Mit der Veröffentlichung des Corporate Crimes-Reports und der sogenannten Bhopal-Prinzipien untermauert Greenpeace am Weltgipfel in Johannesburg die Notwendigkeit einer internationalen Übereinkunft zur Unternehmensverantwortung und Schadenshaftung. „Bhopal“-Prinzipien deshalb, weil die Katastrophe von 1984 in Bhopal mehr als alle anderen Katastrophen das Versagen der Unternehmen, grundlegende Standards einzuhalten, aufzeigt, ebenso wie das Versagen der Staaten, die öffentliche Wohlfahrt zu schützen.

Novartis, Syngenta, Ciba, Exxon,
Monsanto, Dow…

Der Greenpeace-Report ist eine Sammlung von 48 Umweltverbrechen
und Beispielen unternehmerischen Fehlverhaltens von Konzernen und
Unternehmungen aus verschiedenen Sektoren wie Chemie-, Forst-,
Bergbau-, Gentechnologie-, Nuklear- und Öl-Industrie aus
verschiedenen Teilen der Welt. Unter den aufgeführten Firmen finden
sich u.a. Dow, Bayer, Shell, Monsanto, Exxon, Total Fina und
Unilever, ebenso die Basler Chemiekonzerne Novartis, Ciba SC und
Syngenta (mit ihren Altlasten). Diese Fälle zeigen auf, wie
unverantwortliches Verhalten der Konzerne die Umwelt und die
menschliche Gesundheit gefährdet und wie Staaten versagen,
angebracht darauf zu reagieren.