Die Volksinitiative für eine Grüne Wirtschaft fordert einen schonenderen Umgang
mit Rohstoffen und Ressourcen. Die Organisationen der Umweltallianz – Greenpeace
Schweiz, Pro Natura, VCS und WWF Schweiz – rufen die Bevölkerung dazu auf, ein klares «Ja» in die Urne einzulegen. Profitieren werden alle, weil wir dadurch die nachhaltige Zukunft unserer Umwelt und Wirtschaft sichern.

Die Art und Weise, wie wir heute in der Schweiz und in anderen Ländern wirtschaften und konsumieren, führt zu einer Übernutzung lebensnotwendiger Ressourcen. «Wasser ist verschmutzt, Böden verlieren an Fruchtbarkeit und die Biodiversität nimmt ab», sagt Rico Kessler, Geschäftsleitungsmitglied von Pro Natura. «Fischbestände werden überfischt und Treibhausgas-Emissionen führen zum Klima-Kollaps», sagt Markus Allemann, Co-Geschäftsleiter von Greenpeace Schweiz.

Um ihre Verantwortung wahrzunehmen engagieren sich führende Schweizer Unternehmen seit langem in freiwilligen Branchenvereinbarungen wie der WWF Seafood Group, dem Global Forest & Trade Network oder dem Sojanetzwerk für eine nachhaltige Beschaffung von Rohstoffen wie Soja oder Palmöl. »Sie sichern sich damit langfristig den Zugang zu diesen stark unter Druck stehenden Ressourcen, die für ihre Geschäfte eine zentrale Bedeutung haben», sagt Thomas Vellacott, CEO WWF Schweiz. «Die Umstellung zur Grünen Wirtschaft liegt global im Trend und bringt der Schweiz nur Vorteile: eine intakte Umwelt, bessere Produkte und Dienstleistungen für Konsumenten sowie grosse Chancen für die Wirtschaft.»

Auch die Mobilität der Bevölkerung würde davon profitieren: «Die Initiative für eine Grüne Wirtschaft gibt uns einen Innovationsschub für die Lösung unserer Verkehrsprobleme. Insbesondere gilt es die Effizienz und die Auslastung des Transportsystems zu verbessern, in dem beispielsweise unnötige Fahrten vermieden werden», sagt VCS Co-Geschäftsleiterin Caroline Beglinger.

Die Schweiz kann das

Natürliche Ressourcen sind eine zentrale Grundlage für die Wohlfahrt unserer Gesellschaft. Wenn Ressourcen wie Wasser, Boden, saubere Luft, Biodiversität oder Bodenschätze nicht mehr in ausreichender Menge und Qualität zur Verfügung stehen, sind das Wirtschaftssystem und die Lebensqualität der Bevölkerung gefährdet.

Der ökologische Fussabdruck sollte deshalb mittelfristig eine Erde nicht überschreiten (Schweiz heute: 3,3 Erden). Ein verbessertes Recycling, Abfallvermeidung, Mindeststandards für Rohstoffe, Ecodesign oder Innovationsförderung sind Beispiele, wie diese Herausforderungen angegangen werden. Hier setzt die Initiative an: Die Schweiz soll nicht zurück stehen, sondern politische Rahmenbedingungen schaffen für eine prosperierende, nachhaltige Wirtschaft.

 

Für weitere Fragen:

Markus Allemann, Co-Geschäftsleiter Greenpeace Schweiz, 079 833 15 69

Caroline Beglinger, Co-Geschäftsleiterin, 079 310 11 86

Thomas Vellacott, CEO WWF Schweiz, 079 291 95 72

Rico Kessler, Mitglied der Geschäftsleitung, Pro Natura, 061 317 92 22