Die Stellungsnahme der Basler Regierung lässt an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig: Das von Greenpeace vorgeschlagene Solarkraftwerk auf dem neuen Joggeli-Fussballstadion biete sich geradezu an und könnte «für eine breite Bevölkerungsschicht Signalwirkung» haben. Greenpeace begrüsst die Stellungsnahme der Basler Regierung. Jetzt liegt der Ball bei den Stadionbauern. Die Miteigentümergemeinschaft MEG hat sich bislang geziert, das umweltfreundliche Anliegen in die Realität umzusetzen. Dies, obwohl eine Investorengruppe dafür sorgt, dass die MEG keinen müden Rappen für das Kraftwerk zahlen muss.

Zürich. Auf dem neuen Fussballstadion in Basel
könnte das grösste gebäudeintegrierte Solarkraftwerk der Schweiz
gebaut werden – auf dem Berner Wankdorf sogar das grösste Europas.
Dies belegt eine Greenpeace-Studie, die im August veröffentlicht
worden ist. Im Anschluss reichten Basler Parlamentarier zwei
Vorstösse ein. Die Basler Regierung antwortet heute auf den ersten
Vorstoss, die Interpellation von Ueli Mäder (BastA!). Klarer hätte
die regierungsrätliche Stellungnahme gar nicht ausfallen können:
«Die Regierung steht dem Vorhaben, auf dem Dach des St.Jakob-Park
eine Photovoltaik-Anlage einzurichten, positiv gegenüber.» Es
handle sich um eine Anlage, die «für eine breite
Bevölkerungsschicht Signalwirkung» haben könnte. Der Kanton
Baselstadt biete sich für ein solches Projekt geradezu an: «Durch
die Ausrichtung hoher Beiträge an die Investitionen und durch die
Einführung der Solarstrombörse mit kostendeckender Vergütung hat
die Regierung beispielhafte Voraus-setzungen für das Vorhaben
geschaffen.» Greenpeace begrüsst, dass sich die Basler Regierung
klar hinter das Solarprojekt stellt und lädt sie ein, das Projekt
der Bauherrschaft dringlich zu empfehlen. Jetzt liegt der Ball bei
der Miteigentümergemeinschaft. Sie hat sich bislang geziert, den
solaren Traumpass aufzunehmen und ins Tor zu schlagen. Das
Greenpeace-Projekt hat schon breite Unterstützung gefunden, sowohl
politisch als auch in der Bevölkerung: Quer durch alle Parteien
unterstützen 105 von 130 Ratsmitgliedern die Förderung der
Solarenergie im neuen Joggeli. Zudem haben sich mehr als 300
Personen seit der Lancierung des Projektes bei Greenpeace gemeldet.
Ein Drittel davon will sich finanziell an der Errichtung des
Sonnenkraftwerks beteiligen. 150 Menschen erklären sich bereit,
„sportlichen Strom“ vom Joggeli aus ihrer Steckdose zu konsumieren.
Es ist unverständlich, wenn die Stadionbauer den
regierungsrätlichen Flankenball nicht aufnehmen oder gar das
Kunststück fertigbringen, ihn über das leere Tor zu pfunden.

Kontakt:

Tschoff Löw, Greenpeace Energiekampagne 01/ 447 41 25

Greenpeace Medienabteilung 01/ 447 41 11