Zum Schutz von ökologischem Saatgut und gentechfreier Landwirtschaft startet die Stiftung Fintan heute das Projekt „Gen Au Rheinau“. Unterstützt wird sie dabei von Greenpeace und Bio Suisse. Auf dem Hof der grössten Bio-Produzenten der Schweiz und wichtigsten Biosaatgut-Züchter, in der Rheinschleife von Rheinau direkt an der deutschen Grenze gelegen, findet heute mit vielen Gästen die offizielle Proklamation statt. Unser Saatgut muss nachhaltig und umfassend geschützt werden.

Zürich/Rheinau. Am heutigen Proklamationstag
präsentiert sich die „Gen Au Rheinau“ erstmals dem Publikum: Die
Gäste können unter anderem auf Wunschflaggen ihre Unterstützung
ausdrücken, die lokalen Köstlichkeiten degustieren und einer
Kletterperfomance von Greenpeace-Aktivisten beiwohnen, die am
Siloturm des nach bio-dynamischen Grundsätzen bewirtschafteten
Bauernhofes das Logo der Gen Au Rheinau aufmalen. Höhepunkt ist
aber Joseph Haydns „Die Schöpfung“ als grosse einmalige
Freiluftaufführung mit Symphonieorchester und über 100 Sängern –
eine Welturaufführung des Schweizer Komponisten und Dirigenten
Heinz Bähler.

„Die an der Grenze zu Deutschland gelegene
Freiluftwerkstatt für die Entwicklung gentechfreien Saatguts ist
existentiell in Frage gestellt“, sagt einer der Fintan-Landwirte,
Martin Ott. Im EU-Raum werden bereits genmanipulierte Pflanzen
angebaut. Und auch in der Schweiz soll durch eine so genannte
Koexistenz-Verordnung dem Gentech-Anbau der Boden bereitet werden,
statt unsere Landwirtschaft wirksam zu schützen. Mit dieser
Verordnung soll auch die hängige Gentechfrei-Initiative, die ein
5-jähriges Anbau-Moratorium fordert, unterlaufen werden. „Wenn man
die flächendeckende Gentech-Verseuchung in den USA, in Kanada und
Argentinien bereits nach wenigen Jahren kommerziellen
Gentech-Anbaus anschaut, ist ein Nebeneinander von Gentech- und
herkömmlicher Landwirtschaf in der kleinräumigen Schweiz schlicht
nicht möglich, warnt Bruno Heinzer von Greenpeace.

Die Stiftung Fintan Rheinau hat deshalb das
Projekt „Gen-Au Rheinau“ ins Leben gerufen. Mit Hilfe von
Greenpeace, Bio Suisse und einer wachsenden Zahl von
Organisationen, Firmen, politischen Körperschaften und
Gemeindebehörden beidseits des Rheins macht sie für einen
verbindlichen langfristigen Schutz unseres Saatguts mobil.

Kontakt:

Bruno Heinzer, Gentech-Kampagne Greenpeace Schweiz 079 / 400 88
31

Martin Ott, Fintan-Landwirt 052 / 304 91 20

Jacqueline Forster, Pressesprecherin Bio Suisse 079 / 704 72
41