„Gletscher im Treibhaus“ – so lautet der Titel der Ausstellung, die am 1. September im alpinen Museum Bern startet und bis zum 25. März nächsten Jahres zu sehen sein wird. Die Schau dokumentiert mit grossformatigen Bildern das sichtbarste Signal der weltweiten Klimaveränderung: den dramatischen Rückzug der Alpengletscher. Im Zentrum stehen dabei historische Aufnahmen, denen heutige Fotografien der gleichen Motive gegenüber gestellt werden. Die Trägerschaft der Ausstellung bilden das Alpine Museum zusammen mit dem Schweizer Alpen-Club (SAC) und Greenpeace.

Bern. Der Klimawandel hat die als Alpenland
besonders davon betroffene Schweiz längst erreicht. Davon zeugen
nebst den schmelzenden Gletschern als augenfälligstem Zeichen auch
extreme Hitzeperioden wie diesen Juli oder im Sommer 03, begleitet
von einer mit dem Auftauen des Permafrostes zusammenhängenden
Zunahme von Felsstürzen. Aber auch Überschwemmungen wie im Sommer
05 und die darauf folgende Trockenperiode gehören zu den
Symptomen.

Greenpeace freut sich, dass „Gletscher im
Treibhaus“ in einem bedeutenden Schweizer Museum in der Nähe vom
Bundeshaus gezeigt werden kann: dem Mittelpunkt des nationalen
politischen Geschehens, wo nun mit höchster Dringlichkeit
Entscheide zu fällen und umzusetzen sind, um den Klimawandel
aufzuhalten. Allem voran ist eine substantielle Lenkungsabgabe auf
CO2 einzuführen. Weitere Instrumente wie zum Beispiel eine Abgabe
auf alle Energien oder verkehrsmindernde Massnahmen sind besser
heute als morgen zu starten. Denn wie der am 24. August von der
Klima-Allianz veröffentlichte Klimamasterplan zeigt: Die
Zielvorgabe für die Schweiz heisst, bis 2050 die
Treibhausgas-Emissionen um 90% zu senken, soll das Klima nicht
völlig aus den Fugen geraten.

Die von Greenpeace massgeblich mitfinanzierte
Wander-Ausstellung war schon in verschiedenen deutschsprachigen
Städten präsent. Sie ist für die Umweltorganisation eine wichtige
Gelegenheit, die Problematik der globalen Klimaveränderung einem
breiten Schweizer Publikum auf anschauliche Weise näher zu
bringen.

Kontakt:

Alexander Hauri, Klimakampagne Greenpeace 076 399 60
61Greenpeace Medienabteilung 044 447 41 11