sophie Michaud Gigon und 14 weitere Parlamentarier:innen forderten die Regierung in einer Motion auf, eine Arbeitsgruppe aus Wirtschaftsakteuren \u2013 einschliesslich Konsumentenorganisationen \u2013 einzurichten, um Richtlinien nach europ\u00e4ischen Vorbild zu erlassen. Das Ziel: Regeln f\u00fcr klare und zuverl\u00e4ssige Informationen im Bereich der Umweltkommunikation festlegen.<\/p>\n\n<p>Ein zweiter Vorstoss forderte, dass h\u00e4ufig verwendete Umweltaussagen wie \u00ab\u00f6kologisch\u00bb, \u00abnachhaltig\u00bb oder \u00abCO<sub>2<\/sub>-neutral\u00bb analysiert werden, um die Verwendung regulieren zu k\u00f6nnen. Die Antwort des Bundesrats bleibt unver\u00e4ndert: Er sieht keinen Handlungsbedarf.&nbsp;<\/p>\n\n<p>\u00abEs ist Zeit, dass sich die Schweiz endlich verantwortlich f\u00fchlt. Auch hierzulande werben Unternehmen mit irref\u00fchrenden, vagen oder unbegr\u00fcndeten Behauptungen\u00bb, sagt Barbara Wegmann, Expertin f\u00fcr Konsum und Werbung bei Greenpeace Schweiz. Und Sophie Michaud Gigon, Generalsekret\u00e4rin der FRC, erg\u00e4nzt: \u00abGem\u00e4ss der Europ\u00e4ischen Kommission vermittelten 53 Prozent der Green Claims vage, unbegr\u00fcndete oder irref\u00fchrende Behauptungen.\u00bb<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Kontakt<\/h2>\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Greenpeace Schweiz<\/strong><\/h3>\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Barbara Wegmann, Expertin f\u00fcr Konsum und Werbung, +41 44 447 41 08, <a href=\"mailto:barbara.wegmann@greenpeace.org\">barbara.wegmann@greenpeace.org<\/a>&nbsp;<\/li>\n\n\n\n<li>Medienstelle Greenpeace Schweiz, +41 447 41 11, <a href=\"mailto:pressestelle.ch@greenpeace.org\">pressestelle.ch@greenpeace.org<\/a>&nbsp;<\/li>\n<\/ul>\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>F\u00e9d\u00e9ration romande des consommateurs&nbsp;<\/strong><\/h3>\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Sophie Michaud Gigon, Generalsekret\u00e4rin, +41 21 331 00 90 <a href=\"mailto:s.michaudgigon@frc.ch\">s.michaudgigon@frc.ch<\/a>&nbsp;<\/li>\n\n\n\n<li>Laurianne Altwegg, Umweltbeauftragte, +41 21 331 00 95, <a href=\"mailto:l.altwegg@frc.ch\">l.altwegg@frc.ch<\/a>&nbsp;<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Greenwashing ist weit verbreitet. 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