Die EU hat drei Pestizide aus der Familie der Neonicotinoide – Imidacloprid, Thiamethoxam und Clothianidin – von Bayer und Syngenta wegen ihrer Giftigkeit für Bienen und andere Bestäuber-Insekten im Freiland verboten. In der Schweiz gelten nach wie vor bloss die 2013 in Kraft getretenen Restriktionen.

Philippe Schenkel, Landwirtschafts-Experte bei Greenpeace Schweiz, kommentiert wie folgt:
«Der EU-Entscheid ist aufgrund der klaren wissenschaftlichen Datenlage überfällig und logisch. Bienengifte haben in der Landwirtschaft nichts verloren. Greenpeace Schweiz ruft Bundesrat Johann Schneider-Ammann und das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) dazu auf, den EU-Entscheid unverzüglich nachzuvollziehen und die drei Bienengifte von Bayer und Syngenta endgültig aus dem Verkehr zu ziehen. Ausserdem braucht es nun dringend eine Reform der Pestizid-Zulassung. Das Beispiel der Neonicotinoide zeigt exemplarisch wie immer wieder Wirkstoffe zugelassen werden, die sich im Nachhinein als höchst problematisch erweisen. Diese Wirkstoffe hätten gar nie zugelassen werden sollen.»

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Philippe Schenkel, Leiter Landwirtschaftskampagne, Greenpeace Schweiz, +41 78 790 52 84
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