Das Wasserforschungsinstitut des ETH-Bereichs Eawag hat erstmals Pestizidkonzentrationen in kleinen Fliessgewässern über längere Zeit untersucht. Die Resultate sind so eindeutig wie skandalös: In keinem einzigen Fall wurden die gesetzlichen Anforderungen an die Wasserqualität eingehalten.

Philippe Schenkel, Agrarexperte bei Greenpeace Schweiz, kommentiert: «Die Resultate sind skandalös — wir haben es mit einem andauernden Gesetzesbruch zu tun! Wieder einmal zeigt sich, dass das von Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) und Bauernverband propagierte Bild der ‹naturnahen› Schweizer Landwirtschaft mehr Marketing ist als Realität. Der ‹Aktionsplan Pflanzenschutzmittel› des BLW bringt zwar einige Verbesserungen, kann aber Menschen und Tiere zu wenig umfassend vor den Auswirkungen der Agrochemiegifte schützen. Es braucht jetzt eine echte Pestizidreduktion!»

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